Articles for the Month of Juni 2018

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2966

Sektor X – von Michelle Stern – Handlung:
Atlan ist mit seinen Begleitern an Bord der WOODES ROGERS im Himmelsreifen Tson unterwegs. Sektor X, ein Mond im Sperrgebiet der Gemeni, ist ihr Ziel. Der Kugelraumer nutzt alle Möglichkeiten zur Tarnung. Die SANFUUHR des Nodhkari Alverdh kreuzt ihren Kurs. Alverdh hatte ihnen schon einmal zugesetzt. Doch diesmal scheint sein Schiff, das von Lee-Söldnern unter dem Kommando von Pond geflogen wird, das terranische Schiff nicht zu bemerken. Atlan weiß jedoch nicht, dass die SANFUUHR sie doch entdeckt hat. Alverdh hofft aber, von dem Arkoniden zu den Silos geführt zu werden. Der Leemagh von Nisg, einem Lee-Begleiter in Atlans Gruppe, kann zudem durch Ortung verfolgt werden.
Zusammen mit Florence Hornigold, Nisg, Fitz Klem und dem Roboter Tamareil erreicht der Arkonide in einem Beiboot den Mond. Der Himmelskörper ist von seltsamen mineralischen Gebilden bedeckt. Auf dem Mond soll sich auch ein Gemen namens Bough aufhalten. Der Pikodh ist ein Forscher und Erkunder und lässt sich von zahlreichen Glücksrittern Artefakte sammeln, die ihm einen Hinweis auf die Silos geben könnten.
Die Kristallfaltwerke sind unterirdisch mit Tunneln verbunden. Um größere Entfernungen zurückzulegen kapert Tamareil eine Lassira, ein Fluggerät der Lee, indem sie den Piloten übernimmt. Unterwegs beobachten sie zwei Kugeln, die ihren Flug begleiten. Tamareil holt aus dem Gedächtnis eines Lee Informationen. Es sind Abgedankte, Reste einer früheren Zivilisation in Cetus. Klems Amulett führt sie zu einem seltsamen Turm, der sich von den anderen Bauwerken unterscheidet. Eine mentale Beeinflussung lenkt Ankommende ab. Als sich die Gruppe dem Bauwerk zu Fuß nähert, schießen plötzlich silbrige Fangarme aus dem Boden. Der Angriff ist effektiv und wird nur durch Zufall gestoppt, als Fitz Klem bei einem Sturz mit dem Amulett eine lebensgroße Figur berührt. Die entpuppt sich als Androide namens Khon, der in Atlan einen Ritter der Tiefe erkennt. Die Berührung des Tribars hat Khon erweckt.
Der Androide ist ein Geschöpf von ES und offenbart, dass hier die Silos mit Proto-Eiris gelagert sind. ES hat Vorkehrungen für eine Reihe von Eventualitäten getroffen. Die Proto-Eiris kann für verschiedene Zwecke programmiert werden. Wanderer könnte dies bewerkstelligen. Die Freisetzung der so manipulierten Eiris müsste durch eine designierte SI wie GESHOD, oder durch zwei Schlüsselfiguren, durch zwei Ritter der Tiefe erfolgen. GESHOD ist jedoch noch nicht so weit. Die junge SI benötigt noch 50.000 bis 100.000 Jahre an Entwicklung. Die Eiris kann in verschiedener Weise verwendet werden. Sie kann einen Sperrvermerk enthalten, der anderen SI, auch ES, den Zutritt zur mit Eiris gefluteten Mächtigkeitsballung verwehrt. Allerdings reicht die Eiris nur für das Kerngebiet. Milchstraße, Andromeda und Cetus beispielsweise. Atlan will eine Probe der Proto-Eiris mit in die Milchstraße nehmen. Das Galaktikum benötigt einen Beweis, um dann eine Entscheidung zu fällen, wie vorzugehen ist. Sein Zellaktivator kann nach Angabe von Khon, einen kleinen Vorrat an Eiris speichern.
Das Tribar dehnt sich durch Manipulation des Androiden aus und gewährt Atlan, Nisg und Klem die Querung zu den Silos, die durch ein Diffusfeld verborgen werden. Die Aktion gelingt und Atlan erhält eine Eiris-Probe in seinen ZA. Derweil werden die Zurückgebliebenen von Lee und den Nodhkaris angegriffen. Atlan und seine Begleiter eilen zurück. Im Gefecht wird Alverdh durch die Schutzeinrichtungen der Silos getötet. Pond schwört Rache an Atlan.
