Articles for the Month of November 2018

Ansichten zum Magazin SOL 92

Immer wieder gerne lese ich das Magazin der Perry Rhodan-Fanzentrale. Diese Publikation hat schon seit geraumer Zeit eine Professionalität erreicht, die mich immer wieder positiv überrascht. Und das Beeindruckende dabei ist, dass das alles von Fans gestaltet wird. Zur Ausgabe 92 will ich ein paar Anmerkungen machen.
Die Titelillustration wurde von Guy Roger angefertigt, der übrigens die Titelbilder für die französische Ausgabe der Perry-Rhodan-Serie zeichnet.
Das Magazin enthält zwei Interviews. Alexandra Trinley entlockte dem Autor Uwe Anton einige Informationen, die ich noch nicht kannte. Und Roman Schleifer unterhielt sich mit Andreas Eschbach. Darin geht es schwerpunktmäßig um das aktuelle Buch „NSA“ des Bestseller-Autors und wie der Autor zur Idee kam und den Stoff entwickelte. Nur kurz wird auf das Perry Rhodan-Buch Eschbachs eingegangen, das in einigen Monaten erscheint. Das Internet verrät dazu inzwischen mehr Informationen.
Immer wieder interessant ist auch die Sicht anderer Rezensenten auf die Romane der Serie. Matthias Hettler wirft einen Blick auf die Romane 2964 bis 2976. Und ich blättere dann hin- und wieder in meine Besprechungen zurück, um nachzulesen, wie ich selbst die Romane empfunden habe. Spannend.
Gerhard Huber ruft mit seinem Völkerdatenblatt zu den Nakken Außerirdische ins Gedächtnis, die ich seinerzeit als sehr geheimnisvoll und exotisch wahrnahm. Andere Teile der SOL widmen sich Terrania. Einen schönen Überblick über die verschiedenen zeichnerischen Darstellungen der ersten Stadt des Perryversums liefert Redakteurin Christina Hacker. Den Mittelteil des Magazins bilden dann einige Illustrationen Terranias von Stefan Wepil. Speziell Blues-Town dürfte bei den Bewohner der Zukunft schnell einen schlüpfrigeren Beinamen erhalten.
Klaus Frick steuert eine harmlose Story zum Weihnachtsfest am Goshunsee bei. Besser gefiel mir die Story von Ralph Keim, der über eine Begegnung in Terrania schreibt und reichlich Lokalorit versprüht. Interessant war auch Dennis Mathiaks Beitrag. Der Autor beschreibt detailliert wie er für seinen Roman zur Mini-Serie Terminus (Band 2) die Stadt Terrania entdeckte, in der er seine beiden Protagonisten agieren ließ.
Und auch ein weiterer Beitrag zur Artikelreihe Perrypedia ist enthalten. Stephan Eichenberg beschäftigt sich darin mit der Qualitätssicherung. Ich gestehe, jedes Mal wenn ich etwas zur Perrypedia lese, kriege ich ein schlechtes Gewissen. Die Mitglieder, die an dem Online-Wiki arbeiten, leisten Erstaunliches. Und die Artikelreihe soll natürlich animieren, daran teilzunehmen. Angemeldet bin ich seit längerer Zeit. Aber dort geschrieben habe ich noch nicht. Ein paar Texte aus meinem Blog habe ich mal Björn Beier zur Verfügung gestellt, der sie in die Perrypedia hochgeladen hat. Aber meinen ersten Beitrag dort schiebe ich immer wieder auf.
Björn Beier ist auch in der SOL aktiv. Er steuert ein Kreuzworträtsel bei. Und natürlich kann man mit der Lösung, die ich hier nicht verrate, etwas gewinnen. Neben den von mir hier erwähnten Inhalten gibt’s noch ein paar Artikel mehr zu entdecken. Wie immer eine bunte und gelungene Mischung.
Nachtrag: Und da war noch der Beitrag von Wim Vandemaan. „Die Straße der Herrenschneider“ nennt er seine Geschichte. Sie beginnt im Dokumentationsstil von jener Art, bei der eine leise aber markante Männerstimme den interessierten Zuhörer die weniger bekannten Seiten einer Stadt oder einer Region näher bringt. Daraus entwickelt sich eine Kurzgeschichte, die ich zwar nicht hundertprozentig verstanden habe, die mir aber viel Freude beim Lesen bereitete.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2988

