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Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2889

Im Kerker des Maschinisten – von Verena Themsen – Handlung:

Als der Schwarze Sternensturm die RAS TSCHUBAI heimsucht, ist Gucky direkt an den Brennpunkten des Geschehens. Als er Toja Zanabazar in Gefahr wähnt, wird er von Gyanli in eine Falle gelockt. Onodaurd zeigt sich dem Ilt, dann wird Gucky bewusstlos.

Tage später ist das Schiff befreit und Perry Rhodan macht Bestandsaufnahme. Er wendet sich auch mit einer Rede an die Besatzung, die viele Opfer bringen musste, um ihn zu finden und zu befreien. Er will die 30 Vermissten, zu denen auch Gucky und Farye Sepheroa zählen, nun ebenfalls nicht aufgeben. Er würde jedoch verstehen, wenn die Besatzung zurück in die Milchstraße möchte. Er selbst will aber bleiben. Bevor eine Entscheidung fällt, wird ein Schwarzes Mikro-Loch in der Nähe sehr wichtiger Aggregate entdeckt. Das Phänomen verhindert den Weiterflug.

Gucky erwacht in einem Gewölbe aus gemauerten Steinen. Seine Erinnerungen an die letzten Ereignisse sind verschwommen. Da sein SERUN ohne Funktion ist, muss sich der Ilt auf seine Fähigkeiten verlassen, um seinen Aufenthaltsort zu erkunden. Das Gewölbe erstreckt sich über mehrere Ebenen, die durch Treppen und Brücken verbunden sind. Überall stehen Metallgebilde ohne erkennbare Funktion. Seine Psi-Fähigkeiten sind nicht beeinträchtigt, allerdings fühlt sich Gucky noch schwach. Lebewesen kann der Ilt keine entdecken, aber Roboter. Zu einem der maschinellen Gesellen kann Gucky Kontakt aufnehmen. Es ist ein Reinigungsroboter, der nur sehr begrenzt Auskunft geben kann. Aber Gucky benutzt ihn als Transportmittel und sein neuer Helfer, den er auf Dominik Sonntag tauft, bringt ihn zu Wasser und Nahrungsvorräten. Dominik Sonntag bezeichnet seine Welt als die Zuflucht des Maschinisten. Es sollen 31 Lebewesen in dieser Zuflucht sein. Gucky macht sich auf die Suche.

Bei seinen Nachforschungen durchquert der Unsterbliche auf seinem Reinigungsroboter unzählige Hallen und Gewölbe. Das Areal scheint riesig zu sein. Endlich espert der Ilt einen Gedanken. Es ist ein sehr statischer Gedanke. In einem weiteren riesigen Gewölbe findet Gucky einen gläsernen Würfel, in dem sich eine unbekannte Maschine befindet. Aus dieser Richtung kommt der Gedanke, dem Gucky gefolgt ist. Der Ilt benötigt einige Zeit, um mit dem Urheber in Kontakt zu treten, der sich als Maschinist, als Pashukan vorstellt. Ein Handhaber des Pavvat. Er hat auch einen Namen. Er bezeichnet sich als Tellavely, der Lügner. Gucky erfährt von KOSH, das Lot. Die Superintelligenz will den nächsten Schritt tun und sich in eine Materiesenke verwandeln. Tellavely bezeichnet Materiesenken und Materiequellen als Kokon, aus denen sich Chaotarchen und Kosmokraten lösen würden.

Das Bewusstsein von KOSH ist allerdings schon vor langer Zeit erloschen. Er ist einen anderen Weg gegangen, um seine Präsenz vor den Hohen Mächten zu verbergen. Er hat sich auch vor einem wie Cadabb geschützt, der seit Jahrmillionen nach KOSH sucht. Gucky erfährt erstmal nicht mehr und setzt seine Suche nach anderen Lebewesen fort. Er findet 29 Besatzungsmitglieder der RAS TSCHUBAI, darunter Farye Sepheroa. Sie sind in einer Hohlkugel gefangen und alle Versuche von Gucky, in das Gefängnis zu teleportieren, scheitern. Verschiedene Roboter lassen andere Bemühungen ebenfalls scheitern. Er zerlegt einen der Roboter, um an eine Energiequelle zu gelangen. Dabei erfährt er, dass die Zuflucht des Maschinisten der Katoraum ist, den Tellavely, als ihn Gucky erneut aufsucht, als einen Raum unterhalb der raumzeitlichen Dimensionen bezeichnet.

