Ansichten zu Perry Rhodan Trivid 04 – Die Klonverschwörung

pr_trivid04Trivid 04 – Heimkehr – von Christian Montillon und Oliver Fröhlich – Handlung:

Perry Rhodan ist auf die Spur des Cheborparners Lussa gekommen, einem Kriminellen mit dem Beinamen Datenteufel, der auf Mimas für Castoral Positronics arbeitet. Als er Lussa befragen will, verübt Dano Zherkora ein Attentat auf den Cheborparner und das Gebäude fliegt in die Luft. Rhodans Eingreifen kommt zu spät, Lussa stirbt und Dano Zherkora entkommt über einen Transmitter.

Auf dem Mars ist Ischi in der Klinik von Herman Lugauer operiert worden. Der ferronische Arzt, der die OP vornahm, kann allerdings nichts gegen die versagende zelluläre Kohäsion machen. Lugauer und er stehen vor einem Rätsel. Ischi will trotz ihrer OP erneut die Klinik verlassen. Sie scheint zu ahnen, dass ihr nicht viel Zeit bleibt.

Dano Zherkora ist von seinem Gewaltausbruch auf Mimas schockiert. Aber er braucht Lian. Über eine Sonde beobachtet er Lian, die sich mit einem weiteren Klon im Park der Klinik aufhält. Er informiert seinen Partner und entwickelt einen Plan.

Auf dem Rückflug zum Mars bekommt Perry Rhodan ein weiteres Ultimatum von Dano Zherkora. Lian soll bis zum nächsten Tag 10:00 Uhr an einem noch zu bestimmenden Übergabeort an ihn ausgeliefert werden, oder er lässt eine weitere Bombe explodieren, gegen Unschuldige gerichtet. Er wird Neyla Abiola freilassen, sobald er Lian hat, der er nichts Böses will.

Auf dem Mars angekommen, wird Rhodan von Lian auf eine Sonde aufmerksam gemacht, die sie im Park der Klinik entdeckt hat. Rhodan kann unbemerkt die Sonde scannen und entdeckt, dass sie ihre Daten zum Jupitermond Europa sendet. Er vermutet Dano Zherkora dort. Sie täuschen die Überwachung und fliegen mit der Space-Jet von Herman Lugauer zum Mond Europa. Sie wollen Dano aufspüren und Neyla Abiola befreien, bevor das Ultimatum abläuft.

In der Stadt Telephassa auf Europa versuchen der Unsterbliche und die Trivid-Künstlerin das Versteck des Klon-Bruders zu finden. Die Spur führt in eine verlassene Unterwasserkuppel, die sie mit einem Tauchboot ansteuern. Die Zeit wird knapp. Ihnen bleiben nur 30 Minuten, bis sich Dano wieder bei Perry Rhodan melden will, um den Übergabeort mitzuteilen. Im Schutz von Deflektorfeldern betreten Lian und Perry ein Gebäude der Unterwasserstadt. Den Zugang ermöglicht Lian, die dabei davon ausgeht, dass Dano und sie die gleichen Erinnerungen implantiert bekommen haben. Der Kode ist richtig und sie finden eine Überwachungsstation. Zwei Roboter schießen auf sie. Während des Gefechts erscheint Dano, der aus einem Keller des Gebäudes ins Freie flieht. Er hat eine Bombe gelegt. Während der Klon entkommt, können Perry und Lian die Roboter ausschalten und im Keller Neyla Abiola befreien. Sie verlassen das Gebäude, das hinter ihnen explodiert. Die Unterwasserkuppel droht einzustürzen, doch sie können mit dem Tauchboot entkommen.

Dano trifft sich mit seinem Partner. Ihr Plan ist aufgegangen. Und auf dem Mars erlebt Lian eine Überraschung. Neyla Abiola scheint eine andere Rolle zu spielen, als bisher angenommen. Die Frau drängt Lian, mit ihr zu kommen.

 

Rezension:

In Band vier hätte ich mir etwas mehr Aufklärung hinsichtlich der Motive Danos oder der seines mysteriösen Partners gewünscht. Der vierte Teil bringt außer der überraschenden Wende zum Schluss, den bislang geringsten Fortschritt in der Reihe. Auch die bislang im Vordergrund stehenden Thriller-Elemente werden zugunsten von SF und Action zurückgefahren.

Zum wievielten Male ist jetzt Dano dem Zugriff von Perry Rhodan entkommen? Zum wievielten Male droht er damit, eine Bombe zu legen? Und zum wievielten Male legt der Klon tatsächlich eine Bombe? Dieser Band, der keineswegs schlecht geschrieben ist, zeigt sich etwas ideenlos, um die Handlung voranzubringen. Die gute Charakterisierung der Figuren ist nach wie vor vorhanden. Aber die Dialoge, sowohl zwischen Ischi und Lian als auch zwischen Lian und Perry, sind nicht ganz so ausgefeilt, wie noch in den ersten Bänden.

Gut gemacht ist der Part, als sich Ischi mit Lugauer über dessen Bilder unterhält. Hier knüpft der Roman an ähnliche Szenen aus dem Vorgängerroman an und kann gleiche Emotionen auslösen.

Band 4 der Reihe trägt den Untertitel Heimkehr. Für Lian, den Klon, ist es eine Heimkehr an einem Ort, von dem sie bislang glaubte, dort ihr halbes Leben verbracht zu haben. Tatsächlich sind ihre Erinnerungen an das Pflegeheim Hainu auf dem Jupitermond Europa nur implantiert. Für Lian ist diese Erkenntnis schwierig. Als sie mit Rhodan dort eintrifft, tauchen die Erinnerungen an Orte und Ereignisse in ihr auf, die sie eigentlich nie besucht und nie erfahren hatte und die, wie sie feststellen muss, nicht ganz mit den wahren Verhältnissen übereinstimmen. So gut war das Erinnerungsimplantat doch nicht, bzw. hat wohl ihr Verstand die vorhandenen Lücken mit Pseudoerinnerungen gefüllt. Dieses Kapitel fand ich sehr interessant und es hätte durchaus mehr Raum einnehmen dürfen. Tatsächlich gehen die Autoren darauf nur recht kurz ein. Die Suche nach dem Entführer bestimmt einen Großteil der Handlung.

Wieder eine sehr flott geschriebene Geschichte, die nicht ganz an das Niveau der ersten drei Romane der Reihe anknüpfen kann. Ich bin gespannt auf die Identität des Partners von Dano.

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