Articles for the Month of Mai 2018

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2962

Sextadim-Treibgut – von Kai Hirdt – Handlung:
Mit Hilfe des Shod-Spiegels haben Atlan, Fitz Klem und Jas Poulson den Spross LORINA verlassen. Ziel soll der Spross YETO in der Milchstraße sein. Doch der Transport geht schief. Die fremde Umgebung wirkt heruntergekommen. Zwei riesige Käfer greifen mit Fangfäden die Gruppe an. Noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, müssen sich die drei Reisenden zunächst ihren Angreifern geschlagen geben. Sie werden eingesponnen und abtransportiert. Von der Raumstation, auf der sie sich mutmaßlich befinden, ist nicht viel zu sehen. Atlan erhascht einen Blick nach draußen. Ein rotes, undefinierbares Wallen ist alles, was der Arkonide erkennt. Ihre beiden Entführer nehmen mittels Translator Kontakt auf. Sie heißen Kychar und Madoyar und sind vom Volk der Tonzer. Ihre Gefangenen halten die beiden Tonzer für wertvolles Treibgut, das sie an einen Haodh namens Strymer verkaufen wollen.
Als die beiden Fremdwesen losziehen, um Strymer zu holen, kann sich Atlan mit Hilfe des Kommandokleids des Bhals aus dem Kokon befreien. Er hilft auch Poulson und Klem. Poulson ist angeschlagen. Er, der lange Jahre Gefangener war, ist von der Situation überfordert und möchte schnellstens durch den Shod-Spiegel verschwinden. Doch eine größere Gruppe von Tonzern verhindert das. Und dann trifft auch Strymer ein. Er ist ein Gemen. Strymer begutachtet das „Treibgut“ und kommt zu dem Schluss, dass es wertlos sei. Er ist zudem verärgert, weil ihm angeblich dadurch ein großes Treibgut im Shod-Raum, das er beobachtet, entgehen könnte. Er droht den Tonzern mit einem Jäger, einem Ghatu. Dann verschwindet er und der Nistvater der Tonzer bedeutet Kychar und Madoyar, sich mit dem Gemen zu versöhnen.
Atlan und seine Begleiter erfahren, dass das Konglomerat im Dakkarraum schwebt, von den Gemen als Shod bezeichnet. Verschiedene Spezies hat es hierher verschlagen. Die Gemeni und die Paslaimonen wachen über den Komplex. Über Membranen, Schnittstellen zwischen dem 4D-Raum des Konglomerats und dem Dakkarraum, gelangt Treibgut in die Station. Manchmal auch über die Shod-Spiegel, von denen es mehrere gibt. Beim Durchgang durch den Shod-Spiegel kann es auch zu einer Zeitverschiebung kommen. Die Tonzer glauben, dass außerhalb des Konglomerats nichts mehr existiert. Kychar und Madoyar behaupten, Atlan und den beiden Menes Gift injiziert zu haben. Die beiden Tonzer wollen sich in den Dienst von Strymer stellen und die Menschen sollen ihnen helfen.
Wohl oder übel zieht die Gruppe los. Sie treffen auf die ersten Paslaimonen, Gnomenhafte Wesen, die sich auf Stelzen bewegen. Die Gruppe erregt Aufsehen. Ein Ghatu in einem schwarzen Trutzkleid wird auf sie aufmerksam. Und auch ein Paslaimone spricht sie an. Er spürt das Amulett, das Klem trägt und würde es gerne sehen. Klem verweigert das und die Gruppe macht sich auf die Suche nach Strymer, immer verfolgt von dem Jäger. Um ihn abzuhängen, gehen sie in eine Membran. Die Tonzer können sich leidlich darin orientieren. Atlan bekommt etwas Hilfe durch das Kommandokleid und Klem durch das Amulett, das ihn mehr wahrnehmen lässt, als die anderen. Poulson hat am meisten unter den Bedingungen der Membran zu leiden. Schließlich treffen sie auf Strymer. Der Gemen zeigt ebenfalls Interesse an dem Amulett, das er als Dakkarstrahler bezeichnet.
Er will die Gruppe testen, die daraufhin zwischen zwei Membranen eingeschlossen wird. Als sie sich befreien, ist Jas Poulson verschwunden. Wahrscheinlich im Dakkarraum verweht. Fitz Klem ist untröstlich. Er gibt Strymer die Schuld und will sich rächen. Die Gelegenheit kommt bald. Strymer will Treibgut bergen und Atlan und Klem schließen sich ihm an. In der unwirklichen Welt der Membran finden sie ein Gebäude voller Technik, in dem ein totes Fremdwesen liegt. Man trennt sich. Während Atlan mit Kychar loszieht, bleiben Klem und der Gemen zusammen. Der Menes will den Gemen überraschen und mit dem Amulett berühren. Doch Strymer ist clever und trickst Klem aus. Der Haodh verschwindet mit dem Amulett. Stattdessen bekommen es Atlan und Fitz Klem mit einem Ghatu zu tun, der ihnen gefolgt ist.