Der Arkonide sucht Bough auf. Atlan ist überzeugt, dass er mit den Gemeni verhandeln kann. Ein Spross soll ihn in die Milchstraße bringen. Die Verhandlungen mit dem Pikodh, der den Bhal Nadhnar vom Spross ZOI hinzuschaltet, laufen gut. Doch dann wird eine Bildaufzeichnung vom Tod Alverdhs empfangen. Angeblich hat Atlan ihn getötet. Die Gruppe flieht zurück zum Beiboot. Auf dem Weg dorthin werden sie voneinander getrennt. Hornigold und Nisg können ihr Schiff erreichen. Die anderen benutzen das Tribar, das sie aktivieren können und das die Präsenz eines anderen Tribars anzeigt. Dann gehen Atlan, Klem und Tamareil durch die Querung.
 
Rezension:
Atlan stellt neue Rekorde auf. Von den Jenzeitigen Landen einmal zurück durch die Zeit mit einer Atopischen Sonde in die Galaxis Sashpanu, etwa 165 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Weiter mit einem Spross-Transmitter nach Achtrant. Von dort über den Spross LORINA und einem Shod-Spiegel in die Dakkarraumstation. Weiter mit dem Shod-Spiegel nach Cetus in die Lokale Gruppe. Und nun mit der Tribar-Querung in die Milchstraße? Atlan hat es einfach drauf. Die Frisur sitzt. Zellaktivator-Safe für Proto-Eiris. Aura eines Ritters der Tiefe. Pedotransferer und Tribar-Träger an seiner Seite. Der Arkonide spielt alle Karten aus.
Während sich im Solsystem die Unsterblichen an der Nase herumführen lassen und andere unsterbliche Tagesausflügler vor verschlossener Türe stehen, rauscht Atlan quer durchs Universum und einmal durch die Zeit. Nutzt alle Transportmittel und dreht allen eine Nase. Zugegeben, es macht mir nach wie vor Spaß. Der Kontrast zu den anderen Handlungsebenen ist allerdings etwas steil. Irgendwann demnächst muss der Arkonide etwas gebremst werden, sonst wird der Zyklus bei diesem Tempo in Heft 2970 beendet.
Eine kurzweilige Geschichte von Michelle Stern, die den Begleitern Atlans zudem ein wenig mehr Raum gönnte, als die es in den Romanen davor bekamen. Die Pedotransfererin darf ebenso ihre Motive äußern, wie Hornigold ein paar Gedanken, die man so hat, wenn Atlan das Zepter schwingt. Die Perspektive mit der Proto-Eiris und ihrer Programmierung klingt interessant. Sollte wirklich mal eine selbstbestimmte Handlung der Entscheidungsträger der Milchstraße die Weichen für die Zukunft stellen? Das wäre mal eine Herausforderung für die Autorenriege. Denn bislang sind Figuren und Handlungen überwiegend fremdbestimmt. Die Helden werden von den Ereignissen getrieben. Wie es wäre, wenn die Helden die Ereignisse selbst vorantreiben, wäre mal eine interessante Erzählvariante. Ich bin gespannt.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2965

Der Sternenring – von Christian Montillon – Handlung:
Der Durchgang durch den Shod-Spiegel bringt Atlan, Fitz Klem und Tamareil erneut an einen unbekannten Ort. Zur Orientierung bleibt ihnen nicht viel Zeit. Denn kaum aus der Bewusstlosigkeit erwacht, nähern sich ihnen drei Nodhkaris und zwei Roboter. Atlan gibt vor, im Auftrag von Bhal Adburn gekommen zu sein. Doch die Gemeni-Abkömmlinge glauben das nicht und wollen sie gefangen nehmen. Die drei Sternreisenden setzen sich zur Wehr und fliehen. Atlan nimmt an, nach Cetus gelangt zu sein. Die Pflanzenwesen sprechen immerhin Interkosmo.
