Articles for the Month of November 2017

Ansichten zu Perry Rhodan Extra Nr. 16

Die Phantome von Epsal – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Die Geschichte ist im 16. Jahrhundert NGZ angesiedelt und spielt zwischen den Ereignissen zwischen Band 2899 und 2900 der Erstauflage. Perry Rhodan ist mit Sichu Dorksteiger verheiratet. Der Terraner reist allerdings ohne sie zum Planeten Epsal, um dort eine alte Freundin zu besuchen. Begleitet wird er von zwei Ertrusern, die ihm von Sichu als Leibwächter zur Seite gestellt wurden. Der Unsterbliche muss zunächst offizielle Termine bestreiten. Er wird vom epsalischen Residenten Juf Kantenau empfangen. Der Politiker gilt als schwach. Seit geraumer Zeit gibt es Ränkespiele im Militär Epsals mit Auswirkungen auf die Politik. Die Generalin Vilma Sankaji hat viel Unterstützung aus dem Militär und hält nicht viel von Demokratie. Rhodan absolviert die lästigen Pflichten und wird dabei vom jungen Epsaler Odin Goya unterstützt.
Derweil bereitet der Epsaler Sponzanto ein Attentat vor. Seine Auftraggeberin erwartet einen Mord von ihm. Während der Pressekonferenz hat Sponzanto die Lage beurteilt und Rhodan und seine Leibwächter analysiert. Aber er wird Unterstützung durch sechs weitere Personen haben, die nichts voneinander wissen.
Nach dem offiziellen Programm reist der Terraner in Begleitung von Juf Kantenau zum nordöstlichen Kontinent Betheny. Dort steht die Cart-Rudo-Akademie, die von Pearl TenWafer, der ehemaligen Kommandantin der LEIF ERIKSSON geleitet wird. Die Akademie besitzt einen legendären Ruf. Pearl bittet Perry um einen Gefallen. Sie möchte, dass der jetzige Jahrgang an Absolventen der Akademie in die Flotte der LFG wechselt. Rhodan soll dazu ein paar motivierende Worte an den Jahrgang richten. Während der Zeremonie starten Sponzanto und seine Leute einen Angriff. Rhodans Leibwächter sterben, Juf Kantenau kann entkommen und auch Pearl TenWafer wird ein Opfer des Attentats. Vor ihrem Tod bittet sie Rhodan darum, Epsal nicht im Stich zu lassen und keinen Offizier zu trauen. Er soll den Weißen Staat helfen und die Erbtafel suchen. Sie gibt ihm einen Schlüssel. Er soll Astonia Wolf aufsuchen und die Lahoori. Und sie macht eine letzte Bemerkung. Rhodan hat Schuld an diesen Zuständen.
Im Chaos des Anschlags hat Perry Rhodan Hilfe von Odin Goya erhalten, dem Adjutanten von TenWafer. Und ein junger Absolvent der Akademie, der Soldat Devon Konta, hat ebenfalls geholfen. Nun rückt das Militär an und Rhodan entschließt sich mit den beiden jungen Epsalern unterzutauchen und den Hinweisen TenWafers nachzugehen. Er will das Geheimnis von Epsal lüften.
Rhodans Begleiter bringen ihn vom Gelände der Akademie. Die beiden Epsaler haben zwar von den Lahoori gehört, den Phantomen von Epsal. Doch sie glauben nicht daran, dass diese Geschöpfe in den Kälteregionen des Planeten tatsächlich existieren. Sie halten die Geschichten darüber für Märchen, die man Kindern erzählt. Die drei fliegen nach Akran-City. Ein den Rekruten bekannter dubioser Geschäftsmann namens Simlov verschafft ihnen Ausrüstung und die Adresse der ominösen Astonia Wolf. Während sie noch bei Simlov sind, wird über Trivid die Absetzung Kantenaus verbreitet. Eine Militärdiktatur übernimmt das Ruder. Zu ihnen gehört auch Vilma Sankaji. Rhodan kann eine Hyperfunknachricht an eine Kommandantin der LFG senden. Die Flotte weiß nun Bescheid, dass er lebt und greift nicht ein.
