Articles for the Month of März 2018

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2952

Wald der Nodhkaris – von Michelle Stern – Handlung:
An Bord der SWORD OF CESSAIR erhält Geo Rabsilber ungewöhnlichen Besuch. Der Kommandant rechnet eigentlich mit den längst fälligen Konsequenzen, seit er Atlan zur Flucht verholfen hatte. Doch dieser Besuch ist ungewöhnlich. Sieben der fremden Geschöpfe hat er noch nie gesehen. Spontan bezeichnet er sie als Fellhenker. Sie sind wohl von den Cucullaten für die Jagd gezüchtet worden. Gentechnisch veränderte Hunde, die eine tödliche Gefahr ausstrahlen. Das achte Wesen sieht aus wie ein Nodhkaris, ist aber wesentlich größer. Der Fremde stellt sich als Gemen vor. Sein Name ist Vhor und er kommt vom Spross LORINA. Er und sein Meute sind hier, um die Witterung von Atlan aufzunehmen, dem vermeintlichen Sternenwanderer.
Der Gesuchte hält sich noch zusammen mit Fitzgerald Klem bei der Ahnin auf. Die Medien berichten über den Spross, der nach Jahrtausenden wieder erschienen ist. Fitz Klem bekommt eine Nachricht, dass ein Gemeni mit einem Rudel Felanden hinter Atlan her ist. Es dauert nicht lange, bis die Jäger am Haus der Klems auftauchen. Atlan legt für Jäger und Meute eine falsche Spur. Fitz Klem schließt sich dem Unsterblichen an, als dieser flieht. Atlan will in den Wald der Nodhkaris. Der Butler der Klems soll von John Pierce die Karte besorgen, um sie Atlan zuzuspielen. Unterwegs meldet sich Rabsilber, der ihnen einen Abflug vom Planeten beschaffen kann. Atlan misstraut der Botschaft. Sie ist wohl nicht von dem Kommandanten. Wieder kann der Arkonide die Verfolger narren.
Als Agent der GIBA hat Fitz für den Notfall ein Geheimversteck mit Waffen angelegt. Er und Atlan versorgen sich mit Anzügen und Waffen. Und auch mit Eeros, kleine Fahrzeuge mit Elektroantrieb und Verbrennungsmotoren. Durch eine Strukturlücke gelangen sie in den Wald. Ziel ist die besondere Stelle, die ihnen John Pierce in der Karte aufgezeichnet hat. Am besagten Ort, einer Art Lichtung im Wald beobachten sie drei Cucullaten, die um Gruben im Boden herumtanzen. Die Handlungen der Fremden erschließen sich den Beobachtern nicht. Als die drei Cucullaten abziehen, untersuchen Atlan und Fitz die fünf Meter tiefen Gruben. Sie sind leer und bewahren ihre Geheimnisse. Atlan ist enttäuscht. Er will nach Moschran suchen. Ein Menes und Einsiedler, der der Legende nach schon lange im Wald leben soll. Da treffen sie auf John Pierce. Der junge Menes hat sich ebenfalls in den Wald gewagt und schließt sich den beiden an. Er kennt ein Kinderlied, und darin eine Strophe, aus der sich möglicherweise der Aufenthaltsort von Moschran ableiten lässt.
Und auch die Verfolger sind nun ebenfalls in den Wald der Nodhkaris eingedrungen. Vhor verlässt sich nicht alleine auf die Feladen. Er schickt eine Wolke von Käfern los, die Drachletten, die den Wald durchschwärmen.
Auf dem Weg zu einem See im Wald, an dem sie Moschran zu finden hoffen, begegnen die drei Flüchtigen einer Gruppe von Cucullaten. Bei einem kurzen Kampf wird Klem verletzt. Die Fremden können betäubt werden. Der Versuch Atlans, einen von ihnen auszufragen, ist erfolglos. Schließlich treffen sie Moschran. Äußerlich ein zwei Meter großer Menes mit langen Bart. Moschran bringt sie in sein Haus, das zum größten Teil unter der Erde liegt. Er legt Fitz Klem ein Gespinst auf dessen Wunde. Binnen Minuten ist der Agent geheilt. Das Haus ist voll seltsamer Gegenstände. Halbkugeln mit Miniaturlandschaften, Thedhelen und Splenter. Moschran erläutert den Wald. Es ist ein riesiger Organismus, der schläft. Die Gegenstände hat Moschran aus dem Wrack eines abgestürzten Sprosses.
