Ansichten zu Perry Rhodan Story 01 Florence

Florence – von Christian Montillon
Wenn im Februar 2019 der 3000. Band der Perry Rhodan-Serie erscheint, dann beginnt darin die Cairanische Epoche. Jahrhunderte werden seit den letzten Ereignissen vergangen sein. Die Lücke wird von sechs Kurzromanen gefüllt, die unter dem gemeinsamen Titel „Die verlorenen Jahrhunderte“ sich mit der Zeit vor dieser neuen Ära beschäftigen. Zunächst erscheinen die Romane als E-Book. Später soll auch noch eine gedruckte Ausgabe folgen.
Den Anfang macht ein Roman von Christian Montillon, der auch die Exposés für alle sechs Kurzromane erstellt. In Florence widmet sich der Autor nun selbst einer Nebenfigur der Hauptserie, die als Nachfahrin von Terranern in der Kleingalaxis Cetus als Händlerin tätig ist. Kapitänin Florence Hornigold hatte einst an der Seite von Atlan etliche Abenteuer zu bestehen. Diese Ereignisse liegen nun bereits fünf Jahrzehnte zurück. Florence hat drei Söhne, die aber inzwischen zur ihrer Erleichterung aus dem Haus sind. Während eines Handelsgesprächs wird sie unversehens in ein neues Abenteuer gezogen.
Sano, der Lee-Bürgermeister dieses Bereichs des Sternenrings benötigt ihre Hilfe. Er wird auf ziemlich rabiate Weise gedrängt, sein Amt aufzugeben. Der Grund dafür ist schnell gefunden. Eiris fließt aus einem Riss in einem Silo und hat wundersame Einflüsse auf die Umgebung. Andere Lee sind der Meinung, dass sich mit der Eiris ihre Macht vergrößern ließe, wenn man sie richtig nutzen würde. Hier greift Florence Hornigold ein, um die Dinge in ihrem Sinn zu richten.
Der Kurzroman von Christian Montillon hat in etwa die Hälfte einer normalen Romanheftlänge. Etwas zu lang für eine klassische Kurzgeschichte und etwas zu kurz für die übliche Erzählung eines Heftromans der Serie. Ich würde die Geschichte eher als Erweiterung eines Erzählstranges einsortieren. Wir erfahren ein wenig, wie es mit Florence weiterging, als Atlan mit Eiris bepackt die Rückreise zur Milchstraße antrat. In der Vorschau für diese Reihe wird angekündigt, dass sich die Kurzromane mit der Zeit beschäftigen, bevor die Cairanische Epoche anbricht. Und wie sich die Milchstraße verändert und was mit ihren Bewohnern geschieht. Da der Auftakt in Cetus angesiedelt ist, bleiben solche Einblicke aus. Als Leser wusste ich das natürlich vor der Lektüre nicht. Tatsächlich geht der Autor auf „besondere“ Effekte ein, die sich in Cetus ausbreiten. Dann wird allerdings deutlich, dass dafür die Eiris verantwortlich ist. Einem Silo, das Atlan wohl nicht geleert hatte, entströmt dieser besondere Stoff. Und dann räumt der Autor auch unumwunden ein, dass seine Protagonistin aufgrund der Distanz zur Milchstraße nicht weiß, ob Atlans Rettungsaktion erfolgreich verlief. Über die Veränderungen in der Milchstraße müssen dann also die folgenden Romane Auskunft geben.
Abgesehen davon liest sich die Erzählung flott. Florence hat sich nicht verändert und sie setzt das von Atlan überlassene Geschenk ein und ihre Fähigkeiten als Händlerin. Der Autor lässt offen, wie es mit der Kapitänin weitergeht. Mir hat die Geschichte gefallen. Ein schneller angenehmer Lesehappen zum Feierabend.

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