Der Terraner und seine Begleiter reisen zu Astonia Wolf, die in einer seltsamen Kommune namens Karindell lebt. Unterwegs müssen sie dem Militär ausweichen und der Natur des Planeten trotzen. Rhodan Mikrogravitator gibt den Geist auf, so wie vieles an der Ausrüstung Simlovs. Aber sie erreichen Astonia Wolf. Rhodan erfährt, dass der Weiße Staat, eine Vereinigung weniger Epsaler, sich für den Schutz der Lahoori einsetzt, die auf Ashpal im Norden leben und tatsächlich existieren. Und es gibt die Obugaab, Tiere mit besonderen Fähigkeiten. Plötzlich zieht Devon Konta seine Waffe und tötet Astonia Wolf. Bevor er auch Rhodan töten kann, wird er von Odin Goya erschossen. Die beiden fliehen erneut und suchen einen Verbindungsmann von Simlov auf. Karkus Potnasce, der Verbindungsmann leidet unter einem Gendefekt. Rhodan erfährt erstmals, dass offensichtlich viele Epsaler unter rezessiven Genen leiden, die immer mal wieder hervorbrechen. Er gibt Rhodan einen Ring, der ihm helfen könnte und Ausrüstung.
Odin und Perry erreichen Kornath im Norden. Immer verfolgt von Sponzanto. Bei einem Händler ersteht Rhodan eine Statue, die angeblich einen Lahoori zeigt. Er sucht den Künstler auf. Auf dem Weg dorthin geraten sie in eine Kontrolle des Militärs. Der Ring hilft Rhodan. Er ist ein Erkennungszeichen unter Epsalern, die eine variogene DNS-Sequenz in sich tragen. Der Künstler ist nicht anzutreffen aber ein Epsaler namens Jostoman bietet Rhodan an, ihn und Odin Goya in den Norden zu bringen. Es ist militärisches Sperrgebiet und er kennt Wege.
Im eintönigen Eisland trifft Rhodan tatsächlich auf ätherische Wesen, die einen riesigen Baum umtanzen. Es sind die Lahoori. Rhodan erfährt von dem Leid, das diesen Wesen von den Epsalern zugefügt wird. Ihnen und den Obugaab. Der riesige Frostbaum sondert eine Flüssigkeit ab, die als Rauschmittel verkauft wird. Jostoman gibt sich als Sponzanto zu erkennen. Es kommt zum Kampf, bei dem der Attentäter stirbt und Odin verletzt wird.
Perry Rhodan birgt die Erbtafel, einen alten Datenspeicher aus dem Baum. Er stammt von John Marshall und enthält 2000 Jahre alte Aufzeichnungen über die genetischen Experimente aus der Anfangszeit der Siedler auf Epsal. Das Gen-Programm hatte auch Schattenseiten. Die Genetiker implementierten in den Siedlern auch Gen-Sequenzen des Planeten. Daraus entstanden auch die Lahoori und Obugaab. Die Experimente wurden tabuisiert. Sie wurden auch gemacht, weil in der Anfangszeit das Solare Imperium den Siedlern zu wenig Unterstützung gab. Rhodans Schuld.
Teile des Militärs haben die Bedeutung des Baumes erkannt und machen damit Geschäfte. Es ist jedoch nicht Generalin Vilma Sankaji, wie Rhodan vermutet, sondern die Generalin Sansi Corona, wie Sponzanto vor seinem Tod verrät. Rhodan kehrt zurück in die Hauptstadt und kann mit der Flotte der LFG und mit Vilma Sankaji die Parallelgesellschaft des Planeten aufdecken. Dann verlässt er Epsal, nicht ohne sich versichern zu lassen, dass das Lahoori-Thema aufarbeitet wird. Epsal soll zu seiner Geschichte stehen.