 

Rezension:
Autor Kai Hirdt setzt die Abenteuer Atlans und seiner Begleiter fort. Der Arkonide hatte zuletzt in den Bänden ab 2950 eine fulminante Rückkehr spendiert bekommen und Kai Hirdt tat alles, um diesen guten Eindruck zu bekräftigen. Er hält sich nicht lange mit Rückblicken auf und versetzt Figuren und Leser direkt ins Geschehen.
Die Geschehnisse des Romans lassen sich am besten mit dem Titel eines Buches von Lewis Carroll vergleichen: „Durch den Spiegel und was Alice(Atlan) dort fand.“ Der Autor selbst geht auch in einer Textstelle auf Alice ein. Das Szenario, das die Protagonisten hinter dem Spiegel erwartet, ist mindestens ebenso fantastisch, wie in den Werken Carrolls beschrieben. Gnome, die sich auf Stelzen voran bewegen. Roter Schnee, der die Membranen optisch heraushebt. Riesenkäfer, rot befellte Hundeähnliche, bleiche dreiäugige Wesen und ausgefallene Architektur, um einiges zu benennen.
Trotzdem geriet die Welt nicht zu absonderlich. Der Autor schafft eine Atmosphäre, in die man als Leser sehr gut eintauchen und sehr viele Eindrücke gewinnen konnte, ohne sich aber in diesem Szenario zu verlieren. Dafür sorgt auch die ständige Bedrohung. Sei es durch die Käfer, das angeblich injizierte Gift, die Jäger der Gemeni, Strymer und die Membranen. Die Grundidee der Geschichte ist mindestens so alt wie die Serie selbst. Der Held will schnell irgendwohin, nimmt ein Transportmittel, das er nicht kennt und landet im Nirgendwo. Dort muss er sich behaupten. Was in 2950 mit der Sonde der Atopen zuletzt auch gut geklappt hat und in 2952 mit dem Transmitter nach Achtrant wird jetzt mit dem Durchgang durch den Shod-Spiegel erreicht. Dennoch nutzt sich die Idee nicht ab. Das liegt auch am Vorankommen der Figur Atlan. Während an anderer Stelle die unsterblichen Hauptfiguren nicht unbedingt eine gute Figur abgeben, ist Atlan auf Erfolg eingestellt.
Der Arkonide erobert Sprosse, Trutzkleider und Kommandokleider, schickt Jäger und Bhals reihenweise auf die Bretter und zeigt auch den Bewohnern des Konglomerats eine lange Nase. Von seinen Erfolgen können Perry Rhodan, Reginald Bull und Co nur träumen. Die Art, wie man die Figur Atlan zurzeit in der Serie marschieren lässt, gefällt mir. Allerdings ist da schon ein recht auffälliges Missverhältnis zwischen der Atlan-Ebene und den anderen Erzählsträngen. Perry Rhodan, der zuletzt vor verschlossenen Türen stand und dessen Ausflug ins Goldene Reich wenig Früchte trug, könnte ein wenig Fortschritt auch gut tun.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2961

