Articles for the Month of Januar 2018

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2945

Herr der Schutzgeister – von Susan Schwartz – Handlung:
Ende November 1551 NGZ ist die RAS TSCHUBAI abflugbereit. Perry Rhodan hat seine Rede an die Bürger des ZSI gehalten. Aber noch fliegt das Riesenschiff nicht los. Der Unsterbliche befürchtet, dass der Heimflug sabotiert werden könnte. Denn der Herr der Schutzgeister, der Barong, ist noch immer nicht identifiziert und gefasst worden. Sichu Dorksteiger forscht weiter an den geheimnisvollen Holzkästchen, die nach ihren Erkenntnissen Signale aus dem UHF- und SHF-Spektrum annehmen und obwohl die Kästchen leer sind, auch entnehmen können.
Derweil geht Täller, der den letzten Anschlag des Barong verhindern konnte, wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Er besucht Ogygia, das riesige Biotop des Schiffes. Hier halten sich auch zumeist diejenigen Besatzungsmitglieder auf, zu denen der junge Mandaame inzwischen ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Der Ganymedaner Kek Chamowitsch, der Biotop-Moderator gehört zu ihnen. Täller trifft auch Schota Pataraia und seinen Teampartner Iava, einen Posbi. Die beiden haben für das Zellplasma, das in verschiedenen Komponenten des Schiffes benötigt wird, eine neue Nährlösung kreiert. Vierter im Bunde ist Anubyd Tesson. Der Chemiker ist schweigsam und dem Jungen etwas unheimlich.
Perry Rhodan ist nach Aponte zurückgekehrt und trifft sich mit der Solastratorin und dem Thoogondu Doomadh. Er erzählt Doomadh von der HaLem-Armee und den Robotern, die dort auftauchten. Der ehemalige Mentor räumt ein, dass die Beschreibung auf gondische Roboter hindeute. Er verneint aber, dass Gondu Narashim etwas mit dem Angriff zu tun habe. Doomadh kontaktiert den Gondu und bestätigt, dass der nichts von der HaLem-Armee und gondischen Robotern weiß. Die beiden Statuen an Bord der RAS TSCHUBAI will Rhodan den Thoogondu aber nicht überlassen. Das ZSI bekommt sie zur weiteren Untersuchung. Doomadh berichtet auch, dass der Gondu ihm mitteilte, dass die Beweise im Prozess gegen Vogel Ziellos manipuliert wurden. Die Anklage wurde fallengelassen. Die Ziele der Manipulatoren sind dem Gondu unbekannt.
Auf der RAS TSCHUBAI sind Teams unter der Leitung von Sicherheitschef Klavs Luetyens gebildet worden. Sie sollen dem Barong auf die Spur kommen. Täller ist mit Gucky auch dabei. Der Kreis der Verdächtigen kann eingeschränkt werden. Die Teams sollen die Personen unter die Lupe nehmen. Und Gucky verspricht, ein Auge auf Täller zu haben. Und der Junge stürzt sich gleich ins Abenteuer, als er von Kek Chamowitsch mitgenommen wird. Der zeigt Täller in seinem Versteck, einen sogenannten Stillen Raum, der nicht überwacht werden kann, ein Holzkästchen. Chamowitsch beteuert, nichts von der besonderen Bedeutung des Fundes zu wissen. Und das Kästchen ist nicht leer. Ein winziges blaues Samenkorn liegt darin. Als Täller es vorsichtig berührt, wird er gestochen. Das Kästchen fällt zu Boden und das Samenkorn heraus. Gucky, der Täller überwacht erscheint. Der Ilt entlastet Chamowitsch, der nicht der Barong ist. Aber schon ergibt sich das nächste Problem. Alle Versuche, auch solche mit Psi-Kräften, das Samenkorn zu bewegen, scheitern. Bei dem Versuch einer Schmerzteleportation hat Gucky die Vision eines riesigen Raumschiffs.
Sichu Dorksteiger rückt mit mobilen Geräten an und erkennt, dass das Samenkorn wächst. Wenn es nicht entfernt werden kann, wird es die RAS TSCHUBAI von innen zerreißen. Parallel wird das Holzkästchen kriminaltechnisch untersucht. Anubyd Tesson gerät ins Visier der Ermittler, doch der hat das Holzkästchen nur gefunden. Als er einen merkwürdigen Einfluss ausmachte, hat er es in Ogygia vergraben. Dort wurde es von Chamowitsch entdeckt, weil Tiere es ausgruben. Tesson ist nicht der Barong.
