Articles for the Month of Februar 2018

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2949

Die Biophore – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Die oxtornische Sicherheitschefin von Sunset City, Youko Ortokur, verhört Teo Tauren. Zumindest glaubt sie, ihren Stellvertreter vor sich zu haben. Tatsächlich ist es Adam von Aures, der mit Tauren die Plätze getauscht hat. Sie beißt sich an Adam/Teo die Zähne aus. Auch mit Perry Rhodan kommt sie nicht weiter. Der Unsterbliche behauptet, seinen ZA verloren zu haben und zu altern. Im Übrigen tischt er eine Geschichte auf, nach der jeder Bürger der LFG mit Konsequenzen rechnen müsse, wenn Ortokur ihm nicht glaubt. Schon gar nicht dürfe man auf Terra nachfragen.
Im Wega-System ist eine kleine Flotte der LFG mit der Sicherung von Wanderer betraut worden. Kommandantin Loa Heptinkhal von der ERIK THEONTA langweilt sich. Ein tefrodischer Handelsraumer, die NESHLER OORYM, hält sich nicht an die Flugkorridore und erregt dadurch die Aufmerksamkeit der Terraner. Die ERIK THEONTA fängt das Schiff ab. Unweit des Wega-Systems und nur 27 Lichtjahre von Terra entfernt, scheint sich ein Konflikt anzubahnen.
Perry Rhodan und Adam von Aures haben Youko Ortokur und Delarosa, der Direktorin von Sunset City inzwischen eine weitere Geschichte aufgetischt. In einem Außenposten der Station wartet ein wichtiger Begleiter von Perry Rhodan. Gemeinsam fliegt man dorthin. Es ist jedoch Teo Tauren. Während Rhodan mit einem Anfall für Ablenkung sorgt, tauschen Teo und Adam wieder die Plätze. Adam verwandelt sich in den ominösen Begleiter Rhodans, namens Karim Sbarcea. Man fordert nun die Biophore, um Rhodan helfen zu können. Ortokur und Delarosa wollen sich das überlegen. Derweil dringt Dorodena in Sunset City ein und bringt Perry und Adam in seine Klause auf dem Marschiere-Viel. Er hat ein Funkgespräch mit Vetris-Molaud arrangiert. Zunächst unterhält sich der Tamaron mit Adam, der weiterhin wie Karim Sbarcea auftritt. Dennoch vermutet Vetris-Molaud in seinem Gegenüber Adam von Aures. Er will sich mit ihm real treffen. Doch zunächst will er mit Rhodan sprechen. Zu dem Gespräch kommt es nicht mehr. Eine Energieentladung tötet Dorodena und verletzt Rhodan schwer. Er muss in Sunset City versorgt werden.
Im Wega-System spitzt sich die Situation zu. Die VOHRATA mit sechs Begleitschiffen und mit Vetris-Molaud an Bord erscheint. In seiner Begleitung ist auch Assan-Assoul. Der Tamaron will Wanderer und seinen Bewohnern Asyl im Neuen Tamanium anbieten. Es kommt zu einem Scharmützel mit der Wachflotte der LFG. Die Schiffe der Tefroder fliegen dennoch Wanderer an und Assan-Assoul scheint seine Psi-Kräfte einzusetzen. Was dann geschieht, hat der Mutant jedoch nicht zu verantworten. Wanderer flieht. Die Kunstwelt erscheint im Solsystem und nimmt in der Umlaufbahn von Neptun den Platz des Mondes Despina ein.
