Articles for the Month of Dezember 2017

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2939

Mnemo-Schock – von Michelle Stern – Handlung:
In Aponte, der Hauptstadt von Gäon, wird die Anwesenheit der RAS TSCHUBAI mit Perry Rhodan an Bord zunehmend kritisch betrachtet. Sehr zur Freude von Arbo Perikles Dannan. Dem Admiral und Oberkommandierenden der Raumflotte des Zweiten Solaren Imperiums kommt die Stimmung des Volkes sehr gelegen. Noch dazu, dass sich Cassandra Sommerset auf dem terranischen Schiff aufhält. Er will der Bevölkerung weismachen, dass die Politikerin durch Perry Rhodan manipuliert wird. Der Admiral geht in die Offensive.
An Bord der RAS TSCHUBAI informiert Perry Rhodan seine Gäste Cassandra Sommerset und ihren Berater Syllester Ford über den Hort der Wahrheit, den Gucky und seine Enkelin erbeutet haben. Beide sind misstrauisch, wollen jedoch das Archiv kennenlernen. Sie erhalten mittels SEMT-Hauben und Guckys Hilfe einen Einblick in die Erinnerungen des Thoogondu Janduushir, der Beweise für die Geschichtsfälschungen seines Volkes zusammengetragen hat. Doch er fliegt auf. Die Nachtherolde können zumindest seine Erinnerungen speichern. Die Solastratorin ist vom Erlebten beeindruckt. Sie soll eine Entscheidung treffen, ob das Mnemo-Archiv sich dem ganzen Planeten öffnen darf.
Ein weiterer Gast ist auf dem terranischen Riesenschiff unterwegs. Es ist die Journalistin Shari Myre, die im Auftrag Dannans hinter die Kulissen schauen soll. Sie führt Interviews mit der Besatzung. Kontakte zu Gi Barr oder den Soprassiden sollen ihr jedoch nicht gestattet werden. Doch die Journalistin ist schlau. Über Täller erfährt sie von Gi Barr und macht sich ihre Gedanken. Gi Barr selbst darf sich in Begleitung von Odin Goya auf dem Schiff bewegen. Dabei macht der Gäone die Bekanntschaft von Täller. Der Soldat ist erstaunt, als er vom Schicksal des Mandaamen erfährt.
Arbo Perikles Dannan richtet ein Ultimatum an die RAS TSCHUBAI. Er schiebt Befürchtungen vor, dass Sommerset von den Terranern manipuliert werden könnte. Die Politikerin ist nach Aponte zurückzubringen. Andernfalls wird die Flotte die Heimkehr der Regierungschefin erzwingen. Die Solastratorin wendet sich mit einer Botschaft an ihr Volk. Sie wirft Dannan vor, ihre Amtsenthebung voranzutreiben und versichert, die Angelegenheiten friedlich lösen zu wollen. Sie erteilt Rhodan die Genehmigung, das Archiv zu öffnen. In Aponte ist Ursus Caerd als angeblicher Vertreter Sommersets eingesetzt worden. Er ist eine Marionette Dannans. Caerd kündigt eine Flotte der Thoogondu an, die zur Stabilität vor Ort eingesetzt werden soll. Zwei Mediker sollen an Bord der RAS TSCHUBAI geschickt werden, um die Solastratorin zu untersuchen. Die Terraner willigen ein. Das Archiv soll geöffnet werden, bevor die Thoogondu eintreffen.