Tellavely hat seine Gedanken nicht mehr so unter Kontrolle, wie noch beim ersten Kontakt. Gucky findet einen Ausweg aus seinem Gefängnis. Er kann über eine Katopore das Gefängnis verlassen. Das Mikro-Blackhole auf der TSCHUBAI ist ein Durchgang zum Katoraum. Er entreißt dem Maschinisten ein wichtiges Artefakt, den Trypatresor und kehrt an den Ausgangsort seiner Suche zurück. Dort entdeckt er das Mikro-Loch und wagt den Durchgang mittels Schmerzteleportation. Er gelangt auf die RAS TSCHUBAI, gerade als Sichu Dorksteiger und ihr Team gegen das Mikro-Loch vorgehen. Das Phänomen kollabiert daraufhin und verursacht mehrere Explosionen auf seinem Weg durch das Schiff.

 

Rezension:

Ein interessanter Roman von Verena Themsen, der nach den zuletzt doch stark militärischen und destruktiv geprägten Tschubai-Chroniken den Fokus wieder auf andere Erzählelemente richtet. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Gucky und der Schwerpunkt der Geschehnisse beschäftigt sich mit Erkundung und Rätseln. Etwas überraschend ist, dass ein kleiner Teil der Romanhandlung auf der RAS TSCHUBAI spielt und den neuen Kommandanten Perry Rhodan als Hauptfigur hat. Ihn und das Schiff wähnte ich bereits auf den Flug in das Heimatsystem der Gyanli. Überraschend ist auch die Ankündigung des nächsten Romans von Christian Montillon. Darin soll es um die Erlebnisse gehen, die Gucky in seiner Gefangenschaft gemacht hat. Das wäre seltsam, denn diese Erlebnisse hat Verena Themsen in ihrem Roman verarbeitet. Aber lassen wir uns überraschen.

Verena Themsen springt mit dem Anfang ihres Romans einige Tage in die Vergangenheit. Die Geschehnisse, die zu Guckys Verschwinden geführt haben, werden auf den ersten zwei Seiten erfreulich kurz aufgeklärt. Nach einem kurzen Schwenk zur Rhodan-Ebene wird Guckys Handlung vorangetrieben. Die Geschichte bot eine ausgewogene Mischung aus bekannten und neuen Elementen. Hin und wieder kam es zu Wiederholungen von Beschreibungen. Insbesondere dann, wenn die Autorin Maschinen-Konglomerate oder unüberschaubare Räumlichkeiten über einen längeren Absatz in einzelne Bestandteile zerlegte. Dennoch wurde es nie langweilig und die Aktionen der Hauptfigur hielten einerseits die Spannung hoch und boten andererseits mal wieder etwas vom Innenleben des Ilts. Die Mischung stimmte einfach. Weder geriet der Ilt zu gefühlsduselig, noch zu actionbetont.

Nebenbei lernen wir einen weiteren Maschinisten kennen. Es hat schon seinen Vorteil, wenn man mit einer Wörterbibliothek arbeitet. Neue Perry Rhodan-Begriffe nehme ich darin auf. Deswegen war mir schnell klar, dass Tellavely schon mal erwähnt wurde. Klavtaud spricht in Band 2884 von drei Maschinisten des Pavvat. Tellavely, Nunadai und Pushaitis. Sobald das Pavvat über die Geistkomponenten der zurückgekehrten Sammler verfügt, wird die Konvertierung KOSHS in eine Materiesenke unumkehrbar sein.

Inwieweit der Namenszusatz „Lügner“ bei Tellavely eine Rolle spielt, gespielt hat oder noch spielen wird, wird vielleicht noch aufgelöst. In diesem Roman sinniert Gucky zwar mehrmals darüber, kommt aber zu keinem Ergebnis.