Zehn Tage später ist der Barong noch immer nicht gefasst und das Samenkorn misst einen Meter. Evakuierungsmaßnahmen werden eingeleitet. Und schon gibt es das nächste Problem. ANANSI verhält sich merkwürdig. Als Fehlerquelle wird ihr Plasma-Anteil ausgemacht, der mit unbekannten Sporen befallen ist. Der Metabolist Donn Yaradua wird hinzugezogen. Er bringt das Plasma wieder ins Gleichgewicht und heilt es. Doch nicht nur das Zentralgehirn des Schiffes ist betroffen. Auch TARAS verhalten sich aufsässig. Nicht infizierte Roboter müssen die infizierten Kollegen bekämpfen. Schließlich kommt man dahinter, dass die neue Nährlösung für das Zellplasma den Befall ausgelöst hat. Nun enttarnt sich auch der Barong. Es ist der Posbi Iava. Als er versucht, Perry Rhodan zu töten, wird er von TARAS zerstört.
Nun konzentriert sich alles auf das Samenkorn. Donn Yaradua kann das Wachstum verlangsamen. Sichu will mit einem Suspensionsalkoven das Samenkorn umschließen und dann soll Gucky das Paket per Schmerzteleportation ins All schaffen. Aus dem Samenkorn meldet sich ein Gemen. Duhadun will die RAS TSCHUBAI samt Besatzung aufnehmen, da dem Schiff auf der Heimreise große Gefahr drohe. Und Täller soll an Bord des Sprosses TÄLLER wechseln. Nach eingehender Beratung des Bordrates lehnt Perry Rhodan das ab. Der Gemen bekommt ein Ultimatum. Als es verstreicht, setzen Sichu und Gucky ihren Plan in die Tat um. Der im Alkoven suspensierte Spross wird vom Ilt erfolgreich per Schmerzteleportation ins All transportiert. Dort verschwindet der Spross spurlos.
Die RAS TSCHUBAI kann nun endlich aufbrechen. Eine letzte Ungewissheit herrscht noch bezüglich des letzten, des siebten Mitglieds der Schutzgeister. Es konnte nicht identifiziert werden. Was Rhodan und die anderen nicht wissen, es ist Dezio Gattai, der Archäologe. Er hatte die Rufe des Barong immer wahrgenommen, war ihnen aber nicht gefolgt. Er will das Schiff und die Besatzung aber unter Beobachtung halten. Vielleicht müsse er doch noch mal handeln.
Rezension:
Der Untertitel versprach einen Showdown. Und Autorin Susan Schwartz tat einiges, um dieses Versprechen zu erfüllen. In dem gut geschriebenen Roman macht sie den Leser mit dem Freundeskreis von Täller bekannt. Dieser Personenkreis entpuppte sich dann als der Kreis jener Verdächtigen, unter denen der geheimnisvolle Barong zu finden sein sollte. Falsche Spuren wurden gelegt und dann nach und nach die verdächtigen Personen gesiebt, bis schließlich der Posbi Iava als Herr der Schutzgeister identifiziert und zur Strecke gebracht wurde. Der Aufbau war zwar schnell zu durchschauen aber die Autorin konnte doch die Spannung bis zum Schluss halten, wer denn das ganze angezettelt hatte.
Zwei Faktoren beeinflussten diese Suche. Zum einen musste Susan Schwartz Aufräumarbeit betreiben und zum anderen eine Verbindung zwischen den Handlungsebenen Goldenes Reich und Gemeni herstellen.