Die Annahme des Arkoniden ist richtig. An anderer Stelle ist die Terranerin Florence Hornigold an die Aufnahmen von Atlans Flucht gelangt. Sie hat den Unsterblichen erkannt und setzt alles daran, ihn zu treffen. Hornigold ist Kapitänin der WOODES ROGERS. Das Schiff ist vor über 200 Jahren von der früheren Besatzung bewusst noch vor der Hyperimpedanzerhöhung in der Milchstraße umgerüstet und dann nach Cetus geflogen worden, um dort Handel zu treiben. Der Handelsraumer ist somit das schnellste Schiff weit und breit. Die Terraner haben ihren Heimathafen im Himmelsreifen Tson, einem Sternenring der Lee. Dieses humanoide Volk hat sich darauf spezialisiert, Asteroidenringe um Rote Riesen in habitablen Zonen einzurichten. Die Lee sind mitunter schwierige Gastgeber. Bei einem Disput zwischen den Terranern und einigen Lee vermitteln drei Nodhkaris. Und als diese von Fremdwesen erfahren, die in der Schutzzone angekommen sind, erfährt es auch Florence Hornigold, die den Nodhkaris Spionsonden hinterherschickt. Die Terranerin macht einen Handel mit Sano. Der Lee ist Bereichsbürgermeister des Asteroiden, der den Terranern als Marktplatz dient. Er soll die Ankömmlinge finden.
Nach ihrer Flucht konnten Atlan und seine Begleiter nur kurz verschnaufen. Fünf Lee stellen sich ihnen in den Weg. Dank Tamareil, die einen von ihnen mit ihrer Fähigkeit übernimmt, können die Lee ausgeschaltet und einer als Geisel genommen werden. Sano hat inzwischen die Fremden im Bereich der Nodhkaris entdeckt und Florence Hornigold fängt sie ab und bringt alle an Bord der WOODES ROGERS. Dort kann Pond, der gefangene Lee, befragt werden. Im Sternenring operiert der Spross ZOI. Der Bhal Nadhnar kommandiert das Schiff, das irgendetwas sucht. Atlan vermutet, dass die Suche den Silos mit der Proto-Eiris von ES gilt. Da kommt es zu einem Zwischenfall. Mehrere Lee greifen den Marktplatz der Terraner an. Florence übergibt Bereichsbürgermeister Sano den Gefangenen Pond. Sano selbst ist das Wirken der Nodhkaris, die die Lee angestiftet haben, nicht entgangen. Er kann die Situation beruhigen. Im Gegenzug will er von Atlan über alle Pläne der Nodhkaris informiert werden, wenn der Arkonide etwas herausfindet.
Zu verschiedenen Gelegenheiten hat Klem ein merkwürdiges Verhalten seines Amuletts beobachtet. Das Schmuckstück bewegt sich hin und wieder. Ist es so was wie ein Kompass, der in Richtung der Silos zeigt? Der Sternenring umkreist in 6 Milliarden Kilometern Abstand seine Sonne. Um herauszufinden, wohin das Amulett zeigt, müssen Messungen von weit entfernten Orten angestellt werden. Atlan und seine Gefährten unternehmen einen Ausflug durch den Sternenring. Dabei kommt ihnen der Spross ZOI sehr nahe. Atlan und die anderen können gerade so entkommen und zur WOODES ROGERS zurückkehren. Zusammen mit Florence Hornigold brechen alle mit dem Handelsraumer auf, um das Ziel, zu dem das Amulett gezeigt hat, anzufliegen. Es ist ein Mond, der in einem Sperrgebiet liegt. Ein Keilscheibenschiff der Lee, mit Pond an Bord, fängt sie jedoch ab. Die WOODES ROGERS rettet sich in den Linearraum. Atlan muss einen anderen Weg finden, um in das Sperrgebiet zu gelangen.
Rezension:
Und wieder ein Atlan-Abenteuer. Diesmal aus der Feder des Exposé-Autors Christian Montillon. Die Atlan-Abenteuer haben bislang einen starken Zug aufgewiesen. Montillons Geschichte kommt etwas ruhiger daher. Der Arkonide verliert sein Ziel allerdings auch hier nicht aus den Augen. Die Elemente, die der Autor in seine Geschichte mischt, sind wohlbekannt. Die Protagonisten verschlägt es mal wieder an einem unbekannten Ort. Der Schauplatz der Handlung ist ein Sternenring der Lee in der Kleingalaxis Cetus. Hierhin hat es auch Terraner verschlagen, die dort Handel betreiben. Und auch die Gemeni sind vor Ort.