In Sunset City behaupten Rhodan und Sbarcea, dass sie von Dorodena entführt wurden. Rhodan misstraut seinem Begleiter. Er erfährt, dass sich Wanderer ins Solsystem abgesetzt hat. Adam von Aures behauptet, durch die Gliedmaßen Homunks in Symbiose mit dem Androiden zu leben und an einem übermenschlichen Ganzen teilzuhaben. Der Adaurest behauptet auch, dass es einen Faktor im Solsystem geben muss, der es schützt. Vielleicht hat das mysteriöse Sonnensiegel damit zu tun. Adam von Aures kann erneut Perry Rhodan für sich einnehmen. Zusammen mit ihren Unterstützern, Monutariu, Buhesh, Edelwey und Tauren stehlen sie die Biophore und entkommen mit einer Space-Jet. In einer zweiten Space-Jet setzen sich die Techno-Mahdi ab, die ihnen geholfen haben.
Nächstes Ziel von Adam von Aures ist das Solsystem. Er will sich Bostichs Hilfe dabei holen. Lockmittel soll die Biophore sein, mit der man die Haluter retten könne.

 

Rezension:
Halbzeit im Genesis-Zyklus und gleichzeitig ist dies der letzte Band der Trilogie über die Biophore. Vor einer Woche schrieb ich noch, dass ich den Roman von Verena Themsen unterhaltsam fand. Dass ich jedoch einen roten Faden vermisste. Zu viel Geplänkel schufen zwar viele Bilder. Eine Fokussierung auf die Zyklushauptstory wäre jedoch zur Halbzeit wünschenswert gewesen. Nun, in dem Roman von Michael Marcus Thurner war noch Platz, um zur Halbzeit das Gewünschte unterzubringen. Der Titel „die Biophore“ klang zudem verheißungsvoll.
Wie schlägt sich der Autor angesichts meiner Erwartungen? Auch sein Roman schafft wieder viele Bilder. Kaum eines scheint jedoch zu anderen zu passen. Letzte Woche nahm die Figur der Mar Tulek noch den Part einer Beobachterin ein. Aus ihrer Sicht konnte man an dem Geschehen teilhaben. Sie war ein ruhiger Pol. Dadurch traten manche Schwächen in der Geschichte nicht so deutlich in den Vordergrund. Thuner verzichtet auf Tulek. Nebenfiguren von letzter Woche sind in seinem Roman nur noch Erfüllungsgehilfen. Unkritisch bis zur Selbstaufgabe, wie die Techno-Mahdi. Oder kritisch und dennoch leichtgläubig, wie die Direktorin und ihre Sicherheitschefin. Und da sind da noch ein paar Terraner, die Wanderer bewachen, sich langweilen und Reistee trinken.
Die Geschichte lässt mich mit vielen Fragezeichen zurück. Nur leider ist es keine spannende Story mit überraschenden Entwicklungen oder Wendungen und deren Fragestellungen, die bei mir aufgeworfen werden, mich beschäftigen. Es sind die Ungereimtheiten, die mich nicht loslassen. Ich beschäftige mich also nicht mit dem Positiven des Romans, sondern mit dem Negativen.
Der Roman von Michael Marcus Thurner hat sicherlich die Ziele erreicht, die er erreichen sollte. Damit das alles funktionieren konnte, musste Adam von Aures einen unglaublichen Weitblick entwickeln, denn schließlich treten seine Vasallen an Orten, die tausende von Lichtjahren auseinanderliegen, freiwillig oder unfreiwillig für ihn an. Und die Verteidiger der Ordnung mussten sich eher dumm anstellen und ihre Bastionen, die eigentlich uneinnehmbar waren, aufgeben. Da haben wir also eine Wachflotte der LFG, die von einem einzelnen Tefroderschiff weggelockt werden. Ob alle weggelockt wurden, darüber schweigt der Autor. Nun jedenfalls lassen sie sich von Vetris-Molaud übertölpeln, der bis Wanderer vorstoßen kann. In Sunset City trifft derweil die Sicherheitschefin auf Perry Rhodan oder auf einen unbekannten Mann, der wie Perry Rhodan aussieht. Es gibt eine ganze Reihe von Zweifeln. Der fehlende ZA, die Alterung und sein wenig unsterbliches Auftreten. Erstaunlich das sein Psychogramm ihn als authentisch identifiziert. Ausgerechnet das! Der Mann hat was ganz anderes erlebt, hat sich ganz anders sozialisiert!