Diese Einflüsse auf die Geschichte lockerten die Handlung um den Barong auf und sorgten für die notwendige Ablenkung. Die „Aufräumarbeit“ betraf einige Handlungselemente, die bislang nicht zu einem Abschluss gebracht worden waren. Eine Korvette, die noch unterwegs war und der Täuschung der Thoogondu diente, musste zurückgeholt werden. Die Geschehnisse um die Anklage gegen Vogel Ziellos wurden nochmals aufgegriffen und die HaLem-Armee thematisiert. Dass überhaupt Aufräumarbeit betrieben werden musste, lässt sich der Autorin nicht anlasten. Das ist der übergreifenden Zyklusstory, bzw. dessen Fortgang geschuldet. Und natürlich ist es auch nicht schlimm, dass am (vorläufigen?) Ende dieses Handlungsstranges noch etwas offen ist. Allerdings gehörten eben zwei geradezu unerhörte Vorfälle dazu, für die bislang keine Antworten gegeben wurden. Perry Rhodan hatte erst spät in dieser Handlungsebene sein anfängliches Zögern, was die Aufklärung dieser Vorfälle angeht, abgelegt. Immerhin konnte er so dem ZSI die Augen öffnen. Mehr Licht ins Dunkle der Manipulationen der Thoogondu brachte er aber auch nicht. Von daher erscheint das Fallenlassen der Anklage gegen Vogel Ziellos etwas merkwürdig. Ja, die Autoren haben daran gedacht. Nein, sie klären das nicht weiter auf. Und auch die Helden wollen nach Hause. Und so bleibt zunächst ungeklärt, ob der Gondu lügt.
In die gleiche Kerbe schlägt die Thematik der HaLem-Armee. Mittlerweile liegen die Geschehnisse dazu 46 Romane zurück. Aber ich meine mich entsinnen zu können, dass die HaLem-Armee die Köpfe bewegten, um ein Himmelsphänomen zu beobachten, das letztlich dazu diente, Rhodan nach Sevcooris zu locken. Nun behauptet der Gondu, von der HaLem-Armee nichts zu wissen, obwohl diese ja mit der Einladung in Verbindung steht. Und Rhodan hakt nicht nach. Der Held zeigt sich einmal mehr kritiklos. Dabei ist der Zeitpunkt günstig. Er steht vor dem Abflug.
Bleibt noch die Verbindung zwischen den Handlungsebenen Goldenes Reich und Gemeni. Im Herrschaftsgebiet der Thoogondu zeigt sich ein weiterer Spross. Dieses Geschehen hat mich überrascht. Positiv überrascht. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.
Ein unterhaltsamer Roman, der die bedeutendsten Ereignisse dieser Handlungsebene allerdings nicht klärt.

Ansichten zu Perry Rhodan Olymp Heft 2

Die Museumswelt – von Dennis Mathiak – Handlung:
Auf Shoraz versammelt Sichu Dorksteiger einige Wissenschaftler um sich, die ihr helfen sollen, das Geheimnis der Shoziden-Box zu lösen. Gucky macht sich derweil auf die Suche nach dem Attentäter, der die Funkanlage sabotiert hat. Perry Rhodan und die Pilotin Dja Dibaba wollen sich darum kümmern, dass wieder Ordnung in den Komplex der Wissenschaftler einkehrt und Positronikspezialist Karim Balthasar versucht den Funk zu reparieren.
Unbemerkt landet vor dem Wabenmodul der Station ein kleines getarntes tefrodisches Schiff. Ein Trupp Raumlandesoldaten wird abgesetzt, die zum Wabenkomplex vordringen. Vorerst halten sich die Soldaten zurück. Sie wollen zunächst eine Verbindung zu ihrer Kontaktperson suchen.
Auf Olymp ist Beryn Mogaw noch immer außer sich. Er hadert mit seinem Schicksal, dass ausgerechnet der tefrodische Botschafter in seiner Nähe ermordet wurde. Vergeblich bemüht er sich um eine Verbindung zu Onara Gholad auf der SHEONA. Die lässt den Argyris zappeln. Als sie sich dann doch meldet, droht sie Mogaw wegen des Mordes harte Konsequenzen an. Während des Gesprächs erscheinen 200 tefrodische Kampfschiffe und riegeln den Planeten Olymp ab. Auf dem Planeten bleibt das nicht unbemerkt. Die Bevölkerung, in der schon lange Gerüchte kursieren, dass es Geheimverhandlungen mit dem Tamanium gibt, begehrt auf. Die freie Mediantin Piri Harper berichtet auch über die sozialen und wirtschaftlich vernachlässigten Randbezirke der Metropole. Auf den Straßen versammeln sich immer mehr Demonstranten, die zunächst friedlich gegen Beryn Mogaw skandieren. Der Argyris ist von der Entwicklung überfordert und seine Berater erweisen sich überwiegend als Dummköpfe. Unter den Demonstranten auf der Straße ist auch der Schlichter Frank Sulu. Er wird Zeuge, wie sich gezielt Gegendemonstranten unter die friedlichen Bürger mischen und die Stimmung aufheizen. Polizeidrohnen greifen nun auch ein. Piri Harper wird verletzt und Frank Sulu trägt zu ihrer Rettung bei. Er überlegt, wie er sich einbringen kann, um die Situation zu verbessern. Ihn interessiert, was aus Martynas Deborin und Indrè Capablanca geworden ist, die man lange nicht mehr gesehen hat.
