Articles for the Month of Oktober 2018

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2984

Projekt Exodus – von Susan Schwartz – Handlung:
Einen Monat nach Auslösung des Weltenbrands, es ist Ende Mai 1552 NGZ, treffen sich die Vertreter von über 400 galaktischen Zivilisationen auf Aurora, der zentralen Welt des Galaktikums. Das Halo-System, zu dem der Planet gehört, liegt im dünn besetzten Halo der Milchstraße. Der nächste Stern ist über 400 Lichtjahre entfernt. Die Auswirkungen der galaxisweiten Katastrophe sind hier noch nicht zu spüren. An Bord der GALBRAITH DEIGHTON VII unter dem Kommando von Anna Patoman trifft auch Perry Rhodan ein. Der Terraner hat einen Plan, den er den galaktischen Völkern vorstellen will. Die nächsten Tage werden nicht einfach werden. Er ist einer der Kardinalfraktoren. Viele werden ihn für die Auslösung des Weltenbrands verantwortlich machen. Schon im Vorfeld der entscheidenden Sitzung ist der Unsterbliche auf der Suche nach Bündnispartnern.
Die Posbis kommen in Frage. An Bord der BOX-11211 trifft sich Perry Rhodan mit Sallnech, dem führenden Wissenschaftler der Posbis, den Weltenbrand betreffend. Nach der Tiuphoreninvasion verfügen die positronisch-biologischen Roboter nur noch über 55.000 Schiffe. Diese könnten sie zur Verfügung stellen. Galaktiker würden damit vorrübergehend auf Welten der Posbis transportiert werden. Doch Rhodans Plan geht weiter. Er denkt an den kompletten Auszug aller Intelligenzwesen aus der Milchstraße.
Weitere Vertreter vor Ort sind die Gataser. Die BELLÖRCY fällt auch Rhodan auf, weil sie ungewöhnliche Triebwerksaufsätze zeigt. Kommandant des Schiffes ist Anüyü-Trü-Zyr. Zusammen mit seiner ersten Offizierin Pyolu Yuz pflegt der Gataser ein Geheimnis vor seiner Besatzung. Mehrere Fremdwesen aus dem Volk der Kooblenus sind an Bord. Und den Ornithoiden soll eine besondere Aufgabe zukommen.
Den ersten Vorsitzenden des Galaktikums, den Akonen Arval Las’Andossu, weiht Perry Rhodan im Vorwege in das Projekt Exodus ein. Auch wenn der Akone auf Perry Rhodans Seite steht. Ein Vorhaben wie dieses, das dazu dienen soll, Billiarden an Wesen zu evakuieren, übersteigt alles Vorstellbare. Und dabei sind das nur die Mitglieder des Galaktikums. Die vielen unbekannten Zivilisationen, die keine Raumfahrt entwickelt haben, sollen ebenfalls berücksichtigt werden. Viele von ihnen gilt es jedoch erstmal zu entdecken. Zusammen mit dem Vorsitzenden begrüßt Perry Rhodan auch Tropar Lendellec. Der Vertreter der Onryonen ist mit dem Raumvater SOOZORD angereist. Lendellec stellt in Aussicht, dass die On-Ökumene, die in den Linearraum entrückt ist, Galaktiker aufnehmen kann. Jedoch nicht von Dauer.
Anüyü-Trü-Zyr hat es geschafft, dass die drei Kooblenus zur Sitzung zugelassen wurden, obwohl sie kein Mitgliedsvolk des Galaktikums sind. Außerdem wurden ihnen die primitiven Pfeile und Bögen gelassen, da sie keine Gefahr darstellen. Am 24. Mai findet schließlich die Konferenz statt, an der 220.000 Intelligenzwesen teilnehmen. Viele Vertreter schildern zunächst die Folgen des Weltenbrands. Die Forschungslage wird ebenfalls debattiert. Als Perry Rhodan auftritt, kommt es zu Tumulten. Dennoch trägt er seinen Plan zur Evakuierung einer ganzen Galaxis vor. Die Hürden scheinen unüberwindlich. Und nur fortzugehen, hilft alleine nicht. Man muss auch wissen, wohin man geht. Und ob man dort willkommen ist. Perry Rhodan bleibt optimistisch. Es folgt der Auftritt der Kooblenus. Die Ornithoiden verschießen Pfeile in Richtung Perry Rhodans. Und zur Überraschung des Terraners und aller Beteiligten, verschwindet der Unsterbliche spurlos. Er wurde entführt.
Perry Rhodan materialisiert in einem Transmitter und in einem geschlossenen Raum. Er muss nicht lange warten. Seine Entführer sind Anüyü-Trü-Zyr und Pyolu Yuz. Die beiden Gataser gehören einer radikalen Vereinigung an, die Terra als das Übel bezeichnet. Sie wollen Rhodan nicht töten. Aber die BELLÖRCY wird mit Perry Rhodan weit in den Leerraum gesteuert und soll dort 500 Jahre verbringen, ehe ihm die Rückkehr erlaubt wird. Rhodan erkennt schnell die Schwäche des Plans. Denn die beiden Radikalen haben den Rest der Besatzung nicht eingeweiht. Rhodan schafft es, in das KOM-System einzudringen und die Besatzung zum Aufstand zu bewegen. Derweil haben auch die GALBRAITH DEIGHTON VII und die BOX-11211 dem Diskusschiff folgen können. Das verdanken sie der SOOZORD, die die Daten der Linearraumverfolgung an die anderen Schiffe übermittelte. Perry Rhodan kann befreit werden.
Anna Patoman informiert ihn über eine Entdeckung. Bei der Verfolgung haben die onryonischen Linearraumdetektoren ein riesenhaftes Objekt entdeckt, das aus dem oberen Halo der Milchstraße zu kommen scheint.
 
