Articles for the Month of Juli 2018

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2971

Das Gondische Privileg – von Oliver Fröhlich – Handlung:
Nach der Entdeckung, die Sichu Dorksteiger und Gucky im inneren der Station am Hooris-Stern gemacht haben, fordert Perry Rhodan Unterstützung an. Der Thoogondu Moothusach wird mit der HARL DEPHIN der USO auf die RAS TSCHUBAI gebracht. Moothusach ist alles andere als begeistert davon, da er sich nach wie vor dem Schmerz hingibt, der durch den Verlust der Neurotronik entstanden ist, die er als sein Kind bezeichnet. Aber der Bhal, der in der Station entdeckt wurde, könnte Teil einer Neurotronik sein und Moothusach ist der Spezialist dafür.
Der Erste Nuntius, der sich in Begleitung Puorengirs befindet, wird in der Krankenstation der RAS TSCHUBAI behandelt. Kurzerhand verlegt Perry Rhodan die Gesprächsrunde mit der Gonda auf die Krankenstation und lässt Puorengir weiter berichten. Nach dem Attentat auf ihren Vater lässt sie Roomhir, den verräterischen Diener, auf ihr Schiff, die TAYLITTIR bringen. Ihre Lebenspartnerin Nuinshianna spendet Puorengir Trost. Puorengir läuft Gefahr, alles und jeden in ihrer Umgebung zu verdächtigen. Zu allem Überfluss meldet sich dann auch ihr Bruder Puoshoor, den sie verdächtigt, der Anführer der Neuen Gilde zu sein. Puoshoor gibt sich besorgt und will zu ihrer Ernennung als Gonda anreisen. Um sich darauf vorzubereiten, wurde ihr das Gondische Regularium gebracht. Das Gerät wurde gründlich untersucht. Puorengir hat aber auch ein anderes Problem. In Erinnerungsfetzen sieht sie sich mit ihrem Bruder beim Liebespiel. Sie ist verunsichert.
Das Verhör des Dieners, der unter Drogen gesetzt wurde, erbringt Ungeheuerliches. Er gibt zu ein Mitglied der Gilde zu sein, die dem alten Schwur, der Rückkehr in die Heimat, folgt. Narashim musste sterben, weil er sich mit Poshcooris verbünden wollte. Roomhir berichtet auch, dass die Vorfahren eine Armee auf dem Merkur zurückgelassen haben. Sie wurde dort positioniert, noch bevor der Wanderer die Thoogondu vertrieben hatte. Wobei unklar war, ob die Armee von den Thoogondu selbst erschaffen wurde oder von einer anderen Zivilisation. Die Thoogondu erkannten aber in dem Material die Fähigkeit, Bewusstseine zu speichern und mit den Hooris-Kristallen schufen sie die Möglichkeit, eigene Bewusstseine darin aufnehmen zu können. Die Armee sollte ein zweites Standbein sein, im Brennpunkt der Wandererbahn. Und Puorengir erfährt vom ersten Standbein, dem Versuch ihrer Vorfahren, den Wanderer von innen heraus mit manipulierten Bewusstseinen zu übernehmen. Sie schwört sich, dem Treiben der Neuen Gilde ein Ende zu setzen. Doch sie hat ein Problem. Sie hat keine Beweise. Und Roomhir tötet sich selbst mit Gift.
Als Nuinshianna eintrifft, erzählt ihr Puorengir von ihren seltsamen Erinnerungsfetzen. Die beiden Frauen wenden das Gedankennetz an, das beim Verhör Zeshiras benutzt wurde. Die Erinnerungen Zeshiras, die nun auch im Kopf von Puorengir sind, zeigen, dass Puoshoor von Zeshira verführt wurde. Und die Neue Gilde hat ihren Bruder entführt und seine Erinnerungen manipuliert. Die Gilde lässt Puoshoor glauben, dass er der Organisation angehört und sogar ihr Anführer ist. Nuinshianna stirbt, als sie das Gondische Regularium berührt und daraus Gift entweicht. Gift, das für Puorengir bestimmt war.