Die Shoziden-Box gibt noch immer UHF-Hyperemissionen ab. Die Strahlung scheint die Gruppe der Wissenschaftler unterschiedlich zu beeinflussen. Justin Hartmann, ein Experte für Legierungen schwitzt, Ailyn Szamaar ist sehr still, Ypheris Bogyr ist eher intrigant und der Jülziish Tygüül verspottet die Anwesenden. Immerhin ist es der Jülziish, der mit Hilfe einer Sprachdatenbank zur Entschlüsselung der Symbole auf der Box beitragen kann. Es ergibt sich ein Text, der dem Finder ein Geschenk verspricht. Doch nur, wer die Folge errechnet, öffnet den Schatz. Um sich besser vor der Strahlung zu schützen, werden Schutzschirme und Parafallen installiert. Schließlich kann Sichu Dorksteiger mit Hilfe der Positronik die verschiedenen Zeichen auf der Box in der richtigen Reihenfolge betätigen. Die Box klappt auf und enthüllt einen weiteren Würfel von etwa 10 cm Kantenlange. Nun schlägt die Stunde der Verräterin. Ailyn Szamaar legt ein Fesselfeld um Sichu und die anderen und schnappt sich die Shoziden-Box. Sichu ruft telepathisch um Hilfe, da nun auch tefrodische Soldaten ins Labor eindringen
Auch Gucky hat Probleme mit seinen Parafähigkeiten. Dennoch espert er die Tefroder und Sichus Gedanken und alarmiert Perry Rhodan. Gucky springt ins Labor, wo sich die Ereignisse überschlagen. Die Tefroder wollen nämlich auch Ypheris Bogyr mitnehmen. Das wird vom Mausbiber vereitelt. Er schaltet die Soldaten aus, befreit Sichu und schnappt sich die Box. Ypheris Bogyr setzt sich ab und auch Ailyn Szamaar kann fliehen. Die Teleportation mit der Box schlägt fehl und Gucky landet im unterirdischen Museumsbereich. Sichu Dorksteiger, die Wissenschaftler und das Team von der ETSI schlagen sich zum Shift durch. Perry Rhodan macht sich auf die Suche nach Ypheris Bogyr. Über einen Rafferspruch von der ETSI weiß er, dass Olymp abgeriegelt wurde und dass Ypheris Bogyr als Geheimagent gesucht wird. Gucky findet den Weg zurück, schaltet ein paar tefrodische Soldaten aus, bevor er zusammen mit Perry Rhodan den gesuchten Ypheris Bogyr stellen kann. Gucky teleportiert zuerst die Shoziden-Box in den Shift. Als er zurückspringt sind Perry Rhodan und Ypheris Bogyr verschwunden. Der Ilt ist am Ende seiner Kräfte und springt wieder in den Shift. Dort bricht er zusammen. Dorksteiger setzt Kurs zur ETSI.
Auf der SHEONA trifft Ailyn Szamaar ein. Sie berichtet Onara Gholad, dass sie den Mutaktor nicht mitbringen konnte. Gholad ist nicht zufrieden und ihre Laune bessert sich erst als Szamaar von anderen Dingen auf Shoraz berichtet. Dennoch wird Gholad die Agentin bestrafen.
Auf Shoraz kommt Perry Rhodan an einem unbekannten Ort zu Bewusstsein, bevor er das selbige gleich darauf wieder verliert.
Rezension:
Der zweite Band zeigt noch deutlicher als der Auftaktroman vor zwei Wochen, welchen Stil die Mini-Serie Olymp verfolgt. Die äußere Aufmachung hebt sich bereits von den Heften der Hauptserie ab. Das Titelmotiv wird von einem düsteren Rot beherrscht. Ein zentrales Objekt wird in den Mittelpunkt gerückt und der Hintergrund zeigt sich detailarm. Keine Frage, die Hefte fallen auf. Das ist sicherlich der Hauptzweck der gewählten Aufmachung.