Wegsperren und weiter untersuchen, müsste nun die Devise sein. Aber der Gefangene tischt ein Märchen auf. Konkret sagt er eigentlich gar nichts. Er muss noch nicht mal etwas erfinden. Es reicht, dass er sagt, dass niemand Terra informieren dürfe, weil sonst alle Bürger der LFG die Konsequenzen tragen müssten. Welches das sind? Er verrät es nicht. Und die Sicherheitschefin und die Direktorin hätten Schuld an allem was dann passiert. Derart an die Wand genagelt knicken die beiden ein. Ja klar.
Es ist nicht die einzige Schwäche der Geschichte. Die Sicherheitschefin glaubt dem Perry Rhodan kein Wort, verhält sich aber anders. Sie ist überzeugt, einen Doppelgänger vor sich zu haben. Sie tut dennoch nichts. Nein halt, sie gewährt Freiheiten! Macht ja auch Sinn. Wenn die Geschichte der Gefangenen keinen Sinn ergibt, muss man sie möglichst unbeaufsichtigt lassen. Dabei werden die Überwachungsinstrumente permanent und für die Oxtornerin erkennbar manipuliert. Die Oxtornerin ärgert sich darüber, zuckt mit den 2 Meter breiten Schultern und ändert ihr Verhalten nicht. Ihrem Stellvertreter glaubt sie übrigens auch nicht. Teo Tauren hat bereits mehrfach zuvor ihr Misstrauen erregt. Der Autor listet die Verstöße, die sie ihrem Vertreter anlastet minuziös auf. Und dennoch kommt sie nicht ein einziges Mal auf den Gedanken, Teo Tauren, der zu diesem Zeitpunkt niemand anderes als Adam von Aures ist, genauso untersuchen zu lassen, wie sie es bei Perry Rhodan angeordnet hat. Ein weiterer dummer Fehler in der Geschichte.
Und es geht noch weiter. Selbst Adam von Aures traut sich mittlerweile selbst nicht mehr! Klingt absurd, wird aber in der Geschichte beschrieben. Wir erinnern uns. Der Adaurest verrät nicht gerade viel von seinen Zielen. Eines aber verfolgt er sehr hartnäckig. Er will den Rhodan aus der Enklave zur neuen Gallionsfigur der Menschheit machen. Der andere Rhodan sei durch ES manipuliert. Dem Rhodan aus der Enklave stehen zwei Dinge im Wege. Er ist eben nicht ganz der Rhodan dieses Universums. Er ist zu alt. Also wollte ihm Adam eine Verjüngung verpassen. Dieses Ziel hat er erreicht. Nicht auf die Weise, wie ursprünglich angepeilt. Aber ein bisschen Handwedeln und schon klappte das mit der Verjüngung. Das zweite Problem erweist sich als noch größere Schwierigkeit. Der Rhodan aus der Enklave stirbt. Nun wird das Thema Biophore angegangen. Ohne auch nur ansatzweise eine wissenschaftliche Grundlage dafür zu erstellen, wie eine Biophore das Leben des Doppelgängers retten könnte, wird das Ding geklaut. Aber geklaut werden kann es nur deshalb, weil sich Adam von Aures der Gliedmaßen Homunks bedient. Folgerichtig kommt der Rhodan aus der Enklave zum Schluss, dass Adam von Aures nun im Sinne von ES agiert. Der arme Kerl ist selbst manipuliert. Er darf sich nicht mehr selbst trauen.
Adam von Aures verrät in allem was er bislang tat nichts von den Zielen, die er verfolgt. Aber er offenbarte, dass der richtige Rhodan dieses Universums durch ES manipuliert wird. Er setzt in der Erreichung seiner unbekannten Ziele auf den Rhodan aus der Enklave. Dass dieser ebenfalls manipuliert sein könnte, schrieb ich bereits. Und nun bedient sich Adam der Extremitäten von Homunk und wie der Enklaven-Rhodan in diesem Roman ausnahmsweise korrekt bemerkt, handelt Adam von Aures dann im Sinne von ES. Wer ist hier manipuliert? Entpuppt sich der Adaurest nur als Handlanger der SI?