Rezension:
Lässt man sich in der Perrypedia die Einträge zum Planeten Epsal anzeigen oder seinen Bewohnern, den Epsalern, reibt man sich verwundert die Augen. Das Material ist überschaubar. Nur wenige Handvoll Sätze wurden dort zusammengetragen. Zu einer Welt und zu Bewohnern, die gefühlt seit Rhodans Aufbruch ins All einen festen Stellenwert in der Serie einnehmen. Michael Marcus Thurner konnte nicht auf viele Fakten zurückgreifen. Er erwähnt, dass Epsaler keinen Kaffee vertragen. Sehr viel mehr ist dem Wiki auch nicht zu entnehmen. Nun, nach diesem Roman, dürfte der Eintrag deutlich umfangreicher werden.
Die Geschichte brauchte einige Zeit, um mich zu anzusprechen. Der Beginn mit den unvermeidlichen und für mich langweiligen politischen Terminen, gefolgt von dem unvermeidlichen Attentat. Ein Szenario, das dutzendfach in der Serie schon so oder so ähnlich geschildert wurde. Zuletzt erst im ZSI der Perry Rhodan Erstauflage.
Mit den Hinweisen, die Rhodan von Pearl TenWafer erhält wird es interessanter. Die Schilderungen der Epsaler und der widrigen Umwelt bestimmt die weitere Handlung. Die Abläufe ähneln sich dann wieder. Man sucht Kontaktmänner auf und erhält Ausrüstung. Zwei, dreimal geschieht das so. Die Warnung von Pearl TenWafer bewahrheitet sich. Trau keinem Militär, hat sie Rhodan mitgegeben.
Rhodan erhält erste Hinweise auf die Gen-Problematik der Epsaler. Hier hätte ich mir eine noch deutlichere Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht. Erste Hinweise hätten viel früher und versteckter angebracht werden können. Am Ende kommen noch der Drogenhandel und die Unterdrückung der ungeliebten Ergebnisse der Gen-Experimente dazu.
Epsal verliert an Ruf und gewinnt gleichzeitig an Bedeutung. Ein unterhaltsamer Roman von Michael Marcus Thurner.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2936

Das Geheimnis von Thoo – von Wim Vandemaan – Handlung:
Am 08. November 1551 NGZ erreicht die NEÈFOR, mit dem Dolan JASON an Bord, das Madurantsystem in der Canis-Major-Galaxie. Der zweite Planet Thoo befindet sich in der habitablen Zone. Statt eines Mondes wird der Planet von einem Trümmerring umkreist. Es gibt keine Anzeichen höheren Lebens, keine anmessbare Technik. Opiter Quint und sein Team gehen mit dem DOLAN auf Erkundung, während die NEÈFOR im Orbit der siebten Welt bleibt. Inzwischen ist ein Verband der LFG mit drei Schiffen der JUPITER-Klasse und drei Schiffen der SATURN-Klasse eingetroffen und hält sich bereit.
JASON umkreist Thoo. Homunk empfindet etwas beim Anblick des Planeten. ES hat diesen Planeten verabscheut und gefürchtet. Auch Zau empfindet etwas. Jemand oder etwas erinnert sich. Der Tryzom-Mann kann sich jedoch nicht einspiegeln. Schließlich landet JASON. Die Erkundung der näheren Umgebung bringt zunächst keine Ergebnisse. Dann wird die Gruppe von einem Tier angegriffen. Die Kreatur verschießt organische Sperre. Zau bekommt wieder eine Erinnerung eingespielt. Das Tier ist ein Trakkod.
Die Schiffe der Liga liefern Unmengen an Sonden, die sich über den Planeten verteilen und schließlich eine Entdeckung machen. Das Wrack eines alten Haluterschiffs wird entdeckt. Opiter Quint und Mahnaz Wynter gehen an Bord. Das Schiff stammt aus der Zeit vor der Hyperimpedanzerhöhung und liegt etwa 5000 Jahre hier. Die Positronik funktioniert noch, verhält sich jedoch merkwürdig. In einer Maschinenhalle entdecken die beiden Agenten das Skelett eines Haluters. Offensichtlich ist er Opfer der Tierwelt des Planeten geworden.