Rezension:
Der Roman von Susan Schwartz lässt mich insgesamt betrachtet etwas hilflos zurück. Ich bin unentschlossen, wie ich die geschilderte Hauptstory bewerten soll. Also konzentriere ich mich erstmal auf die Elemente, die ich bei der obigen Zusammenfassung schlicht ignoriert habe, obwohl sie jenen Teil des Romans betreffen, den ich als gut gelungen empfand.
Denn auch Susan Schwartz beschreibt in ihrer Geschichte die Auswirkungen des Weltenbrands. In Einschüben zur Hauptstory bringt sie beispielsweise Tagebuchauszüge einer jugendlichen Terranerin. Und sie schildert, wie der Weltenbrand über eine Welt hereinbricht, die an der Schwelle zur Industrialisierung steht. Sie schildert Eltern, deren Kleinkind nur noch schreit und dem nicht geholfen werden kann. Wie andere Autoren vor ihr kann Susan Schwartz dem Geschehnis einen eigenen Stil verleihen. Und die Schilderungen in diesen Szenen sind emotional und sehr drastisch. Sie zeigen schonungslos, was mit den Intelligenzwesen geschieht, wenn es kein Mittel gegen den Weltenbrand geben wird.
Im anderen Teil des Romans hingegen beschäftigt sich die Autorin mit dem Mittel gegen den Weltenbrand. Eigentlich ist es kein Mittel. Es ist eine Flucht. Der Gedanke gefiel mir. So kurz vor der Schwelle des Bands 3000 der Serie stehend, könnte Projekt Exodus das Tor für phantastische Geschichten öffnen. Und gleichzeitig ergibt sich die Chance, sich von Altlasten der Serie zu trennen.
Doch so wie Susan Schwartz die Hauptstory vorantrieb, scheint es den Autoren nicht wirklich ernst mit dieser Entwicklung zu sein. Die bajuwarisch-naive Vorstellung einer Evakuierung einer ganzen Galaxis erheiterte und verärgerte mich bei der Lektüre gleichermaßen. Die Hauptstory hat mir nicht zugesagt. Katastrophen dergestalt, wie sie momentan geschildert werden, erfordern natürlich rasches Handeln. Und zwangsläufig sind solche Handlungen von viel Lärm begleitet. Das Geschehen muss hektisch und unfertig wirken. Und diese Wirkung muss sich auf den Leser übertragen. Das tut es auch. Aber anders als es die Autorin wohl im Sinne hatte.
Denn die Handlungen, Beschreibungen und Figuren werden doch arg naiv in Szene gesetzt. Es sind diese hin und wieder auftretenden Hopplahop-Szenarien, die in jedem Zyklus zum Ende hin für Überraschungen sorgen sollen. Plötzlich ist der zur Verfügung stehende Raum knapp geworden, weil Sprosse ins Uferlose wuchsen und thoogondische Gedächtnismanipulationen uns vergessen ließen, was in der ersten Zyklushälfte geschah. Und nun soll ad hoc die Galaxis evakuiert werden. Nö, das wird so nichts.
Die Auswirkungen des Weltenbrands auf einzelne Individuen kann die Autorin packend und nachvollziehbar schildern. Bei den Maßnahmen dagegen, bzw. bei den Aktionen auf einer höheren, einer politischen Ebene, wirken die Geschehnisse, zumindest auf mich, provinziell. Es fehlte an Zündstoff. Genauer gesagt, war der Zündstoff da, bloß die Autorin wollte die Lunte nicht anzünden. Da kommen 220.000 Wesen aus allen Teilen der Galaxis zusammen, um sich von Perry Rhodan, dessen Name untrennbar mit der Katastrophe verbunden ist, einen Plan vorstellen zu lassen. Und Susan Schwartz belässt es bei ein paar Zwischenrufen. Und zwei radikalen Tölpeln. Das war mir zu wenig.
 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2983