Moschran will sie dort hinbringen. Aber zuerst zeigt er ihnen Gruben im Boden, wie die, die Atlan schon kennt. Nur diese Gruben sind mit einem Geflecht gefüllt. Legt man einen Gegenstand mit einer biologischen Komponente hinein, wird er dupliziert. Atlan entdeckt Hyperkristalle im Erdreich und ist überzeugt, dass der Wald darüber eine ÜBSEF-Konstante erhält. Weitere Überlegungen kann er nicht anstellen, denn er entdeckt die Verfolger. Sie fliehen, doch der Gegner ist schneller. Es kommt zu einem Kampf. Gegen die Feladen können Atlan und die anderen dank der Ausrüstung und Waffen bestehen. Außerdem greift nun der Wald zugunsten von Atlan und seinen Begleitern ein. Doch Vhor hat eine überlegene Rüstung. Atlan schafft es, den Gemen in die Grube zu werfen. Vhor wird darin gefangen, weil die Grube versucht, ihn zu duplizieren. Und John kann Atlan aus der Grube ziehen.
Moschran führt sie ins Erdreich. Dort gibt es Gänge, die aus den Wald führen. Hier trennen sich die Wege. John Pierce verlässt die Gruppe und den Wald. Moschran führt Atlan und Fitz zum Wrack des Sprosses. Der einstmals Kilometer aufragende Koloss ist eingesunken. Im inneren soll es einen Transmitter geben, der auf die Welt der Gauchen führt. Das Gerät ist beschädigt und muss zunächst repariert werden. Moschran bleibt zurück, als Atlan und Fitz Klem den Transmitter betreten und ins Unbekannte aufbrechen. Er kann Cessairs Welt nicht verlassen. Er ist der Wald.

 

Rezension:
Im zweiten Teil von Michelle Sterns Doppelband bekommt Atlan wieder mehr Handlung auferlegt. Vergangene Woche war er zum Zuhören verdammt. Nun nimmt die Figur das Heft des Handelns wieder in die Hand. An seine Seite stellt die Autorin wieder Fitzgerald Klem. Das Amulett, das der Menes trägt, scheint in seltsamer Beziehung zum Zellaktivator Atlans zu stehen. Oder dessen Ritteraura. Auffällig ist, dass die Autorin ihre Figur Atlan jedes Mal „zügeln“ muss, wenn Fitz Klem Fragen zu dessen Herkunft und Leben stellt. Das wirkt seltsam. Einerseits muss die Autorin ihren Protagonisten Fitzgerald diese Fragen stellen lassen. Denn wer mit einem solchen Begleiter unterwegs ist, dem mutmaßlichen Sternenwanderer und eine Legende der Menes, der muss dazu auch Fragen stellen. Andererseits scheinen wohl die Aufdeckung bestimmter Lebensinhalte Atlans und die Reaktionen darauf aus dramaturgischer Sicht aber zu früh.
Mit Vhor führt die Autorin an diesem Schauplatz einen Gemen ein, wie wir ihn aus der Milchstraße kennen. Und wir wissen nun, dass Cucullaten und Gemeni zwar gleich aussehen, sich aber in der Größe unterscheiden. Und vielleicht auch auf anderen Gebieten.
Die Beschreibungen der aufrecht gehenden Schäferhunde vermittelten mir irgendwie ein merkwürdiges Bild beim Lesen. Aber die Ängste der Figuren, bei den Begegnungen mit den Feladen, hat die Autorin gut eingefangen.
