Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2987

Schlacht ums Gondunat – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Das Flaggschiff der USO ist an der Hundertsonnenwelt der Posbis eingetroffen. Monkey ist in Begleitung der rechtmäßigen Thronfolgerin des Goldenen Reichs. Puorengir sucht die Konfrontation mit ihrem Bruder. Und auch Puoshoor sieht die Gelegenheit nahen, auf die er so lange wartet. In den Besitz des Gondischen Privilegs zu gelangen, um damit endgültig seine Macht zu festigen. Und der selbst ernannte Herrscher spielt dazu alle Karten aus.
Es herrscht Waffenstillstand beim Kampf um die Heimat der Posbis, während die Diplomaten auf beiden Seiten die Bedingungen für eine Begegnung der Geschwister aushandeln. Auf Perry Rhodans Seite steht u.a. der Posbi Samstag. So genannt, weil er eigentlich Freitag heißen sollte, aber immer etwas zu spät kam. Der Posbi ist altgedient, hat aber auf technische Upgrades im Laufe der Jahrhunderte verzichtet. Er hat einen guten Draht zum Zentralplasma und langjährige Erfahrung in der Vermittlung bei Krisen.
Monkeys Standpunkt ist klar. Er wird Puorengir begleiten und für ihren Schutz sorgen. Die Verhandlungen über das Treffen ziehen sich hin. Festgelegt wird, wie die DAAIDEM mit Puoshoor und wie die TAYLITTER, die inzwischen eingetroffen ist und Puorengir aufnimmt, zum Treffpunkt zu erscheinen haben. Der eigentliche Ort der Begegnung wird ein terranischer Kreuzer sein. Puoshoor nutzt schon während dieser Absprachen jede Gelegenheit, um seine Anhänger auf sich einzuschwören und seine Gegner, insbesondere Perry Rhodan, zu diskreditieren.
Am 04.Juli 1551 NGZ ist es soweit. Die beiden Schiffe der Thoogondu haben die vereinbarten Positionen eingenommen. Doch was dann passiert, überrascht auch Perry Rhodan. Denn die DAAIDEM rammt die zentrale Kugel der TAYLITTER. Die beiden Pentasphären verkeilen sich, Explosionen werden beobachtet und gleichzeitig setzen Invasionstrupps von der DAAIDEM auf Puorengirs Schiff über. Monkey, der an Bord der TAYLITTER ist, meldet sich nicht. Der Funk wird massiv gestört.
Perry Rhodan, Orla Trant, Samstag und Spartakus Galouye setzen mit zwei Raumsoldaten und einigen TARAS ebenfalls zur angeschlagenen TAYLITTER über. Um die beiden Schiffe versammeln sich die Flotten der Parteien. Noch aber fällt kein Schuss. Der terranische Stoßtrupp dringt, durch die ETMs vor Entdeckung geschützt, in die TAYLITTER ein und arbeitet sich in Richtung der Kommandozentrale vor. Dort angekommen sind Puorengir und Monkey jedoch nicht auffindbar. Der Oxtorner hat aber eine Nachricht hinterlassen. Puorengir lebt und wurde von Puoshoor verschleppt. Der Lordadmiral verfolgt sie.
Es geht zurück auf die DAAIDEM. In der Heckkugel der Pentasphäre werden ungewöhnliche Energiewerte gemessen. Sie stammen von Hooris-Kristallen. Vermutlich will sich Puoshoor mit seiner Gefangenen über einen Hooris-Transmitter absetzen. An Bord der DAAIDEM muss sich Monkey mit Balkenrobotern auseinandersetzen. Und auch Rhodans Trupp kann die Tarnung nicht lange aufrechterhalten. Der Unsterbliche bittet Moothusach an Bord der HARL DEPHIN um Unterstützung. Der Mentor soll auf die Neurotroniken der beiden Schiffe, insbesondere die der DAAIDEM einwirken. Die Neurotronik soll nicht länger Puoshoor unterstützen.
Auf dem Weg zur Heckkugel werden die Verfolger immer wieder in Gefechte verwickelt. Samstag opfert sich, um den in Lebensgefahr geratenen Perry Rhodan zu retten. Schließlich zeigen Moothusachs Bemühungen erste Erfolge. Die Neurotronik der DAAIDEM verweigert den gefährlichen Balkenrobotern den Zugang zur Heckkugel. Schließlich kann Puoshoor so unter Druck gesetzt werden, dass er Puorengir zurücklassen muss. Die Thoogondu berichtet, dass ihr Bruder das Gondischen Privileg an sich gebracht hat und dass er beim Versuch, es umzucodieren, scheiterte. Und sie erzählt Rhodan von einem Geheimprojekt, einer Ultimaten Waffe, die ihr Bruder einsetzen will. Puoshoor kann durch den Hooris-Transmitter entkommen. Doch Perry Rhodan, Monkey, Orla Trant und Spartakus Galouye folgen ihm durch den Transmitter.
Puorengir ist nun der Ansicht, dass ihr Bruder jede Glaubwürdigkeit verspielt hat. Zumindest bei den Thoogondu vor Ort. Sie will eine Ansprache halten, um den Lügen ein Ende zu bereiten.

 

 

Rezension:
Michael Marcus Thurner schildert einen Teil seiner Geschichte aus der Sicht des Posbis Samstag. So erhielten die Schilderungen der Geschehnisse trotz dessen biologischer Komponente im ersten Romanviertel zuweilen einen nüchternen Ton. Es entstand so ein distanzierter Eindruck. Beinahe wie eine Dokumentation werden die Ereignisse um die Hundertsonnenwelt abgehandelt. Diese Perspektive gefiel mir sehr gut, zumal der Posbi ambivalente Eigenschaften an den Tag legte. Mit dem Eindringen in die verkeilten Schiffe nach der Kollision werden die Schilderungen emotionaler. Samstag muss mit einer Vielzahl an Begleitern interagieren und der Autor wechselt auch mal die Perspektive. So erleben wir einen Teil der Ereignisse rückblickend aus der Sicht des Oxtorners Monkey.
In seinem Blog schreibt der Autor darüber, dass er nun zum weiderholten Male in diesem Zyklus Aktionen im Inneren eines Raumschiffs beschreiben musste. Und dass er sich Sorgen mache, sich zu wiederholen. Zumindest ich kann ihm diese Besorgnis nehmen. Ich empfand die Geschichte als äußerst kurzweilig. Die Perspektive aus Sicht des Posbis war mal was anderes und hatte sowohl komische als auch tragische Elemente. Die Action-Szenen waren rasant und nicht übertrieben.
Mit der Ultimaten Geheimwaffe, die am Ende erwähnt wird, ist wohl die Waffe der alten Gilde gemeint. Es stellt sich die Frage, ob man auf dem Weltenbrandszenario überhaupt noch eines draufsetzen kann.

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