Die Geschichte lebt von dieser Konstellation. Die Terraner müssen sich mit den Lee arrangieren, die seltsame Bräuche pflegen und deren komplizierte Gefühls- und Gedankenwelt nicht immer ein einfaches Zusammenleben garantiert. Und da sind die Gemeni, bzw. die Nodhkaris, die ihre undurchsichtigen Ziele verfolgen. Und das so manchen Lee ebenfalls aufgefallen ist. In diese Situation platzt gewissermaßen Atlan und mischt das Ganze auf. Ein bekanntes Muster, das hier der Autor verfolgt. Aber sehr unterhaltsam und mit viel Lokalorit.
 

Ansichten zu Perry Rhodan Olymp Heft 12

Der Mutaktor – von Susan Schwartz – Handlung:
Die SHASTA ist mit Ypheris Bogyr und Perry Rhodan auf dem Weg nach Shoraz. Der Terraner, der sich in der Gewalt Bogyrs befindet, will endlich die Wahrheit erfahren. Und der Tefroder packt aus. Vetris-Molaud wollte unbedingt ein eigenes Mutantenkorps haben, um damit die Milchstraße vereinnahmen zu können. Und er wollte einen Stützpunkt im Bereich der Liga haben. Seine Versuche Olymp einzunehmen, scheiterten jedoch. Die Familie Gholad hingegen arbeitete an einem eigenen Langzeitplan. Unangefochtener Herr im Haus ist Demirius Gholad. Er hat seine Tochter Onara nach Olymp geschickt und er hat Adarem ausbauen lassen. Dort sollen nicht nur Robotraumer gebaut werden, sondern auch nach Mutanten geforscht werden. Die Tefroder verfügen über eine verkümmerte Paradrüse. Es ging darum, etwas zu finden, dass dieses Organ wieder aktivieren sollte. Demirius schickte zudem Prospektoren durch die Galaxis, um etwas zu finden, mit dem sich Mutanten erschaffen ließen. Die Suche war vergebens. Also ließ er nach Hyperkristallen suchen, mit denen sich die Paradrüse stimulieren lassen sollte. Dabei lernte Demirius auch Mahé Elesa kennen und lieben. Die beiden hatten eine Liaison. Mahé wurde schwanger zu einer Zeit, als sie den größten Fund ihres Lebens machte.
Das ungeborene Kind wurde von der Strahlung auf Shoraz besonders beeinflusst. Als sie um ihren Fund auf Olymp betrogen wurde, flog sie nach Tefor und wurde in der Familie Gholad aufgenommen. Sie hatte auch den dritten Datenkristall dabei. Ypheris wurde geboren und schnell zeigte sich, dass der Junge ein latenter Mutant war. Er und der Mutaktor seien miteinander verbunden. Der Mutaktor ist eine ultimative Waffe, die dazu geeignet ist, Mutanten zu erschaffen. Das alles wurde aus dem dritten Datenkristall entschlüsselt. Mahé ließ ihren Sohn auf Tefor zurück. Die Familie Gholad zog ihn auf und ließ ihn die beste Ausbildung angedeihen. Doch Ypheris Bogyr wollte frei sein und verließ Tefor und die Familie im Streit als er gerade 18 Jahre wurde. Im Laufe der Jahre kreuzten sich die Wege von Ypheris und seiner Mutter Mahé mehrmals. Doch eines Tages war sie spurlos verschwunden und Ypheris vermutete, dass sein Vater Demirius damit zu tun hatte. Auf Shoraz wurde die Shoziden-Box gefunden und die Tefroder, die das Archäologenteam unterwandert hatten, informierten Onara Gholad auf der SHEONA, die daraufhin den Plan zur Übernahme Olymps in Gang setzte. Ypheris hat von Tefrodern der Gläsernen Insel schließlich von Adarem erfahren, dem mutmaßlichen Aufenthaltsort seiner Mutter. Onara Gholad hatte Ypheris zur Fahndung ausgeschrieben, weil sie ihn und den dritten Kristall benötigte. Als sie ihn dann auf Shoraz entdeckte, war sie hocherfreut und ließ ihn gefangen nehmen und auf Adarem parken. Währenddessen tat sie alles, um den Mutaktor in ihre Gewalt zu bringen. Was Onara nicht weiß ist, dass Ypheris den Datenkristall zerstört hat. Allerdings hatte er zuvor dank seines eidetischen Gedächtnisses alle Informationen auswendig gelernt, wie man den Mutaktor aktivieren kann. Nur er allein kann die ultimative Waffe bedienen.
