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26.9.2010 von Uwe Bätz.
Die Tryonische Allianz - Handlung:
Auf Ganroj, dem vierten Planeten der Sonne Thagg leben die Ator, eines von 4 Völkern der tryonischen Allianz. Die anderen Völker der Allianz sind die Ashen, die Arki und die Ana. Auf Ganroj leben zudem die Hennuni, eine weitere intelligente Spezies des Planeten. Die Hennuni sind jedoch weniger intelligent als die Ator und verrichten überwiegend Arbeiten für die Ator, die die Hennuni als Schutzbefohlene betrachten und es als Pflicht sehen, für deren Wohlergehen zu sorgen.
In dieser Umgebung wächst die junge Sichu Dorksteiger vom Volk der Ator wohlbehütet aber in einem strengen Elternhaus auf. Die Eltern betreiben u.a. Landwirtschaft und züchten und vertreiben Nutztiere. Der Vater hat als Oberster Vorsitzender des Stadtgremiums zudem ein politisches Amt inne. Die Dorksteigers sind eine angesehene Familie mit Einfluss. Die hochintelligente Sichu wird in Ihren jungen Jahren von 2 Ereignissen geprägt. Als sie einen Streich mit einem jungen Hennuni zu weit treibt, wird sie von ihrem Vater bestraft. Sie lernt Pflicht und Verantwortung zu tragen. Das zweite prägende Ereignis ist die kurzzeitige Rückkehr des Bruders ihres Vaters. Der Bruder ist im Untergrund tätig und kämpft gegen die Frequenz-Monarchie.
Eines Tages, als Sichu im Alter von 12 Jahren sich auf Geheiß ihrer Eltern von einem ihrer Lieblingstiere trennen muss, das zum Abdecker gebracht werden soll, landet vor dem Betrieb ein Gleiter der Frequenz-Monarchie. Ein Vatrox bedeutet den unterwürfigen Eltern, dass er nun deren Tochter mitnehmen werde.
Sichu Dorksteiger wird zu einem Schlachtlicht geflogen. Das Schiff bringt sie nach Oranata, einem Ausbildungsplaneten der Frequenz-Monarchie. Dort treffen nach und nach hunderte Kinder der 4 Völker der tryonischen Allianz ein. Geleitet wird die Ausbildung von einem Vatrox, während die Ausbilder erwachsene Angehörige der Ator, Ashen, Arki und Ana sind. Ein harter Selektionsprozess beginnt. Wer keine Leistung zeigt, die Prüfungen nicht besteht oder sich gegen die Regeln stellt, wird aussortiert. Zudem regen die Ausbilder die Kinder dazu an sich untereinander dem Wettkampf zu stellen.
Nach dem ersten Jahr der Ausbildung wird den Kindern das Ziel der Frequenz-Monarchie mitgeteilt. Die Ausbildung dient einzig und allein dem Ziel, die Vatrox auf der Suche nach dem PARALOX-ARSENAL zu unterstützen.
Nach dem ersten Jahr wird Sichu auch mitgeteilt, dass sie die bisher jüngste Absolventin eines Jahrgangs ist. Ihr ebenbürtig ist nur noch ein junger Mann namens Fyrt Byrask vom Volk der Ana. Beide werden ab dem 2. Jahr von einem Vatrox ausgebildet. Die Ausbildung findet vor allem auf dem Gebiet der Hyperphysik statt. Sichu und Fyrt erweisen sich als Einzelgänger, die nur wenige soziale Kontakte pflegen. Obwohl sie sich bei einem Ausflug näher kommen bleiben beide distanziert. Jahre später, Sichu ist mittlerweile 19 Jahre alt, kommt zur wissenschaftlichen Ausbildung auch eine militärische Ausbildung dazu. Als Sichu und Fyrt mit einem Schlachtlicht unterwegs sind, werden sie plötzlich von Kegelstumpfraumern angegriffen.