Noch ein paar Worte zu Rhodan aus der Enklave. Die Figur begleitet uns nun schon eine Weile. Es bleibt unklar, welche Absichten die Autoren mit dieser Figur verfolgen. Dass Adam von Aures alles oder nichts sein kann, daran wird sich wohl noch lange nichts ändern. Dem Enklaven-Rhodan hätte man jedoch längst ein Profil verpassen müssen. „Dieser“ Rhodan ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Er taugt einfach zu nichts. Gebetsmühlenartig wälzt er die immer gleichen Gedanken, um dann doch seinem Herrn und Meister als treu ergebener Hund hinterherzutrotten. Tolle Gallionsfigur!
Ich hatte an diesen Roman, der die erste Zyklushälfte abschließt, keine allzu hohen Erwartungen. Dass er letztlich so schwach sein würde, überrascht jetzt doch etwas. Der Zyklus begann stark. Ein Machtvakuum durch den Abfluss der Eiris ausgelöst, schien mehrere Interessengruppen anzulocken. Die Thoogondu, die sich selbst mit dem Wesen von Wanderer auseinandergesetzt hatten. In deren Schatten eine zweite Menschheit. Die Gemeni mit ihren Sprossen und den Geschenken. Dazu kleinere Rätsel, wie Ellerts Auftauchen, ein zweiter Rhodan, der Adaurest, eine Krankheit unter den Halutern, die weitere Wandlung Bostichs. Positiv: Die Rückkehr Reginald Bulls. Und zuletzt fiel sogar das Wörtchen Genesis, das, wir erinnern uns, dem Zyklus den Namen verleiht.
Bis Heft 2930 ergaben die vorgenannten Themen sicherlich kein größeres Bild. Aber die einzelnen Puzzlestücke waren nett anzusehen. Und die Romane waren durch die Bank gut geschrieben. Dann erfolgte aus meiner Sicht ein Einbruch. Die Geschehnisse um Quinto-Center zeigten handwerkliche Schwächen, die folgende Rückkehr ins Goldene Reich geriet uninspiriert. Nur die beiden Romane der Expedition nach Thoo konnten überzeugen. Zuletzt schien man mit dem Biophoren-Thema ein Knallerthema auszupacken. Es hat nur nicht gezündet. Es ist zu wenig, mal eben Wanderer ins Solsystem zu versetzen und mal eben die These eines geheimnisvollen Schutzes des Solsystems aufzustellen. Kurz vorm Gong nochmal Bostich erwähnt und die Haluter und Vetris-Molaud. Nichts davon wird anständig verknüpft oder in einer Geschichte erzählt. Es ist einfach nur das Fallenlassen von ein paar Namen. Der Leser wird schon was draus machen.
Falsch gedacht. Der Leser erwartet eine Geschichte, eine mit roten Faden. Davon sind wir leider weit entfernt.

Perry Rhodan Comic 6 von Cross Cult

Kampf um die SOL Teil 3
Heft 5 liegt nun mittlerweile so weit in der Vergangenheit, dass jeder Versuch aussichtslos erscheint, die Handlung dieses letzten Bandes daraufhin abzuklopfen, ob die Geschichte stringent forterzählt wurde. Ich erinnere mich vage, dass im letzten Heft Atlan auftauchte, der das Siegel ebenfalls benötigte. Was daraus geworden ist? Keine Ahnung. Atlan ist jedenfalls raus und Perry will nach wie vor die Rückkehr der Bösen verhindern. Doch der Besatzung der SOL reicht es. Sie nehmen Geiseln und erpressen die Schiffsführung. Als Rhodan an Bord zurückkehrt, wird er beschossen. Irgendwie überlebt er und verbündet sich mit Gucky. Derweil erscheint Homunk (der gar nicht wie Homunk aussieht) und zerstört das Dimesexta-Triebwerk der SOL. Rhodan und Gucky schalten den Anführer der Meuterer aus. Danach gibt der Unsterbliche die SOL-Zelle 1 und das Mittelteil frei, damit die Menschen zur Milchstraße reisen können. Er selbst und seine Anhänger setzen das Siegel ein und erfüllen Homunks Auftrag. Anschließend bittet Rhodan Homunk um Reparatur des Ferntriebwerks. Der lehnt ab und nun wissen wir, warum die Reise 38 Jahre dauerte.