An einem anderen Landeplatz auf Thoo wird das Team erneut von Tieren angegriffen. Diesmal scheint der Angriff koordiniert zu sein. Auch Homunk, der den Dolan verlassen hatte, wird attackiert. Der Androide rührt sich nicht, als die Kreaturen über ihn herfallen. Quint rettet Homunk, der in sich gekehrt ist. Zau berichtet den anderen, dass er beim Angriff der Tiere mehr gespürt hat. So, als würden diese Tiere Erinnerungen in sich tragen, die ihm teilweise offenbart wurden. Aber es gab auch Erinnerungen an jüngste Ereignisse und Zau konnte auch Emotionen wahrnehmen, wie Zorn, Rache und Empörung. Diese Wahrnehmungen entstanden, als Homunk angegriffen wurde. Zau schnappt auch den Begriff Thoogondu auf. Quint kennt die Einladung an Rhodan ins Goldene Reich, ins Gondunat. Er sieht eine Verbindung von Thoo, Gondunat und Thoogondu.
Aus den aufgefangenen Erinnerungen und Wahrnehmungen erstellt Zau eine Karte. Sie führt die Forscher zu einer anderen Stelle des Planeten. Auf einer Lichtung entdecken sie eine Metallplastik mit eingelassenen Hyperkristallen. Zau bezeichnet sie als Hooris. Als der Tryzom-Mann die Stele berührt, schalten sich im Trümmerring um Thoo zahlreiche Holoprojektoren an und projizieren auf den Planeten gigantische Städte. Selbst die ehemaligen Bewohner werden dargestellt. Es sind Thoogondu.
Nun wird auch Homunk gesprächiger. Er berichtet von einem Relais, das von ES auf Thoo errichtet worden ist, und das von den Thoogondu, als sie den Planeten verließen, nicht mitgenommen werden konnte. Das Relais enthält Informationen darüber, warum ES die Thoogondu aus der Galaxis verwiesen hat. Man macht sich auf die Suche und entdeckt schließlich eine Insel, die von den Thoogondu bearbeitet worden ist. Das Relais ist sehr wahrscheinlich vergraben. Nun kommen die Schiffe der Liga zum Einsatz. Mit Desintegratoren arbeiten sie sich in die Tiefe und stoßen nach 21 Kilometern auf ein Tor. Es ist über 30.000 Jahre alt. Quint, Winter, Zau und Ernst Ellert machen sich an die Erforschung. In einer Höhle entdecken sie eine dreiseitige Pyramide, die über 200 Meter aufragt. Ernst Ellerts Amulett ermöglicht ihnen den Zugang. Das Innere zeigt sich als Garten Eden. Sie finden einen Torbogen aus Holz mit Schnitzereien. Laut Ellert ist es das Protokoll des Zerwürfnisses. Wieder ermöglicht Ellerts Amulett den Durchgang. Er darf zwei Personen mitnehmen. Quint und Zau treten mit Ellert durch den Bogen.

 

Rezension:
Nach einem Doppelband des einen Exposeautors folgt nun ein weiteres Doppel des zweiten Exposeautors. Wim Vandemaan scheint darin die Umstände näher zu beleuchten, die das Zerwürfnis zwischen ES und den Thoogondu begründeten.
Der Autor beginnt seine Geschichte direkt auf Thoo und schildert den Überlebenskampf von Tieren. Schließlich kommt eines der Tiere in Kontakt mit den Hooris-Kristallen und empfängt eine Erinnerung. Es ist ein Trakkod. Später, als dann ein Trakkod die Forscher aus dem Dolan angreift, wird diese Erinnerung an Zau weitergegeben. Wim Vandemaan baut seine Geschichte so auf, wie ich es zuletzt am ersten Band des Doppelromans von Christian Montillon vermisst hatte. Ein direkter Einstieg in den Haupthandlungsort, statt langweiliger Rekapitulationen. Die Geschichte entfaltete dadurch mehr Atmosphäre und band den Leser gleich ein. Die Verknüpfung der ersten Geschehnisse mit den Forschungen von Quints Truppe erzeugte einen Aha-Effekt. Später kam es erneut zu einem Aha-Effekt, denn der Begriff Hooris ist ebenfalls schon bekannt. So langsam ergibt sich eine Erkenntniskette.