Kants letztes Kunstwerk – von Christian Montillon – Handlung:
Vom Ausbruch des Weltenbrands sind alle Lebewesen auf allen Welten der Milchstraße betroffen. Auch Asherman Kant. Unter dieser Tarnidentität lebt er auf der Freihandelswelt Lepso. Seine angebotene Kunst ist allerdings etwas speziell. Kant ist ein Auftragsmörder, der unter dem Künstlernamen Omor gebucht werden kann. Sein Interesse gilt dem Tod und treibt seltsame Auswüchse. So unterstützt er finanziell die Klinik eines Aras. Die Patienten dort stehen nicht selten an der Schwelle des Todes und üben auf Kant eine seltsame Faszination aus.
Kant ist ein übervorsichtiger Mensch, der für alle möglichen Situationen einen Ausweg vorausgedacht hat. Er wird von Senator unterstützt. Der vielseitig begabte Roboter ist ein wichtiger Helfer bei Kants Aufträgen. Ein Kunde namens John C. Shelton hat einen neuen Auftrag für Kant. Senator wickelt die erste Kontaktaufnahme ab und legt den Preis fest. Eine äußert seltene Mikropole, die miniaturisiert eine Stadt zeigt. Man kommt ins Geschäft. Das Ziel des Killers ist eine Kauffrau. Sie ist Mitglied eines erst kürzlich in Erscheinung getretenen Handelsclans, der Falga-Kooperation. Ihr Aussehen ist unbekannt und sie tritt in verschiedenen Identitäten auf. Sie wird nur die Lady genannt. Kant ist von der Herausforderung angetan. Dieser Mord könnte sein Meisterwerk werden. Doch zunächst muss er die Zielperson erst einmal exakt identifizieren. Denn er hat einen Ehrenkodex. Unbeteiligte sollen nicht zu Schaden kommen. Sein Auftraggeber konnte an der Lady einen Hyperimpulsgeber anbringen, der alle 13,7 Sekunden einen Impuls auf wechselnder Frequenz abgibt. Da die Reichweite nur 40 Meter beträgt, ist es schwierig, die Zielperson ausfindig zu machen.
Kant gelingt es, einen Impuls abzufangen und der Lady zu folgen. Er will zunächst Recherche betreiben. Die Zielperson ähnelt einer Terranerin. Sie ist schwer bewacht und von mehreren Robotern und Leibwächtern abgeschirmt. Auch ein Oxtorner ist in ihrer Begleitung. Der Umweltangepasste ist ebenfalls getarnt. Kant geht einen anderen Weg. Als vermeintlicher Händler Ewarn Thirock geht er an Bord der BERWINUS GRIN. Der 900m-Kugelraumer beherbergt die Lady. Kant kommt das Schiff merkwürdig vor. Ihm ist es, als ob ihm etwas vorgeführt würde. Zurückgelassene miniaturisierte Spione melden sich nicht. Sie sind entdeckt worden. Das geht über die Möglichkeiten von Händlern hinaus. Auch ein zweiter Besuch, diesmal mit einem fortschrittlichen Deflektor, bringt ihn nicht weiter. Wieder erscheint ihm alles als Kulisse und er wird entdeckt und muss fliehen.
Um an die Zielperson zu kommen, muss Kant einen anderen Weg gehen. Er will seinen Tod vortäuschen, um seinen Auftrag ausführen zu können. In der Klinik des Aras lagert seit längerer Zeit eine genetische Kopie von ihm. Kant setzt seinen unbeseelten Doppelgänger für eine Mission ein, bei der die Kopie beim Versuch eines Attentats auf die Lady ums Leben kommt.
Kants Plan scheint aufzugehen. Allerdings gibt es einen, der noch schlauer ist. Monkey kann den echten Kant enttarnen. Er ist der Oxtorner in Begleitung der Lady, die sich als die Thoogondu Puorengir entpuppt, die vom Gäonen John C. Shelton getötet werden soll. Gemeinsam kann man dem Gäonen das Handwerk legen.