Die HARUURID-Mission – von Michelle Stern – Handlung:
Perry Rhodan, Monkey, Orla Trant und Spartakus Galouye folgen Puoshoor durch den Hooris-Transmitter. Sie landen auf einer Leerraumfähre der Thoogondu. Vom Flüchtigen keine Spur. An Bord der AJATTI ist die Gäonin Abelone Jochanson für die Sicherheit zuständig. In den vergangenen Tagen wurde die Besatzung mit widersprüchlichen Informationen konfrontiert. Sie betreffen Puoshoor und seine Stellung als Garant, die plötzlich in Frage gestellt wird. Als Jochanson die Ankunft der vier Verfolger bemerkt, lässt sie sie entwaffnen und inhaftieren. Aber sie meldet es nicht weiter. Puoshoor selbst ist sicher, dass Rhodan ihm folgen wird. Er erreicht die HARUURID, wo seine Gespielin Mazuurah ihn erwartet. Er bereitet sich auf die letzte finale Auseinandersetzung mit Rhodan vor.
Nach Tagen im Gefängnis und etlichen Gesprächen mit Abelone Jochanson kann Perry Rhodan die Gäonin von seiner Sicht der Dinge überzeugen. Jochanson gibt dem Unsterblichen wertvolle Informationen. Der Flug geht zur Kleingalaxis Sagittarius. Dort will Puoshoor Verbündete für seine Invasion der Milchstraße verpflichten. Das Volk der Gursüy, ein Brudervolk der Jülziish, steht bereit, denn angeblich wurden deren Welten von Terranern der LFG angegriffen. Monkey sind diese Anschuldigungen bekannt. Auf Bitten Gatas sollte eine Untersuchungskommission in die Kleingalaxis reisen. Jochanson ist auch Seltsames aufgefallen. Sie benennt Joel Moore, den Kommandanten der KORS DANTUR. Der Gäone verhält sich seit einiger Zeit sehr merkwürdig. Rhodan vermutet eine Gedächtnismanipulation der Thoogondu dahinter. Er drängt Jochanson, ihn und sein Team an Bord der KORS DANTUR zu bringen.
Dort angekommen geraten Rhodan und seine Begleiter wieder in Gefangenschaft. Diesmal von Moore. Tatsächlich gibt sich Moore aber keine große Mühe mit seinen Gefangenen. Er gibt ihnen sogar die Gelegenheit, auszubrechen und eigene Ermittlungen anzustellen. Das Ziel der Ermittlungen von Perry und Monkey ist ein gondisches Schiff in einem Hangar. Gäonische Soldaten werden dort geimpft und an Bord einer Gedächtnismanipulation unterzogen. Und auch Trant und Galouye sammeln Beweise. Auch Joel Moore kann schließlich von Perry Rhodan vom Unrecht der Thoogondu überzeugt werden.
Gemeinsam will man Puoshoor auf der HARUURID überlisten. Doch der ist bereits von einem Getreuen über die Lage informiert worden. Als ein angeblich gefangener Agent der USO auf die HARUURID überstellt wird, schnappt die Falle zu. Spartakus Galouye, der den Gefangenen mimte, kommt ums Leben. Perry Rhodan und den anderen aber gelingt es, der Falle zu entkommen. Dabei stoßen sie auf Vertreter der Gursüy, die sich an Bord aufhalten. Auch hier kann Perry Rhodan Überzeugungsarbeit leisten.
Perry Rhodan, Monkey und Orla Trant können Puoshoor und Mazuurah aufspüren. Beim Kampf hintergeht der angebliche Gondu auch seine Gespielin, die sich daraufhin auf die Seite der Terraner schlägt. Puoshoor wird von ihr und Rhodan getötet. Die Leerraumfähre bringt Rhodan, Monkey und Trant zurück zur Hundertsonnenwelt, wo es Puorengir inzwischen gelungen ist, dank der jüngsten Ereignisse, die Thoogondu auf ihre Seite einzuschwören. Das Goldene Reich zieht seine Streitkräfte aus der Milchstraße ab. Die junge Herrscherin wird noch viel Zeit benötigen, um die neue Gilde zu zerschlagen.