Allerdings drückt der Autor auch nicht aufs Tempo. Die Beschreibungen der Holoprojektionen gerieten für meinen Geschmack einen Tick zu lang. Der Autor legt dagegen seinen Protagonisten auch nicht allzu große Hindernisse in den Weg. Es gibt einige Textstellen, die zum Nachdenken anregen. Beim Kampf der Kreaturen am Anfang überrascht der Angriff der Hauttaschensegler am Boden. Zuvor war es so kalt geworden, dass diese Kreaturen keinen Aufwind bekommen haben. Wie sie dann doch den Trakkod überraschen konnten?
Auch die Wirkung, die ein Medium erzeugt und der Übertrag auf die Boten einer Superintelligenz bildete einen weiteren kleinen Mosaikstein im Bestreben Vandemaans, bestimmten Geschehnissen der Serie einen anderen Blickwinkel zu verleihen.
Ein guter, unterhaltsamer Roman, der Lust auf die Fortsetzung macht.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2935

Das Lügengespinst – von Christian Montillon – Handlung:
Der Thoogondu Kluutrud, ein Observant des Goldenen Reichs, hat den Terranern eine Falle gestellt. Lua Virtanen und Vogel Ziellos sind nun seinen Gefangenen. Er verhört die beiden, erhält jedoch keine Informationen, die ihn weiterbringen. Er glaubt, dass die Terraner mit den Vranoo ba’Drant unter einer Decke stecken. Doch Lua und Vogel haben noch nie von diesen Terroristen gehört. Kluutrud will Gucky eine weitere Falle stellen. Der Ilt wird sicherlich versuchen, seine Freunde zu befreien. Lua Virtanen schickt ihre tt-Progenitoren los, um mehr über ihr Gefängnis zu erfahren.
Gucky hat seine eigenen Probleme. Er hat sich bei seinen Einsätzen verausgabt. Zusammen mit Donn Yaradua hat er den Peilsender aus dem Kopf von Virr Shallou entfernt. Das Versteck der drei ist jedoch sehr unsicher und Gucky muss erneut teleportieren. Der letzte Sprung geht schief und er und Donn Yaradua stürzen aus beträchtlicher Höhe ab. Der Metabolist schützt mit seinem Körper Gucky vor dem Aufprall und bricht sich dabei das Bein. Virr Shallou rettet sie und mit letzter Kraft kann Gucky sich und seine Begleiter zur LAURIN-Jet bringen.
An einem anderen Ort des Planeten ist die Thoogondu Mauthoo, die Mentorin Kluutruds, dabei, einen alten Feind für ihre Zwecke zu reaktivieren. Der Sheoshese Laudkaam ist ihr Ziel. Der Vogelartige weiß nicht, was ihm passiert, als er von der Thoogondu aufgesucht und verschleppt wird. Er muss einen Helm aufsetzen, in dem winzige Splitter von einem Hooris-Kristall eingearbeitet sind. Er mutmaßt, dass sie seine Erinnerungen manipulieren will. Doch die Wahrheit sieht schrecklicher aus. Er wurde bereits manipuliert. Sein wahrer Name ist Muudhamun. Und einst war er das Schreckgespenst dieses Planeten.
