Articles for the Month of Januar 2018

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2943

Monkey und der Savant – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Der Gäone Faolain Settember ist auf die IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN gekommen. Seine Pläne haben sich zerschlagen. Als er seinem Leben ein Ende setzen will, hält ihn seine Schwester davon ab. Agostina behauptet, die Wahrheit zu kennen. Sie sei freiwillig bei Monkey. Auch wenn Faolain der Situation längst nicht traut, ist er zu müde, um noch aufzubegehren. Er lässt sich gefangen nehmen. In einem abgesicherten Bereich des Schiffes lässt er sich vom Lordadmiral die Fakten zeigen.
Tage zuvor ist Quinto-Center zurückerobert und Monkey beschäftigt sich mit der GORATSCHIN. Sie ist der Schlüssel zum Verständnis der Operationen. Das Schiff ist weitgehend unter Kontrolle der USO. Gäonen dürfen sich an Bord bewegen und die Schiffssysteme warten, werden aber streng überwacht. Auch der Berater von Admiralin Dessalin, der Thoogondu Zuo, genießt noch Freiheiten. Monkey setzt dem ein Ende und lässt Zuo in Isolationshaft nehmen. Zuo behauptet, nichts über andere Angehörige seines Volkes an Bord zu wissen. Der USO-Chef ist anderer Ansicht. Er lässt einen Spezialisten zu sich rufen. Den Savant. Mamu Sondhake ist ein ungewöhnlicher Mensch. Emotionale Erinnerungen kann er entweder gar nicht oder nur für kurze Zeit im Kopf behalten. Aber auch andere Erinnerungen bleiben selten über mehrere Stunden abrufbar. Ein Implantat im Nacken unterstützt ihn und am Handgelenk trägt er eine Positronik, die er als Erinnermich-Liesel bezeichnet. Sie hilft ihm durchs Leben. Doch trotz dieser Einschränkung oder vielleicht gerade deswegen, besitzt er eine hohe Intuition, bemerkt Dinge, die anderen verborgen bleiben, verknüpft sie wie ein Detektiv und zieht daraus Schlüsse.
Bei einem Verhör mit Zuo ist Sondhake zugegen. Ihm fällt zugleich ein merkwürdiges Verhalten des Thoogondu auf. Einmal darauf aufmerksam gemacht, entdecken die USO-Spezialisten winzige Maschinen an der Kleidung des Gefangenen, die ihm wohl den Funkkontakt zu anderen Thoogondu ermöglichen. Deren Versteck kann im unteren Kugelraumer, der IWANOWITSCH, eingegrenzt werden. Erneut schickt Monkey seinen Spezialisten Mamu Sondhake los. Diesmal gibt er ihm eine Aufpasserin mit. Die USO-Agentin Klarissa Summer-Seth wird ihm zugeteilt. Sie soll seine Bewegungen überwachen und ihn unterstützen, wenn er etwas vergisst. Seine Begleiterin behagt Sondhake zunächst gar nicht. Er fühlt sich in ihrer Gegenwart unwohl. Seine Schüchternheit behindert ihn. Und auch Summer-Seth ist mit ihrem neuen Partner alles andere als glücklich. Dennoch raufen sich beide zusammen.
Der Savant schafft es erneut, aus winzigsten Hinweisen den Aufenthaltsort der Thoogondu zu ermitteln. Beim Zugriff durch USO-Spezialisten, von Monkey persönlich angeführt, wehren sich die Thoogondu erbittert. Sie werden von Balkenrobotern unterstützt, wie sie auch in den Kavernen auf dem Merkur zu sehen waren. Mehr noch, aus der Infrastruktur des Schiffes selbst werden Roboter geschaffen, sogenannte Collagen-Roboter, die an mehreren Orten des Schiffes, die schon gesichert geglaubten Stellungen der USO angreifen. Und wieder kann Sondhake wertvolle Informationen liefern. Er durchschaut die Absichten des Feindes, der viel Ablenkung schafft und identifiziert die echten Ziele. Die Thoogondu möchten die Verbindung der beiden Kugelzellen lösen. Monkey kann Admiralin Dessalin auf seine Seite ziehen, als die endlich erkennt, dass sie von Zou hintergangen wurde. Die Gäonen unterstützen die USO.
Das Schiff gerät wieder unter Kontrolle der USO. Doch der Savant ist überzeugt, dass die Thoogondu noch einen Trumpf haben. Nun schlägt die Stunde von Faolain Settember, der nach diesen Ereignissen an Bord der GORATSCHIN gekommen ist. Er täuscht eine Flucht vor, um mit den Thoogondu an Bord in Kontakt zu kommen. Die USO überwacht seine Schritte. Der Plan gelingt. Ein Thoogondu namens Samthochoon bringt den Gäonen in ihr Versteck. Faolain ist dabei im ständigen telepathischen Kontakt zu seiner Schwester. Ein weiterer, sehr alter Thoogondu namens Moothusach erscheint, der sofort die Tötung von Faolain Settember verlangt. Es kommt zum Kampf und die USO kommt zur Unterstützung. Faolain wird verletzt und Moothusach kann gefangengenommen werden. Faolain Settember hat endgültig genug. Er wechselt auf die Seite der USO.

