Ansichten zu Perry Rhodan Trivid 05 – Die Klonverschwörung

pr_trivid05Trivid 05 – Experiment – von Christian Montillon und Oliver Fröhlich – Handlung:

Perry Rhodan ist mit Lian Taupin und Neyla Abiola zum Mars zurückgekehrt. Er lässt die beiden Frauen alleine. Plötzlich wird Feueralarm gegeben. Der Raum, in dem Lian über Stunden versucht hat, Zugang zu ihrer Mutter zu finden, ist verqualmt. Das Feuer kann schnell gelöscht werden aber von den beiden Frauen fehlt jede Spur. Der Terraner entdeckt, dass Neyla sie getäuscht hat. Sie war nicht verletzt und die Flucht der Frauen liegt schon länger zurück. Das Feuer wurde aus der Ferne ausgelöst.

Lian erwacht an einem fremden Ort. Von Neyla erfährt sie, wie die „Flucht“ abgelaufen ist. Nach mehreren Zwischenstopps haben die beiden Frauen ein Raumschiff erreicht. Vorher wurde Lian ein Schlafmittel gegeben, damit sie nichts verraten kann. Denn sie soll nach der Untersuchung, die helfen soll Dano zu retten, zu Rhodan zurückkehren können.

Lian erfährt ein wenig mehr über die Hintergründe, warum der Plan von Dano geändert wurde und Neyla den Part übernahm, Lian zu überreden. Sie erfährt auch von dem Finanzier im Hintergrund, dessen Identität Neyla nicht preisgeben möchte und den Lian deshalb Doc Devios tauft, um dem Unbekannten einen Namen zu geben.

Neyla Abiola zeigt sich abgebrüht, als Lian sie mit den zahllosen Opfern konfrontiert, die durch Dano gestorben sind. Für Dano hingegen scheint Neyla alles tun zu wollen. Die Frau, aus deren Genen Lian entstanden ist, erzählt, wie sie durch das Projekt ein Leben im Überfluss führen konnte. Als TRAFO beendet wurde, war auch ihr Leben am Ende. Doch Jeobald Tenglar engagierte sie, um die Experimente fortzusetzen, finanziert von einem Partner. Und Neyla, die nur wenig mit ihrem Ehemann Shorek verband, willigte ein. Doc Devios finanzierte die Forschungen und Neyla bekam durch Lussa eine neue Identität. Auf dem Merkur erschuf Tenglar den ersten Klon. TRIVID 1 oder genauer Telencephalon-Raffination individuelle Version mit der ID Eins.

Bevor Neyla weiter berichtet, wird Lian eine Gewebeprobe entnommen. An Bord des Raumschiffs ist sie in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Dennoch kann sie einen Blick auf den Saturn erhaschen. Sie ist also noch im Sonnensystem. Sie schmiedet einen Plan, wie sie Perry Rhodan über ihren Aufenthaltsort informieren kann. Doch zunächst legt Neyla die Experimente offen, die Tenglar weitertrieb und deren Ergebnisse er seinem Partner verschwieg.

Die ersten Klone waren nicht lebensfähig, bzw. reagierten sie zutiefst instinktgesteuert. Neyla war von den Ergebnissen schockiert, allerdings bekam sie für ihre Dienste gutes Geld. Tenglar und der Datendieb Lussa entwickelten ein Mnemo-Implantat, um weitere Klone mit einer Basis-Erinnerung zu versehen. Doch die größte Schwierigkeit bereitete der Zellverfall der Klone nach der Reifung. Erst mit TRIVID 35 und 36 glaubte Tenglar, dieses Problem in den Griff bekommen zu haben. Mehr noch, er entschied sich für ein Feldexperiment, in dem er die beiden Klone mit einer ausgefeilten Erinnerung in die Öffentlichkeit entließ. Während TRIVID 35 ohne Behandlung blieb, wurde TRIVID 36 mit einem von Tenglar entwickelten Kohäsionsverstärker behandelt. Sie ist das Erfolgsmodell, die Nullnummer einer neuen Serie. Trivid 0 ist Lian. In den Erfolg mischte sich der Detektiv und Neylas Ehemann ein. Es kam zur Explosion des Merkurkomplexes. Neyla tauchte unter. Da ihre Ersparnisse aber bald aufgebraucht waren, wendete sie sich wieder an Doc Devios, der Tenglars Forschungen fortführte. Sie spürten Dano auf und über Perry Rhodan dann auch Lian.