Rezension:
Mit „Die Tryonische Allianz“ kehrt die frühere Team-Autorin Susan Schwartz als Gastautor zurück. Das Engagement wird nächste Woche mit dem Band 2563 vorerst beendet. Bereits nach dem ersten Teil kann ich sagen, dass es schade ist, dass es bei diesem Zwischenspiel bleibt.
Die Geschichte folgt einem klassischen Aufbau. Nach einem rasanten Einstieg, bei dem zunächst unklar bleibt, ob das verfolgte Kind die Hauptperson des Romans sein würde, folgt dann die eigentliche Einführung der Hauptperson. Die Protagonistin wächst in einer behüteten Welt heran. Wie nebenbei fällt der Begriff Frequenz-Monarchie. Dass der Leser zu diesem Zeitpunkt über die FM ganz gut informiert ist, stört nicht im Geringsten. Noch wissen wir nicht genau, welche Rolle die FM in Anthuresta spielt und bekommen nur kleine Einblicke in deren Wirken. Diese kleinen Einblicke gestaltet Susan Schwartz jedoch sehr subtil. Die anfänglich heile Welt wird schnell gestört. Ein Familienmitglied ist ein Rebell und kämpft gegen die Unterdrücker.
Mit der Entführung von Sichu durch die FM bricht die heile Welt endgültig zusammen. In welche Richtung sich Sichu entwickeln wird, wissen wir nicht. Die Autorin hat mit der in der ersten Romanhälfte geschilderten Bestrafungsaktion durch Ihren Vater und Sichus Umgang mit der Strafe erste Andeutungen gemacht, wie die Charakterbildung ihrer Hauptperson verlaufen könnte. Auch in den Abschiedsworten Ihres Onkels, dem Rebellen, sind deutliche Hinweise eingebaut, die es Sichu ermöglichen, Ihren Weg zu finden. Es gibt aber auch andere Verhaltensweisen, die uns die Autorin an Sichu zeigt, z.B. ihren etwas arroganten Umgang mit den weniger privilegierten Hennuni.
Die Autorin arbeitet verstärkt mit Vergleichen. Das Verhältnis Ator – Hennuni wird im Verhältnis Vatrox – Ator, bzw. tryonische Allianz fortgesetzt. Auch die „Aussortierung“ der Nutztiere findet Ihre Entsprechung in der genetischen Selektion der Vatrox. Kinder der tryonischen Allianz, die die Anforderungen der Vatrox nicht erfüllen, werden getötet. An dieser Stelle setze ich auch den einzigen Kritikpunkt an diesem Roman. Die Autorin streift dieses zutiefst unmenschliche Thema nur am Rande. Während die Verabschiedung des geliebten Haustiers auf dem Weg zur Schlachtbank noch mit gefühlvollen Sätzen geschildert wird, bleibt die Autorin bei den geschilderten Auswirkungen des Versagens der Kinder bei den Prüfungen der Vatrox zu distanziert.
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24.9.2010 von Uwe Bätz.
Bereits seit November 2009 sind bei ooge.com Cover-Motive der Perry-Rhodan-Serie als hochwertige Kunstdrucke erhältlich. Zur Auswahl standen anfangs etwas mehr als 30 Motive, die aus 5 Jahrzehnten stammten und von 4 verschiedenen Zeichnern geliefert wurden.
Vor einigen Wochen sind weitere Motive dazugekommen. Von Johnny Bruck stehen aktuell 23, von Dirk Schulz 20, von Alfred Kelsner 19 und von Swen Papenbrock 18 Bilder zur Auswahl. Es können verschiedene Formate und Materialien gewählt werden. Nun konnte auch ich nicht mehr widerstehen und habe mir 2 Bilder bestellt. Bestellung und Abwicklung waren problemlos. Die Bilder kamen sicher verpackt.