 

Rezension:
Raumschiffe, in denen die Besatzung oder wie hier die Eroberer gegen unheimliche Bedrohungen ankämpfen müssen, sind so etwas wie ein Markenzeichen von Michael Marcus Thurner. Er entwickelt immer wieder neue Ideen, um beklemmende und gefährliche Szenarien zu schaffen. Der Autor hatte die letzten Tage der GEMMA FRISIUS geschildert, die JULES VERNE auf dem Gewissen, auf der ORION Papa Uh gegen die Besatzung gehetzt. Und nun die Thoogondu mit ihren Collagen-Robotern. Und obwohl einige der geschilderten Ereignisse in der Vergangenheit lagen und somit mit einem positiven Ausgang, zumindest für Monkey zu rechnen war, tat das der Spannung keinen Abbruch.
Ein, zwei Ungereimtheiten, wie beispielsweise ein Fehler in der Chronologie, bzw. bei einem Datum der Ereignisse, fallen bei meiner Bewertung nicht ins Gewicht. Und der Autor straft mich Lügen. Ich hatte zuletzt nicht mehr daran geglaubt, dass ich den Thoogondu und den Gäonen noch etwas abgewinnen kann. Und nun diese Geschichte, die ich richtig klasse fand. Es stimmte einfach alles. Es war ein guter, ein spannender Roman mit interessanten Figuren. Eine von ihnen war der Savant. Ein Charakter, der mich auf Anhieb überzeugte. Die beschriebenen Emotionen, echt toll getroffen. Die Details, wie die Erinnermich-Liesel, vortrefflich. So macht mir Perry Rhodan Spaß.
Das interessanteste aber an diesem Roman ist zweifellos, dass ausgerechnet ein Mensch, der unter dem Verlust von Erinnerungen leidet, den Thoogondu auf die Spur kommt, deren Lebenszweck darin zu bestehen scheint, Erinnerungen zu manipulieren. Chapeau rufe ich da!

 

Perry Rhodan Olymp Beilage

Bilderserie zu Olymp – von Arndt Drechsler
Für Abonnenten der Mini-Serie Olymp lag dem ersten Heft eine Illustration im Format DIN A4 bei. Darin zeigt Arndt Drechsler anhand einer Bilderserie die Arbeitsschritte und Fortschritte am Titelbild zu Heft 1.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beigelegt war auch ein Poster des TiBi weitgehend ohne störende Schriftzüge. Beim Vergleich Poster – gedrucktes Heft fällt auf, dass der Heftdruck doch sehr rotstichig geworden ist. Die Farben des Posters gefallen mir besser, weil sie ausgewogener sind.