Lian Taupin ist vom Gehörten entsetzt. Sie glaubt nicht alles, was Neyla ihr erzählt hat. Lian vermutet hinter dem Finanzier den Ara Khar Baraly, ein Mitglied des TRAFO-Teams. Und sie vermutet andere Ziele hinter den Forschungen. Längst geht es nicht mehr darum, Menschen mit größerer Hirnkapazität zu schaffen, sondern Menschen zu schaffen, die den Wünschen von potentiellen Auftraggebern entsprachen. Lian nutzt ihre Freiheiten an Bord und kann eine Nachricht absenden. Darin sagt sie, dass sie an Bord des Ara-Schiffes von Khar Baraly in der Nähe des Saturns ist.

Auf dem Mars wird Perry Rhodan diese Nachricht zugespielt. Cai Cheung, die Solare Premier übermittelt Rhodan auch, dass sie zwei Schiffe zum Saturn zu seiner Unterstützung abgestellt hat. Rhodan macht sich mit Lugauers Space-Jet auf dem Weg. Und noch eine Sache teilt Cai Cheung dem Unsterblichen mit. Die Botschaft von Lian enthält einen Fehler. Das Schiff beim Saturn gehört nicht Khar Baraly.

 

Rezension:

Wieder steht nach dem Roman der Satz: „Gespannt darauf, wie es weitergeht?“

Und wieder antworte ich mit „Ja“. Lian Taupin versucht mit einigen Tricks dahinter zu kommen, wer der geheimnisvolle Unbekannte ist, der die Forschungen finanzierte und nun fortsetzt. Sie war sich sicher, in dem Ara, den sie aus dem Bericht Perry Rhodans kennt, den richtigen Mann identifiziert zu haben. Am Ende scheint es doch aber auf jemanden anders hinauszulaufen.

Der fünfte Roman der Reihe steht ganz im Zeichen des fünften Kapitels. „Was macht dich zum Menschen?“, ist es betitelt. Und wartet mit einigen Schockelementen auf. Die Szene, in der Neyla darüber berichtet, wie der erste Klon aus der Reifungskammer entlassen wird, ist erschütternd. Die eiskalte Reaktion von Jeobald Tenglar, der den ersten Klon wegwirft, als sei er ein Stück Abfall, zehrt an den Nerven.

Aus Neyla Abiola werde ich nicht schlau. Aufgrund ihrer besonderen Fähigkeit eines fotografischen Gedächtnisses, hat sie am Projekt TRAFO teilgenommen. Sie genießt über die Jahre ein sorgenfreies Leben. Ihr ging es nur ums Geld. Als sie Lian erläutert, dass sie heute anders denkt, liefert sie allerdings keinen Beweis dafür. Echte Emotionen zeigt sie nur in einer Szene. Darin geht es um Dano, von dem sie sagt, dass er eingesperrt in seinem Körper ist, wie in einem Gefängnis, das abgerissen wird, während er darin festsitzt.

Es gibt zwar noch andere Szenen, z.B. als sie Lian aus der Vergangenheit berichtet. Aber wenn sie da die Erzählung, weil es sie belastet, unterbricht, wirkt das etwas aufgesetzt. Lian traut ihr zu Recht nicht. Die junge Frau geht zwar davon aus, dass das meiste von Neylas Geschichte stimmt, aber ob sie vollständig ist, daran hat sie Zweifel.

Lians Darstellung in diesem fünften Band, zumindest anfänglich, reicht nicht ganz an das Bild heran, das die ersten drei Romane vermittelt haben. Einerseits ist das verständlich, denn die Figur wird hier in einer ganz anderen Situation als bisher geschildert und sie ist inzwischen gereift. Andererseits fehlen mir etwas die ausgefeilten Dialoge, die Lian mit Perry Rhodan hatte. Über diese Dialoge wurde die Figur eingeführt, charakterisiert. Die Gespräche, die Lian hier mit ihrer Mutter hat, bieten da keinen Ersatz. Neyla ist kalt und leistet ihrer Tochter keine Unterstützung. Das Zusammenspiel dieser Figuren ist anders. Als Lian sich darauf besinnt, wie sie Perry Rhodan eine Nachricht schicken kann, wird die Figur wieder klasse dargestellt. Lian ergreift wieder die Initiative und versucht einerseits Neyla wichtige Informationen zu entlocken, andererseits nutzt sie das Equipment, um Rhodan auf sich aufmerksam zu machen.

Die Ziele des mysteriösen Finanziers scheinen nun aufgedeckt. Nur seine Identität wird weiterhin geheim gehalten.

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