 

Rezension:
Autor Christian Montillon wählt einen ungewöhnlichen Aufbau für seine Geschichte. Puorengir und die Gefahr in der sie schwebt, war schon beinahe meiner Erinnerung entglitten. Perry Rhodan suchte nach einem Weg, die Thronfolgerin des Goldenen Reichs zu schützen. Denn sie wird angefeindet. Dass es überhaupt um Puorengir in diesem Roman ging, hat der Autor bis zuletzt sehr gut verschleiert.
Allerdings hat er auch genügend Hinweise eingebaut, die bei mir als Leser am Ende den einen oder anderen Aha-Effekt auslösten. Ein Oxtorner in Begleitung der Zielperson, der sich tarnt? Wer, wenn nicht Monkey würde dies tun? Die Möglichkeiten des Schiffes und seiner Besatzung, die Kants Pläne mehr als einmal durchkreuzen. Zudem lässt Montillon seine Hauptfigur nicht nur einmal darüber nachdenken, dass ihm etwas vorgespielt würde. Seine Gegenspieler könnten eine ganz große Hausnummer in der Galaxis innehaben.
Wie dem auch sei, der Autor hat mich auf den Leim geführt und das mit einem Krimi in der Verpackung eines SF-Romans. Die Auswirkung des Weltenbrands musste eine Rolle spielen. Und der Autor beherrscht diese Gradwanderung, wie weit die Ekpyrosis seine Figuren beeinflusst. Weder überzieht er das Szenario, noch verharmlost er es. Am Ende steht eine durchdachte Story mit einer interessanten Hauptfigur, die der Autor durch mehrere Genres steuert. Manches kommt etwas zu kurz, wie beispielweise die Thematisierung der Vorgeschichte des Protagonisten. Aber insgesamt bot die Geschichte einen guten Thrill und eine schöne Inszenierung mit mehreren Spannungsbögen.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2982