Beinahe ebenso lang dauerte es, diese Comics zu produzieren. Zeichnerisch ist eigentlich alles gesagt. Der Serie fehlt es an einem eigenen unverwechselbaren Stil. Wenn nicht Perry Rhodan groß auf dem TiBi prangen würde, wäre das Heft nicht von anderen Comics zu unterscheiden, die im gleichen Regal links und rechts davon, darüber und darunter stehen. Ich frage mich gerade nur, was dann die anderen Comics auszeichnet? Vielleicht sind die anderen einfach nur länger am Markt. Oder haben sie bessere Storys? Sechs Hefte über die Hilfe für Ameisen haben Perry Rhodan sicherlich nicht geholfen. Und wurden die ersten drei Hefte um einige humorvolle Elemente bereichert, war der zweite Dreier nur staubtrocken. Perry Rhodan jedenfalls verschwindet erstmal aus dem Handel. Nur der Comic natürlich. Es sei „vorerst“ der letzte Band und man mache eine „kreative“ Pause. So der O-Ton auf der 1. Umschlaginnenseite des 6. Heftes.
Ich werde die Comics nicht vermissen.

Ansichten zu Perry Rhodan Olymp Heft 4

Im Netz von Adarem – von Dietmar Schmidt – Handlung:
Perry Rhodan und sein Mitgefangener Ypheris Bogyr sind nicht die einzigen Insassen des Gefängnisses. Eine Frau namens Mahé Elesa holt die beiden aus ihrer Zelle und führt sie durch den labyrinthartigen Komplex. Auch andere Gefangene bewegen sich frei. Rhodan und Bogyr erfahren, dass innerhalb der Gefängnismauern eine Parallelwelt entstanden ist. Einige Gefangene haben sich Vorteile erarbeitet und die Wärter tolerieren das nicht nur, sie fördern das auch, denn es bringt ihnen Abwechslung. Eine graue Eminenz unter den Gefangenen ist Ebaryn. Ihm ist es gelungen, sich in die positronischen Systeme der Anlage zu hacken und sich dadurch Zugriffe auf Überwachungssysteme zu verschaffen. Selbst die Wärter wissen angeblich nicht, wo sich Ebaryn aufhält. Mahé Elesa arbeitet zuweilen mit Ebaryn zusammen. Dennoch will auch sie sich vor ihm schützen. Sie will mit den beiden Neulingen einen Bereich aufsuchen, in der Ebaryn keine Augen und Ohren hat. Doch dazu müssen Perry und Ypheris sich erst den Kode für eine Tür von einem anderen Gefangenen besorgen. Von Elesa erfahren sie den Namen ihres Gefängnisses. Adarem ist eine Gefängniswelt des Tamaniums im Hoheitsgebiet des Olymp-Komplexes. Und es soll mehr sein, als ein Gefängnis. Hier werden angeblich auch Raumschiffe entwickelt und gebaut. Perry Rhodan, der sich zur Tarnung Griff Malone nennt, erfährt auch, dass Mahé Elesa eine Prospektorin ist.