Perry Rhodan bringt indessen seine Gäste mit Gi Barr zusammen. Sommerset erfährt über ihn vom Projekt Q-Zündung und der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN. Gi Barr ist von der Offenheit Perry Rhodans mehr und mehr angetan. Die Schiffsführung weiß inzwischen auch, dass Shari Myre in Kontakt zu Täller gekommen ist. Myre interviewt auch Ford und erfährt so vom Attentat auf Sommerset, das Dannan ganz anders dargestellt hat. Sie wird unsicher und geht nun ebenfalls in die Offensive. Ein Interview mit Perry Rhodan soll Klarheit bringen. Eigentlich wollte sie Perry Rhodan während der Live-Schaltung denunzieren, doch sie hält Abstand davon. Das Interview wird unterbrochen, als Gucky und seine Mitstreiter soweit sind, um das Archiv für alle Gäonen zu öffnen.
Die Bevölkerung wurde vorgewarnt, dass ein mehrere Minuten anhaltender Einfluss durch die Erinnerungen erfolgt. So kommt es dann auch. Die Erinnerungen sind für alle ein Schock. Arbo Perikles Dannan reagiert umgehend. Er wirft Rhodan vor, mit Terroristen zu paktieren. Die Flotte des ZSI geht in Angriffspositionen. Die RAS TSCHUBAI wird zur bedingungslosen Kapitulation aufgefordert. Sommerset ruft die Bevölkerung zur Ruhe auf. Sie setzt Dannan ab und fordert das Militär auf, nicht länger den Befehlen des Admirals zu folgen.
Eine Flotte der Thoogondu trifft ein. Der Thoogondu Ruogoovid, Kommandant der Pentasphäre AHAYOOTA und Befehlshaber der Flotte, will ein Kommando an Bord der RAS TSCHUBAI schicken. Rhodan lehnt dies ab. Dannan ist durch die Öffnung des Archivs überrascht worden. Aber er arbeitet an Plan B, der Rhodan das Genick brechen wird.
Rezension:
Der Roman von Michelle Stern setzt für die Geschichte um die Manipulationen von Erinnerungen nun endlich so etwas wie einen Meilenstein. Der Betrug ist bislang Inhalt jedes Romans dieser Handlungsebene gewesen. Nun wird dem Volk der Gäonen ein Schock versetzt. Mit unabsehbaren Folgen. Ist es ein heilsamer Schock oder verschlechtert sich gar Rhodans Position im ZSI dadurch?
Wie schon der Roman der Vorwoche, ist auch diese Geschichte von eher ruhiger Natur. Die Figuren und ihre Entwicklungen werden plausibel beschrieben. Hatte die Darstellung des Gäonen Gi Barr zuletzt ein für mich nicht immer nachvollziehbares Auf und Ab gehabt, zeichnet die Autorin für diese Figur hier eine Entwicklung, der ich besser folgen kann. Sie benutzt dazu auch andere Protagonisten, wie beispielsweise Täller, der zuletzt wenig Beachtung fand. Dabei werden an dem Mandaamen gleich mehrere Problemfelder dieser Handlungsebene abgearbeitet. Einerseits steht Täller für das Unrecht, das die Thoogondu mit ihrer Einladung an Rhodan verbrochen haben. Nämlich der Vernichtung seiner Heimat und seines Volkes. Und Täller erinnert im Zusammenspiel mit Gi Barr auch daran, dass die Gäonen ein Problem mit anderen Rassen haben.
Ich bin gespannt, wie das ZSI mit dem Schock umgeht.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2938

