Articles for the Month of März 2016

Perry Rhodan Kartenspiel Langnese Alpha Star

Im Laufe der Jahre sind zur Perry Rhodan-Serie verschiedene Kartenspiele erschienen. Die bekanntesten drei Quartettspiele sind Quartett 1, Nr. 553 22: Terraner und außerirdische Intelligenzen, Quartett 2, Nr. 554 22: Weltraumschiffe und das Perry-Rhodan-Quiz in Form eines Kartenspiels, Nr. 552 22 allesamt bei F.X.Schmid 1969, bzw. 1970 herausgegeben.

F.X.Schmid Quartettspiele

F.X.Schmid Quartettspiele

Im Jahr 2011 wurden den Heften 2601 bis 2604 je ein Bogen mit 8 Karten beigeheftet, mit denen sich ebenfalls ein Kartenspiel zusammenstellen ließ.

Quartett 2601-2604

Quartett 2601-2604

Weniger bekannt ist das folgende Werbekartenspiel mit 32 Karten.

Langnese Alpha Star

Langnese Alpha Star

Auf der Rückseite wird Werbung für das Langnese Eis „Alpha Star“ gemacht.

Langnese Alpha Star Rückseite

Langnese Alpha Star Rückseite

Die 24 Karten mit der Nummerierung C1 bis H4 zeigen einen Motivausschnitt der Karten aus dem Schmid-Quartett Weltraumschiffe. Auch die Texte wurden weitgehend übernommen, sie wurden nur bei einigen Karten gekürzt. Die Motive der Karten A1 bis A4 zeigen Pioniere der Raumfahrt und die Karten B1 bis B4 Raumkapseln. Möglicherweise sind die Motive dieser 8 Karten anderen Kartenspielen entnommen. In den Kartenspielen von ASS mit den Nummern 719, bzw. 3215 werden die gleichen Motive gezeigt, wie sie auf A3 und B2 zu sehen sind.

Die Werbekarten sind auf Karton gedruckt und kleiner als eine übliche Quartettkarte. Sie mussten aus einem Trägerkarton herausgebrochen werden, daher sind die Kanten unregelmäßig. Hier zwei Beispiele mit dem Motivvergleich zum Quartett Weltraumschiffe.

Langnese Vergleich 1

Langnese Vergleich 1

Langnese Vergleich 2

Langnese Vergleich 2

Wann die Werbekarten erschienen sind, ist mir unbekannt. Im PR-Forum hat ein Sammler angegeben, dass die Karten den Rate Mal-Comics Anfang der 80er Jahre beilagen. Zu der Zeit habe ich auch Comics gelesen. Die fünf Ausgaben dieses Comics habe ich noch selbst am Kiosk neu gekauft und habe die Hefte noch heute. Leider ohne Beilage, und ich kann mich auch nicht entsinnen, dass da eine Beilage dabei war. Vielleicht lagen die Karten aber auch nur einen Teil der Auflage bei.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2849

Das Chronoduplikat – von Uwe Anton – Handlung:

An Bord der TOMASON fällt es Oberst Ahasver Solo immer schwerer, die Lage auf und um den Planeten Medusa zu überblicken. Priorität hat natürlich die Befreiung der RAS TSCHUBAI aus dem Hyperfrost. Aber seine Aufmerksamkeit ist auch bei anderen Aktivitäten gefragt. In einer Holokonferenz werden die Themen besprochen. Am Rande wird die Abstimmung des Olymp-Komplexes vom 01. Juni 1518 NGZ bekannt. Mit einer deutlichen Mehrheit haben sich die Bürger gegen einen Beitritt zum Tamanium ausgesprochen. Von Anna Patoman kommen beunruhigende Nachrichten. Die Tiuphorenflotte hat inzwischen eine Stärke von etwa 45.000 Sterngewerken erreicht, die sich allerdings aus unbekannten Gründen still verhalten. Die Tiuphorenwacht beobachtet nur und auch die Onryonen halten sich zurück. Der Zeitriss hat zwei Perforationspassagen gebildet, die sich einander nähern, als wollten sie fusionieren. Cai Cheung hat dem Plan Bostichs zugestimmt, die Perforationspassagen zu bombardieren. Die LFT sendet dazu die beiden einzigen SHIVA-Aufrissbomben zur GOS’TUSSAN II und Monkey steuert die tefrodische Variante bei, die er auf Halut erbeutet hatte.