Während Ypheris seine Geschichte ausbreitet, nähert sich die SHAREE mit Onara Gholad an Bord dem Planeten Shoraz. Die Tefroderin hatte die Robotraumschiffe auf die Ausgrabungsstelle feuern lassen. Allerdings hatte sie auch angeordnet, dass der Schaden nicht zu groß werden darf. Denn sie will weiterhin Waffen und Konstruktionspläne einheimsen, die von den Shoziden dort vor langer Zeit gelagert wurden. Diese Technologien und der Mutaktor sollen ihre Position gegenüber Vetris-Molaud stärken. Letztlich soll dem Tamanium damit ein Vorteil gegenüber der LFG verschafft werden. Ihr Vertrag mit Olymp ist mit Falk Anrin auf dem Weg nach Tefor, und Ypheris Bogyr ist mit Rhodan auf dem Weg nach Shoraz. Die Familie Gholad ist endlich da angekommen, wo sie hingehört. Ganz oben. Ihre vier Brüder sind bereits in strategisch wichtigen Positionen und nun geht es um die Eroberung der Spitze. Doch zunächst muss sie feststellen, dass die Robotraumer verschwunden sind. Ein Funkanruf an Falk Anrin bringt Aufklärung. Ihr Vertreter bekämpft die fremdgesteuerten eigenen Einheiten bei Olymp. Onara Gholad vertraut Anrin, dem sie eine Anweisung im Falle ihres Todes hinterlassen hat. Dann begibt sich die Tefroderin alleine nach Shoraz. Dort wird sie bereits von Sichu Dorksteiger am Treffpunkt erwartet. Die Ator hat die Shoziden-Box dabei und ist in Begleitung von Gucky.
Um Olymp ist die Raumschlacht zu Ende. Falk Anrin kann sich auf dem Weg nach Tefor machen, doch ein Funkanruf aus dem Kaiserpalast hält ihn zurück. Indrè Capablanca und Martynas Deborin teilen ihm mit, dass sie die Kontrolle auf Olymp übernommen haben. Beryn Mogaw ist geflohen, die Aufstände sind vorbei. Ein Teil der tefrodischen Soldaten sei übergelaufen, die anderen sind festgesetzt und können abgeholt werden. Anrins Versuche, auf den bestehenden Vertrag hinzuweisen, werden vom früheren Kaiserpaar abgeschmettert. Sie haben die Flotte angewiesen, nach Olymp zurückzukehren. Gegen 6000 Schiffe haben die Tefroder keine Chance. Und Vetris-Molaud wird keine Verstärkung schicken, da der Tamaron wohl noch nicht einmal etwas von der Aktion Gholads weiß.
Nach der Ankunft auf Shoraz begibt sich Ypheris mit dem gefesselten Perry Rhodan ebenfalls auf die Oberfläche und steuert den Treffpunkt an. Perry weiß noch immer nicht, was Ypheris eigentlich vorhat. Er konzentriert sich auf Gucky. Sichu Dorksteiger ist über die Lage informiert worden und bekommt die Information, dass Kampfschiffe der Flotte Olymps sich Shoraz nähern. Ypheris beginnt sich mit der Rückkehr nach Shoraz zu verändern. Er wird durch die Strahlung der Schwingquarze und der Nähe des Mutaktors aufgeladen. So kann er Guckys Teleportation zu Rhodan vereiteln und den Ilt zurückschleudern. Onara Gholad will nun endlich den Mutaktor. Wenn sie ihn nicht bekommt, will sie das Feuer durch ihr Schiff eröffnen lassen. Die Tefroderin ist einverstanden, als Ypheris den Mutaktor entgegennimmt. Kaum hat er den Würfel, beginnt er damit den Code zur Aktivierung einzugeben. Gucky erahnt, was Ypheris vorhat. Er packt Sichu und Perry und teleportiert an Bord ETSI. Das konnte er allerdings nur, weil Ypheris, der immer stärker wird, es zugelassen hat. Onara Gholad verliert die Fassung, weil ihr Halbbruder das Pfand aus der Hand gegeben hat. Sie schießt auf ihn, kann ihn jedoch nichts anhaben. Ypheris tötet Onara, indem er ihr alle Energie entzieht und ihr Herz anhält. Auf der ETSI erkennt Gucky, dass sich Ypheris opfern will. Aus der Umlaufbahn beobachtet man einen grellen Lichtblitz und eine gewaltige Explosion.
