Articles for the Month of April 2018

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2958

Jede Zeit hat ihre Drachen – von Wim Vandemaan – Handlung:
Opiter Quint und Ernst Ellert haben Wochen gebraucht, um sich von den Nachwirkungen des Protokolls zu erholen, an dem sie Anteil genommen hatten. Eine Sache beschäftigt die beiden Männer besonders. Viele Wege höchst unterschiedlicher Wesen und Völker kreuzen sich. Und neuerdings sind die Haluter von einer Krankheit bedroht. Und die Haluter sind auf die Thoogondu gestoßen. Die wiederum die Terraner ansprachen. Beiläufig wirft auch Homunk ein, dass Informationen zu diesen Themen im Sokarsystem zu finden sind.
Die NEÈFOR mit dem Dolan JASON bricht dorthin auf. 2000 Lichtjahre liegt das System vom Zentrum der Milchstraße entfernt und nur wenige Hundert Lichtjahre von Halut. Aus alten Daten eines Explorers geht hervor, dass Begriffe in dem System dem Arkonidischen entstammen und andere dem Kraahmak. Die ROBERT GRUENER mit zwei weiteren Schiffen hält sich vor Ort bereit, als Quint und sein Team Nachforschungen anstellen. Der vierte Planet ist ein Gasriese namens Sokambur. Dort finden die Sonden ein Feld mit zylindrischen Gebilden. Sehr wahrscheinlich haben Maahks zur Zeit der Mathankriege den Planeten für die Besiedlung vorbereitet. Das Vorhaben wurde jedoch abgebrochen. Auf einem der Monde Sokamburs, Kaikiark genannt, finden die Sonden ein altes arkonidisches Kugelraumschiff. Die VRITRA MADIA liegt dort seit Jahrtausenden im ewigen Eis, was Homunk in Erstaunen versetzt. Das Schiff, sagt er, ist noch da.
Opiter Quint, Ernst Ellert und Mahnaz Wynter verschaffen sich Zugang zur VRITRA MADIA, die gut erhalten aber ohne Besatzung ist. Und sämtliche positronische Speicher sind gelöscht. Nachdem sie das Schiff gründlich durchsucht haben, finden sie in einer Kabine die konservierte Leiche einer Arkonidin. Und neben der Leiche uralte Schriftstücke. Sie sind ein Tagebuch und Mahnaz Wynter liest daraus vor. Es sind die Aufzeichnungen der Essoya Suuna, Kriegspsychologin in den Tagen des Methankriegs im Jahr 10.854 da Ark.
Suuna stammt aus einfachen Verhältnissen. Das, und eine körperliche Behinderung machen es ihr schwer. Aber sie hat eine Beziehung mit Trebon da Minterol, dem Kommandanten der VRITRA, die gleichzeitig Flaggschiff eines von da Minterol befehligten Verbandes ist. Und die Flotte hat gerade einen Sieg gegen die Maahks eingefahren. Doch schon wartet der nächste Auftrag im Kumugiasystem. Dort sammeln sich maahksche Verbände. Auf dem Gasplaneten des Systems steht eine Station der Cwuaur und dort soll an einer neuen Waffe gebaut werden. Die Maahks und ihre Verbündeten stehen auch hier auf verlorenen Posten. Brisant wird der Einsatz, weil sich zwei Haluterschiffe im System aufhalten. Die Haluter unterstützen häufig den Unterlegenen. Ein Stoßtrupp der Arkoniden soll die Waffenunterlagen sicherstellen und deren Verbreitung verhindern. Außerdem soll Kontakt zu den Halutern hergestellt werden. Die Arkoniden, unter ihnen Suuna, dringen in die Station der Methans auf Dvornux ein. Abstürzende Wrackteile lassen die Aktion ins Chaos abgleiten, das durch fünf wildgewordene Haluter noch verschärft wird.
Die Arkoniden zünden eine Arkonbombe auf Dvornux. Später erscheint am Rande des Systems ein unbekannter Kugelraumer. Ein Mann, möglicherweise Kolonialarkonide, namens Lethuur bietet eine Waffe gegen die Haluter an. An Bord des Schiffes gibt sich Lethuur als den Caluriern zugehörig aus. Zum Gespräch mit Trebon da Minterol und Suuna stoßen zwei weitere Gäste. Sie verschweigen ihre Herkunft. Opiter Quint tippt angesichts der Beschreibung in den Tagebuchaufzeichnungen auf Galkiden. Und schließlich nimmt noch ein Thoogondu namens Tomoughash an der Besprechung teil. Die Waffe, um die es geht, ist genetischer Natur. Und es ist eine Langzeitwaffe. Sie zielt auf die besondere Evolution der Haluter. Da sie eingeschlechtlich sind, sind ihre Nachkommen genetische Kopien. Das stets gleichbleibende Genom birgt Nachteile. Eine Krankheit könnte tatsächlich alle Haluter betreffen. Also haben die Haluter einen Genpool angelegt. Gibt es Entwicklungen, weil ein äußerer Einfluss einen Haluter verändert hat und ist dieser interessant, dann wird der Genpool angereichert und alle Haluter können bei Bedarf darauf zugreifen. Die Waffe soll in den Genpool eingeschleust werden. Zu gegebener Zeit soll dann ein Impuls ausgelöst werden, der die implantierte Genmodifikation ausbrechen lässt.
Nun wird auch klar, warum so viele Haluter vor Ort sind. Der Genpool ist in diesem System oder in der Nähe versteckt. Die Arkoniden ziehen sich zur Beratung zurück. Suuna begegnet ein weiteres Wesen an Bord, das sie nie zuvor gesehen hat. Auf einer Zeichnung im Tagebuch erkennen Quint und seine Begleiter einen Gemen.
Suuna wird mehr und mehr von den Entscheidungsprozessen isoliert. Mit drei gekaperten Maahkraumer führen die Arkoniden die Aktion gegen den Genpool durch, der sich damals auf dem Mond Kaikiark des Planeten Sokambur befand. Das Vorhaben gelingt, die Viren werden eingeschleust. Doch damit die Haluter zu gegebener Zeit auf den Genpool Zugriff nehmen, muss der Hauptpool vernichtet werden. Und die Arkoniden, die an dem Angriff beteiligt sind, dürfen nicht als Arkoniden identifiziert werden. Trebon da Minterol schafft Suuna von Bord und setzt sie als seine Erbin ein. Mit anderen gelingt ihm der Schlag gegen den Hauptpool und die Haluter erfahren nicht, wer die Angreifer waren.
Jahre später kauft Suuna ein Schiff und nennt es VRITRA MADIA. Mein Drache. Sie reist wieder nach Kaikiark. Dort stirbt sie. Die Leser des Tagebuchs wissen nun die Vorgeschichte der Krankheit der Haluter. Da erscheint Homunk, der wohl auch für die Löschung der Speicher verantwortlich ist. Der Androide will auch das Tagebuch vernichten. Die anderen halten ihn ab. Sie lassen das Tagebuch zurück, als sie das Schiff verlassen.