Die Geschichte folgt zwar allzu bekannten Mustern, war aber kurzweilig. In der zweiten Romanhälfte lebt die Geschichte auch davon, wer oder was sich hinter Moschran verbirgt. Zwar deutete sich sehr früh die spätere Lösung an, aber irgendwie dachte ich bis zum Schluss, da kommt noch was anderes.
Insgesamt ein sehr unterhaltender Roman.

Ansichten zu Auslöschung

Auslöschung
Ich schreibe zu wenig in dieser Rubrik. Dabei sehe ich mehrere Filme die Woche. Aber über „Auslöschung“, seit dem 12. März abrufbar bei Netflix, lohnt es sich, ein paar Worte zu verlieren. Regisseur Alex Garland macht nicht gerade viele Filme. Seinen letzten, „Ex Machina“, habe ich hier auch besprochen.
Die Geschichte beginnt mit dem Einschlag eines Meteoriten (?) am Fuße eines Leuchtturms. Um das Gebäude bildet sich ein in allen Regenbogenfarben schillernder Schirm. Die Geschichte springt ein Jahr in die Zukunft. Der Ehemann von Lena (Natalie Portman), der seit einem Jahr verschollen ist, taucht ohne Erinnerungen bei ihr auf. Er bricht mit inneren Blutungen zusammen und wird von ihr ins Krankenhaus gefahren. Unterwegs werden sie von einer Spezialeinheit abgefangen und in eine geheime Forschungseinrichtung gebracht. Dort fällt Lenas Mann ins Koma. Lena, die Molekularbiologin ist, erfährt, dass die Regierung einen ganzen Landstrich hermetisch abgeriegelt hat. Dort breitet sich etwas aus, dass der „Schimmer“ genannt wird. Alle Expeditionen in das Gebiet kehrten nicht zurück. Mit einer Ausnahme. Lenas Mann. Um ihm zu helfen schließt sie sich einer neuen Expedition an, die nur aus Frauen besteht. Die fünf Wissenschaftlerinnen sollen das Gebiet erkunden und insbesondere zum Leuchtturm vorstoßen, dem Ausgangspunkt der Veränderungen.
Sie müssen ein Sumpfgebiet durchqueren und machen die Entdeckung, dass die Tier- und Pflanzenwelt rapide mutiert. Sie finden Hinterlassenschaften der anderen Expeditionen und verstörende Videoaufnahmen, die zeigen, wie sich die Menschen in dem Gebiet geistig und wohl auch körperlich verändern. Auch die fünf Frauen stellen zunehmend Veränderungen an sich fest. Lena kann schließlich bis zum Leuchtturm vordringen und Erklärungen darüber finden, was mit ihrem Mann geschehen ist. Und muss sich dem „Schimmer“ stellen.
Wie auch schon in „Ex Machina“ praktiziert, erzählt Alex Garland diese Geschichte in einem ruhigen Erzähltempo. Aber es gibt auch schnelle Sequenzen im Film. Denn die verdrehte Natur hält für das Frauenteam neben bizarren Momenten auch Gefahren bereit. Das Erzähltempo ist aus meiner Sicht sehr gut gewählt. Die ruhigen Momente füllt der Regisseur mit Gedanken und Gesprächen der Gruppenmitglieder, die die inneren Beweggründe der Figuren aufzeigen und Soziales und Psychologie thematisieren. Dem Zuschauer wird genügend Raum gelassen, um sich die absonderlichen und wunderlichen Ereignisse nochmals durch den Kopf gehen zu lassen. Im Grunde genommen bin ich während des ganzen Films sehr emotional unterhalten worden. Die Schockelemente, die wie Sperrspitzen aus dem ruhigen Aufbau herausragen, sind sparsam aber effektiv gesetzt.
Ich habe während der Betrachtung spontan an einem Begriff aus dem Perry Rhodan-Universum denken müssen. An eine Negasphäre. Das Leben in dem Sperrgebiet wird „umgeschrieben“ und zeigt sich chaotisch und willkürlich. Flora und Fauna mutieren und auch pflanzliches Erbgut mischt sich in Lebewesen, wodurch groteske Geschöpfe geschaffen werden. Der Anker für den Zuschauer ist Lena, gespielt von Natalie Portman. Aus ihrer Sicht wird die Geschichte vorangetrieben. Das Ende des Films, das ich oben nicht verrate, lässt ebenfalls Raum zur Interpretation und zu einer möglichen Fortsetzung.