Die SHAREE verlässt das System, weil auch Falk Anrin ihren Rückzug angeordnet hat. Der Stellvertreter Onaras hat nach reiflicher Überlegung den Olymp-Vertrag und Onaras Botschaft zerstrahlt. Gegenüber Demirius behauptet er, dass der Vertrag nicht mehr unterzeichnet werden konnte. Der Patriarch des Gholad-Clans glaubt das und gibt Anrin das Kommando über die SHEONA und die Flotte. Er beordert die Schiffe nach Tefor zurück. Zuvor lässt Anrin den Planeten Adarem evakuieren und alles dort zerstören.
Doch Bogyr ist nicht tot, wie Gucky feststellt. Er hat die Explosion in einem selbst erzeugten Energiefeld überstanden. Gucky birgt die Leiche Onaras und bringt Ypheris an Bord der ETSI. Ypheris hat den Mutaktor zerstört und dabei seine Mutantenkräfte verloren. Er will sich die SHASTA nehmen und wieder als Prospektor durch die Galaxis ziehen. Die Leichen seiner Mutter und die seiner Schwester will er nach Tefor bringen. Rhodan will wissen, ob es im Datenkristall einen Hinweis auf die Herkunft des Geschenkes gab. Vielleicht von den Hohen Mächten. Ypheris mag dazu keine Auskunft geben. Als er schließlich verschwindet, glaubt Sichu Dorksteiger herausgefunden zu haben, dass sich die Zellen von Ypheris Bogyr ähnlich denen von Zellaktivatorträgern regenerieren. Sein Alterungsprozess ist angehalten. Und Gucky kann nicht ausschließen, dass er doch noch ein Mutant ist.
Auf Olymp hat Talin Buff den Exilkaiser in die Raumjacht HIRA verfrachtet. Zusammen mit der Aresianerin Meresa will Talin den Drehort seiner Lieblings-Trivid-Serie anfliegen. Beryn Mogaw ist den beiden hilflos ausgeliefert.
Indrè Capablanca und Martynas Deborin haben Neuwahlen ansetzen lassen und sind auch wieder ein Paar. Piri Harper und Frank Sulu sind als Medienberater und Berater im Kaiserpalast tätig. Perry bedankt sich bei der Besatzung der ETSI und stellte einigen von ihnen Jobs auf der RAS TSCHUBAI in Aussicht. Dann fliegt die ETSI heim nach Terra.

 

Rezension:
Im Abschlussband der Miniserie Olymp gibt Autorin Susan Schwartz auf so ziemlich jede offene Frage der Serie eine Antwort. Und lässt gleichzeitig den Raum, um beispielsweise Ypheris Bogyr wieder in Erscheinung treten lassen zu können.
Schwerpunkt des letzten Romans war die Geschichte eben jenes Ypheris Bogyr. Alle anderen Handlungsstränge mussten sich dem unterordnen. Beryn Mogaw bekommt die verdiente „Strafe“, weil er zwei verliebten Trividserien-Zuschauern ausgeliefert ist. Piri und Frank bekommen wieder ihre alten Jobs, aber im Palast und wohl besser bezahlt. Indrè und Martynas probieren es nochmal zusammen und Onara Gholad bekommt die verdiente Strafe. Falk Anrin, dieses zarte Pflänzchen des Widerstands gegen seine Vorgesetzte aus den letzten Romanen, durfte endlich zeigen, was in ihm steckt. Er führt die Gholads an der Nase herum und bekommt den ersehnten Posten. Sichu kann endlich ihren Perry wieder in die Arme schließen und für einige Besatzungsmitglieder der ETSI gibt’s ebenfalls neue Posten. Auf der RAS TSCHUBAI.
HAPPY END allerorten.