Die Union der Zehn – von Leo Lukas – Handlung:
Admiralin Shanina Sivathassam auf der BOUNT TERHERA bekommt eine Order höchster Priorität. Keine Geringerer als der Oberkommandierende der Raumflotte des Zweiten Solaren Imperiums, Arbo Perikles Dannan, gibt ihr den Auftrag, den Terranern eine Falle zu stellen. Perry Rhodan, bzw. seine nachrückenden Truppen sollen zu einer feindseligen Handlung verleitet werden. Die beiden hochrangigen Vertreter des Militärs mutmaßen, dass Perry Rhodan von ES entsandt wurde, um Sevcooris auszukundschaften. Und sicherlich werden bald weitere Schiffe der RAS TSCHUBAI folgen. Sivathassam hat auch sofort einen Plan parat. Bereits seit längerer Zeit hat ein Schiff ihrer Wachflotte ein Raumschiff der Khuluntur, die GAUGRUCH, in der Gewalt. Die Besatzung wurde mithilfe gondischer Erinnerungsmanipulation vorbereitet und dient als Köder. Einige Gäonen gehen an Bord der GAUGRUCH und verstecken sich dort. Das Schiff wird im Randgebiet von Orionsland ausgesetzt und simuliert eine fehlgeleitete Transition.
Derweil hat sich die BJO BREISKOLL von ihrem letzten Aufenthaltsort entfernt und treibt durchs All. Gucky und Donn Yaradua machen sich daran, das erbeutete Archiv der Nachtherolde zu erkunden. Sicherheitshalber wird es in ein Beiboot verfrachtet und der Zugang mit SEMT-Hauben überwacht. Das telepathische Archiv offenbart den beiden Mutanten Gedankenaufzeichnungen einer längst vergangenen Epoche. Sie werden Zeuge, wie Raumschiffe der Thoogondu die unterlegenen Schiffe der Sheoshesen angreifen. Die Thoogondu zeigen sich unbarmherzig und zerstören auch die Fluchtboote. Dann greifen die Malltynod ein. Sie sind die Gründer der Union der Zehn und eine Schutzmacht der Sheoshesen. Sie können einige Sheoshesen retten, dann erhalten die Thoogondu weitere Verstärkung. Gucky leidet unter den Eindrücken, die ihm das Archiv übermittelt. Die Erinnerungen sind sehr intensiv, als wäre der Ilt selbst dabei gewesen. Er muss häufiger eine Pause machen. Das Archiv scheint auch keine Suchfunktion zu kennen. Endlich kann der Mausbiber die zur Verfügung gestellten Gedanken besser separieren. Es ist eine Sammlung persönlicher Erfahrungen, ein Hort der Wahrheit.
Nach mehreren Sitzungen gelingt es den Wissenschaftlern der BJO BREISKOLL, die Daten, die von den SEMT-Hauben aufgezeichnet wurden, einer Sternregion zuzuordnen. Es ist ein Kugelsternhaufen, der zehntausend Lichtjahre oberhalb der Hauptebene von Sevcooris liegt. Dort war vor ca. 20.000 Jahren die Union der Zehn beheimatet. In der Gegenwart spielen die Völker von damals keine Rolle. Sie sind womöglich aus den Geschichtsbüchern des Goldenen Reichs gelöscht worden. In der Gegenwart ist der Kugelsternhaufen ein Sperrgebiet. Ein Sperrgebiet dieser Art dürfte auch Perry Rhodans Neugierde wecken. Wenn man wieder Anschluss an das Fernraumschiff gewinnen will, dann dort.
Nach 10 Tagen Flug trifft die BJO BREISKOLL vor dem Kugelsternhaufen ein und ortet nichts. Das ZSI spielt toter Mann. Bis plötzlich ein fremdes Schiff in der Nähe nach einer Transition auftaucht und diverse Probleme zu haben scheint. Obwohl Farye Sepheroa-Rhodan misstrauisch ist, lässt sie ein Beiboot mit Gucky und Donn Yaradua nach dem Rechten sehen. Die Fremden nennen sich Khuluntur und ihr Schiff ist die GAUGRUCH.
Die Terraner gehen an Bord. Beobachtet werden sie dabei von den Gäonen, die nicht schlecht staunen, unter den Gästen auch den legendären Gucky zu erkennen. Das bringt ihre Mission in Gefahr, denn zwei Mitglieder des gäonischen Einsatztrupps sind nicht mentalstabilisiert. Und Gucky braucht auch nicht lange, um die Gäonen zu entdecken. Der Ilt lässt sich nichts anmerken und die Gäonen informieren Admiralin Shanina Sivathassam an Bord der BOUNT TERHERA. Die Admiralin hat ohne das Wissen des gäonischen Teams das Schiff der Khuluntur präparieren lassen. Die Gäonin Hermin Gollop durchschaut das Spiel und warnt Gucky vor dem bevorstehenden Angriff der Gäonen. Die Terraner drehen den Spieß um. Zwar wird die GAUGRUCH zerstört, aber die meisten Khuluntur und der ZSI-Trupp können gerettet werden.
Die Admiralin gibt noch nicht auf und fordert von Farye Sepheroa-Rhodan die Auslieferung von Gucky und seiner Begleiter. Farye lehnt das ab. Die Admiralin kommt zu einem Besuch auf die BJO BREISKOLL. Der Meinungsaustausch ist kurz und unergiebig. Angeblich sind die Gerätschaften zur Gedächtnismanipulation vom Gondunat zur Verfügung gestellt worden und mit der GAUGRUCH zerstört worden. Das ZSI beherrscht diese Technologie angeblich nicht.
Beide Schiffe brechen ins Orionland auf. Am 20. November 1551 dockt der MARS-Kreuzer an der RAS TSCHUBAI an und Farye Sepheroa-Rhodan übergibt Perry Rhodan den Hort der Nachtherolde.

