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Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2942

Geschwisterkampf – von Hubert Haensel – Handlung:
Quinto Center ist wieder in der Hand der USO. Zusammen mit der von der USO eroberten IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN fliegt der Asteroid einem unbekannten Ziel entgegen. Noch halten sich versprengte Soldaten der Gäonen im riesigen Areal des Hauptquartiers auf. Einer von ihnen ist Faolain Settember. Der Gäone möchte seine Schwester Agostina befreien, die sich seinen Informationen nach in der Gewalt von Monkey befindet. Der Oxtorner hatte sie ausgetrickst. Telepathisch kann Faolain Agostina nicht erreichen. Sie muss in einem Bereich sein, der gut abgeschirmt ist.
Faolain Settember hat jedoch zunächst andere Probleme. Er muss dem USO-Personal und den zahlreichen Robotern aus dem Weg gehen. Hilflos muss er mit ansehen, wie andere Gäonen gefangengenommen werden. Einige Gäonen gehen nicht in Gefangenschaft, sondern töten sich selbst. Faolain richtet sich ein Versteck ein und besorgt sich Lebensmittel. In der Folge versucht er etwas über das Gefängnis seiner Schwester herauszufinden. Er kann auch nicht ausschließen, dass sie an Bord der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN gebracht wurde.
Agostina wird inzwischen von Monkey unter Druck gesetzt. Der Oxtorner lässt seine Gefangene die meiste Zeit alleine. Wenn er denn mal erscheint, verspricht er ihr, sie zu retten. Was genau darunter zu verstehen ist, sagt der Lordadmiral nicht. Diese Ungewissheit zerrt an den Nerven der Gefangenen. Schließlich zeigt ihr Monkey Aufnahmen von der Übernahme der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN. Agostina reicht das nicht. Sie will Beweise und an Bord gebracht werden. Monkey sichert das zu, wenn Agostina im Gegenzug der Menschheit helfen will und bereit ist, die Wahrheit zu akzeptieren.
Ihr Bruder muss derweil anerkennen, dass er auf Quinto-Center nichts ausrichten kann. Er ist nicht in der Lage, dort seiner Schwester zu helfen. Er will auf die IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN wechseln. Schweren Herzens legt er seine Rüstung und Waffen ab, um als normaler Terraner zu gelten. Tatsächlich kommt er so über verschiedene Stationen in Kontakt zu einem Mediker, der Ausrüstung auf das Gäonen-Schiff bringen soll. Faolain eignet sich den ID-Chip des USO-Mannes an und schafft den Sprung zum Flaggschiff. Dort jedoch fliegt sein Betrug im Hangar-Bereich auf. Nach einer kurzen Flucht wird er gestellt. Verzweifelt versucht er einen letzten telepathischen Kontakt zu seiner Schwester herzustellen. Dann setzt er sich eine Waffe an den Kopf. Plötzlich hört er ihre Stimme. Jedoch nicht telepathisch. Agostina erscheint in Begleitung Monkeys. Sie hat die Wahrheit erkannt und sie kann ihren Bruder von seinem Vorhaben abbringen.

 

Rezension:
Nachdem letzte Woche die Geschichte des ZSI in Sevcooris bereits zu den Akten gelegt wurde, scheint dies nun auch die Gäonen in der Milchstraße zu treffen. Welche Ziele deren Mission verfolgte, wird auch in diesem Roman von Hubert Haensel nicht geklärt. Die Gedanken der Settember-Zwillinge lässt der Autor in seiner Geschichte das eine oder andere Mal im Kreise drehen. Deren Hilflosigkeit übertrug sich auch auf mich, den Leser. Die Geschichte von Hubert Haensel schien ebenfalls kein Ziel zu verfolgen. Am Ende hat er zumindest eine Überläuferin geschaffen und vielleicht einen zweiten dazu.
Ansonsten blieb die Story dünn. Angesichts der geschilderten Kräfteverhältnisse hatte das Unternehmen der „besseren“ Menschen von Anfang an keine Aussicht auf Erfolg. Es sei denn, dass die mitgereisten Thoogondu noch für den einen oder anderen Aha-Effekt sorgen. Aber selbst wenn dieser eintritt, haben mich die Geschichten um die Operation der Gäonen wenig angesprochen.
Es dauerte lange, bis Faolain Settember sich konkretere Pläne ausdachte. Sein Handeln und Denken war sehr stark auf Eigensicherung bedacht. An einem bestimmten Punkt angelangt, so etwa auf Seite 37, ging er Überlegungen an, wo Monkey seine Schwester untergebracht haben könnte. Er kam zu dem Schluss, dass der Oxtorner geheime Zufluchtsorte hatte, die sonst niemand kannte. An der Stelle hätte der Gäone eigentlich die Waffen streichen müssen. Denn in den Informationsspeichern wird er zu den Zufluchtsorten keine Informationen finden. Und seine Überlegungen, die möglichen Positionen solcher Verstecke einzugrenzen, waren nett, aber hilflos. Denn der Autor hatte seine Figur in den 37 Seiten zuvor vor allem mit einer Situation konfrontiert: Quinto-Center ist groß! So groß, dass Faolain Settember sich auf Jahre verstecken könnte, ohne gefunden zu werden. Nun versucht der Gäone das Kunststück, diese Erkenntnis ad absurdum zu führen. Glücklicherweise zieht der Autor die Reißleine und bringt Bruder und Schwester auf andere Weise zusammen.
Diesem Splittervolk der Menschheit bringe ich so wenig Sympathie entgegen, wie keinem anderen. Geschichte, Motive, Auftreten und die gezeigten Figuren mag ich nicht. Woran es liegt? Sicherlich daran, dass dieses Volk manipuliert wurde. In welchem Umfang, ist nach wie vor unklar. Sind die Gedanken dieser Menschen noch frei? Betrifft die Manipulation nur bestimmte Erinnerungen? Wir wissen es nicht. Innenansichten von Figuren, wie in diesem Roman, bringen mich als Leser nicht weiter. Die Figuren bleiben unnahbar. Ob das in der Absicht der Autoren lag?