Als Einzelroman bot Olymp 12 solide Unterhaltung. Mit der Serie, ihrem Stil und der Art des Aufbaus konnte ich mich jedoch, obwohl ich bis zum Ende treu geblieben bin, nie so richtig anfreunden. Ich habe in diversen Rezensionen dazu Stellung bezogen. Für den Abschlussband will ich nur noch auf zwei Elemente eingehen, die mir besonders wichtig erscheinen und die aus meiner Sicht nicht funktioniert haben.
Mit dem Begriff „Intrigant“ wurde sie beworben, die Miniserie. Selbst wenn man den Werbesprüchen des Verlags nicht unbedingt Glauben schenken sollte, gab das dennoch die Richtung vor, in der sich die Serie bewegen würde oder bewegen wollte. Der Untertitel von Band 1 zielte in die gleiche Richtung, wenn von „Intrigen auf der Handelswelt“ gesprochen wurde. Früh wurde der Plan der Tefroder ersichtlich. Mit einem über Jahrzehnte gehenden Langzeitplan sollte der Planet Olymp entgegen dem Willen seiner Bevölkerung und ohne großes Aufsehen in das Tamanium eingegliedert werden. Das versprach interessant zu werden. Geheimnisvolle Machenschaften, doppelte Spielchen, mysteriöse Drahtzieher im Hintergrund und schließlich die sorgfältig eingefädelte Übernahme Olymps. So früh, wie der Plan der Tefroder für den Leser ersichtlich wurde, so früh starb auch die Hoffnung auf Intrigen.
Ja, der Mord an den tefrodischen Botschafter war intrigant. Ein kleines bisschen zumindest. Aber von einem 30-Jahres-Plan hatte ich mir doch ein bisschen mehr erhofft. Letztlich lösen die Tefroder die Probleme auf wenig intrigante Art. Sie rufen zwei Flotten zur Hilfe. Die eine bedroht Shoraz. Die andere blockiert Olymp. Soldaten werden abgesetzt, Widerständler verfolgt und die unwillige Marionette namens Beryn Mogaw mit Folter zur Unterschreibung eines Beitrittsvertrags gezwungen. Von Intrigant keine Spur mehr. Einfache Gewalt ersetzt den Langzeitplan. Sollte Vetris-Molaud je davon erfahren, wäre das zum Fremdschämen für ihn. Das Intrigante der Serie hatte sich also sehr schnell in Wohlgefallen aufgelöst und war der banalen Gewalt gewichen.
Ebenfalls nicht funktioniert hat die Figur Ypheris Bogyr. Überzogen ausgedrückt ist Ypheris Bogyr der Gärtner, der in einem billigen Krimi am Ende der Mörder ist, ohne dass er zuvor wesentlich in Erscheinung trat. 11 Hefte erfahre ich als Leser nichts von ihm und am Ende ist er der unsterbliche Supermutant, dem Perry verlegen alle Jobs der Liga anbietet und gar noch einen Fingerzeig zu den Hohen Mächten erahnt.
Aber so funktionieren Figuren einfach nicht. Es ist ja schön, dass Susan Schwartz am Ende die ganze Geschichte des Ypheris Bogyr aufdeckt. Und zwar eine konsistente Geschichte, wie ich betonen möchte. Doch das große Manko ist doch, dass die Autorin zwar Motive klärt, doch die Fäden, die sie zu Ende führt, sind gar nicht in den Bänden zuvor gestrickt worden. Sie fängt mit manchen Geschichten erst im Abschlussband an. Dazu passt folgendes Zitat aus dem Roman:
Gucky: „Ganz ehrlich, Sichu, in dieser verrückten Geschichte halte ich allmählich alles für möglich.“
Und so fühle ich mich auch als Leser. Am Ende konnte die Autorin buchstäblich alles schreiben. Es hätte immer zu den Geschichten zuvor gepasst. Weil sie einfach erst im letzten Band mit der besonderen Geschichte des Ypheris Bogyr beginnt. Die Figur wurde nicht aufgebaut, hat sich nicht entwickelt, hat mir nicht die Züge gezeigt, die mir dann am Ende die Chance geben, anerkennend mit dem Kopf zu nicken. Als Leser wirft mir die Autorin im letzten Heft das ganze Leben einer Figur an den Kopf und sagt dazu: „Sieh zu, wie du damit zurechtkommst.“
Aber wie sagte doch Rhodan im Band 12? „Allmählich wurde er dieser Geschichte extrem Überdrüssig.“