Der Kepler-Komplex – von Leo Lukas – Handlung:
Einer der führenden Köpfe der Verschwörung gegen das Solsystem ist Colin Heyday, der Leiter des Kepler-Komplexes in Galileo City. In jungen Jahren hat der überdurchschnittlich intelligente Mann seine Vorliebe für den deutschen Naturphilosophen, Mathematiker, Astronomen und Astrologen Johannes Kepler entwickelt. Nur soziale Intelligenz gehört nicht zu Heydays Stärken. Er sieht in seinem Leben Parallelen zu anderen Geistesgrößen, darunter eben auch Kepler. Nach seinem Studium verließ er für seine erste Anstellung das Solsystem. Doch später ergab sich die Chance, im Kepler-Komplex zu arbeiten. Alleine der Name zog ihn an. Als Anhänger des Techno-Mahdis machte er dort die Bekanntschaft von Adam von Aures, mit dem er den Plan eines gigantischen Täuschungsmanövers ausarbeitete und nach jahrelanger Vorbereitung in die Tat umsetzte.
Am 4. April 1552 NGZ treffen Reginald Bull, Toio Zindher, Shinae und Icho Tolot per Transmitter am Neo-Ganymed ein. Genauer gesagt im Kastell, einer Geheimstation der Society of Absent Friends, wo sie bereits von Homer G. Adams erwartet werden. Der Unsterbliche unterrichtet die Ankömmlinge darüber, dass die Aktionen des Techno-Mahdis von Galileo City aus gestartet wurden. Damit steht das Ziel von Bull fest. Von Adams ausgerüstet, geht er zusammen mit seiner Frau und dem Haluter nach Galileo City. Adams gibt ihnen zwei Roboter mit. Einen Roboter vom Typ SHAKTI und einen anderen, der einen Klein-Transmitter in sich trägt und daher Huckepack genannt wird.
Derweil haben sich die anderen führenden Köpfe der Verschwörung nach Terra begeben. Jano Vrinkstetter wäre gerne auf Titan geblieben, aber nun in der Logo-Oase Shonaar auf Terra, 340 km von Terrania entfernt, ist er am Brennpunkt des Geschehens. Er ist dabei, als die GOS’TUSSAN II am Rande des Solsystems erscheint und Adam von Aures Kontakt zu Bostich aufnimmt. Der Ex-Imperator ist kaum noch als Arkonide zu erkennen. Zwei glühend rote Augen beherrschen sein Gesicht und ihm scheint ein drittes Auge auf der Stirn zu wachsen. Adam von Aures geht mit einem kleinen Team, darunter Jano Vrinkstetter, per Transmitter auf Bostichs Schiff. Die Oberflächenaufbauten sind z.T. zerstört. Vrinkstetter vermutet gegenüber Bostich, dass sich dort Haluter ausgetobt haben, die hoffen, den Ausbruch der Haluterpest durch Strukturumwandlung und Drangwäsche zu verzögern. Bostich bestätigt das. Der Ex-Imperator soll helfen, den Unsterblichen Reginald Bull auszuschalten. Im Gegenzug verspricht ihm Adam von Aures ein Heilmittel gegen die Krankheit der Haluter. Zumindest stehen die Chancen gut, ein solches zu entwickeln. Bostich bringt die Anklage der Atopischen Richter ins Spiel. Wenn er und der Adaurest zusammen seien, fehlt nur noch Perry Rhodan, der glücklicherweise auf Reisen ist. Denn diese drei würden den Weltenbrand auslösen. Allerdings weiß Bostich nichts von Enklaven-Rhodan.
Adam von Aures verspricht Bostich eine sichere Passage nach Terra. Angebliches Ziel soll Neu-Atlantis sein, das viele ausgewanderte Arkoniden beherbergt. Nach Plan der Techno-Mahdisten soll Bostich angeben, zu deren Schutz gekommen zu sein. Die Regierung der LFG, die mehr und mehr die Auswirkungen des Virus abschütteln kann, wird Bostichs Ansinnen zurückweisen. Der wird sich daraufhin zum Jupiter zurückziehen und damit in die Nähe von Neo-Ganymed. Adam von Aures erwartet dort Reginald Bull, wenn er nicht bereits dort ist. Der Plan geht auf. Die GOS’TUSSAN II beugt sich dem „Druck“ und weicht zurück.
Bull und seine Begleiter sind inzwischen getarnt in Galileo City eingesickert. Obwohl auch dort noch das Täuschungsmanöver läuft, das eine Invasion Außerirdischer vorgaukelt, gehen die Einwohner gelassen mit der Situation um. Die Gruppe kann mehrere Techno-Mahdisten identifizieren. Caprice Noopila wird als diejenige ausgemacht, die wohl das das Design der Xumushan entwickelte. Und auch Colin Heyday wird demaskiert. Reginald Bull dringt in die Schaltzentrale des Kepler-Komplexes vor und trifft dort auf Heyday. Toio Zindher erkennt, dass der Mann von seinem Handeln zutiefst überzeugt ist. Er will die Simulation, trotz Bulls Aufforderung, nicht abbrechen. Die Vitaltelepathin erkennt auch Bostich, der per Transmitter eintrifft. Nur kurze Zeit später stehen sich zwei kampfbereite Teams gegenüber, denn Bostich hat Kampfroboter und vier Haluter mitgebracht. Zunächst kommt es jedoch nur zu einem verbalen Schlagabtausch. Heyday, der durch die Präsenz der anderen immer mehr in den Hintergrund gedrängt wurde, sieht sich und sein Werk nicht gewürdigt. Er bedroht alle mit einer Neuroschockstrahlung, die er freisetzen wird. Bostich reagiert als erster und dann bricht doch noch ein Kampf aus. Heyday stirbt und Bulls Team kann mit dem mobilen Transmitter entkommen.
Im Kastell wird schnell deutlich, dass durch den Tod Heydays und dem Chaos in seiner Zentrale die Simulation im gesamten Solsystem beendet wurde. Die Situation normalisiert sich. Die schlechte Nachricht ist, dass der Techno-Mahdi im Schatten der Simulation die Kontrolle über den TERRANOVA-Schirm erlangt hat. Der hüllt inzwischen das Solsystem ein. Niemand kommt herein und niemand hinaus. Auf der Erde klatschen sich die Techno-Mahdisten ab. Projekt Genesis kann nun entscheidend vorangebracht werden.
Vor dem Solsystem erscheint die RAS TSCHUBAI mit Perry Rhodan. Das Riesenschiff kommt etwas zu spät.