Derweil sind Gucky, Sichu Dorksteiger und Moothusach zum Bhal Sharibakeph vorgedrungen. Moothusach ist fasziniert. Er versucht, die Neurotronik mittels Moral und Ehre davon zu überzeugen, den Transmitter über den Hooris-Stern abzuschalten. Das gelingt nicht. Stattdessen entsteht in der Neurotronik ein Konflikt. Der Widerspruch bedroht in seinen Auswirkungen die drei Eindringlinge und Gucky muss alle per Schmerzteleportation in Sicherheit bringen. Die mentalen Ausläufer der Neurotronik verfolgen den Ilt sogar in den Andersraum.
Puorengir kommt nun zum Ende ihrer Geschichte. Muisheed, der Erste Nuntius überreicht ihr in einer Zeremonie das Gondische Privileg. Vorher wurden nur alle erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Aber die Neue Gilde hat ein Attentat gar nicht nötig. Als Puorengir offiziell Gonda des Goldenen Reichs ist, tritt Puoshoor auf. Er bezichtigt seine Schwester, das Amt unrechtmäßig eingenommen zu haben. Puoshoor versteht es geschickt, die Fakten nahe der Wahrheit so zu verdrehen, dass sie sich nachteilig für Puorengir auswirken. Letztlich sieht er sich als legitimen Nachfolger und Puorengir muss fliehen.
Am Hooris-Stern entsteht eine neue Situation, als die DAAIDEM mit Puoshoor eintrifft. Zuvor sind ca. 2500 Schiffe aus Sevcooris eingetroffen. Nicht wenige davon durch die Reise beschädigt. Auch Puoshoor kann das Gondische Privileg, offensichtlich eine Kopie, vorweisen. Gucky bringt Puorengir zum Bhal Sharibakeph. Der hat sich wieder gefangen und will Puoshoor folgen. Doch Puorengir kann die Neurotronik dazu bringen, den Transmitterdurchgang zu blockieren bis geklärt ist, wer der rechtmäßige Herrscher der Thoogondu ist.

 

Rezension:
Oliver Fröhlich beleuchtet eine der Fragen, die ich mir zuletzt auch stellte. Nämlich wie die Thoogondu die HaLem-Armee auf Merkur und damit im untersagten Gebiet des Wanderers stationieren konnte. Eine endgültige Antwort (gibt es das überhaupt in der Serie?) gibt der Autor nicht. Er wirft stattdessen die Frage auf, ob die HaLem überhaupt von den Thoogondu stammen oder nur dort gefunden wurden, um sie für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. Mit dem eigentlichen Grund des Zerwürfnisses wird die Geschichte konkreter. War letzte Woche noch der Zugang zu diesem Wissen der Protagonistin Puorengir verwehrt, erfährt sie nun die Wahrheit und mit ihr auch Perry Rhodan. Damit scheidet eine dritte Version des Zerwürfnisses wohl aus.
Die Geschichte Puorengirs setzt der Autor ebenso fort. Wie schon im Roman der Vorwoche schildert sie ihre Erlebnisse Perry Rhodan. Die Geschehnisse wirken rastlos und die beständigen Gedanken, wem sie noch trauen kann, machten es nicht leicht, die Ereignisse zu verfolgen. Unterbrechungen ergaben sich nur wenige. Beispielsweise durch die Aktion von Gucky, Sichu und Moothusach. Dennoch kann der Autor schließlich mit einer lückenlosen Ereignis- und Dialogkette überraschen. Geschickt lässt er Puoshoor die Ereignisse dazu nutzen, um Puorengir in Misskredit bringen. Allerdings hat die Gonda sich das auch ein wenig selbst zuzuschreiben. Sie hat wohl keinerlei Aufzeichnungen angefertigt, während ihr Bruder eben mit solchen Aufzeichnungen ihre Handlungen scheinbar in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Zum vierten Mal in Folge ist Perry Rhodan nur Zaungast. Wann immer einer seiner Begleiter ein offensiveres Vorgehen vorschlägt, wiegelt der Unsterbliche ab. Nicht ganz zu Unrecht. Dennoch sind die Handlungen Rhodans die eines Menschen, der immer nur reagiert, als zu agieren. Am Ende will er Puorengir schützen und sie in Sicherheit bringen. Sollte die RAS TSCHUBAI nicht Schutz genug bieten?