Auf Medusa ist die Chronotheoretikerin Aichatou Zakara dabei, Indizien für das Horawyzsche Theorem zu sammeln. Sie lässt sich vom Wahldenker der Kerouten Geschichten erzählen. Dabei hört sie zum ersten Mal von der vierten Kammer der verirrten Toten. Bislang waren ihr nur drei Kammern bekannt. Die vierte Kammer könnte gerade erst entstanden sein, als ein Ergebnis der dys-chronen Drift. Mit Monkey untersucht Aichatou Zakara die vierte Kammer. In der Mitte finden sie ein kleines Schiff. Im inneren entdecken sie den mumifizierten Leichnam eines Terraners und Bilder von Terra, die seltsam verfremdet anmuten. Plötzlich stellt sich das Schiff vor. Es nennt sich die Irr-MUTTER dieser Zeit.

In der Nähe des Zeitrisses laufen die Vorbereitungen für den Einsatz der GOS’TUSSAN II. Inzwischen wurden alle Waffen geliefert und Anna Patoman überwacht persönlich die Überstellung der Bomben auf das Schiff Bostichs, der nun ebenfalls eingetroffen ist. Der Imperator nimmt die Waffen entgegen. Auf seltsame Art scheint der Arkonide von menschlichen Standpunkten entrückt zu sein, wie Patoman beobachtet. Während die GOS’TUSSAN II sich tarnt und Kurs auf die Perforationspassagen nimmt, beobachten die galaktischen Schiffe den Einsatz.

Lordadmiral Monkey und Aichatou Zakara erfahren nur wenig von MUTTER, die sich als Chronoduplikat bezeichnet und vor etwa 350 Jahren, also um 1170 NGZ auf Medusa deponiert wurde. Es waren zwei Personen an Bord, von denen eine vor 150 Jahren gestorben ist. Die andere hat das Schiff verlassen, kurz nachdem das Schiff deponiert wurde. Wer das Chronoduplikat auf Medusa eingelagert hat, ist aus den Speichern gelöscht. Auf Bitte von Monkey soll MUTTER an der Befreiung der RAS TSCHUBAI mitwirken. Der Tefroder Dienbacer kann die Positronik von MUTTER nicht lesen. Es könnte eine Syntronik sein und das Schiff aus der Zukunft stammen. MUTTER kann Kontakt zur anderen MUTTER auf der RAS TSCHUBAI herstellen. Es ist zu riskant, die RAS TSCHUBAI aus dem Hyperfrost zu holen. Aber man könnte wenigstens die Besatzung herausholen. Das Chronoduplikat von MUTTER schafft eine Verbindung zur MUTTER in der RAS TSCHUBAI. Über eine winzig kleine Verbindung durch den Hyperfrost wird die Besatzung per Transmitter geborgen. Die lange Zeit in Suspension hat die Besatzung geschwächt und gestresst. Alle 35000 Frauen und Männer werden betäubt und auf die Medostationen der Schiffe um Medusa verteilt.

Die an Bord der TOMASON inhaftierte Anoree Meechyl arbeitet an einem Mittel gegen die Indoktrinatoren der Tiuphoren und beobachtet auch, dass die Irr-MUTTER bei dem Rettungsprozess, der sie viel Kraft kostet, regelrecht ausbrennt. Meechyl äußert gegenüber Monkey die Vermutung, dass die Terraner im Atopischen Tribunal einen mächtigen Verbündeten hätten. Anders ist es nicht zu erklären, wie das Chronoduplikat auf Medusa so zielgerichtet positioniert wurde.

Perry Rhodan wird als Letzter geholt. Der Unsterbliche leidet unter Alpträumen, kann sich jedoch schnell erholen. Nachdem er die Lage erklärt bekommt, will er Bostichs Plan stoppen. Der Arkonide ignoriert die Funkanrufe, mit denen Anna Patoman ihn stoppen will. Er feuert alle fünf Waffen auf die Perforationspassagen ab. Die Energien der Waffen scheinen zunächst wirkungslos zu sein. Dann beobachten die Schiffe eine Veränderung. Aufgrund einer chronokinetischen Transformation hat sich der Zeitriss verformt und steuert zwei Ziele an. Die eine Perforationspassage eilt auf das zentrale Black Hole der Milchstraße zu, die andere Perforationspassage wird von Sol angezogen!