Aber auch textlich unterscheidet sich Olymp von der Hauptserie. Den Begriff „hebt sich ab“ will ich dabei aber nicht noch mal bemühen. Denn sprachlich wird nichts abgesetzt. Schon gar nicht nach oben. Die Sprache ist reduziert. Sie ist schlichter. Das drückt sich in den Dialogen aus, in der Charakterisierung der Figuren, in den Beschreibungen der Schauplätze. Einfach in allem. Dem Handlungsort Olymp kann ich nach wie vor nichts abgewinnen. In der Hauptserie waren bis vor wenigen Jahren Kaiser Martynas Deborin- und Kaiserin Indrè Capablanca auf der Freihandelswelt zugange. Der jetzige Argyris, Beryn Mogaw, wirkt gegen die Charaktere der Hauptserie wie ein drittklassiger Schauspieler einer ebenso drittklassigen Billig-Trivid-Produktion.
Den „Einlagen“ Beryn Mogaws haftet etwas Komödiantenhaftes an. Eigentlich ist es mehr Slapstick. Die Figur läuft lautstark lamentierend durch den Palast, beklagt das eigene Schicksal und entlässt in kurzer Folge fünf Frauen und Männer, weil diese keine Funkverbindung zur Kommandantin der SHEONA herstellen können. Sein buckeliger Diener wird hin und wieder getätschelt. Seine Berater tituliert er als dämlich, den ermordeten Botschafter der Tefroder als bekloppt und als Idiot. Der Argyris schwingt einen Hammer, mit denen er anderen den Schädel einschlagen möchte. Pausenlos feuert er Personal. Das Volk ist der Pöbel und so weiter und so weiter.
Wie sehr viel anders doch Indrè Capablanca und ihr Gemahl auftraten. Siehe die Romane 2787, 2806, 2836 und 2837 der Hauptserie. Das war niveauvoll. Olymp sackt dagegen ab. Selbst der Autor schreibt es, als er die Zustände auf Olymp aus Sicht seiner Figur Frank Sulu beschreibt. Die Extravaganz ist der Geschmacklosigkeit gewichen, heißt es an einer Stelle.
Gut gezeichnete Figuren sind die Mediantin und der Schlichter. Auch die, von der Box vielleicht beeinflusste Gruppe um Dorksteiger, konnte mich in einigen Szenen überzeugen.
Und was macht eigentlich Perry Rhodan in der Geschichte? Nicht viel. Er gibt Anweisungen, die eigentlich seine Frau Sichu Dorksteiger schon so formuliert hatte. Dann verschwindet er von der Bildfläche. Später taucht er auf, um sich zu verstecken. Hinter einem Klimagerät. Dort verbringt der Unsterbliche zusammengekauert den größten Teil der Geschichte. Zweimal verlässt er die Deckung. Zuerst, als seine Frau mit den Wissenschaftlern vorbeikommt um in Richtung des schützenden Shifts zu eilen. Und ein zweites Mal, als Gucky wieder auftaucht, der die Shoziden-Box an sich genommen hat. Eigentlich will sich Perry die ganze Zeit auf die Suche nach Ypheris Bogyr machen. Aber das Klimagerät scheint ihm zu gefallen. Ganz am Ende verlässt der Held dann doch noch die Deckung. Mit Gucky stellt er Bogyr. Was dann geschieht, erfahren wir nicht.
Bleibt mir noch auf ein Stilelement hinzuweisen, das mir auch nicht so recht gefallen will. Die Personen führen nämlich Selbstgespräche. Wäre es nur eine Figur, die der Autor so auftreten ließe, könnte ich das als Eigenart akzeptieren. Nur sind die meist gemurmelt hervorgebrachten Sätze keine Eigenart der jeweiligen Protagonisten sondern der Autor versucht darüber einen Informationsstand an den Leser zu vermitteln. Das ist nicht besonders elegant.
Mein Eindruck: Anspruchslose Unterhaltung.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2944

Moothusachs Schatz – von Leo Lukas – Handlung:
An Bord der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN haben Monkey und die USO, wie es scheint, die letzten Thoogondu stellen können, die sich an Bord versteckt hielten. Auf Druck des Lordadmirals gewährt Moothusach, ein sehr alter Vertreter seines Volkes, Zugang zum letzten Versteck. Monkey und die USO-Spezialistin Corona Fermatricz sehen sich dort um. Kernstück der Anlage ist eine Neurotronik. In dieser hat Moothusach seinen Lebensweg abgespeichert.