Der Doppelband von Oliver Fröhlich wartet nicht mit epochalen Ereignissen auf. Auch die Action kam verhältnismäßig kurz und blitzte nur beim Einsatz von Sichu und Gucky auf. Die Geschichte drehte sich ganz um die Motive der Thoogondu, vielmehr der Neuen Gilde. Deren Anführer wir immer noch nicht kennen. Denn Puoshoor ist nur vorgeschoben. Dennoch war das Doppel nicht langweilig und lebte von der Erzählstruktur und davon, welche Figuren im Dunstkreis Puorengirs auf welcher Seite stehen würden. Nun sollte allerdings damit Schluss sein und das Spiel der Manipulationen nicht zu weit getrieben werden.
 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2970

Der Gondu und die Neue Gilde – von Oliver Fröhlich – Handlung:
Auf der RAS TSCHUBAI wird der 4 km durchmessende Ringtransmitter am Nordpol des Hooris-Sterns beobachtet, der von drei Pentasphären aus Sevcooris durchflogen wird. Die Schiffe scheinen beschädigt zu sein. Auf einen Funkspruch Perry Rhodans meldet sich überraschend Puorengir von der TAYLITTIR. Sie bezeichnet sich als die Gonda des Goldenen Reichs und übernimmt den Oberbefehl über die Flotte aus den Schweigsamen Werften. Die Robotschiffe, inzwischen 15.000 an der Zahl, reagieren jedoch nicht. Ein weiterer Funkspruch geht an Perry Rhodan. Puorengir, die wie Rhodan weiß, die Tochter Narashims und die Schwester Puoshoors ist, bittet den Unsterblichen um Asyl in der Milchstraße. Der Terraner ist überrascht und bittet die Thoogondu an Bord zu kommen.
Hier hört er sich ihre Geschichte an, die einige Jahrzehnte in die Vergangenheit geht. Mit ihrem Bruder wird sie ein Jahr nach der Geburt von der Mutter getrennt, die später stirbt. Puorengir engagiert sich in der Resozialisierung von Verbrechern, insbesondere von Terroristen der Vranoo ba’Drant, die aussteigen wollen. Puoshoor hingegen genoss sein Leben in vollen Zügen. Eines Tages bestellte ihr Vater Narashim die beiden zu sich ein. Er legt sich zur Freude seiner Tochter auf den Bruder als potentiellen Nachfolger, als Ghuogondu, fest. Doch Puoshoor kann seinem Vater zumindest abringen, nicht auf ewig Ghuogondu zu sein. Er wird nach 31 Jahren das Amt an seine Schwester abtreten. Viele Jahre später kommt es zu einer weiteren Begegnung von Puorengir mit dem Gondu. Ihr Vater fragt sie überraschend nach ihrer Meinung zu Perry Rhodan, der das Reich gerade besucht hat. Puorengir ist dem Terraner nie begegnet und wartet gespannt, was ihr Vater von ihr will. Narashim erzählt ihr, dass die Thoogondu immer wieder die Milchstraße besuchten und im Auge behielten. In Aufzeichnungen erhält sie Einblick in die politischen Entscheidungen Jahre zuvor. Man beschließt, Perry Rhodan einzuladen. Die Thoogondu Zeshira soll eine Sonnenspur legen und alles andere der Einladung abwickeln.
Narashim hat aber auch eine Überraschung für seine Tochter parat. Neben der offiziellen Version der Vertreibung des Volkes aus der Milchstraße gibt es auch die Wahrheit, wie sich das Ganze abgespielt hat. Und ihr Vater erzählt ihr, wie er auf die Spur der Gilde kam. Und inzwischen davon ausgeht, dass die Gilde entweder nach wie vor existiert oder sich eine neue Gilde gebildet hat. Und Zeshira scheint ihr anzugehören. Ihre Einladung an Rhodan bedeutete auch die Vernichtung eines Sonnensystems, wie Narashim durch Rhodan persönlich erfuhr. Die Gilde hat das Gondunat gegenüber der Milchstraße in Misskredit gebracht. Der Vater äußert einen weiteren schwereren Verdacht. Puoshoor soll Mitglied der Gilde sein, die versucht, ihn auf den Thron zu bringen.