Auslöschung ist ein ungewöhnlicher Science Fiction-Thriller, der mysteriös ist, der teilweise unheimlich ist, der die Bedrohung geschickt aufbaut, der starke Charaktere zeigt und der, und das gefällt mir am besten, gegen die derzeitigen Trends im Science Fiction-Film läuft.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2951

Die Dynastie der Verlorenen – von Michelle Stern – Handlung:
Nachdem Atlan die Bekanntschaft von Fitzgerald Klem gemacht und von dem Amulett erfahren hat, wollen beide zusammen Skadi Klem aufsuchen, die Ahnin. Sie soll ihre Fragen beantworten. Auch die, ob Atlan der Sternenwanderer ist. Mit einem Elektroauto machen sie sich auf den Weg. Cessairs Welt zeigt sich unwirtlich. Sturm und sintflutartige Regenfälle verzögern die Fahrt. Der Weg führt sie am geheimen Wald der Cucullaten vorbei. Ein riesiges Gebiet, das von einem Energieschirm umgeben ist. Doch dieser Schirm hat Lücken. Ein Menes namens John Pierce kennt eine Lücke in dem Schirm und hat sich schon des Öfteren in den Wald gewagt. Seine Neugierde bringt ihn in Gefahr. Als er nicht zurückkehrt, rufen seine Schwestern, die vor dem Schirm auf ihn warten, um Hilfe. Und die naht mit Atlan und Fitz Klem. Der Arkonide lässt es sich nicht entgehen und betritt den Wald. Flora und Fauna setzen dem Unsterblichen zu. Aber er findet John, dessen Knöchel verletzt ist und sie schaffen es, den Wald zu verlassen, bevor sich die Lücke im Schirm schließt. John berichtet Atlan von einer Stelle im Wald, die irgendwie anders ist.
Zum Dank werden Atlan und Fitz zum Essen bei den Pierce eingeladen. Die Familie muss hart arbeiten. Die Natur sorgt für häufige Ernteausfälle und die Technik versagt. Ihre Schilderungen machen Atlan nachdenklich. Das Volk der Menes scheint von vielen Katastrophen heimgesucht. Mehr, als es eigentlich sein dürfte. Atlan bittet John darum, dass dieser eine Karte des Waldes fertigt mit dem besonderen Ort. Der Arkonide will noch mal wieder kommen.
Sie werden ein weiteres Mal aufgehalten, als sie an einer Station der Nodh-Hüter vorbeikommen. Atlan sieht drei Cucullaten, die sich merkwürdig benehmen. Ihm fällt auch auf, dass es ungewöhnlich viele Menes gibt, die den Wald hüten. Vielleicht geht es nicht darum, jemand vom Betreten abzuhalten. Sondern darum, dass nichts herauskommt. Um Mitternacht treffen sie endlich am Anwesen der Skadi Klem ein. Atlan und Fitzgerald werden von Bediensteten in einen großen Kaminsaal geführt. Die Einrichtung zeigt sich als Mischung aus altenglischer Landhauskultur und Moderne. Eine alte Frau, Skadi Klem, begrüßt sie. Auch sie hütet etwas. Skadi Klem gehört der Dynastie der Verlorenen an. Sie hütet die Geschichte der Menes. Aus einer gut geschützten Bibliothek holt sie ein uraltes Buch hervor und beginnt darin zu lesen.