Geboren wurde Moothusach auf einer unbedeutenden Welt in Sevcooris. Seine Mutter war Anführerin einer Gruppe von Esoterikern, die nach langem Kampf die Erlaubnis bekam, mit ihresgleichen eine eigene Kolonie gründen zu dürfen. Kaum gelandet, wurde Moothusach geboren. Der Bewegung seiner Mutter konnte der Heranwachsende nichts abgewinnen. Ihnen interessierte mehr die Mathematik. Moothusach hatte einen schweren Stand. Eines Tages schickte ihn sein Vater weg, der als einziger erkannte, wie sehr sich sein Sohn quälte.
An Bord eines Versorgungsschiffes verließ Moothusach seine Heimat. In einem Forschungskral fand er Aufnahme und führte Hilfsdienste aus. Die Wissenschaftler dort beschäftigten sich mit Neurotroniken, den fortschrittlichsten künstlichen Intelligenzen im Goldenen Reich. Einige der Neurotroniken waren sich ihrer selbst bewusst. Eines Tages besuchte der Großmeister Kortoo die Forschungsgemeinschaft. Er war der Mentor einer sich selbst bewussten Neurotronik namens Rokaanon. Mentoren, die selbst derartige perfekte Rechenmaschinen schufen, durften sie nach sich benennen. Kortoo ernannte Moothusach zu einen seiner Mitarbeiter. Moothusach erhielt Einblick in die drei Hierarchieebenen, die Grundgesetze einer Neurotronik. Nach Jahren, die sich Kortoos Team mit Rokaanon beschäftigte, erhielt der Mentor den Auftrag, eine neue Neurotronik zu schaffen. Nach Jahren der Arbeit entstand Kortoo. Wie alle Neurotroniken enthielt sie speziell gezüchtetes biologisches Material, das von einem Kollektivwesen einer Extremwelt abgeleitet wurde. Das psionisch aktive Neurofungi wurde mit Plasma kombiniert. Höhepunkt der Initialisierung der Neurotronik war die Hinzugabe des Hooris-Spiegels. Der sechsdimensionale Anteil der Kristalle verlieh der Neurotronik ihr pseudo-individuelles Selbstbewusstsein.
Moothusach hatte über die Jahre so viel gelernt, dass er sich nun ein eigenes Ziel setzte. Auch er wollte eine Neurotronik schaffen, die seinen Namen trug. Wieder viele Jahre später erfüllte sich sein Traum. Ihn störte nicht, dass der Auftrag vom Militär kam. Allerdings hatte er einen Konkurrenten. Muraabod entstammte einer angesehenen Familie, war jung, voller Ehrgeiz und ein brillanter Geist. Dennoch konnte Moothusach sich durchsetzen und Muraabod wurde sein Mitarbeiter. Sie schufen die Neurotronik Moothusach.
Das Militär brachte die gerade geschaffene Maschine samt Team zur IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN. Derlei Ereignisse gingen weitgehend an der Wahrnehmung Moothusachs vorbei, der sich sehr viel mit seiner Neurotronik beschäftigte. Dadurch konnte Muraabod sich durchsetzen und die Leitung übernehmen. Moothusach wurde zu seinem Mitarbeiter degradiert. Anders als Moothusach, sah Muraabod in den Neurotroniken auch eine Gefahr. Er drängte darauf, Sicherheitsmaßnahmen einzubauen, damit sich die Rechenmaschinen nicht eines Tages gegen ihre Erbauer wenden könnten. So wurde es auch gemacht. Auf ein Kodewort hin, würde Kortoo sich abschalten.
Die Thoogondu machten den Flug zur Milchstraße mit. Die Eroberung des USO-Stützpunktes im Rahmen des Projekts Q-Zündung und das Scheitern der Aktion bekamen sie hautnah mit. Nun ist es Muraabods Absicht, die sensiblen Daten in der Neurotronik vor dem Feind zu schützen. Die Terraner dürfen nicht erfahren, dass eine Flotte des Goldenen Reichs mit 4000 Schiffen in der Milchstraße seit 1538 NGZ unentdeckt operiert.