Gaumarol da Bostich meldet sich noch einmal bei Anna Patoman. Im Augenblick der Explosion hat er eine mentale Resonanz gespürt. Auf die Frage von Patoman, ob der Zeitriss lebt, zögert Bostich mit der Antwort. „Er lebt nicht. Leben ist zu viel gesagt. Und zu wenig.“

 

Rezension:

So, Heft aus der Hand gelegt und kurz überlegt. Hat mir der Roman gefallen? Ja, hat er. Seit längerer Zeit mal wieder eine Geschichte, die ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Wie wird die Rezension ausfallen? Sie müsste eigentlich gut ausfallen. Eigentlich? Nun ja, um die Rezension zu schreiben lese ich manche Kapitel im Roman noch einmal. Und dann passiert es einfach. Ich hinterfrage die Geschichte oder zumindest manche Inhalte. Meine Beurteilung, dass mich der Roman gut unterhalten hat, bleibt. Und trotzdem kommt jetzt das unvermeidliche „Aber!“

Ich nehme das Heft also nochmal in die Hand. Oben rechts prangen vier Ziffern. Zwei – Acht – Vier – Neun. Wirklich schon Band 2849? Wo steht der Zyklus nach 150 Romanen um das Atopische Tribunal? Und wo steht eigentlich der Held? Dessen Erwachen im aktuellen Roman nach 500 Jahren in Suspension wird von Uwe Anton ganz positiv geschildert. Der „Sofortumschalter“ Rhodan erwacht, lässt sich die Lage schildern und entscheidet, dass Bostich sein Vorhaben abbrechen soll. So kennen wir den Helden, so lieben wir den Helden. Wären da nicht das verflixte Nachdenken und das Schreiben einer Besprechung des Romans. Ist es also wirklich positiv, was der Autor da schreibt?

Versetzen wir uns kurz in die Lage des Helden am Ende von Uwe Antons Roman. Perry Rhodan erwacht am 03. Juli 1518 NGZ in der Krankenstation der TOMASON. Ziemlich genau vier Jahre zuvor ist er mit der STARDIVER zum Mond gestartet und die Onryonen haben das erste Jahr des Atopischen Tribunals verkündet. Was hat der Held erreicht? Die Antwort fällt ernüchternd aus: „Nichts!“ Der Held hat nichts erreicht. Er wird nach wie vor eines Verbrechens beschuldigt, das er erst im Jahre 84.387 begehen wird, die Auslösung des Weltenbrandes. Was hat der Held über die sogenannte Ekpyrosis von GA-yomaad in Erfahrung bringen können? Hat er die Richter stoppen können? Hat er die Onryonen aufhalten können? War er es, der die Jaj verjagt hat? Hat er den Mond gerettet? Hat er die Stationierung von Stelen verhindert? Hat er etwas über das Atopische Tribunal erfahren? Wer ist der dritte Fraktor? Wer beruft die Richter? Woher stammt deren Technologie? Welche Ziele verfolgt das Tribunal?

Die Fragen ließen sich noch endlos fortsetzen. Fakt ist, der Held der Geschichte hat überhaupt nichts erreicht. Oh, halt, er hat einen Richter getötet. Er weiß nur noch nicht, dass ein Ersatz kommen soll. Rhodan steht mit leeren Händen da. Na ja, nicht ganz. Von seiner Zeitreise hat er immerhin die Tiuphoren mitgebracht. Und den Zeitriss, der, wie wir am Ende von Uwe Antons Roman erfahren, nun Richtung Sol driftet. Ich hatte mich schon gefragt, wann denn vom Exposé-Team mal wieder diese Karte gezogen würde?

Dabei fing es in Heft 2700 doch so gut an für den Helden. Nachdem er im Neuroversum-Zyklus durch einen Strampelanzug noch gehandicapt war, zeigte Rhodan zu Beginn des Zyklus endlich wieder die Qualitäten, die man sich von dieser Figur erwartet. Er zieht los, um es zu richten. Die Dinge, nicht die Richter. Nach 150 Heften ist davon nicht viel übrig geblieben. Der Held, das zeigt auch die vorliegende Story, wird nur noch von der Hoffnung getragen. Er hatte die Hoffnung, dass sein Handeln die Zeitlinie bewahrt. Er hatte die Hoffnung, dass Bughassidow den Planeten Medusa findet. Er hatte die Hoffnung, dass dann ein paar Mutanten herumhängen, die sich vielleicht als nützlich erweisen könnten. Er hatte die Hoffnung, im richtigen Jahr zu erscheinen. Vielleicht hat er sich auch das Chronoduplikat erhofft. Und anscheinend hat Rhodan auch noch die Hoffnung, dass Atlan etwas ausrichten kann.

