Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2943

Monkey und der Savant – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Der Gäone Faolain Settember ist auf die IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN gekommen. Seine Pläne haben sich zerschlagen. Als er seinem Leben ein Ende setzen will, hält ihn seine Schwester davon ab. Agostina behauptet, die Wahrheit zu kennen. Sie sei freiwillig bei Monkey. Auch wenn Faolain der Situation längst nicht traut, ist er zu müde, um noch aufzubegehren. Er lässt sich gefangen nehmen. In einem abgesicherten Bereich des Schiffes lässt er sich vom Lordadmiral die Fakten zeigen.
Tage zuvor ist Quinto-Center zurückerobert und Monkey beschäftigt sich mit der GORATSCHIN. Sie ist der Schlüssel zum Verständnis der Operationen. Das Schiff ist weitgehend unter Kontrolle der USO. Gäonen dürfen sich an Bord bewegen und die Schiffssysteme warten, werden aber streng überwacht. Auch der Berater von Admiralin Dessalin, der Thoogondu Zuo, genießt noch Freiheiten. Monkey setzt dem ein Ende und lässt Zuo in Isolationshaft nehmen. Zuo behauptet, nichts über andere Angehörige seines Volkes an Bord zu wissen. Der USO-Chef ist anderer Ansicht. Er lässt einen Spezialisten zu sich rufen. Den Savant. Mamu Sondhake ist ein ungewöhnlicher Mensch. Emotionale Erinnerungen kann er entweder gar nicht oder nur für kurze Zeit im Kopf behalten. Aber auch andere Erinnerungen bleiben selten über mehrere Stunden abrufbar. Ein Implantat im Nacken unterstützt ihn und am Handgelenk trägt er eine Positronik, die er als Erinnermich-Liesel bezeichnet. Sie hilft ihm durchs Leben. Doch trotz dieser Einschränkung oder vielleicht gerade deswegen, besitzt er eine hohe Intuition, bemerkt Dinge, die anderen verborgen bleiben, verknüpft sie wie ein Detektiv und zieht daraus Schlüsse.
Bei einem Verhör mit Zuo ist Sondhake zugegen. Ihm fällt zugleich ein merkwürdiges Verhalten des Thoogondu auf. Einmal darauf aufmerksam gemacht, entdecken die USO-Spezialisten winzige Maschinen an der Kleidung des Gefangenen, die ihm wohl den Funkkontakt zu anderen Thoogondu ermöglichen. Deren Versteck kann im unteren Kugelraumer, der IWANOWITSCH, eingegrenzt werden. Erneut schickt Monkey seinen Spezialisten Mamu Sondhake los. Diesmal gibt er ihm eine Aufpasserin mit. Die USO-Agentin Klarissa Summer-Seth wird ihm zugeteilt. Sie soll seine Bewegungen überwachen und ihn unterstützen, wenn er etwas vergisst. Seine Begleiterin behagt Sondhake zunächst gar nicht. Er fühlt sich in ihrer Gegenwart unwohl. Seine Schüchternheit behindert ihn. Und auch Summer-Seth ist mit ihrem neuen Partner alles andere als glücklich. Dennoch raufen sich beide zusammen.
Der Savant schafft es erneut, aus winzigsten Hinweisen den Aufenthaltsort der Thoogondu zu ermitteln. Beim Zugriff durch USO-Spezialisten, von Monkey persönlich angeführt, wehren sich die Thoogondu erbittert. Sie werden von Balkenrobotern unterstützt, wie sie auch in den Kavernen auf dem Merkur zu sehen waren. Mehr noch, aus der Infrastruktur des Schiffes selbst werden Roboter geschaffen, sogenannte Collagen-Roboter, die an mehreren Orten des Schiffes, die schon gesichert geglaubten Stellungen der USO angreifen. Und wieder kann Sondhake wertvolle Informationen liefern. Er durchschaut die Absichten des Feindes, der viel Ablenkung schafft und identifiziert die echten Ziele. Die Thoogondu möchten die Verbindung der beiden Kugelzellen lösen. Monkey kann Admiralin Dessalin auf seine Seite ziehen, als die endlich erkennt, dass sie von Zou hintergangen wurde. Die Gäonen unterstützen die USO.
Das Schiff gerät wieder unter Kontrolle der USO. Doch der Savant ist überzeugt, dass die Thoogondu noch einen Trumpf haben. Nun schlägt die Stunde von Faolain Settember, der nach diesen Ereignissen an Bord der GORATSCHIN gekommen ist. Er täuscht eine Flucht vor, um mit den Thoogondu an Bord in Kontakt zu kommen. Die USO überwacht seine Schritte. Der Plan gelingt. Ein Thoogondu namens Samthochoon bringt den Gäonen in ihr Versteck. Faolain ist dabei im ständigen telepathischen Kontakt zu seiner Schwester. Ein weiterer, sehr alter Thoogondu namens Moothusach erscheint, der sofort die Tötung von Faolain Settember verlangt. Es kommt zum Kampf und die USO kommt zur Unterstützung. Faolain wird verletzt und Moothusach kann gefangengenommen werden. Faolain Settember hat endgültig genug. Er wechselt auf die Seite der USO.

 

Rezension:
Raumschiffe, in denen die Besatzung oder wie hier die Eroberer gegen unheimliche Bedrohungen ankämpfen müssen, sind so etwas wie ein Markenzeichen von Michael Marcus Thurner. Er entwickelt immer wieder neue Ideen, um beklemmende und gefährliche Szenarien zu schaffen. Der Autor hatte die letzten Tage der GEMMA FRISIUS geschildert, die JULES VERNE auf dem Gewissen, auf der ORION Papa Uh gegen die Besatzung gehetzt. Und nun die Thoogondu mit ihren Collagen-Robotern. Und obwohl einige der geschilderten Ereignisse in der Vergangenheit lagen und somit mit einem positiven Ausgang, zumindest für Monkey zu rechnen war, tat das der Spannung keinen Abbruch.
Ein, zwei Ungereimtheiten, wie beispielsweise ein Fehler in der Chronologie, bzw. bei einem Datum der Ereignisse, fallen bei meiner Bewertung nicht ins Gewicht. Und der Autor straft mich Lügen. Ich hatte zuletzt nicht mehr daran geglaubt, dass ich den Thoogondu und den Gäonen noch etwas abgewinnen kann. Und nun diese Geschichte, die ich richtig klasse fand. Es stimmte einfach alles. Es war ein guter, ein spannender Roman mit interessanten Figuren. Eine von ihnen war der Savant. Ein Charakter, der mich auf Anhieb überzeugte. Die beschriebenen Emotionen, echt toll getroffen. Die Details, wie die Erinnermich-Liesel, vortrefflich. So macht mir Perry Rhodan Spaß.
Das interessanteste aber an diesem Roman ist zweifellos, dass ausgerechnet ein Mensch, der unter dem Verlust von Erinnerungen leidet, den Thoogondu auf die Spur kommt, deren Lebenszweck darin zu bestehen scheint, Erinnerungen zu manipulieren. Chapeau rufe ich da!

 

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