Perry Rhodan Plejaden Hörspiele Teil 08

Verrat

Die Archäologin Taisha Konta wird weiter von Walter Higgins verhört, der ihr Hochverrat vorwirft. Zu den Anklagepunkten gehört auch Mord und Mordversuch. Doch zunächst möchte der USO-Agent wissen, wie Konta es geschafft hat, Kalton Morkena an Bord des Schiffes OLYMP CITY zu bringen, das die Lkandoner und einige gefangene Söldner von der zerstörten Basis 345 evakuierte.

Auf der OLYMP CITY befreit der Oxtorner seine Leute. Unterstützt wird er dabei von Taisha Konta, die einen Spezialauftrag von Morkena erhält. Sie soll mit einem Sprengsatz Rhodan und den Ilt töten. Derweil hat Gucky noch vor dem Boten die Geheimstation der USO erreicht, die Perry Rhodan und Lenny Hestis als neues Versteck der Lkandoner erkoren haben. Der Ilt informiert Perry Rhodan über die drohende Gefahr durch den Boten.

Lieutenant Adal Renar wird als Überbringer der Bombe an Rhodan missbraucht. Gucky entdeckt in den Gedanken Kontas jedoch den Plan und kann Perry warnen. Die Archäologin trifft unterdessen auf Tindras’Solekort und andere Lkandoner, die sich vor Kalton Morkena und seinen Söldner verstecken. Konta nimmt an, dass Perry und Gucky tot sind. Sie will den ehemaligen Schläfern helfen, die Splitter des Vitalenergiespeichers zu entfernen und zu verstecken.

Renar ist tot, Rhodan, Gucky und USO-Spezialist Lenny Hestis haben den Anschlag überlebt. Gucky kann Taisha aufspüren, die inzwischen mehrere Splitter eingesammelt hat. Tindras’Solekort will die Splitter im Archiv der Heimatwelt verstecken. Als Rhodan und Gucky auftauchen und Taisha Konta als Verräterin bezeichnen, flieht die Archäologin. Sie gerät in das Gemetzel, das die Söldner Morkenas an den Lkandonern anrichten. Da inzwischen die Splitter entfernt wurden, erscheinen keine Spiralgalaxien beim Tod eines Schläfers. Taisha wird schwer verwundet und von Gucky in eine Medostation gebracht. Dort stellt der Medoroboter fest, dass die Archäologin an einer unheilbaren Krankheit leidet. Gucky vermutet darin das Motiv für ihren Verrat. Taisha Konta stirbt an den schweren Verletzungen. Damit Morkena den Kampf einstellt, bringt ihm Gucky die Leiche der Archäologin. Der Oxtorner und seine Leute ziehen sich zurück und nehmen die Leiche mit sich. Sie entkommen mit einer Space-Jet.

Gucky und Rhodan wollen die geborgenen Splitter des Vitalenergiespeichers zurück auf den Planeten der Lkandoner bringen. Dort sollen sie im Archiv eingelagert und durch eine Abschirmung geschützt werden. Der Bote selbst hat sich während der Geschehnisse nicht blicken lassen. Morkena bringt Taisha Kontas Leiche nach Oxtorne. Er will ihrem Gehirn die Information entlocken, wo die Splitter des Vitalenergiespeichers versteckt werden sollen.

 

Rezension:

Ganze zwei Monate nach der letzten Folge ist nun Folge 08 der Plejaden-Hörspiele erschienen. Mit weniger als 30 Minuten Spielzeit stellt die CD einen Negativrekord auf. Zieht man davon noch den Eröffnungstrack von zweieinhalb Minuten und vom Schlußtrack eine weitere Minute ab, bleiben effektiv 26 Minuten an neuen Ereignissen. Begründet wurde die einen Monat längere Pause mit dem abmischen sehr komplexer Soundeffekte. Nicht begründet wurde hingegen die geringe Spieldauer.