Apropos Atlan. Es ist schon ganz gut, dass der Arkonide in die Jenzeitigen Lande unterwegs ist. Perry hätte das nicht geschafft. Der wäre an den 700 Jahren Flugdauer nach Andrabasch zugrunde gegangen oder hätte sich auf die Onryonenwelt Bootasha zurückgesehnt. Dort hätte er nur 500 Jahre absitzen müssen. Wie wäre die Situation in der Milchstraße, wenn Perry nicht aus dem Gefängnis geflohen wäre? Er wäre nicht nach Larhatoon gelangt, hätte keine Laren mitgebracht, die damit keinen Zeitriss ausgelöst hätten. Es würde keine Tiuphoren in der Handlungsgegenwart geben. Eigentlich wäre es für die Galaxis besser gewesen, wenn der Held im Gefängnis geblieben wäre.

Genug über die unrühmliche Rolle des Helden im Zyklus geredet. Zurück zum Roman von Uwe Anton. Der Autor, dessen erster Teil des Romandoppels für meinen Geschmack zu viele Rekapitulationen aufwies, zeigt sich diesbezüglich etwas besser aufgestellt in dieser Geschichte. Seine Wiederholung mit den Erkenntnissen über die dys-chrone Drift fand ich sogar notwendig. Verstanden habe ich sie trotzdem nicht. Der Autor wechselt sehr häufig die Handlungsorte und bringt in allen Ebenen eine stetig steigende Spannungskurve unter. Wie schon letzte Woche kann Uwe Anton die Entwicklung der Handlung geschickt verschleiern. Im letzten Roman hatte der Paraschock nichts mit der RAS TSCHUBAI zu tun. Und das Chronoduplikat diese Woche war auch die Kopie eines anderen Schiffes. Mit dem Auffinden des kleinen Schiffes in der 4. Kaverne ging ich zunächst davon aus, hier die Space-Jet vorzufinden, die Rhodan vor 20 Millionen Jahren auf Medusa geparkt hatte.

Um so manche Klippe in seinem Roman schifft der Autor gekonnt herum. Warum Transmitter im Hyperfrost funktionieren, die Indoktrinatoren hingegen nicht, warum man die Suspensionsalkoven im Hyperfrost öffnen und die enthaltenen Personen per Transmitter nach außen transportieren kann, bleibt weitgehend unklar. Der Autor sah es genauso und verweist auf ein bekanntes Zitat: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“ Gut, das MUTTER dabei war und das gleich zwei mal.

Und auch sonst wird von Uwe Anton manche Handlungsfolge der Dramaturgie untergeordnet. Beispielsweise als es darum ging, ob die Kapazitäten der Medoeinrichtungen reichen würden, um alle Besatzungsmitglieder der RAS TSCHUBAI zu versorgen. Im 21.Jahrhundert der realen Welt reicht zur Beantwortung dieser Frage ein Taschenrechner. Im Roman ließ man es darauf ankommen! Wie verwegen!

Der Roman „funktioniert“ ganz gut. Das habe ich beim Lesen festgestellt. Fängt man an, darüber nachzudenken, geht die Faszination Stück für Stück verloren. Also höre ich jetzt lieber auf, über den Roman nachzudenken.

Eine witzige Anekdote zum Schluss. Als ich das Wort „Horawyzsche“ eintippte und dabei zunächst den Buchstaben „z“ vergaß, schlug die Rechtschreibkorrektur als Ersatz das Wort „Ohrwaschel“ vor. Ich finde, dass das „Ohrwaschel Theorem“ für das Zeitchaos in der Handlung eine akzeptable Beschreibung ist.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2848

Paraschock – von Uwe Anton – Handlung:

Anfang Juni 1518 NGZ liegt die RAS TSCHUBAI nach wie vor im Hyperfrost auf dem Planeten Medusa. Die beiden Kerouten Glaslinc und Paikale versuchen mit ihren Fähigkeiten als Hüter der Zeiten in das Schiff vorzudringen. Verstärkt werden ihre Parafähigkeiten durch Kapuzen aus PEW-Gewebe und von den Terranern der TOMASON zur Verfügung gestellte SEMT-Hauben. Die beiden Kerouten können tatsächlich erste Erfolge verbuchen. Sie erkennen die Muster von Indoktrinatoren und sie können die Schemen mehrere Besatzungsmitglieder erkennen, die in Suspension liegen, darunter Perry Rhodan und Gucky. Von einer Befreiung der RAS TSCHUBAI aus dem Hyperfrost ist man aber noch weit entfernt.