 

Rezension:
Ganz am Anfang seiner Geschichte gibt Autor Wim Vandemaan einen Vorgeschmack dessen, was den Leser erwartet. Seine Figuren Quint und Ellert sinnieren über die vielen Völker, deren Wege sich kreuzen. Tatsächlich packt Wim Vandemaan zu den Thoogondu und den Halutern und den Menschen eine weitere Spezies dazu. Es sind die Gemeni, die hier mit den Thoogondu wohl gemeinsame Sache machen. Und als wäre das nicht genug, ist auch ES in die Sache verstrickt. In seltener Deutlichkeit zeigt der Autor die Verstrickungen der Helfershelfer der SI in die damaligen und aktuellen Machenschaften. ES ist der Plan zur Infizierung der Haluter bekannt. Und ES scheint die Infizierung zu billigen und lässt Homunk dazu alle Spuren beseitigen. Andererseits bringt Homunk allerdings die Menschen erst wieder auf die Spur dieser Machenschaften. Es bleibt spannend, was sich die SI dabei gedacht hat.
Nicht alleine durch dieses zyklusbestimmende Geschehen hat mich der Roman des Exposé-Autors fasziniert. Die Geschichte hat mich auch auf andere Weise in ihren Bann gezogen. Es fängt mit dem Romantitel an, auf den der Autor zu unterschiedlichen Zeitpunkten in seiner Erzählung immer wieder zurückkommt. Und dem Titel durch seine Figuren unterschiedliche Bedeutungen zukommen lässt. Und der Titel bleibt, trotz der eingeflochtenen Erläuterungen, bis zum Ende geheimnisvoll und mehrdeutig.
Überhaupt ist es ja nicht nur eine Geschichte, die Wim Vandemaan erzählt. Es sind deren zwei. Da sind die Entdecker, die, angeführt von Opiter Quint, einem alten Geheimnis auf die Spur kommen. Und da ist die Geschichte einer fernen Epoche, die plötzlich wieder lebendig wird.
Ich konnte in beide Geschichten eintauchen. Die Figuren, die Orte, die Handlungen bargen eine Magie, der ich mich nicht entziehen konnte. Der Roman setzte starke Emotionen bei mir frei. So müssen Geschichten sein!