 

Rezension:
Leo Lukas macht einen ungewöhnlichen Einstieg in seinen Roman. Während ich eine knallharte Eskalation in der Fortsetzung der Okkupation des Solsystems durch den Techno-Mahdi erwartete, wirft der Autor einen verlegenen Blick auf zwei junge Menschen des 52. Jahrhunderts, die sich zu einem Date treffen. Der Mann, der als erstes seine Lebensgeschichte preisgab, wird von Leo Lukas im launigen Stil präsentiert und so geriet der eher unverfängliche Einstieg zu einer willkommenen Abwechslung der für mich ungeliebten Hauptstory. Die Figur, die er hier näher charakterisiert, ist Colin Heyday, der spätere Leiter des Kepler-Komplexes. Und die Verknüpfungen des Wissenschaftlers zu Johannes Kepler, die Leo Lukas hier zeichnet, sind kurzweilig und haben eine andere Note, als die Darstellungen Heydays in den beiden Romanen zuvor.
Etwas störend wirkten die im Glossar-Stil gehaltenen Erläuterungen. Während der Baufortschritt Neo-Ganymeds informativ war, sorgten Begriffsbestimmungen wie etwa zu Tolots zwei Gehirnen und andere Einwürfe für eine Unterbrechung des Leseflusses. Und auch im weiteren Verlauf seiner Geschichte greift Leo Lukas zu etlichen, aus meiner Sicht überflüssigen, Lexikoneinträgen. Das ist etwas untypisch für den Autor.
Nichtsdestotrotz bot der Roman kurzweilige Unterhaltung. Das Hauptthema, nämlich das Invasionsszenario des Techno-Mahdis, wird natürlich weiter fortgesetzt. Diese Story konnte mich in den zwei vorangegangenen Romanen nicht überzeugen. Zu sehr war vieles an den Haaren herbeigezogen. Zu häufig wurden etablierte Strukturen und Handlungen, die man als Leser erwartet, der Dramaturgie geopfert. Und Leo Lukas kann das Szenario, auf dem seine Geschichte aufbaut, gewiss nicht wegschreiben. Allerdings bringt er Humor in die Geschichte. Die beiden Roboter, der Lebenslauf Heydays, der immer wieder Parallelen zum Leben Keplers aufweist und eine schnörkellose Handlung der Figuren, drängten die wenig plausibel erscheinende Rahmenhandlung in den Hintergrund.
Sollte aber irgendwann das angesprochene Projekt Genesis aus diesem Szenario der drei Romane heraus eine größere Bedeutung erlangen, dann war der Grundstein, der dazu mit den letzten drei Geschichten gelegt wurde, nicht gerade überzeugend.