Als Monkey, Fermatricz und Moothusach sich der Neurotronik nähern, kommt es zum Kampf. Wieder werden die Collagen-Roboter aktiv, doch Monkey kann sie ausschalten. Muraabod wird von Moothusach erschossen, der sein Lebenswerk in Gefahr sieht. Denn Muraabod hat den Befehl zur Selbstzerstörung der Neurotronik gegeben. Moothusach kann das verhindern, indem er den Hooris-Spiegel in Moothusach vereist. Die Neurotronik geht in einen Tiefschlaf. Wie schon zuvor die Settember-Zwillinge wechselt auch Moothusach die Seiten. Er will versuchen, für Monkey Datenpakete aus seiner Neurotronik zu sichern.
Rezension:
Mit Trippelschritten nähert sich der Zyklus der Halbzeit. Und noch immer ist nicht klar, was sich hinter dem Begriff Genesis verbirgt. Blieb die Zyklusgeschichte anfangs von dem üblichen Bedrohungsszenario weitgehend verschont, wird in diesem Heft nun eine Flotte des Goldenen Reichs erwähnt, die seit Jahren in der Milchstraße operiert. Und auch die Absichten, nämlich das Goldene Reich auszudehnen, werden formuliert. Nun würden 4000 Schiffe, selbst die größten Einheiten des Gondunat, nicht ausreichen, um die Galaktiker zu beeindrucken. Allerdings hatten die Thoogondu auch noch den Gravitationssuspensor entwickelt. Womöglich wurden Sterne in der Milchstraße so manipuliert, dass sich eine große Erpressung starten lässt. Dann hätten wir, wenngleich zeitverzögert, doch noch das Bedrohungsszenario. Das ich im Übrigen nicht vermisst habe.
Doch zunächst entwickelte sich die Geschichte von Leo Lukas in eine andere Richtung. Eigentlich lief die Geschichte sogar in verschiedene Richtungen. Am Anfang stand die Lebensgeschichte eines Thoogondu. Wir erfahren den Werdegang von Moothusach. In der Sprache, die Leo Lukas dabei verwendete, wurde jede Exotik im Umgang mit diesen Fremdwesen, wie sie bislang praktiziert wurde, zu den Akten gelegt. Das ist nicht schlimm. Früher oder später kommt sowieso der Zeitpunkt, an dem ein Fremdvolk das „Fremde“ im Namen verliert. Und der Stil von Leo Lukas machte das auf amüsant-ironische Art.
Nachdem sich der junge Thoogondu die ersten Sporen verdient hatte, avancierte er mit anderen zu einer Art Frankenstein. Jedenfalls musste ich öfters an diese berühmte Geschichte denken. Schließlich wird das „Monster“ zum Leben erweckt. Die Mentoren spielen Gott. Gleichzeitig bekam die Geschichte eine Richtung, in der auch viele Geschichten von Isaac Asimov angesiedelt sind. Die Hierarchieebenen sind das Pendant zu den drei Gesetzen der Robotik.
An der Stelle angelangt, hatte die Story die eine oder andere Länge. Der Autor setzt ein Mosaiksteinchen an das andere, aber etwas langatmig. Hier konnte ich mir ein Gähnen, hinter vorgehaltener Hand selbstverständlich, nicht verkneifen.
Dann gewann die Geschichte wieder an Fahrt. Und schlägt unvermittelt die Richtung ein, deren Bild sich bei mir auch schon gebildet hatte. In einem Nebensatz wird die hypnosuggestive Eigenschaft des biologischen Anteils der Rechenmaschinen erwähnt. Und die Fähigkeit, sich zu vernetzen. Auch die Neurotroniken sind vernetzt und kommunizieren in einer Sprache, die der Kontrolle der Erbauer entglitten ist. Ein wenig schlug die Geschichte also auch den Weg in die Richtung ein, dass künstliche Intelligenz sich über ihre Erschaffer erhebt. Oder es bereits getan hat und die Handlungen des Gondu und seines Volkes werden bereits von den Neurotroniken gesteuert.
Das Ende des Romans sehe ich zwiespältig. Denn ich sehe Muraabod, der die Neurotronik abschaltet, nicht als Feind. Allerdings hat er sie nicht aus den Gründen abgeschaltet, die ihn ursprünglich antrieben. Er wollte nicht sich und andere vor der KI schützen, sondern ihm ging es dann nur noch um die Daten, die nicht an die Galaktiker fallen sollten.
Die Geschichte zeigt verschiedene interessante Tendenzen. Mal sehen, in welche Richtung es geht.