England, 1854 alter Zeitrechnung. Lorina Hammingway, fünf Jahre alt, befindet sich mit ihrem 2 Jahre älteren Bruder Augustus, ihrer Mutter (Mummy) und dem Hund Spike auf der Fahrt von Liverpool nach Philadelphia. Nach dem Tod des Vaters will Mutter in Amerika wieder heiraten. Als alle in den Kojen liegen, erzählt Mummy ihren Kindern eine Geschichte von den Hügelzwergen, den Cucullen. In der Nacht gerät die RMS CITY OF GLASGOW in Not. Das Schiff legt sich auf die Seite. In dem Chaos fällt Spike über Bord und bei dem Versuch ihren Hund zu retten, stürzt auch Lorina in das eiskalte Wasser. Augustus springt hinterher und weitere Passagiere stürzen ins Meer. Doch plötzlich schweben alle durch die Luft, eingehüllt in etwas Warmes und werden in einer großen weißen Halle abgesetzt. Die Verwirrung unter den etwa 400 Menschen ist groß. Kapitän Morrison kann sich dank seiner Autorität durchsetzen und die Lage unter den Geretteten erstmal beruhigen. Lorina findet zu ihrer Familie. Augustus ist bewusstlos, wird aber in einer Mulde im Boden von einer Hülle bedeckt, die ihn offensichtlich heilt. Der Physikdozent Thomas Ewington stellt fest, dass die Schwerkraft höher als gewohnt ist. Wilde Spekulationen machen die Runde.
Für Wasser und Nahrung ist gesorgt, doch die Tage vergehen, ohne dass sich jemand zeigt. Lorina freundet sich mit dem Arbeiterkind Jesse an. Die Gruppe der Privilegierten der 1. Klasse und die der Arbeiterschicht sind von Kapitän Morrison auch an diesem Ort getrennt worden. Es vergehen Monate, in denen die Geretteten lernen müssen, sich mit den geborgenen Material und sich selbst sinnvoll zu beschäftigen. Eines Tages findet Lorina ein blaues Korn und sticht sich daran. Das Korn wächst in den nächsten Tagen zu einem Ei heran. Dann taucht ein Cucullat auf. Lorina nennt ihn Borgin. Er eröffnet den Menschen, dass dies der Spross LORINA ist. Wenn er größer wird, sollen alle darauf umziehen. Die Reise soll zu einem Ort namens Sashpanu (Anm.: Heft 2907, NGC 151 und 165 Millionen Lichtjahre entfernt) gehen. Jener, der über sie (die Menschen) wacht, hat dafür gesorgt, dass die Menschen in Verwahrung genommen werden, für den Fall eines Verlustes von allen.
Atlan sinnt darüber nach. ES scheint einen Langzeitplan zu verfolgen und sorgt dafür, dass Menschenkolonien in allen Teilen des Universums gegründet werden. Und für die Cucullaten scheinen die Menschen mehr Forschungsobjekte zu sein. Darauf deuten die Aufzeichnungen hin.
Jahre vergehen. Kinder werden geboren. Die Menschen zeigen sich überaus fruchtbar. Wahrscheinlich hilft der Spross, in dem nun alle leben, nach. Auch Lorinas Mutter findet wieder jemanden und bekommt weitere Kinder. Die Passagiere vermischen sich. Lorina, inzwischen eine junge Frau, beginnt Buch zu führen. Doch einige Passagiere haben sich noch nicht mit diesem Leben abgefunden und leisten Widerstand. Unter der Führung von Ewington werden Explosionen ausgelöst. Die Cucullaten sollen sie zur Erde zurückbringen. Ewington nimmt Lorina als Geisel. Als der Mann einschläft, wird er vom Spross verschluckt. Die Cucullaten überlegen, die Menschen zu vernichten. Doch dann kommt ein Wesen namens Niemandssohn an Bord. Es kommt zu einem denkwürdigen Gespräch. Lorina wirft ihm, bzw. seinen Herrn vor, grausam zu sein. Denn man hätte die Menschen über ihr Schicksal selbst entscheiden lassen müssen. Und Niemandssohn antwortet, dass sein Herr dies nicht vorsieht.