Ansichten zu Perry Rhodan Olymp Heft 10

Adarem antwortet nicht – von Dennis Mathiak – Handlung:
Nachdem die tefrodischen Schiffe am 15. Mai 1550 NGZ damit begonnen haben Shoraz zu beschießen, eilt die IBANI GALOA unter dem Kommandanten Madulu Fontak den Archäologen zu Hilfe. Sichu Dorksteiger und Gucky, die eigentlich nach Adarem wollen, wo sie Perry Rhodan vermuten, fliegen notgedrungen mit. Vor Ort angekommen zeigt sich schnell, dass die 120m-Raumer noch nicht mit aller Macht angreifen. Die Waffenstrahlen könnten den Schutzschirm über den Wabenmodulen der Wissenschaftler eigentlich mühelos durchbrechen. Aber die Tefroder machen noch nicht ernst. Doch auch so richten sie immensen Schaden an. Und wertvolle Artefakte in den ungeschützten Ausgrabungsstellen werden unwiederbringlich zerstört.
Die Wissenschaftler sollen evakuiert werden. Um zu sehen, ob die Tefroder auch auf die Archäologen schießen würden, wird auf Initiative Sichu Dorksteigers hin, ein verkleideter Roboter von den Wissenschaftlern aus dem Komplex geschickt. Der Roboter bleibt heil und zwei Shifts, je einer von der ETSI und der IBANI GALOA, werden nach Shoraz geschickt. Gucky selbst teleportiert so viele Wissenschaftler wie möglich von der Oberfläche. Die anderen werden mit den Shifts abtransportiert. Derweil lenkt die IBANI GALOA die Tefroder ab, die das Olymp-Schiff aber offensichtlich nicht als Bedrohung wahrnehmen. Dorksteiger will auch die Shoziden-Box auf Shoraz deponieren, doch die Evakuierung hat Vorrang. Gucky macht mal wieder eine Extratour. Er teleportiert auf mehrere tefrodische Schiffe, die er als Robotraumer identifiziert. Er kehrt nochmal mit Karim Balthasar zurück, dem es gelingt, die Kontrolle über die Schiffe zu übernehmen, die allesamt noch Prototypen sind.
Einen Tag zuvor, am 14. Mai, im System von Boscyks Stern, bekommt Onara Gholad die Information, dass Adarem nicht antwortet. Die Tefroderin ist genervt. An verschiedenen Fronten läuft es nicht so, wie sie es gern hätte. Sie gibt den Befehl, Ram Nanuku festzunehmen, der zu Protesten aufgerufen hat. Und ihrem Vertreter Falk Anrin gibt sie den Auftrag, einen schnellen Aufklärer nach Adarem zu entsenden. Immerhin hat sie endlich von ihrem Vater Demirius Gholad die ersehnte Legitimation erhalten, die sie befähigt, die Unterschrift unter dem Vertrag mit Olymp selber zu setzen. Falk Anrin ist vom Befehl seiner Kommandantin nicht begeistert. Er weiß inzwischen von Perry Rhodan und findet, dass Onara einen Schritt zu weit gegangen ist. Der Terraner ist ihm egal, er sieht aber seine eigene Karriere in Gefahr, wenn Onara scheitert. Denn er will sie als Kommandant beerben. Er schickt nur ein kleines Team von 10 Tefrodern unter dem Kommando seines Freundes Majvis Drey mit dem Schiff SHASTA nach Adarem, 403 Lichtjahre von Olymp entfernt. Als sich die SHASTA Adarem nähert, bekommt auch sie keinen Kontakt zum Gefangenenkomplex. Der Einsatztrupp entert die Station.
Auf Olymp reibt sich derweil Talin Buff verwundert die Augen. Gucky hatte den Kaiser zurückgebracht und der ist nach dem Aufwachen wie ausgewechselt. Talin erkennt Beryn Mogaw kaum wieder. Der Tyrann ist gut gelaunt, gibt sich aufgeräumt und scheint von den Ereignissen der Nacht nichts mitbekommen zu haben. Der Kaiser hat an diesem 14. Mai nur 1 Termin. Um 11:00 Uhr hat sich Onara Gholad angesagt. Mogaw glaubt, dass er in der Position ist, der Tefroderin nun seine eigenen Bedingungen diktieren zu können. Talin Buff ist nicht wohl zumute, als er Onara Gholad vom Transmitter abholt und zum Kaiser begleitet. Und die Tefroderin gibt ihm kurz vor Erreichen des Ziels einen Vorgeschmack dessen, was passiert, wenn sie erst auf dem Thron sitzt. Sie droht Talin, der seine Sachen packen und verschwinden soll. Und der Rospaner zieht sich zurück. Allerdings ist er trotz seiner Panik nicht gewillt endgültig zu weichen. Er fühlt sich inzwischen als Olymper und will etwas unternehmen. Er setzt auf Überwachung des Gespräches zwischen Gholad und dem Kaiser. Mehr durch Zufall kann der Rospaner auch Gespräche zwischen Gholad und Anrin belauschen.
Der Kaiser wird von der Tefroderin mit dem Vertrag konfrontiert. Er soll nun endlich unterzeichnen. Mogaw lässt sich Zeit. Mit positronischer Unterstützung erkennt er Änderungen gegenüber den letzten Versionen des Vertrags. Gholad will bereits in der Übergangszeit nach Beitritt Olymps zum Tamanium mit allen Befugnissen einer Tamrätin ausgestattet sein. Mogaw hat jedoch andere Pläne. Er will erst nach einiger Zeit seinen Stuhl räumen und als Wirtschaftsmagnat ein Auge auf die Tamrätin haben. Er will sich mit Olymp Monopole erschließen und sich mit der Wirtschaftsmacht Olymp unsterblich machen. Doch der Kaiser hat nicht mit einem gerechnet. Die Tefroderin ist es leid, sich an der Nase herumführen zu lassen. Sie schlägt und foltert den Kaiser so lange, bis der schließlich den Vertrag unterzeichnet. Triumphierend kehrt Gholad an Bord der SHEONA zurück. Sie schickt 50 Mann nach Olymp, die als Olymper verkleidet auf ihr Kommando hin die Sicherheitskräfte angreifen sollen. Auf diese Eskalation würde Gholad als Tamrätin mit Gewalt reagieren.
Am Nachmittag des 15. Mai treten Sichu Dorksteiger und Onara Gholad in Funkkontakt. Sichu lügt die Tefroderin an, als sie sagt, dass die Box wieder auf Shoraz ist. Wird der Beschuss nicht eingestellt, wird die Box zerstört. Onara soll umgehend Perry Rhodan freilassen. Sie sagt auch, wo sich Perry Rhodan befindet, nämlich auf Adarem. Ein Schwesterschiff der IBANI GALOA würde ihn befreien. Doch die Tefroderin kontert. Sie hat einen Funkspruch erhalten. Ihre Leute haben Perry Rhodan. Er ist unterwegs nach Shoraz und Onara Gholad wird auch kommen. Der Deal ist Rhodan gegen Mutaktor.