Ansichten zu Perry Rhodan Olymp Heft 1

Mysterium – von Susan Schwartz – Handlung:
Im Jahr 1550 NGZ ist der Planet Shoraz, der zum Olymp-Komplex gehört, die wichtigste archäologische Fundstätte im Gebiet der LFG. Die Wartelisten sind lang, um auf dem Planeten Ausgrabungen tätigen zu dürfen. Selbst Sichu Dorksteiger musste Monate auf eine Genehmigung warten. Sie ist von der Archäologen-Gesellschaft ABDA eingeladen worden und hält sich auf Shoraz auf. Am 01. Mai 1550 NGZ hat sie mit ihrem Team Erfolg. Sie entdecken eine versiegelte Kammer. Diese Entdeckung wird durch Ereignisse gestört. An einer anderen Forschungsstelle bricht der Boden weg und reißt viele Wissenschaftler in darunter gelegene Kavernen. Und die Hyperfunkanlage wird von einer Explosion zerstört.
Dadurch erfährt aber Perry Rhodan auf Terra von den Schwierigkeiten. Er hatte sich gerade über Funk mit seiner Ehefrau unterhalten, als der Kontakt abbrach. Er macht sich Sorgen. Rückrufe werden nicht angenommen und so versucht er es bei der zuständigen Stelle auf dem Planeten Olymp. Dort wird er mit Hinweis auf die Sandstürme, die den Funk auf Shoraz stören können, abgewimmelt. Rhodan nimmt Kontakt zur Vorstandsvorsitzenden der ABDA auf und kann sie überzeugen, ein Schiff nach Shoraz zu schicken. Gegen eine kleine Spende, die ihn als Fördermitglied in die Gesellschaft eintreten lässt, darf der Terraner mitfliegen. Und Gucky ist, ebenfalls als Sponsor, mit von der Partie. Zwar nörgelt der Ilt, dass man alles irgendwie anders hätte machen können, aber Perry Rhodan will kein Aufsehen erregen.
Zwei Tage später, am 03. Mai, erreicht der 60-Meter-Raumer ETSI das System des Sterns Shor, dessen zweiter Planet Shoraz ist. Gut 6500 Lichtjahre von der Erde und 318 Lichtjahre von Olymp entfernt. Kommandant Samiro Huam muss die Ankunft des Schiffes auf Olymp anmelden. Doch von der dortigen Kontrollstelle kommt ein ablehnender Bescheid. Auf Shoraz hat es einen Vorfall gegeben, der die höchste Sicherheitsstufe aktiviert hat. Niemand darf starten oder landen. Die ETSI kann sich den Planeten nicht nähern, weil Sonden eine Übertretung der Anweisung sofort nach Olymp melden würden. Aber die ETSI entdeckt noch etwas anderes. 30 unbekannte 120-Meter-Kugelraumer riegeln den Planeten ab.
Zufälligerweise und entgegen den Vorschriften für zivile Raumfahrzeuge hat die ETSI einen Shift mit Tarnvorrichtung an Bord. Rhodan nimmt das Geschenk an und er, Gucky, die Pilotin Dja Dibaba, Positronikspezialist Karim Balthasar, sowie Mala Tsouk und Markus Brand gehen an Bord. Der Flug nach Shoraz gelingt und sie landen auf dem kleinen Raumhafen in der Nähe der Forschungsstätte. Shoraz ist ein marsgroßer Wüstenplanet mit dünner Atmosphäre und kaum Vegetation. Ein Prospektorenschiff hat vor 50 Jahren durch Zufall eine Grabanlage der Shoziden gefunden, die sechs Millionen Jahre alt ist. Von den Shoziden ist bekannt, dass die letzten Angehörigen schon vor Jahrhunderten die Milchstraße verlassen haben. Sieben Millionen Jahre zuvor hatten sie für die Schutzherren gegen die Kybb gekämpft und verloren.
Rhodan meldet den Erfolg der Landung an die ETSI dann gehen er und die anderen zur Wabensiedlung, wo die Forscher untergebracht sind. Ein Mitarbeiter namens Ephrem ist der erste, auf den sie treffen. Er berichtet vom Einsturz einer Anlage in der Nähe des Ringraumerwracks der Shoziden. Perry und sein Team machen sich unverzüglich an den Abstieg und erreichen den Unglücksort. Dort sind alle mit der Bergung von Verletzten beschäftigt und der Suche nach Überlebenden. Sichu Dorksteiger ist unter ihnen und unverletzt. Während das Team von Rhodan seine