 

Rezension:
Leo Lukas Einstieg in die Geschichte verrät einiges über das ZSI, zumindest darüber, was das Militär denkt. Und es verrät etwas über das Bündnis ZSI und Thoogondu. Das ZSI kennt die Gründe für Rhodans Aufenthalt in ihrer Galaxis nicht und spekuliert wild drauf los. Rhodan wurde von ES nach Sevcooris geschickt, um die Galaxis für eine Basis auszukundschaften, glaubt das Militär. Altterranische Schiffe würden bald nachrücken und das ZSI legt sich am Rande seines Einflussbereiches, dem Orionland, auf die Lauer, um die Terraner abzufangen und in Misskredit zu bringen.
Das ist schon reichlich merkwürdig. Um nicht zu sagen paranoid. Über die technischen Möglichkeiten der Terraner scheint Unklarheit zu bestehen. Die RAS TSCHUBAI ist das einzige Fernraumschiff der Menschheit. Wenn die Thoogondu mehr wissen, dann teilen sie es nicht mit ihrem Bündnispartner. Aber egal. Die Terraner fliegen also aus Sicht des ZSI 111 Millionen Lichtjahre weit, um eine mögliche Basis zu errichten? Das ist schon krankhaft, wie die Militärs denken. Und sie stellen Fallen auf. Auch hier muss man sich fragen, wann sie erhoffen, dass da Terraner hineintappen. Und die so Ertappten in Misskredit bringen? Gegenüber wen? So wie sich das ZSI mit seinen Strömungen präsentiert, den Heimkehrern und den Bleibern, ist das doch gar nicht nötig. Die sind alle auf dem falschen Trip.
Nun gut, wir werden sehen, wie sich das entwickelt. Der Roman von Leo Lukas bot das, was gemeinhin wohl als seichte Unterhaltung bezeichnet werden kann. Die Figuren, die sich zuletzt bewährt haben, werden erneut eingesetzt. Weder werden diesen Figuren neue Charaktereigenschaften zugeschrieben, noch andere Entwicklungen angedichtet. Im Innenverhältnis des Schiffes unter dem Kommando von Rhodans Enkelin gibt es keine Auffälligkeiten. Im Außenverhältnis zeigt sich der „Feind“, wie eingangs erwähnt, doch ziemlich paranoid. Sein Vorhaben scheitert jedoch und wenn die den Terranern nichts untergejubelt haben, dann war es das auch.
Ein ruhiger Roman. Der nächste darf gern aufregender werden.

 

Ansichten zu NEO-Story 13 – Sachiko

Sachiko – von Michelle Stern – Inhalt:
Sachiko und Shinichi sind junge Leute, die in Tokio studieren. Beide gehen einem Studienjob nach. Shinichi ist ein schüchterner junger Mann. Gerne würde er sich mit Sachiko verabreden, doch er traut sich nicht, sie anzusprechen. Schließlich macht Sachiko den ersten Schritt und möchte mit ihm ein Konzert besuchen. Während des Gesprächs glaubt Shinichi zu halluzinieren. Seine Hand wird durchscheinend. Er führt das aber auf seine Nervosität zurück.
Beim Konzert fühlt sich Sachiko unwohl und bricht zusammen. Dabei macht Shinichi merkwürdige Beobachtungen. Shinichi wird im Krankenhaus von Sachiko um einen Gefallen gebeten. Er soll aus einem alten Botschaftsgebäude ein Instrument für sie besorgen. Auch im Krankenhaus mehren sich die mysteriösen Vorgänge und Shinichi ahnt, dass Sachiko eine Mutantin ist.
Er fährt zum angegebenen Ort und begegnet dort einem Außerirdischen. Einen Fantan, der auf der Erde zurückgelassen wurde. Sachiko war daran nicht ganz unschuldig. Shinichi steckt übergangslos im größten Abenteuer seines Lebens. Er muss mit dem Fatan umgehen und Sachiko retten, die eine Mutantin ist und von der Genesis-Krise erfasst wurde.
Rezension:
Im Rückentext der Story heißt es u.a.: Sie müssen sich beide mit der „neuen Welt“ arrangieren, in die sich die Erde verwandelt. Wie verhält man sich da in einer Gesellschaft, in der Traditionen sehr wichtig sind? Und sie müssen versuchen, die fremdartigen Fähigkeiten zu verstehen, die vorher unbekannt waren. Als ein Außerirdischer in ihrer Nähe strandet, wird die Situation für die Jugendlichen noch seltsamer: Wie gehen sie mit einem Alien um, der ausgesprochen fremdartig erscheint?
Mit den angesprochenen Traditionen füllt Michelle Stern auch das 1. Kapitel. Sie vermittelt etwas von den Wertvorstellungen der japanischen Gesellschaft und von ihren Ritualen. Das von Schüchternheit geprägte Verhältnis von Sachiko und Shinichi wird, kaum dass es begonnen hat, auf eine harte Probe gestellt. Schließlich können die jungen Leute die Probleme meistern.
Eine gut zu lesende Story, die im Rückentext viel verspricht, aber für meinen Geschmack dann nicht ganz erfüllt. Der Prolog und der Epilog haben zu wenig Bindung an die Geschichte. Der Außerirdische ist nur Beiwerk in dieser Story. Eigentlich hätte die Geschichte auch ohne den Fantan funktioniert. Und den Anteil der Genesis-Krise, die auch in der letzten Neo-Story Bestandteil war, hätte man straffen können. Also mehr Tradition im Zusammenhang mit außerirdischen Artefakten und der Überwindung der Lebenskrise, in der die beiden Studenten unversehens geraden sind.