 

Rezension:
Auch im zehnten Roman der Miniserie Olymp, diesmal verfasst von Dennis Mathiak, wird Homogenität großgeschrieben. Die Geschehnisse werden nahtlos fortgesetzt. Würde ich sagen, dass die Ereignisse einem Höhepunkt entgegenstreben, wäre dies maßlos übertrieben. Sicher, die einzelnen Handlungsstränge machen Schritte. Aber wenn, wie hier geschehen, zum gefühlt hundertsten Mal die Lage auf Olymp zu eskalieren droht, bzw. die Eskalation durch Steuerung von außen herbeigeführt werden soll, dann tritt ein Gewöhnungseffekt und eben kein Fortschrittseffekt ein. Der Gleichschritt, mit der die Handlung seit 10 Heften voranschreitet, schafft insgesamt für Olymp eine Identität. Allerdings eine, die für meinen Geschmack zu hartnäckig verfolgt wird.
Es gibt keinen Roman, der aus der Masse der anderen herausragt. Weder im positiven, noch im negativen Sinne. Es gibt keine Ausreißer, auch nicht im Schreibstil. Die Serie ist glattgeschliffen. Man kann einzelne Romane kaum tadeln, andere nicht hervorheben, da doch alle irgendwie gleich sind. Mal eben auf einen anderen Autor hoffen? Mal eben die andere Handlungsebene herbeisehnen? Mal eben auf eine andere Figur setzen, die mal richtig aufräumt? Fehlanzeige. Alle Romane sind gleich, Olymp ist gleich. Sollte es einen Nagel gegeben haben, der hervorstand, wurde er flachgehämmert.
Was gibt es sonst noch zu sagen, zum zweiten Beitrag von Dennis Mathiak zu Olymp? Der Autor füllt seine Geschichte mit Details. Mal sind sie auffällig, mal passen sie, mal wirken sie übertrieben. Star Wars lässt grüßen, wenn er C-3PO zum Testziel der Tefroder werden lässt. Nachdem Gucky und Perry Rhodan nicht mehr von jedem erkannt werden, sind es nun die Italiener, der sich niemand mehr erinnert. Auch die Berater (Leser oder vielmehr Foristen) bekommen ihr Fett ab. Haben sie dem Kaiser oder vielmehr dem Autor doch mit schöner Regelmäßigkeit zum Einsatz der Flotte aufgerufen.