 

Rezension:
Michelle Sterns Roman bringt einen Handlungsstrang zu einem Ende, der mit dem Jubiläumsband eröffnet wurde. Ich bin erleichtert. Die Thoogondu waren mir von Anfang an unsympathisch. Und deren „glühende“ Anhänger, die Gäonen, ebenso. Die Erleichterung wird aber auch etwa geschmälert. Nämlich über das Zustandekommen, über das „Wie“ dieses Endes.
An der Story selbst störte mich, dass zum absoluten Höhepunkt der Thoogondu-Thematik eine weitere Gefahr, die des Jülziish-Volks aus einer vorgelagerten Kleingalaxis „erfunden“ werden musste, um den Thoogondu-Strang abzuschließen. Das ist wie ein Krimi, bei der eine während des ganzen Falls nicht in Erscheinung getretene Person unmittelbar vor der Aufklärung eines Mordes ins Rampenlicht tritt, und sang- und klanglos wieder verschwindet. Das mag ich nicht. Und dann setzt die Autorin noch eins drauf und holt Puoshoors Gespielin aus jahrelanger Versenkung, um ihr den entscheidenden Schlag zuzuschreiben. Wenn ich es positiv beschreiben müsste, dann steht der Bösewicht am Ende ganz alleine da, während Perry Rhodan den Erfolg mit der Rekrutierung von Verbündeten erzielt. Aber ich sehe es ein wenig anders. Ein bislang gar nicht in Erscheinung getretenes Element wird überraschend aber für mich nicht überzeugend in den Ring geworfen und ein anderes Element, an das man sich als Leser kaum erinnert, ebenso.
Ich hätte mir für den Roman mehr „Aufklärungserlebnisse“ von Perry Rhodan gewünscht. Auch hinsichtlich der Gilde. Die Erfolge, die der Held erzielt, sind gut geschrieben und beschrieben. Sie sind es jedoch nur für die Hintergangenen in dem Roman. Nicht für den Leser, der das alles schon kannte.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2987