Das System von Boscyks Stern ist nach wie vor abgeriegelt. Auch das Menhandorschiff NURINX XVI darf nicht auf Olymp landen, sondern muss seine Ladung auf einem alten Flottentender löschen. Von dort erfolgt der Warentransport per Transmitter auf die Oberfläche. Die Mehandor wissen nicht, dass es Tefroder sind, die für die Blockade sorgen. Raslon, ein jüngerer Sohn des Patriarchen gerät dadurch in Schwierigkeiten. Er hat mit Wissen des Vaters und des älteren Bruders ein Geschäft eingefädelt, das nicht ganz legal ist. Er führt ein wertvolles Artefakt mit sich, das er einer Olymperin in Trade City übergeben soll. Doch der Weg ist versperrt. Sein Vater und Bruder versagen ihm die Unterstützung. Raslon muss selber zusehen, wie er in die Hauptstadt gelangt. Im Falle einer Entdeckung muss er die volle Schuld übernehmen. Der junge Mehandor schnappt sich das Kunstobjekt, einen 22 cm durchmessen Ring aus grünlichen Metall und  gelangt mittels Bestechung über den Frachttransmitter der Umschlagstation nach Trade City. Im Frachtbereich wird er von einer Patrouille attackiert. Mit Hilfe eines Olymper namens Mikal entkommt er den Sicherheitskräften. Er erfährt, dass die Tefroder den Planeten besetzt haben. Und wird von Mikal zu einer Widerstandsgruppensitzung mitgenommen. Dort entbrennt eine wilde Diskussion, bis plötzlich eine geheimnisvolle Frau namens Derin Paca auftaucht, das Wort ergreift und behauptet, dass nun Taten folgen müssen. Sie könne eine Gruppe in den Palast des Kaisers bringen.
Im Shorsystem trifft die Besatzung der ETSI eine Entscheidung. Perry Rhodan ist offensichtlich nicht mehr vor Ort. Und da die Olymper einige Tefroder gefangen nahmen, hat vielleicht der Kaiser eine Antwort auf die Frage, wo sich Sichus Mann befindet. Die ETSI fliegt nach Olymp. Unterwegs setzt Sichu Dorksteiger ihre Untersuchungen an der Shoziden-Box, die wohl nicht von den Shoziden stammt, fort. Ohne Ergebnis. Im System von Boscyks Stern angekommen, muss die ETSI erkennen, dass Funk und Ortung massiv gestört werden. Ein 120 Meter Kreuzer nimmt sie ins Visier seiner Waffen. Zur gleichen Zeit hat Onara Gholad mit dem Kaiser zwei Vereinbarungen getroffen. Olymp darf wieder Waren einführen und Gholad erhält die gefangenen Tefroder, die sie natürlich nicht exekutieren wird. Sie wird sie nach Adarem bringen. Während die SHEONA auf Olymp bleibt, startet sie mit dem 200 Meter Kreuzer SHAREE. Da erhält sie die Nachricht, dass ein kleines Schiff, die ETSI, das zuvor bei Shoraz gesichtet wurde, Olymp anfliegt. Die Tefroderin vermutet die gesuchte Box an Bord und geht auf Abfangkurs. Sichu Dorksteiger bekommt das Kommando über die ETSI von Samiro Huam übertragen, der fortan als Pilot agiert. Die Ator nimmt ein Funkgespräch von Onara Gholad entgegen. Die Tefroderin behauptet, dass sich ein flüchtiger Verbrecher namens Ypheris Bogyr an Bord der ETSI befindet. Die Tefroderin gibt im Übrigen nicht zu erkennen, dass sie der Name Sichu Dorksteiger beeindruckt hat. Die Chefwissenschaftlerin hat jedoch noch ein paar Tricks auf Lager und kann in den ersten Manövern der SHAREE ausweichen. Doch irgendwann ist Sichus Trickkiste leer. Da kommt der Olymp-Kreuzer IBANI GALOA zur Hilfe und es entsteht eine Pattsituation.
In ihrem Gefängnis tauschen Rhodan, Bogyr und Elesa weitere Informationen aus. Als die Prospektorin von dem Würfel erfährt, der die Tefroder interessiert, ist es ihre Reaktion, die Rhodan erstaunt. Mit dem Ruf, sie haben ihn gefunden, versetzt Mahé Elesa dem Unsterblichen einen Faustschlag ins Gesicht und stürzt davon.