Hilfe anbietet nimmt Sichu ihren Mann und Gucky mit in das Zentrallabor. Sie zeigt einen metallenen Behälter mit Shoziden-Symbolen, mit dem alles angefangen hat und berichtet von den Ausgrabungen. Sie hat einen Assistenten namens Ypheris Bogyr, der zwar keine wissenschaftliche Laufbahn vorweisen kann, aber dennoch großes Wissen besitzt. Sichus Hauptaufgabe war zunächst die Entschlüsselung zweier Datenkristalle, die bereits vor 50 Jahren gefunden wurden. Sie enthalten die Geschichte eines Transports der Shoziden, die nach Arphonie unterwegs waren und Kulturschätze aus der ganzen Galaxis vor den Kybb in Sicherheit bringen wollten. Doch der Transport wurde angegriffen und die wenigen Raumschiffe, die den Angriff überstanden, havarierten auf Shoraz. Die wenigen Überlebenden errichteten ein Museum mit den Schätzen, die sie an Bord hatten und da sie nur wenige waren und der Planet lebensfeindlich, starben sie aus. Der letzte Shozide zog sich in einer Grabkammer zurück und starb dort. Die Shoziden-Box lag bei ihm. Das war Dorksteigers Fund. Von der Box geht eine seltsame Strahlung aus. Ypheris Bogyr wurde davon mehrmals ohnmächtig und andere klagen über Beschwerden. Auch Gucky fühlt sich nicht wohl in der Nähe der Box. Sichu berichtet, dass einer der Kristalle ein Verzeichnis der Exponate enthält, das als Teil Eins bezeichnet wird. Der Zweite Kristall sei aber nicht Teil Zwei.
Die Besatzung der ETSI, die Perry begleiteten haben inzwischen Überlebende bergen können und auch angefangen den Hyperfunksender zu reparieren. Das Sendeprotokoll weist einen Funkspruch aus, der unmittelbar vor der Explosion an einen Punkt in der Nähe von Olymp gesendet wurde. Danach begannen die Vorkommnisse.
Vierter Mai 1550 auf Olymp. Es regiert Beryn Mogaw. Der Argyris erwartet einen hohen diplomatischen Gast. Dem treuen Diener Talin Buff ist das egal. Der Rospaner ist seinem Kaiser treu ergeben, weil der ihn Jahrzehnte zuvor aus einem Waisenhaus „gerettet“ hat. Ihm, der ein wenig einfältig ist, vertraut der Kaiser alles an. Das Gerede der Leute ist Buff egal. Der Kaiser hat sich an die Macht geputscht und das vorherige Kaiserpaar verdrängt. Handelshäuser und Lobbyisten stehen hinter ihm. 1525 NGZ hat Mogaw bereits Kontakt zum Tamanium aufgenommen. Er will eine Übernahme des Olymp-Komplexes durch die Tefroder. Die heimliche Übernahme wird seit 25 Jahren vorbereitet.
Zusammen mit dem Protokollchef empfängt Talin Buff die beiden Gäste, die per Transmitter von dem 2000-Meter-Kugelraumer SHEONA, der unweit von Olymp steht, auf den Planeten kommen. Es ist Botschafter Zogef Rabild in Begleitung von Onara Gholad, der Kommandantin der SHEONA. Nach dem rauschenden Fest, das Mogaw für seine Gäste gibt, ziehen sie sich zurück, um die Verträge zu unterschreiben. Während eines Disputs kippt Rabild plötzlich um und ist kurz darauf tot. Gholad beschuldigt den Kaiser, Rabild ermordet zu haben. Sie lässt den Leichnam auf die SHEONA bringen und dort obduzieren. Onara Gholad hat sich selbst viel versprochen. Sie will Tamrätin von Olymp werden.
Die Obduktion erbringt, dass ein Kontaktgift an der Kleidung zum Tod des Botschafters geführt hat. Jemand muss vor längerer Zeit bereits Zugang zur Schneiderei gehabt haben, denn die Kleidung wurde speziell angefertigt. Der Täter hat aber auch einen Fehler gemacht. Er hat DNA-Spuren hinterlassen. Onara Gholad wendet sich an die 30 Schiffe um Shoraz. Sie haben den Auftrag, Ypheris Bogyr, auf den die DNA passt, und der sich nach letzten Informationen als Forscher getarnt auf Shoraz aufhält, festnehmen. Ypheris Bogyr ist ein flüchtiger terranischer Geheimagent.

