Ansichten zum Garching Con 11

Am Freitag, den 01.06.2018, reiste ich zusammen mit zwei Mitgliedern des Stammtisches Itzehoe zum Garching Con nach München. Eine vierte Teilnehmerin, Angelika, war bereits Donnerstag gefahren. Christian, Holger und ich ließen uns auch von einer 1-stündigen Verspätung der Bahn die Laune nicht verderben. Untergebracht waren wir im Hotel Wasserburg. Von dort waren es 20 Minuten zu Fuß zum Con-Gebäude des Kulturzentrums München-Trudering. Das Wetter war bestens, die angekündigten Schauer ließen sich nicht blicken und so trafen wir gegen 17:45 am Veranstaltungsort ein. Schnell eingecheckt und das Namensschild angeheftet. Wie nicht anders zu erwarten waren auch etliche Besucher vom Stammtisch Achim angereist, die ich gleich begrüßen konnte. Um 18:30 war im Großen Saal der Con-Prolog angesagt. Thomas Röhrs, der für seine animierten Titelbilder bekannt ist, gestaltete den gelungenen Eröffnungstrailer. Während des Cons hatte ich Gelegenheit, ein bisschen mit Thomas zu plaudern. Ein sehr netter, bescheidener Fan, der verriet, dass die 10 Sekunden, die seine animierten Titelbilder stets lang sind, 13 Stunden Rechenzeit erfordern.
Am Freitagabend lauschte ich noch dem Vortrag „Der Pakt – MDI und Zeitpolizei“ von Michael Pfrommer. Ohne zu übertreiben kann ich sagen, dass mich seine Ausführungen sehr beeindruckt haben. Was für eine unglaublich detaillierte Recherche und daraus resultierend auch noch phantastische Ideen!
Die Anekdoten aus der alten Zeit, mit den Dienstältesten Autoren Hubert Haensel, Arndt Ellmer und Uwe Anton streifte ich nur. Als langjähriger Con-Besucher sind mir viele Geschichtchen schon bekannt. Die Latenight mit Olaf Brill und Leo Lukas war kurzweilig. Sie kam etwas schleppend in Gang und wurde hinten hinaus immer besser. Danach war für Freitag das offizielle Programm vorbei und das gesellige Beisammensitzen konnte beginnen oder fortgesetzt werden.
Der Samstag begann mit einem guten Frühstück im Hotel, in dem zahlreiche Con-Besucher abgestiegen waren. Einer, der mich wohl am Freitag schon gesehen hatte, hielt mich für einen Autor. Ich überlegte kurz, ob ich mir einen Spaß machen sollte, verneinte dann aber. Um 9 Uhr war Einlass und 20 Minuten später lief der ConOpener von Raimund Peter, der die Geschichte von Olymp Band 1 nacherzählte. Stefan Friedrich vom Con-Team führte wie immer professionell durch das Programm. An der Stelle ein großes Lob. Die Veranstaltung ist wieder einmal sagenhaft klasse vorbereit und durchgeführt worden. Und dass trotz des Ausweichortes, denn das Bürgerhaus in Garching stand wegen Umbauarbeiten nicht zur Verfügung.
Ich lauschte dem Olymp-Panel, bei dem außer Michael Marcus Thurner alle Autoren der Miniserie dabei waren. Flankiert noch von Sabine Kropp von der Redaktion und dem Zeichner Arndt Drechsler. Ich sprach mit dem einen oder anderen Autor zur Serie, die ich hier in meinem Blog auch rezensiere. Die Mittagspause verbrachte ich mit Fans vom Stammtisch Achim in einem nahegelegenen Biergarten. Lecker Schweinebraten mit Knödel. Ich hatte das vermisst!
Die Visualisierung des Perryversums brachte die Zeichner Arndt Drechsler und Swen Papenbrock auf die Bühne. Der ehemalige Team-Autor Marc Herren moderierte das Panel. Während Arndt die Entstehung von TiBi 1 der Olymp-Serie kommentierte, zeigte Swen eine Abfolge von Bildern bei der Entstehung eines anderen Titelbildes. Beide verrieten eine Unmenge an Details über die Entstehung ihrer Zeichnungen. Ich fand das großartig.

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Am späten Nachmittag lief die Elefantenrunde. So bezeichnet man das Panel, das alle Autoren auf der Bühne vereinigt, die sich den Fragen der Fans stellen. Der Informationsgehalt ist dabei gar nicht so wichtig. Die Runde war gut aufgelegt und es gab vieler Lacher im Publikum. Der Saal war übrigens bei den Panels immer sehr gut gefüllt. Insgesamt dürften weniger Besucher zum Con gefunden haben, als in den früheren Jahren. Das lag sicherlich am Ausweichort. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Persönlich fand ich es sogar besser. Es war familiärer und persönlicher. Kontakte ließen sich leichter herstellen.
Zur Autogrammstunde bildete sich eine lange Schlange, die ich diesmal vermied. Abends lief noch ein Animationsvideo von Thomas Zeug. Der Filmemacher hatte mich schon beim letzten Garching Con überzeugt und auch das neue Video ist sagenhaft gut. Die irrwitzige Raterunde ließ ich sausen und verzog mich in den Biergarten, um dort erneut zu essen (seufz) und mit anderen zu trinken und zu quatschen. Nach und nach füllte sich der Biergarten und Fans, Autoren, Zeichner und Con-Besucher verteilten sich an den Tischen. Um 1 Uhr war ich wieder im Hotel und der Con für mich beendet. Ich musste Sonntagmorgen zurückreisen.
Eine tolle Veranstaltung und bis zum nächsten Mal!
 

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