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2957

Die Hooris-Prozessoren – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Admiralin Amber Dessalin, vormals Anführerin der Gäonen-Flotte und Kommandantin der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN, flieht. Zusammen mit Perry Rhodan. Die beiden haben sich rechtzeitig von den Nachwirkungen der Not-Transition des Schiffes erholt und konnten den um sich schießenden HaLems entkommen. Doch eine der unheimlichen Statuen verfolgt sie. Dessalin kennt ihr Schiff jedoch genau. Sie führt den Unsterblichen in einen Bereich, der von der Überwachung weitgehend abgeschottet ist. Dadurch können sie den Verfolger abhängen. Offensichtlich haben die HaLems Zugriff auf GREGOR, die Schiffspositronik der GORATSCHIN. Die Gäonin ist geteilt. Der Unsterbliche rührt in Wunden, wenn er sie an den Verrat der Thoogondu erinnert. Andererseits sind da draußen immer noch irgendwo ihre Schiffe, die sie erreichen möchte.
Der Verfolger der Gäonin und des Terraners ist Fhyorsharg. Der Thoogondu ist ein Auserwählter. Durch seinen Tod hat er einen von fünf Hooris-Prozessoren belebt. Erst war er tot und erinnert sich daran, wie er im All auf dem Flug von der RAS TSCHUBAI nach Quinto-Center starb. Und nun dieses unglaubliche Gefühl. Noch kontrolliert er den neuen Körper nicht perfekt. Instinktiv bedient er die Waffen seines Körpers und tötet die Feinde. Während seine Kameraden die GORATSCHIN übernehmen, verfolgt er zwei Flüchtende. Doch er verliert deren Spur.
Die Admiralin und der Unsterbliche wechseln den Standort in einen Ausbildungsraum, den die USO an Bord eingerichtet hat, um dort Personal an gäonischer Technik forschen zu lassen. Sie treffen dort auf Maorim D’Abo. Die zierliche QuinTech ist Datenethnologin der USO. Sie ist keine Kämpferin aber als Positronikspezialistin eine große Hilfe. Zunächst ist es auch ihr nicht möglich, Kontakt zu Major Carturan herzustellen, dem USO-Kommandanten der GORATSCHIN. Immerhin finden sich hier SERUNS, so dass alle drei nun besser ausgerüstet sind. D’Abo stellt eine Verbindung zu GREGOR her, die in der Zentrale, und damit von den Hooris-Prozessoren, nicht bemerkt werden kann. Schnell zeigt sich, dass GREGOR unter der Kontrolle der Thoogondu steht, die das Bordgehirn mit Überrangbefehlen unter ihre Kontrolle gebracht haben. Aber GREGOR ist auch in einem Konflikt gefangen, denn die Thoogondu haben zweifelhafte Dinge getan. Amber Dessalin versucht die Positronik für sich einzunehmen. GREGOR bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Immerhin will die Positronik den Hooris-Prozessoren keinen Zugriff auf den Funk gestatten. Weiter will die Positronik die Lage an Bord erst einmal beobachten. Doch zunächst hat sie den Standort Rhodans und seiner Begleiter verraten.
Fhyorsharg ist in der Zentrale der IWAN angekommen. Dort hält sich auch Luttmurdh auf, der Anführer der fünf Hooris-Prozessoren. Von GREGOR kommt die Meldung auf den Standort von Dessalin, Rhodan und D’Abo. Luttmurdh gibt Fhyorsharg und Zywashond, einem weiteren HaLem, den Auftrag, die Flüchtigen auszuschalten. Mit Robotern der Gäonen machen sie sich auf den Weg. Die Roboter dringen in den Bereich ein, wo sich die Gesuchten aufhalten. Doch als die beiden Hooris-Prozessoren wenig später folgen, zeigt sich, dass die Menschen erneut entkommen konnten. Auch deshalb, weil die Roboter sich weigerten, auf sie zu schießen.
Perry Rhodan will den Spieß umdrehen. Er plant eine Falle für die Hooris-Prozessoren. Und er will GREGOR umdrehen. Die Positronik soll sich auf ihre Seite stellen, wenn sie sieht, wie die Thoogondu handeln. Bei einem Angriff auf die Transitionstriebwerke kommt es zum Kampf. Dabei gewinnen Rhodan und seine Begleiter neue Erkenntnisse und Zywashond verliert einen Arm. Der HaLem handelt von da an unkontrolliert. D’Abo kann endlich Major Carturan lokalisieren und man trifft sich mit ihm und weiteren USO-Spezialisten. Zwei Störstrahler werden entwickelt, mit denen man die HaLems mit Hyperimpulsen bombardiert. Außerdem soll die GORATSCHIN geteilt werden. Die eine Hälfte den Thoogondu, die andere den Menschen. Dadurch soll der Konflikt GREGORS gelöst werden. Die Störstrahler arbeiten effektiv. Zumindest kurzfristig lassen sich die Hooris-Prozessoren stören. Dabei gewinnen Rhodan und Co wichtige Informationen. Nur speziell ausgebildete und befähigte Thoogondu können eine HaLem übernehmen. Und sie können nur eine für sie bestimmte Statue übernehmen.
Bei weiteren Kämpfen werden die Hooris-Prozessoren dezimiert und die GORATSCHIN geteilt. Inzwischen sind USO-Schiffe und Gäonen-Schiffe eingetroffen, greifen aber nicht ein. Die beiden Waffendome des Schiffes liefern sich ein letztes Gefecht. Der eine Waffendom wird von Perry Rhodan gesteuert, der andere von Fhyorsharg und Luttmurdh. Als die Hooris-Prozessoren zu unterliegen drohen, zerstören sie mit der letzten Energie die beiden Kugelzellen der GORATSCHIN und sprengen sich selbst in die Luft.
Perry Rhodan gibt eine Warnung an das Solsystem vor den HaLems. Er selbst will so schnell wie möglich mit der RAS TSCHUBAI dorthin aufbrechen.