Niemandssohn eröffnet Lorina, dass die Reise zwei bis drei Menschenleben dauern wird. Sie erhält ein Amulett, damit sie länger lebt. Es macht sie auch zur Anführerin. Später gibt sie das Amulett an ihren Sohn weiter, als dieser 60 Jahre alt wird. Sie stirbt im Alter von 150, ohne das Ziel der Reise, Cessair, je kennenzulernen.
Atlan erfährt noch, dass die Menes fünf Dynastien gründeten. Das Amulett wird stetig weitervererbt. Die Träger wirken aus dem Hintergrund. Da bekommt Fitzgerald Klem, der selbst das erste Mal diese Geschichte hörte, eine Nachricht. Am Rande des Systems wurde ein riesiges Schiff geortet. Es ist die LORINA. Skadi vermutet, dass der Spross wegen Atlan hier ist. Dem Sternenwanderer.

 

Rezension:
Als Autorin Michelle Stern die fünfjährige Lorina in die Geschichte einführt, war klar, dass es einen Spross geben wird. Ich habe nicht gezählt, die wievielte Geschichte in diesem Zyklus es ist, in denen Menschen oder andere Intelligenzen der Milchstraße mit einem Spross konfrontiert werden. Die Blickwinkel, aus denen das geschieht, scheinen den Autoren nicht auszugehen. Doch egal, ob technisch weit fortgeschrittene Terraner, normale Mitglieder der Gesellschaft 1551 NGZ, oder Spezialagenten der Regierung, ob Arkoniden oder Tefroder, ob Unsterbliche oder Mutanten damit konfrontiert werden. Oder wie jetzt, Menschen der Erde aus dem Zeitalter der Industrialisierung. Allen gemein ist, dass sie den Gemen/Cucullaten/Nodhkaris bislang kaum ein Geheimnis entreißen konnten.
Und es folgt eine weitere Geschichte dieser Art. Denn nun wird Atlan ebenfalls mit einem Spross konfrontiert. Ich bin gespannt, ob ihm gelingt, was allen anderen vor ihm versagt blieb. Etwas von den Motiven der Fremden zu erfahren.
Doch halt. Ganz so ohne war Michelle Sterns Roman nun auch nicht. Abgesehen davon, dass es eine wunderbare Geschichte war, mit interessanten Charakteren, zeigt die Autorin einen Zusammenhang auf, zwischen Gemeni und ES. Jener, der über die Menschen wacht, hat dafür gesorgt, dass die Menschen in Verwahrung genommen werden, für den Fall eines Verlustes von allen.
Die Superintelligenz hat, schon vor Jahrtausenden, damit begonnen, Menschen in anderen Teilen des Universums anzusiedeln. Es scheint ein Langzeitplan zu sein. Mal wieder. Gut, damit kann man leben. Mich stört nur eines. Und das habe ich bewusst in meine obige Zusammenfassung mit aufgenommen. Lorina wirft Niemandssohn, bzw. dessen Herrn vor, grausam zu sein. Denn man hätte die Menschen über ihr Schicksal selbst entscheiden lassen müssen. Und Niemandssohn antwortet, dass sein Herr dies nicht vorsieht.
Menschen sind einmal mehr nur Puppen, die an Fäden hängen. Dieses Korsett schnüren die Autoren nicht das erste Mal. Ein eigener, selbstbestimmter Weg des Menschen in die Zukunft, angeführt von Perry Rhodan, scheint nur eine Illusion zu sein. Die Helden werden wahrscheinlich in diesem Zyklus, wie auch in allen anderen Zyklen zuvor, das Geheimnis der Gemeni und anderer aufdecken. Aber sie werden dennoch nur Marionetten sein. Das nimmt den Figuren Format, sofern sie je eines besaßen. Natürlich lässt sich in einzelnen Romanen nach wie vor Spannung erzeugen und man kann mit einigen Figuren mitzittern. Aber wenn der „Einfluss“ der Protagonisten nur illusorisch ist, fehlt einfach etwas. Die Mini-Serie Terminus bot zuletzt ein solches Szenario. Egal was die Protagonisten auch taten. Das Ergebnis war vorbestimmt. Aber vielleicht täusche ich mich auch und es kommt alles anders.