Schlacht ums Gondunat – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Das Flaggschiff der USO ist an der Hundertsonnenwelt der Posbis eingetroffen. Monkey ist in Begleitung der rechtmäßigen Thronfolgerin des Goldenen Reichs. Puorengir sucht die Konfrontation mit ihrem Bruder. Und auch Puoshoor sieht die Gelegenheit nahen, auf die er so lange wartet. In den Besitz des Gondischen Privilegs zu gelangen, um damit endgültig seine Macht zu festigen. Und der selbst ernannte Herrscher spielt dazu alle Karten aus.
Es herrscht Waffenstillstand beim Kampf um die Heimat der Posbis, während die Diplomaten auf beiden Seiten die Bedingungen für eine Begegnung der Geschwister aushandeln. Auf Perry Rhodans Seite steht u.a. der Posbi Samstag. So genannt, weil er eigentlich Freitag heißen sollte, aber immer etwas zu spät kam. Der Posbi ist altgedient, hat aber auf technische Upgrades im Laufe der Jahrhunderte verzichtet. Er hat einen guten Draht zum Zentralplasma und langjährige Erfahrung in der Vermittlung bei Krisen.
Monkeys Standpunkt ist klar. Er wird Puorengir begleiten und für ihren Schutz sorgen. Die Verhandlungen über das Treffen ziehen sich hin. Festgelegt wird, wie die DAAIDEM mit Puoshoor und wie die TAYLITTER, die inzwischen eingetroffen ist und Puorengir aufnimmt, zum Treffpunkt zu erscheinen haben. Der eigentliche Ort der Begegnung wird ein terranischer Kreuzer sein. Puoshoor nutzt schon während dieser Absprachen jede Gelegenheit, um seine Anhänger auf sich einzuschwören und seine Gegner, insbesondere Perry Rhodan, zu diskreditieren.
Am 04.Juli 1551 NGZ ist es soweit. Die beiden Schiffe der Thoogondu haben die vereinbarten Positionen eingenommen. Doch was dann passiert, überrascht auch Perry Rhodan. Denn die DAAIDEM rammt die zentrale Kugel der TAYLITTER. Die beiden Pentasphären verkeilen sich, Explosionen werden beobachtet und gleichzeitig setzen Invasionstrupps von der DAAIDEM auf Puorengirs Schiff über. Monkey, der an Bord der TAYLITTER ist, meldet sich nicht. Der Funk wird massiv gestört.
Perry Rhodan, Orla Trant, Samstag und Spartakus Galouye setzen mit zwei Raumsoldaten und einigen TARAS ebenfalls zur angeschlagenen TAYLITTER über. Um die beiden Schiffe versammeln sich die Flotten der Parteien. Noch aber fällt kein Schuss. Der terranische Stoßtrupp dringt, durch die ETMs vor Entdeckung geschützt, in die TAYLITTER ein und arbeitet sich in Richtung der Kommandozentrale vor. Dort angekommen sind Puorengir und Monkey jedoch nicht auffindbar. Der Oxtorner hat aber eine Nachricht hinterlassen. Puorengir lebt und wurde von Puoshoor verschleppt. Der Lordadmiral verfolgt sie.
Es geht zurück auf die DAAIDEM. In der Heckkugel der Pentasphäre werden ungewöhnliche Energiewerte gemessen. Sie stammen von Hooris-Kristallen. Vermutlich will sich Puoshoor mit seiner Gefangenen über einen Hooris-Transmitter absetzen. An Bord der DAAIDEM muss sich Monkey mit Balkenrobotern auseinandersetzen. Und auch Rhodans Trupp kann die Tarnung nicht lange aufrechterhalten. Der Unsterbliche bittet Moothusach an Bord der HARL DEPHIN um Unterstützung. Der Mentor soll auf die Neurotroniken der beiden Schiffe, insbesondere die der DAAIDEM einwirken. Die Neurotronik soll nicht länger Puoshoor unterstützen.
Auf dem Weg zur Heckkugel werden die Verfolger immer wieder in Gefechte verwickelt. Samstag opfert sich, um den in Lebensgefahr geratenen Perry Rhodan zu retten. Schließlich zeigen Moothusachs Bemühungen erste Erfolge. Die Neurotronik der DAAIDEM verweigert den gefährlichen Balkenrobotern den Zugang zur Heckkugel. Schließlich kann Puoshoor so unter Druck gesetzt werden, dass er Puorengir zurücklassen muss. Die Thoogondu berichtet, dass ihr Bruder das Gondischen Privileg an sich gebracht hat und dass er beim Versuch, es umzucodieren, scheiterte. Und sie erzählt Rhodan von einem Geheimprojekt, einer Ultimaten Waffe, die ihr Bruder einsetzen will. Puoshoor kann durch den Hooris-Transmitter entkommen. Doch Perry Rhodan, Monkey, Orla Trant und Spartakus Galouye folgen ihm durch den Transmitter.
Puorengir ist nun der Ansicht, dass ihr Bruder jede Glaubwürdigkeit verspielt hat. Zumindest bei den Thoogondu vor Ort. Sie will eine Ansprache halten, um den Lügen ein Ende zu bereiten.

 

 

Rezension:
Michael Marcus Thurner schildert einen Teil seiner Geschichte aus der Sicht des Posbis Samstag. So erhielten die Schilderungen der Geschehnisse trotz dessen biologischer Komponente im ersten Romanviertel zuweilen einen nüchternen Ton. Es entstand so ein distanzierter Eindruck. Beinahe wie eine Dokumentation werden die Ereignisse um die Hundertsonnenwelt abgehandelt. Diese Perspektive gefiel mir sehr gut, zumal der Posbi ambivalente Eigenschaften an den Tag legte. Mit dem Eindringen in die verkeilten Schiffe nach der Kollision werden die Schilderungen emotionaler. Samstag muss mit einer Vielzahl an Begleitern interagieren und der Autor wechselt auch mal die Perspektive. So erleben wir einen Teil der Ereignisse rückblickend aus der Sicht des Oxtorners Monkey.
In seinem Blog schreibt der Autor darüber, dass er nun zum weiderholten Male in diesem Zyklus Aktionen im Inneren eines Raumschiffs beschreiben musste. Und dass er sich Sorgen mache, sich zu wiederholen. Zumindest ich kann ihm diese Besorgnis nehmen. Ich empfand die Geschichte als äußerst kurzweilig. Die Perspektive aus Sicht des Posbis war mal was anderes und hatte sowohl komische als auch tragische Elemente. Die Action-Szenen waren rasant und nicht übertrieben.
Mit der Ultimaten Geheimwaffe, die am Ende erwähnt wird, ist wohl die Waffe der alten Gilde gemeint. Es stellt sich die Frage, ob man auf dem Weltenbrandszenario überhaupt noch eines draufsetzen kann.