 

Rezension:
Michael Marcus Thurner ist „der Autor“, wenn es darum geht, Konflikte an Bord von Raumschiffen zu schildern. Insbesondere Schreckensszenarien der Art, dass fremde Invasoren oder durchgedrehte Positroniken gegen Leib und Leben der Besatzung vorgehen. An Bord der GORATSCHIN sind es gleich beide. Positronik und unheimliche Invasoren. Damit reiht sich das Schiff ein in die exquisite Liste von Raumschiffen, die Thurner zum Horrorszenario ihrer Besatzungen werden ließ. Die GEMMA FRISIUS, die JULES VERNE, die ORION. Und nun die GORATSCHIN.
Aber diesmal war es irgendwie nur eine Light-Ausgabe für mich. Das lag auch daran, dass die Gefahr für das Schiff, die von den Statuen ausging, bereits Bestandteil des Romans der Vorwoche war. Dort trat ein Hooris-Prozessor schon in Erscheinung und nahm damit dieser Geschichte einen Teil der Spannung. Und ich vermisste auch ein wenig die Vermittlung eines „Bildes“ der anstürmenden HaLems. Die zum Leben erweckten, aus Metall bestehenden Figuren, taten zwar das Übliche, nämlich morden und brandschatzen. Aber ein Gefühl des Unheimlichen wollte sich nicht einstellen. Dazu wechselt der Autor schon sehr früh in eine Innenansicht einer der Statuen und dann war es eben doch „nur“ ein Thoogondu.
Nichtsdestotrotz bot die Geschichte gute Unterhaltung, auch wenn der Erkenntnisgewinn und der Fortschritt für den Zyklus gering waren.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Olymp Heft 8