Die Vernichtungsvariable – von Kai Hirdt – Handlung:
Die Besatzung der RAS TSCHUBAI ist in Cetus auf der Suche nach der letzten Lagerstätte von Proto-Eiris der Superintelligenz ES. Fitz Klems Amulett leistet wieder wertvolle Dienste. Schließlich kann das Ziel identifiziert werden. Es ist die Algorithmische Republik. So bezeichnet Florence Hornigold einen Staatenbund der Toshruden im System der Sonne Bonnoch. Den einzigen Planeten Ponn umkreisen 77 Monde, von denen 5 eine Sauerstoffatmosphäre haben und von den die Mathematik liebenden Toshruden bewohnt werden.
Ein wichtiges Mitglied der Algorithmischen Republik ist Sunnrod, der Wohldefinierte. Seine Welt besteht aus der Großen Gleichung, die mit mal mehr mal weniger großer Wahrscheinlichkeit berechnet, was das Beste für die Mehrheit der Toshruden ist. Seit einiger Zeit lässt die Prognosegenauigkeit zu wünschen übrig. Auf dem Mond Crunnud gibt es eine unberechenbare Stelle, die Sunnrods Arbeit als Wohldefinierter schwierig werden lässt. Der Toshrude hat jedoch einen radikalen Weg ersonnen, die unbequeme Variable aus dem System zu streichen. Er hat sich von der Waffenhändlerin Taraval vom Volk der Karrhae Minen liefern lassen. Der Mond Crunnud wurde vermint. Eine letzte Lieferung steht noch aus.
Das Team der RAS TSCHUBAI landet in der bewährten Zusammensetzung auf dem Kontakthafen des Mondes Kotonn. Die Toshruden stehen Fremdvölkern sehr misstrauisch gegenüber. Besucher stören die gewohnte Ordnung. Jede Abweichung stürzt die durchgerechnete Gesellschaft ins Chaos. Der ungewöhnliche Besuch erregt auch die Aufmerksamkeit von Sunnrod. Wenige Tage vor der Sprengung von Crunnud kann das kein Zufall sein. Er lädt Atlan und seine Begleiter nach Honnrud in den Rechnungspalast ein, um sich der Variablen persönlich anzunehmen.
Entgegen der ersten Befürchtung von Sunnrod erweisen sich seine Gäste als hilfreich. Sie erkennen die Probleme der Algorithmischen Republik mit einem bestimmten chaotischen Zustand. Sichu Dorksteiger kann einen brauchbaren Algorithmus beisteuern. Dies überzeugt den Wohldefinierten, der daraufhin gestattet, dass Atlan, Fitz Klem, Tamareil und Florence Hornigold die unberechenbare Stelle auf Crunnud besuchen dürfen.
In Begleitung einiger Toshruden besucht Atlans Team den Ort, wo sie die Proto-Eiris vermuten. Dabei entdecken sie auch die Minen. Mehr noch, sie erkennen, dass die Antimaterieminen den ganzen Mond zerstören, sollten sie gezündet werden. Taraval setzt unterdessen ihren Geschäftspartner Sunnrod unter Druck. Sie verlegt die letzten Minen. Außerdem will sie die Gelegenheit nutzen und eine Kontrahentin loswerden. Sie hat Florence Hornigold erkannt, die ihr ein Geschäft vermasselt hat. Mit dem Hüter der Proto-Eiris wird sich Atlan schnell einig.
Und eine weitere Variable erscheint unvermutet im System. Es ist der Spross PARTAMASPA, der die RAS TSCHUBAI davon abhalten möchte, die Proto-Eiris zu bergen. Die Lage spitzt sich zu, denn Atlan und sein Team können nicht verhindern, dass Taraval die Minen zündet. Die Explosionen der Antimaterie setzen auch Strahlung frei, die zur Zerstörung der Proto-Eiris führen wird. Fitz Klem kann den Bhal der PARTAMASPA überreden, Hilfe zu leisten. Die PARTAMASPA opfert sich, um die RAS TSCHUBAI zu schützen. Der Mond wird dennoch zerstört.
Nun trennen sich die Wege von Florence Hornigold und Atlan. Die Händlerin erhält eine LAURIN-Jet als Belohnung und die RAS TSCHUBAI bricht nach einigen Tests zur Milchstraße auf. Die Veränderung der Hülle durch die Proto-Eiris zeigt zwei positive Effekte. Die Besatzung kann auf die Suspensions-Alkoven verzichten. Die modifizierte Hülle schützt vor der tödlichen Strahlung des Hypertrans-Progressors. Und während des Fluges mit diesem Antrieb wird die Hülle durchsichtig und gewährt einen einzigartigen Blick auf den Kosmos.

 

Rezension:
Gerade als ich dachte, dass eine weitere Geschichte über eine erneute Bergung von Proto-Eiris eigentlich nur langweilig sein könnte, belehrt mich Kai Hirdt eines Besseren. Die Geschichte des Autors zur Algorithmischen Republik war sehr erfrischend und mal wieder etwas ganz anderes.
Auch wenn die Grundlage der Gesellschaft der Toshruden von der Mathematik gebildet wird, zog ich während der Lektüre unwillkürlich Vergleiche zu Menschen, deren Leben von Phobien begleitet werden. Ohne echte äußere Bedrohung entwickeln sie Zwangsstörungen, um der vermeintlichen Bedrohung zu begegnen. Durch die Phobie haben sie meist einen guten Spürsinn für Dinge, die nicht in Ordnung sind.
Die Monks der Algorithmischen Republik haben jedenfalls dem Chaos den Kampf angesagt und bei mir als Leser für Abwechslung gesorgt.