 

Der Beginn des Hörspiels gerät einigermaßen unübersichtlich. Man muss sich als Hörer doch etliches zusammenreimen. Durch das Verhör erfährt man, dass Morkenas Leute und die Lkandoner gemeinsam transportiert werden. Zu vermuten ist, dass das Ziel die neue Geheimstation der USO ist, wo sich Perry Rhodan und Lenny Hestis bereits aufhalten. Dort sind wohl auch die Lkandoner von der Heimatwelt hingebracht worden. Die beim Kampf auf der Geheimstation im Eis (USO-Station 345) gefangenen Söldner werden von Morkena mit Kontas Hilfe befreit. Man erfährt nicht, wie die Archäologin den Oxtorner an Bord geschmuggelt hat. Man erfährt auch nicht, warum Rhodan und Hestis nicht an Bord sind. Nach der Befreiung geben sich Morkena und seine Leute als USO-Agenten aus. So gelangen sie zur neuen Geheimstation und kommen wohl erneut mit Kontas Unterstützung an Bord.

Die Bezeichnungen der diversen Stationen tragen auch nicht gerade dazu bei, den Überblick zu behalten. Die Geheimstation im Eis, die zerstört wurde, heißt 345. Einer der gefangenen Söldner wird vom Wachroboter auch mit Gefangener 345 bezeichnet. Und die Suchstation des Boten hieß 457. Letztlich sind alle an Bord der neuen Geheimstation, die keinen Namen oder Zahl bekommt und so geheim ja nun auch nicht ist. Hier sind nun die Lkandoner von der Heimatwelt, die Schläfer von der Geheimstation im Eis, Morkena, seine Leute und Konta, Gucky, Rhodan und Hestis. Nur der Bote lässt sich nicht blicken. Dabei ist Gucky an Bord seines Schiffes zur Station gereist und der Bote wollte ebenfalls gegen Morkena vorgehen. So konnte man es zumindest in Folge 07 hören.

Track 12 und 14 sind sehr actionlastig und effektvoll. Hier geht es soundmäßig richtig ab. Nichtsdestotrotz wirken die Szenen angesichts der zuvor nebelhaften Story ebenfalls konfus. Auf der nicht mehr ganz so geheimen Geheimstation der USO scheint es auch kein Personal zu geben. Niemand unterstützt Rhodan beim Kampf gegen die Söldner. Zwar wird an einer Stelle erwähnt, dass Hestis Leute zur Unterstützung mal hier und mal dorthin schickt. Ankommen tun sie offensichtlich nicht. Auch Gucky tappt im Dunkeln. Bei seinem Erscheinen auf der Station fragt er Rhodan, wo denn Taisha Konta sei. Erst mit dem Überbringer der Bombe kommt der Ilt hinter die Attentatspläne der Archäologin. Wie die es geschafft hat, den Ilt vorher zu täuschen, bleibt unklar. Woher die Space-Jet stammt, die an einer Schleuse der nicht mehr ganz so geheimen Geheimstation Morkena und seine Leute aufnimmt, ist allen Beteiligten ein Rätsel.

Es gibt noch weitere Ungereimtheiten, deren Aufzählung ich mir an der Stelle spare. Ausgerechnet auf der Zielgeraden geht der Hörspielreihe die Luft aus. Der seit Folge 01 gepflegte Stil, nämlich den Hörer alleine über die Dialoge der Figuren den Handlungsfortschritt zu erklären, wird durch die sehr kurze Spielzeit dieser Folge nicht unterstützt. Als Gucky wieder auf Rhodan trifft, fasst der Ilt seine Erlebnisse mit dem Boten zusammen und setzt Rhodan und damit den Hörer in Kenntnis. An irgendeiner Stelle wäre es angebracht gewesen, die Ereignisse von Station 345 wieder aufzunehmen, den Transport der Lkandoner und der Söldner zum neuen Versteck etwas länger zu bringen und dabei zu schildern, wie Konta und Morkena an Bord kamen.

Zum dritten Mal in Folge können Morkena und seine Leute trotz Schutzes der USO die Lkandoner einfach so abschlachten. Hier hat die Story doch eine gewaltige Schwäche. Ich hoffe nun, dass die letzten beiden Folgen wieder an die Qualität der ersten Hörspiele der Reihe anknüpfen können.

 

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