 

Rezension:
Mit dem Roman „Mysterium“ eröffnet Susan Schwartz die Mini-Serie „Olymp“, für die sie auch die Exposés verfasst. Wie andere Mini-Serien des Verlags ist Olymp auf 12 Hefte konzipiert und in sich abgeschlossen. Die äußere Aufmachung lehnt sich an dem Erscheinungsbild von Terminus an. Der Schriftzug Perry Rhodan kommt nach wie vor im typischen Layout daher, wird aber direkt in weiß auf das Titelbild gedruckt und der Name der Mini-Serie wird von zwei Balken mit silbergrauen Farbverlauf gesäumt. Die Titelbilder werden allesamt von Arndt Drechsler gezeichnet. Der Edition liegt ein DIN-A 4 Umschlag mit Poster und einer Bilderserie bei. Darin wird der Entwicklungsprozess des ersten Titelbildes erläutert.
Die Geschichte verfolgt zwei Handlungsfäden. Der eine beschäftigt sich mit den Ausgrabungen und dem zur Hilfe eilenden Perry Rhodan. Der andere Plot spielt auf Olymp und beschäftigt sich mit der Übernahme des kleinen aber wichtigen Sternenreichs durch die Tefroder.
Der Roman schildert die Figuren direkter, näher als in den aktuellen Heften der Hauptserie. Dort werden die Protagonisten äußerlich beschrieben, charakterisiert und aus einer gewissen Distanz begleitet. Susan Schwartz hält sich nicht zu lange mit solchen Beschreibungen auf. Ihre Figuren graben, hämmern, unterhalten sich, tätigen Funksprüche etc. Und sie sind bürokratisch. Das fand ich nur teilweise witzig, obwohl es nicht zu sehr verkrampft daherkam.
Die unvermeidlichen Hintergründe des Perry Rhodan-Kosmos hält die Autorin knapp. Zumindest anfänglich. Als langjähriger Leser fällt es mir immer schwer zu beurteilen, wie ein Neuleser mit den Informationen zurechtkommt. Aber ich fand es gut, wie die Geschichte zunächst aufgebaut wurde. Später dann, als es um das Tamanium und um Olymp ging, musste die Autorin dann doch ein paar Ausflüge in die aktuelle Milchstraßensituation des Jahres 1550 machen. Die Übernahme der Regierung und die Situation auf Olymp werden ebenfalls kurz beschrieben. Kaum vorstellbar, wie das funktionieren konnte. Und noch weniger vorstellbar, wie eine Übernahme der Tefroder, ohne dass das Volk das mitbekommt, vonstattengehen könnte.
Die Sprache ist einfacher und vor allem freimütiger. Ein Beispiel: Im Roman bricht der Kontakt zwischen Perry Rhodan und seiner Frau ab. In der Hauptserie würde beschrieben werden, wie der Unsterbliche auf seine Erfahrung bauend die Angelegenheit seltsam finden würde. Seine Instinkte, das etwas nicht stimmt, würden geweckt werden. In Olymp schreibt Susan Schwartz dazu, dass bei Rhodan der besondere Sinn inzwischen ein Arsenal an Glocken, Gongs, Pfeifen und Trommeln läuten würde. Die Sprache ist teils offener.
Etwas irritiert mich der private Situation Rhodans. Er ist verheiratet, hält das aber geheim. Da sollte im 52. Jahrhundert doch etwas mehr Toleranz gefordert sein, oder warum sollte der Held das geheim halten sollen? Wo doch die Einleitung mal wieder von der Ära des Friedens spricht. Etwas seltsam auch der Gegensatz zur Erstauflage. Dort sind Rhodan und Gucky bekannt wie bunte Hunde. Jedes Kind auf jedem Hinterwäldlerplaneten kennt die beiden Unsterblichen. In Olymp ist Perry Rhodan einer unter vielen und Gucky kennt niemand an Bord der ETSI. Alles Terraner wohlgemerkt.
Die Geschichte verströmte eine gewisse legere Atmosphäre. Nicht in allen Kapiteln, aber hin und wieder wirkt die Geschichte weniger wie ein Abenteuer als vielmehr wie ein gut einstudiertes Bühnenstück. Alle kennen ihre Rolle und handeln so, wie es im Script steht. Das ist ein merkwürdiger Eindruck, den ich von dem Roman gewonnen habe.
Mein Fazit: Das richtige Gespür für die Serie habe ich durch diesen Roman noch nicht gewinnen können. Den archäologischen Ansatz fand ich gut. Die Verknüpfung mit Geheimagenten bringt Brisanz ins Spiel. Die Politik hätte außen vor bleiben können.