Die Geschichte Puorengir wird unterbrochen, denn weitere Pentasphären erscheinen am Hooris-Stern. Die neu Hinzukommenden verlangen die Auslieferung Puorengirs. Sie wird beschuldigt, den Gondu, ihren Vater ermordet zu haben. Perry Rhodan hat 36 Stunden Bedenkzeit. Und ist erneut überrascht, denn Puorengir gibt ihm gegenüber zu, Narashim getötet zu haben. Sie erzählt Rhodan, wie es weiterging. Nach dem Verdacht ihres Vaters beginnt Puorengir damit, Nachforschungen anzustellen. Es dauert sehr lange, bis sie auf die Spur von Zeshira stößt, die untergetaucht war. Ihre Erinnerungen wurden verfälscht, aber Puorengir kann mit Hilfe eines Gedankennetzes dennoch einige Bilder freilegen, die tatsächlich Beweise für die Existenz der Gilde erbringen und einer Invasion der Milchstraße. Narashim entscheidet inzwischen, Puoshoor vom Amt des Nachfolgers früher zu befreien und Puorengir einzusetzen. Das müsste die Gilde auf den Plan bringen. In Puoshoors Verhalten kann seine Schwester nichts Verdächtiges entdecken.
Als sie an Bord der POTOOLEM, dem Schiff ihre Vaters, geht, der ihre Verkündung zur Ghuogonda verkünden will, ist sie entsprechend angespannt. Es kommt zu einem Attentat auf Narashim. Einer der Attentäter ist ein Mitglied der Gilde, den sie in den Erinnerungen Zeshira gesehen hat. Doch die Attentäter erreichen ihr Ziel nicht, denn der Gondu kann mit letzter Kraft seine Tochter zur Nachfolgerin erklären, bevor er stirbt.
Rhodan kennt nun ein wenig die Hintergründe, aber Puorengir hat noch mehr zu erzählen.

 

Rezension:
Oliver Fröhlich beleuchtet die Hintergründe und zeigt noch mal die Widersprüche des Goldenen-Reichs-Plots. Ungeklärt bleibt weiterhin, wie die Thoogondu sich Zugang zum Merkur verschaffen konnten. Denn schließlich liegt das Solsystem in jenem Bereich, das der Wanderer für besonders schützenswert hielt. Als sich die Thoogondu damals dafür interessierten, kam es zum Zerwürfnis. Und ausgerechnet dort platzierten sie die HaLem-Armee?
Dem Roman merkte man es insbesondere in der zweiten Hälfte deutlich an, dass da noch ein zweiter Band darauf wartet, etwas mehr zu enthüllen. Denn Puorengir erfährt nicht die inoffizielle Version der Vertreibung durch den Wanderer, bzw. gibt sie in der Geschichte an Perry Rhodan weiter. Als Leser kennt man natürlich die Erlebnisse der Gruppe um Opiter Quint, Ernst Ellert und Zau, die auf der Heimatwelt der Thoogondu mehr dazu erfahren haben. Die Thoogondu wollten seinerzeit den Wanderer manipulieren, indem sie der SI Bewusstseine mit gefälschten Erinnerungen anboten. Ich bin gespannt, ob sich diese Version auch im zweiten Band von Oliver Fröhlich nächste Woche findet, oder ob es gar eine dritte Version gibt.