 

Rezension:
Der vierte Roman. Der vierte Autor. Und die vierte Handlungsebene. Dietmar Schmidt, der für die Miniserie Terminus debütierte, setzt die Geschehnisse der ersten Bände nahtlos fort. Dabei ist der Begriff „nahtlos“ nicht einfach nur eine Floskel, die ich hier verwende. Ich habe den Eindruck, dass die Macher Olymps Wert auf eine homogene Darstellung der einzelnen Romanhefte legen.
In den bisherigen vier Romanen ist nun kein Heft dabei, dass jetzt in irgendeiner Weise aus der Masse der anderen herausragt. Weder im positiven, noch im negativen Sinne. Es gibt keine Ausreißer. Nicht nur der Schreibstil erscheint gleichartig. Auch die Inhalte legen eine Gleichförmigkeit an den Tag, die, zumindest auf mich, etwas einschläfernd wirkt.
Die Sinne werden in dem Roman anfänglich tatsächlich nur wenig gereizt. Die bekannten Handlungsebenen aus den Romanen zuvor werden zunächst kaum vorangetrieben. Das sah dann so aus, dass sich auf Olymp im Zusammenspiel des Kaisers gegen die Tefroderin Onara Gholad nichts Neues ergab. An Bord der ETSI setzte man sich zwar zusammen und gab vor, die Shoziden-Box zu untersuchen. Man kam aber damit nicht weiter. Der dritte Handlungsfaden, jener von Perry Rhodan, entwickelte sich immerhin etwas, wenn auch gemächlich. Dem Unsterblichen präsentiert sich das Gefängnis von Adarem als eine Parallelwelt. Gefangene haben sich dort Positionen erarbeitet. Und die Wärter spielen dieses Spiel mit, bzw. begünstigen es. Dieser Plot ist nicht unbekannt. Insgesamt fehlte der Szenerie in Adarem die Würze. Die anderen Gefangenen lassen Perry und Co weitgehend in Ruhe. Die wenigen Schwierigkeiten werden schnell gelöst. Selbst die Reaktion von Mahé Elesa am Romanende haut mich nicht um. Als bekannt wurde, dass sie Prospektorin ist, lag der Zusammenhang auf der Hand. Über die Figur des Ypheris Bogyr erfahren wir nichts weiter. Sie ist zwar präsent, wird aber von den neuen Figuren aus den Aufmerksamkeitsbereich gedrängt.
Neu ist die Handlungsebene um den Mehandor Raslon, der Ware nach Olymp schmuggelt. Hier lässt sich vermuten, dass das Artefakt vielleicht mit der Box in Verbindung steht. Auch diese Ebene wirkt brav. Etwas Würze verleiht Dietmar Schmidt der Ebene Dorksteiger. Ab dem Zeitpunkt, als die ETSI vor Olymp von Onara Gholad gejagt wird, steigt ein wenig der Adrenalinspiegel. Da waren aber schon über 40 Seiten rum. Insgesamt plätschert die Olymp-Handlung so vor sich hin. Wenig spektakulär das Ganze bislang. Da bleibt der Blick schon mal an Details hängen. Beispielsweise daran, warum der Linearraum eigentlich Linearraum heißt? Die Antwort: Er lässt nur geradlinige Bewegungen zu. Wendemanöver, wie sie der Autor dem Kreuzer SHAREE andichtet, sind so nicht möglich.
Mein Fazit: Effektmäßig bietet die Geschichte zu wenig. Der Roman hat mehr Stil als Substanz. Aber dieser Stil, dieser Schreibstil, überzeugt. Die Geschichte war gut zu lesen.
Äh, Moment. Habe ich das gleiche Fazit nicht schon vor 14 Tagen geschrieben? Liegt wohl an der Homogenität.