An Bord der LAURIN-Jet helfen Gucky und Donn Yaradua dem Oschalútu, der durch die Strahlung des Peilsenders vor dem Tode steht. Yaradua kann ihn heilen. Mit Hilfe seines Sohnes kann Virr Shallou seinen Rettern wertvolle Informationen geben. Gucky kennt das Gefängnis seiner Freunde und teleportiert hinein. Draußen sorgt Quentin Slocombe für Ablenkung. Doch kaum ist Gucky materialisiert, wird ein 5D-Schirm aufgebaut. Er ist gefangen. Luas tt-Progenitoren können den Schirm abschalten und die drei fliehen und schnappen sich auch noch Kluutrud. Virr Shallou verlässt das Raumschiff. Er ist geläutert und will nicht mehr in Lobpreisungen auf die Herrscher der Galaxis anstimmen.
An Bord der LAURIN-Jet hat sich die Situation umgedreht. Nun wird der Observant verhört. Kluutrud hat jedoch nur ein Bestreben. Wenn er nicht fliehen kann, will er sich töten. Derweil ist seine Partnerin Mauthoo ein Stück weiter. Sie hatte einst ein Mitglied der Vranoo ba’Drant gefangen nehmen können. Der Sheoshese Muudhamun ist ein Mutant. Seine Fähigkeit besteht darin, anderen Lebewesen die Erinnerungen zu nehmen. Als Vogelartiger erbricht er unverdaute Nahrung. Das Gewölle ist jedoch parapsychisch aufgeladen. Die Thoogondu nennen sowas ein Lügengespinst. Tatsächlich enthält es jedoch keine Lügen sondern die Wahrheit. Muudhamun soll nun für sie arbeiten und die Vranoo ba’Drant auf dem Planeten suchen. Mit seinen Parakräften tritt der Sheoshese einen Sturm los.
Die Parawelle erfasst auch die Besatzung der LAURIN-Jet. In dem Chaos begeht Kluutrud Selbstmord. Gucky kann mit Muudhamun in Kontakt treten. Der Sheoshese verrät ihm, wo er das Lügengespinst gelagert hat. Es ist in der Höhlung eines Gondu-Standbilds. Mauthoo tötet den Mutanten. Als Gucky und seine Mitstreiter am Ort des Versteckes eintreffen, sind dort auch bereits die Thoogondu. Dennoch kann Gucky das Lügengespinst in seinen Kopf aufnehmen. Man kehrt zur BJO BREISKOLL zurück. Das Lügengespinst wartet darauf, offenbart zu werden.

 

Rezension:
Der Begriff Gewölle fällt nicht zum ersten Mal in diesem Zyklus. In Band 2911 marschieren die Terraner durch das Heroldische Gewölle. Was genau dieses Gewölle mit dem nun von Gucky erbeuteten Gewölle gemein hat, verrät die Geschichte nicht. Zyklustechnisch tritt der Roman, wie auch schon sein Vorgänger auf der Stelle. Die „Lügengeschichten“ des Goldenen Reichs sind nun seit Zyklusanfang Thema. Wir wissen, dass manipuliert, hinters Licht geführt, betrogen und belogen wird. Es wird in jeder Geschichte, die in dieser Galaxis angesiedelt ist, gebetsmühlenartig wiederholt. Etwas mehr Aufklärung würde den Romanen guttun.
Immerhin zeigen die Protagonisten im zweiten Band des Doppels von Christian Montillon etwas mehr Entschlossenheit, den Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Die Geschichte vermeidet jedoch größere Konflikte. Sicher, da sind die Verhörmethoden. Auf der einen Seite laute Musik, auf der anderen Seite die Gabe des Metabolisten. Sie werden vom Autor mit den Begriffen von Moral und Ethik begleitet. Sehr ehrenwert. Die Dialoge bleiben jedoch oberflächlich und harmlos. Eine tiefere Auseinandersetzung findet nicht statt. Der Zweck heiligt die Mittel.
Insgesamt fehlt es den Forschungen der Terraner an guten Ideen und an Willen. Die Erfolge, die sie erzielen, sind zufällig. Man reist irgendwohin, tritt in ein Fettnäpfchen, kann sich mühsam befreien und erntet den Lohn anderer.
Der Zyklus braucht dringend einen Knalleffekt.