Der Autor wählt eine interessante und zumindest anfänglich auch kurzweilige, weil abwechslungsreiche Erzählweise. Der Autor lässt Puorengir ihre Geschichte gegenüber Perry Rhodan schon erzählen, bevor sie überhaupt mit dem Terraner an Bord der RAS TSCHUBAI zusammentrifft. Dieser Kniff und die darin lancierten persönlichen Anreden an den „Zuhörer“ Perry Rhodan, respektive den Leser, machten den Reiz der Story aus. Wie erwähnt, zieht sich die Story in der zweiten Hälfte an einigen Stellen. Allerdings kann der Autor den Leser immer wieder zurückholen. Ich bin gespannt, ob es ihm auch mit dem zweiten Teil der Geschichte im Folgeband gelingt. Den Ereignissen in Sevcooris konnte ich bislang nicht allzu viel abgewinnen. Aber wer weiß? Vielleicht wird hier tatsächlich noch nachgelegt und das Geschehen kann mich doch noch interessieren.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2969

Tag des Grimms – von Susan Schwartz – Handlung:
Am Hooris-Stern, jenem Pulsar, der etwa 19.200 Lichtjahre von Terra entfernt ist, spitzt sich die Lage zu. Aus allen Teilen der Milchstraße treffen Schiffe der Thoogondu ein, die über Jahrtausende in den Schweigsamen Werften ausgehaart haben. Noch haben diese Schiffe keine Besatzung. Und es ist gerade diese Situation, die bei einigen, der sich gleichfalls verstärkenden Galaktiker, den Ruf laut werden lässt, gegen die Thoogondu zuzuschlagen. Doch noch gibt es keine eindeutig feindlich Handlungen von Seiten der Thoogondu und deshalb greift Perry Rhodan ein, als einige Gataser gegen die Fremden vorrücken. Er kann die Lage beruhigen, fängt sich allerdings von Ruth Dunjana einen Rüffel ein. Die Admiralin ist die Befehlshaberin der Liga-Flotte vor Ort und der Unsterbliche ist mit der RAS TSCHUBAI kein Mitglied des Militärs. Versuche von Seiten der Liga, mit den Schiffen der Thoogondu zu kommunizieren, scheitern. Auch ein Topsider als Unterhändler bringt nichts. Überraschend meldet sich Jefferson Beauregard. Der Gäone ist Kommandant der NETO und möchte vermitteln. Doch wie es scheint treibt der Gäone falsches Spiel. Von seinem Schiff geht ein Funkimpuls in Richtung des Roten Zwerges, der mit dem Pulsar ein gemeinsames Schwerkraftzentrum umkreist.
Die Ortung der RAS TSCHUBAI erkennt eine Station aus zwei Würfeln, die bislang durch die Strahlung des Doppelsterns verborgen war. Und von dieser Station wird offensichtlich mit einer Reihe von Satelliten korrespondiert, die den Pulsar umkreisen. Während die Flotte für Ablenkung sorgt, teleportiert Gucky mit Sichu Dorksteiger und einem TARA mit mobilen Transmitter an Bord der fremden Station. Kaum sind sie im größeren der beiden Würfel materialisiert, baut sich ein Schutzschirm auf. Der Rückweg ist vorerst nicht möglich.
Die Ator und der Ilt erkunden das fremde Terrain. An Bord des Würfels wimmelt es von Thoogondu. Die Vertreter dieses Volkes erscheinen allerdings kleiner als ihre Verwandten in Sevcooris. Die Besucher erfahren, dass die Bewohner seit vielen Generationen auf den Tag des Grimms warten. Die beiden Besucher ordnen sie als diejenigen ein, die die Rache des Wanderers ausführen werden. Die beiden dringen zum Hohen Hüter vor, erfahren dort allerdings nicht viel mehr. Es sollen jedoch noch andere Wesen auf der Station leben. Gucky und Sichu begeben sich per Schmerzteleportation in den kleineren Würfel. Dort infiltriert die Wissenschaftlerin die technischen Systeme, während sich Gucky auf der Suche nach den Fremden macht, die noch in der Station hausen. Derweil machen die Thoogondu Jagd auf die Eindringlinge. Sichu erkennt, dass die Station einen riesigen Transmitter mit 5D- und 6D-Elementen im Pulsar zusammenbaut. Perry muss unbedingt informiert werden. Sichu weiß nicht, ob sie den Prozess aufhalten kann. Der Ilt entdeckt inzwischen einen Gemen an Bord. Der Fremde ist mit dreieinhalb Meter deutlich größer als seine bekannten Artgenossen und ist mit organischen Strängen mit der Station verbunden. Der Bhal nennt sich Sharibakeph. Gegenüber Gucky beteuert er, sich nicht einzumischen, wenn der Ilt und Sichu sich gegen die Thoogondu wehren, um die Station zu verlassen. Der Ilt muss Dorksteiger erst noch überzeugen, die Station zu verlassen, denn sie will eigentlich zurückbleiben. Die Wissenschaftlerin schafft eine Strukturlücke und beide kehren auf die RAS TSCHUBAI zurück. Dort beobachtet man den Beginn einer Invasion. Durch einen 4 km durchmessenden Ringtransmitter am Nordpol des Hooris-Sterns schieben sich Pentasphären aus Sevcooris.