Die Herren von Adarem – von Dietmar Schmidt – Handlung:
Es ist der 12. Mai 1550 NGZ. Auf Adarem ist Perry Rhodan von seinen Mitgefangenen getrennt worden. Der Unsterbliche wird in einen Bereich geführt, der sich deutlich vom Gefangenenkomplex unterscheidet. Aufschriften in tefrodischer Sprache verraten schnell, dass Rhodan in einem riesigen Forschungskomplex gelandet ist. Im Verwaltungsbereich wird er vom Direktor der Einrichtung empfangen. Adan Nibota zeigt sich jovial. Schon nach kurzer Zeit gibt er offen zu, dass er weiß, Perry Rhodan vor sich zu haben. Und er erklärt Rhodan auch, was man mit ihm vorhabe. Vetris-Molaud ist ein Zellaktivatorträger und die Wissenschaftler der Forschungsanlage interessieren sich brennend dafür, welche Einflüsse der Zellaktivator bekämpfen kann und bei welchen Einflussfaktoren das Gerät versagt. An Perry Rhodan sollen Experimente gemacht werden.
Derweil sind Ypheris Bogyr und Mahé Elesa noch immer im Gefängnistrakt. Ypheris Bogyr will zum Direktor. Er will ihn erpressen, damit er, Perry Rhodan und Mahé Elesa fliehen können. Wie er den Direktor unter Druck setzen kann, weiß er noch nicht. Er hofft, dass ihm etwas einfällt, wenn es soweit ist. Doch zunächst müssen die beiden Gefangenen erstmal überhaupt zum Direktor kommen. Mahé Elesa kennt ein geheimes Gangsystem, das von Wärtern benutzt wird, um unbemerkt an neuralgische Stellen des Gefangenentrakts zu gelangen. Sie kann Zugang dazu verschaffen. Auf dem Weg zu dem Geheimsystem gibt es Gelegenheit, dass Bogyr etwas von sich erzählt. Er war Prospektor und mit einer Crew auf der Suche nach Hyperkristallen. Dabei gerieten sie ein ums andere Mal in Gefahr.
Auf ihrem Weg geraten Bogyr und Elesa in Sektionen, die von Ebaryn abgehört werden können. Und Ebaryn hatten sie ausgetrickst. Der Tefroder, der sich verbirgt, will sich sicherlich rächen. Ein, zweimal können sie Ebaryn erneut täuschen, aber als sie schon fast im geheimen Gangsystem sind, schickt Ebaryn seine Schläger. Wieder kann Elesa sie retten. Und Ypheris Bogyr vermutet, dass Ebaryn sich selbst auch im geheimen Gangsystem verbirgt. Sie treffen ein Abkommen. Keiner verrät den anderen. Die beiden dringen in das Büro von Kostin Shalaufdag ein. Elesa lenkt den Direktor ab und mit einem Trick gelangt Bogyr an eine Waffe. Außerdem kann er das Funknetz blockieren. Shalaufdag hat panische Angst vor ihr. Gemeint ist Onara Gholad. Bogyr und Elesa haben leichtes Spiel. Sie wollen ein Schiff.
Perry Rhodan muss sich unethischen Tests stellen. In einem Labor, Stinkerraum genannt, wird er mit unterschiedlichen chemischen Substanzen in Kontakt gebracht. Von Mal zu Mal wird die Aggressivität der Stoffe auf Rhodans Haut gesteigert. Kadur, ein Rofter, ist derjenige, der die Experimente durchführt. Rhodan sieht Chancen, mit Kadur ins Gespräch zu kommen, denn Rofter gelten in der tefrodischen Gesellschaft als Außenseiter. Rhodan lernt andere Probanden kennen. Bevor die Experimente für ihn gefährlich werden, muss er fliehen. Kadur, der nicht weiß, dass sein Versuchskaninchen berühmt und ein Zellaktivatorträger ist, erstaunen Rhodans Heilungsprozesse. Er ändert eigenmächtig den Versuchsplan und bekommt Ärger mit seiner Vorgesetzten. Ihm unterlaufen Fehler. Bei einem dieser Fehler kann Rhodan unbemerkt an einem Terminal einen Störfall-Alarm auslösen. Im allgemeinen Chaos und mit Hilfe anderer Probanden kann sich Rhodan verstecken.
Auf der SHEONA hat Onara Gholad die Kontrolle über sich verloren und unter den Augen ihres Vaters etliche Tobsuchtsanfälle gehabt. Kurz zuvor musste sie entdecken, dass ihre Geisel, der Kaiser von Olymp, spurlos verschwunden ist. Er sollte die Beitrittspapiere an ihrer Seite live unterzeichnen und zurücktreten, damit sie Tamrätin werden kann. Die Aufzeichnungen zeigen, dass Gucky trotz HÜ-Schirm ins Schiff teleportieren konnte. Sie vermutet eine unbekannte Parafähigkeit und lässt den Paratronschirm des Schiffes aktivieren. Ihr Vater schickt ihr Vollmachten, die es ihr Erlauben, den Vertrag mit Olymp gegenzuzeichnen, so dass der Vertrag sofort wirksam wird. Die Unterschrift eines Diplomaten muss dann nachgereicht werden. Und sie muss des Kaisers habhaft werden. Sie lässt Adarem über Funk rufen. Doch der Planet meldet sich nicht.
Rhodan ist das Glück zunächst hold. Kaum wagt er sich aus seinem Versteck, kommt ihm der Institutsleiter mit zwei Wachen entgegen. Rhodan kann die drei ausschalten und mit den Codes von Nibota einen Terminal aktivieren. Er erhält Infos darüber, dass in der Anlage nach neuen Mutanten geforscht wird. Er speichert wichtige Daten auf einem Kristall. Doch seine Flucht ist kurz darauf zu Ende. Wärter paralysieren ihn.