In Yeenis, der Hauptstadt von Liemer, dem vierten Planeten des Achavursystems, ist unterdessen die USO-Agentin Berenice Hashbatin für Monkey im Einsatz. Sie tarnt sich als Archäologin, die in alten lemurischen Kavernen unter Yeenis eine Drokartronik untersucht, die dort gefunden wurde. Die Positronik arbeitet mit PEW-Metall und dafür interessiert sich auch die Gläserne Insel. Deren Agent Vacdin Faiersal ist ebenfalls vor Ort und Berenice lässt sich dienstbeflissen auf eine Affäre mit Faiersal ein, um dem Agenten die notwendigen Informationen zukommen zu lassen. Denn die Tefroder sollen in eine Falle gelockt werden.

Ahasver Solo, Kommandant der TOMASON unterrichtet die Solare Premier über den Stand der Dinge und auch über Monkeys Plan, Mutanten der Tefroder zu entführen, um mit deren Hilfe die RAS TSCHUBAI zu befreien. Cai Cheung stimmt Monkeys Plan zu und Projekt Morgenglocke wird in Angriff genommen. Die YART FULGEN fliegt das Achavursystem im Hoheitsbereich der Trans-Genetischen Allianz an und Monkey geht mit dem Siganesen Kayl Vardo und dem Anti Ruval Hanóor in einen Einsatz. Monkey tarnt sich als der Parawissenschafter Dyawad Thane, der die Drokartronik angeblich aktivieren kann. Da das Gerät in Wirklichkeit ein Fake ist, sollen Vardo und Hanóor mit Effekten die angebliche Aktivierung glaubhaft erscheinen lassen. Bei der Lichtshow ist auch Vacdin Faiersal dabei. Dem Agenten wird vorgegaukelt, dass die Maschine die telekinetischen Kräfte von Ruval Hanóor verstärkt. Was würde die Maschine erst mit einem starken Mutanten anstellen?

Monkeys Plan geht auf. Vetris-Molaud entsendet die Mutanten Balgen Orgudd und Dienbacer nach Liemer. Die beiden Mutanten sollen die Drokartronik untersuchen und für das Tamanium sichern. Vacdin Faiersal ist misstrauisch geworden. Er vermutet eine Falle hinter der Aktion. Als er die beiden Tefroder warnen will, wird er von Berenice Hashbatin aufgehalten, die er im Zweikampf tötet. Im Raum mit der Drokartronik setzt der Anti Ruval Hanóor seine zweite Fähigkeit ein. Er kann Psi-begabte Wesen mit einem Paraschock außer Gefecht setzen. Der Anti stirbt bei der Aktion, aber Monkey kann die beiden Mutanten zusammen mit dem Siganesen entführen. Auf der Flucht tötet der Oxtorner den Agenten Vacdin Faiersal.

Noch während die YART FULGEN auf dem Rückflug zum Planeten Medusa ist, meldet sich Bostich bei Monkey. Der Ex-Imperator will die Tiuphoren und den Zeitriss mit allem bekämpfen, was zur Verfügung steht. Der Arkonide plant den Einsatz von Teslym-Geschossen und von terranischen SHIVA-Aufrissbomben. Zurück auf Medusa verweigern die beiden Mutanten die Kooperation. Monkey nimmt Kontakt zu Vetris-Molaud auf und überzeugt den Tamaron davon, den beiden Mutanten einen Einsatz zu befehlen. Es ginge dabei um die tiuphorische Bedrohung und dem Sammeln notwendiger Informationen über die Tiuphoren. Der Handel kommt zustande.

 

Rezension:

Als Monkey nach Medusa zurückkehrt, wird er dort mit den Worten begrüßt: „Wir haben sinnvoll gewartet, doch der Sinn hat sich nicht eingestellt.“ Das könnte auch mein vorgezogenes Fazit für die Handlung um die RAS TSCHUBAI sein!