 
Rezension:
Susan Schwartz schreibt einen Roman mit wohlbekannten Elementen. Zwei Protagonisten dringen zur Aufklärung in fremdes Terrain ein, werden dort entdeckt, schlussendlich gejagt und zum Verlassen der Station gedrängt. Die „Ausbeute“ dieser Aktion erscheint mager, wenn uns die Autorin nicht zusätzliche Erkenntnisse ihrer Protagonistin Dorksteiger beim Durchsuchen des Terminals verheimlicht. Aber letztlich wird die Besatzung der RAS TSCHUBAI dann doch nur über etwas informiert, was man sowieso gerade beobachtet. Eine Invasion. Die Geschichte des Romans ist dünn. Ein Generationenplot, der zudem überflüssig war, weil die Ereignisse gerade nicht von den unwissenden Bewohnern der Station in Gang gesetzt wurden. Der Roman war kurzweilig auch wenn mich die Hauptgeschichte nicht sonderlich entzückte.
Einmal mehr stehen die Galaktiker vor einer ungewissen Zukunft. Während zu Beginn eines jeden Zyklus Mantra-artig der Zusammenhalt und Friede der galaktischen Völker propagiert wird, sieht es nach ein/zwei Heften meist (immer?) anders aus. Das Projekt von San schaffte es gerade zu einer einzigen, aus heutiger Sicht kümmerlichen, Erwähnung im Heft 2900. 70 Romane später schalten und walten fremde Mächte in der Galaxis, die keinen Zusammenhalt zeigt, aber ausgerechnet in der Larengalaxis (Heft 2900) nach Bündnispartnern sucht.
Dreitausend Schiffe stehen unter dem Kommando der Admiralin. Das Galaktikum schickt noch weniger und von Olymp sind es tausend Schiffe. Letztere auch nur deshalb, weil die Autorin zuletzt die Olymp-Miniserie betreute und den Schauplatz unbedingt erwähnen wollte. Die Tiuphorenkrise vor 33 Jahren wird gleich zu Beginn als Begründung für den schwachen Auftritt der Galaktiker angeführt. Mit Zahlen hält sich die Autorin wohlweislich zurück. Und lässt sich stattdessen zur Aussage hinreißen, dass egal, was die Galaktiker aufbieten, die Thoogondu immer überlegen sein werden (Seite 32). Hier fließt wohl Autorenwissen aus der Planung des Zyklus ein. Als Sperrspitze der Milchstraße tritt einmal mehr Gucky in Erscheinung. Natürlich fußt die Romanserie Perry Rhodan auf den Kreis der Unsterblichen rund um den Titelhelden. Trotzdem erscheint auch hier das Vorgehen mager. Die Chefwissenschaftlerin an der Seite Guckys war gar unnötig. Ein pickliger Positronik-Nerd aus dem Keller der RAS TSCHUBAI hätte das auch erledigen können. Die Darstellung der Schwäche der Galaktiker hat allerdings auch sein Gutes. Wir dürften wohl ohne größere Raumschlachten in diesem Zyklus auskommen.
Bleibt zum Schluss noch die Frage nach dem Titelhelden. Zum dritten Mal in Folge, nach dem Wechsel von der Atlan-Ebene in die Milchstraße, erleben wir die Figur Perry Rhodan als, ja als was eigentlich? In Warteposition? Als Nebenfigur? Als Schlichter? Als Vermittler? Perry Rhodan tritt kaum in Erscheinung. In Sevcooris hat er nichts ausgerichtet. Bei seiner Rückkehr in die Milchstraße durfte er bei der USO ein wenig nachhelfen. Vor dem Solsystem war er ausgesperrt und in den drei Romanen zuletzt konnte er nichts bewirken. Ich warte immer noch darauf, dass der Titelheld was Großes einleitet.