 

Rezension:
Wie auch schon die anderen Olymp-Romane spielt auch der 8. Band an den bekannten Handlungsorten. Dietmar Schmidt steigt mit Perry Rhodan in die Geschichte ein, der von seinen Mitgefangenen getrennt wurde. Das Kapitel lieferte eine Bestandsaufnahme von Rhodans Situation. Weiterhin wurde grob das bisherige Geschehen der Miniserie rekapituliert. Der Autor vernachlässigt bei seinem Beginn eine wichtige Regel der Unterhaltungsliteratur. Der Einstieg muss den Leser neugierig machen. Tat es hier leider nicht.
Mit Ypheris Bogyr und Mahé Elesa geht es weiter. Und auch hier konnte mich das Geschehen zu keiner Zeit beeindrucken. Völlig unklar blieb das Motiv von Ypheris Bogyr. Er will den Direktor erpressen. Schön und gut. Alleine das wie will er entscheiden, wenn er vor Ort ist. Dort fällt den beiden alles in den Schoß. Und auch der Weg dorthin war unspektakulär. Es werden alle Figuren eingebracht, die wir schon aus früheren Romanen kennen. Neues wird der Geschichte nicht hinzugefügt. Die zwei, drei Anekdoten aus seinem Leben, die Bogyr von sich gibt, sind derart belanglos, dass ich sie schon vergessen hatte, als ich umblätterte. Die Lebensgeschichte von Mahé Elesa im fünften Band war zumindest halbwegs mit der Shoziden-Box verknüpft und ihre Geschichte so gestaltet, dass die Figur mehr Tiefe erhielt. Dagegen waren die Ausflüge in Bogyrs Vergangenheit völlig überflüssig. Seine Geschichten erzählten nichts über ihn. Aber auch wirklich gar nichts.
Der Roman tritt auf der Stelle. Die Geschichte bewegt sich nicht. Ebenso wenig bewegt sich die Serie. Boten bislang zumindest die Figuren einen Unterhaltungswert, sind interessante neue Charaktere und deren Handeln in diesem Band auch nicht zugegen. So anteillos, wie Rhodan die Experimente über sich ergehen ließ, so anteillos gaben sich die Figuren und riefen zu keiner Zeit eine Emotion bei mir, dem Leser, hervor.
Die Geschichte und die Serie befinden sich in einem Dornröschenschlaf. Und ein Prinz, der sie wachküsst, ist nicht in Sicht.