Für den Einstieg in seinen Roman wählt Uwe Anton ein Szenario, das wir bereits kennen. Paramental begabte Kerouten versuchen in die RAS TSCHUBAI vorzudringen, die im Hyperfrost eingeschlossen auf Medusa liegt. Schon die beiden Kontakt-Orter Beldech und Töyontur sind bei ihren Versuchen trotz Glasfrost gescheitert. Auch die nächste Karte, die Uwe Anton zieht, setzt auf das gleiche Vorgehen. Da aller guten Dinge drei sind, sollen nun tefrodische Mutanten besorgt werden. Die Entscheidung dazu wurde bereits in Band 2839 getroffen. Leider lässt sich der Autor für diese Entwicklung, die ich als Leser bereits im Umsetzungsstadium wähnte, zu viel Zeit und zitiert unnötigerweise aus dem alten Roman. Auch sonst setzt der Autor in der ersten Romanhälfte für meinen Geschmack zu häufig auf Wiederholungen. Zudem vertändelt Uwe Anton die Story unnötigerweise, als er Cheung und Monkey das Thema erneut besprechen lässt, und die Premier fragt, ob Monkey das Mutantenkorps ausschalten will. Für diese Frage gab es überhaupt keinen Anlass. Wäre es nur um die Thematik der RAS TSCHUBAI-Befreiung gegangen, hätte die Geschichte mich an der Stelle bereits gelangweilt. Glücklicherweise verfolgt der Autor noch eine zweite Handlungsebene, bei der zu Beginn unklar war, was sie mit den aktuellen Geschehnissen verbindet.

Dass sich die Handlung um die RAS TSCHUBAI im Hyperfrost überhaupt wie Kaugummi zieht, hat wieder einmal mit einem der allzu bekannten Mustern zu tun, denen die Perry Rhodan-Serie so gerne folgt, nämlich Personen und Gruppierungen, die Hilfe von anderen erhoffen, tun nicht das Notwendige, um die Helfenden zu unterstützen. Das Vorenthalten von Informationen steht dabei an erster Stelle. Inzwischen hat sich dieses Muster zu einem Running-Gag entwickelt und die Autoren machen sich ihre Späßchen damit, wenn ihre Figuren, meist sind es unsere Helden Perry und Co. mal wieder fluchend über ein solches Szenario herziehen. In der Geschichte von Uwe Anton sind die Vorzeichen einmal anders herum. Perry hat mit seiner im Hyperfrost liegenden RAS TSCHUBAI den Terranern ein Rätsel aufgegeben. Er will gerettet werden aber an eine Botschaft an die Finder des Schiffes hat er nicht gedacht.

Der Roman von Uwe Anton begann also wenig vielversprechend und vor allem sehr holprig. Als die YART FULGEN endlich in den Einsatz geht, ist die erste Romanhälfte bereits vorbei. Und auch die Einsatzbesprechung Monkeys nutzt Uwe Anton für langatmige Wiederholungen. Als Leser stellte sich mir lediglich die Frage, was den USO-Chef nach Liemer getrieben hat. Diese Frage wird dann schnell beantwortet und damit die Verbindung Liemers zu Monkeys Plan erklärt, die tefrodischen Mutanten in eine Falle zu locken.

Spannung kam nur selten auf. Hin und wieder kann der Autor mit einem trockenen Kommentar punkten, beispielsweise die Bemerkung von Cheungs Adjutanten zu Monkeys Leidenschaften, bzw. Freunden.

Der Autor bringt in seiner Geschichte jede Menge an technischen Informationen unter. Insbesondere die YART FULGEN wird mit Leistungsmerkmalen beschrieben. Die Daten sollen wohl dem Leser suggerieren, dass hier eine Macht im Spiel ist, die es mit so ziemlich allem aufnehmen kann. Leider entwickelt sich die Handlung selten analog der technischen Fakten, sonst wären die Krisenherde der aktuellen Handlung, nämlich Tamanium, Tribunal und Tiuphoren, längst ad Acta gelegt. Die Leistungsdaten des USO-Flaggschiffs werden die Handlung also nicht vorantreiben oder entscheidend beeinflussen können.

Neben diversen im Glossarstil gehaltenen Beschreibungen sorgt Uwe Anton auch an anderen Stellen für Ablenkung von der schwachen Story. Da werden ein paar historische Informationen zur Trans-Genetischen Allianz eingeflochten oder mal kurz der erweckte Meister der Insel erwähnt. Es bleibt einmal mehr unklar, ob der MDI noch eine Rolle in diesem Zyklus spielen wird oder erst in einem späteren Handlungsbogen.

Fazit: Eine durchsichtige Story, in der Uwe Anton nur ein Element geschickt kaschierte, nämlich den Titel. Den Begriff Paraschock bezog ich auf die RAS TSCHUBAI. Tatsächlich war der Paraschock dann ein Schöckchen am Rande.