Da ich bereits sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Kunstdrucken bei diversen Händlern sammeln konnte, habe ich mir im Vorfeld einige Gedanken zum Material gemacht. Da ich ein Motiv auf Leinwand erwerben wollte, kam es mir nicht unbedingt auf hohe Auflösung an. Auf Leinwand können auch Bilder mit wenigen Details dennoch eine tolle Wirkung entfalten. Entsprechend kam ein Motiv von Bruck in Frage. Johnny Brucks Bilder sind im Gegensatz zu den TiBi der anderen Künstlern etwas detailärmer. Das empfinde ich im Übrigen nicht als Nachteil. Die Bilder von Bruck sind nach meinem persönlichen Eindruck „lebendiger“ als die TiBi der anderen Zeichner. Damit der Bruck richtig zur Geltung kommt, entschied ich mich für einen Druck auf Leinwand satin mit den Maßen 650 mm x 910 mm und gespiegelten Rändern. Als Motiv nahm ich „Alaska Saedelaere am Brunnen der Zeit“, also das TiBi von PR 746. Das Motiv und die Art des Materials bestimmen auch den Einsatzort und den Sichtabstand. Hier ist in jedem Fall ein größerer Sichtabstand zu wählen, also nicht unbedingt was für kleine Räume.
Ich habe mal 2 Fotos (mit dem Handy) gemacht. Eine Frontalaufnahme und einen Ausschnitt. Leider kommt die Leinwand auf dem Handy-Foto nicht richtig zur Geltung. Das Original ist absolut beeindruckend mit sehr kräftigen Farben. Ich bin begeistert. Die Qualität ist überzeugend.
Bei meinem 2. Motiv entschied ich mich für „Hyperraum-Nomaden“ (PR 2394) von Dirk Schulz mit den gleichen Maßen aber auf Fotopapier. Das TiBi zeichnet sich durch mehr Details aus, ohne jetzt fotorealistisch zu sein. Dennoch ist das Motiv aus diesem Grund für Fotopapier m.E. gut geeignet. Ich habe es allerdings weniger wegen der Details als vielmehr wegen des Gesamteindrucks und der Farben gewählt.
Auch hiervon habe ich 2 Fotos geschossen. Allerdings habe ich die Fotos erst gemacht, als ich das Bild bereits gerahmt hatte. Die Glasabdeckung spiegelt, so dass ich keine Frontalaufnahme machen konnte. Die Farben sind kraftvoll und leuchtend. Bild 1 zeigt dies am besten.
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19.9.2010 von Uwe Bätz.
Insel der goldenen Funken - Handlung:
Aus dem auf Talanis aufgetauchten Palast der Vier Himmel, einer tausend Meter hohen und 500 Meter durchmessenden Säule aus wirbelnden Goldfunken, strömen die Mitglieder des alten und neuen Mutantenkorps des Solaren Imperiums. Dazu gesellt sich eine Horde von Ilts, u.a. Iltu, Jumpy und Gecko. Mindestens 45 der Stardust-Mutanten hat der fehlgeschlagene Angriff auf VATROX-VAMU das Leben gekostet. Bevor ein weiterer Angriff erfolgen kann, müssen die neuen Mutanten lernen, ihre Fähigkeiten einzusetzen und vor allem ihre Fähigkeiten gemeinsam zu konzentrieren. Die ES-Mutanten dienen als Tutoren und Mentoren und beginnen damit die Menschen auf Talanis zu schulen. Es werden wohl Wochen vergehen, bis ein neuer Versuch gestartet werden kann, das Geistwesen aus dem Stardust-System zu verdrängen. In der Zwischenzeit muss alles getan werden, um zu verhindern, dass VATROX-VAMU Zugriff auf die im Stardust-System gefundenen Technik-Hinterlassenschaften der Oldtimer nehmen kann. Obwohl VATROX-VAMU bislang keine Möglichkeit gefunden hat, nach Talanis vorzudringen werden zum Schutz der Mutanten zwei der Silberkugeln auf der Insel stationiert. Sie dienen auch als Unterkunft, denn sie lassen sich bis auf 500m Durchmesser vergrößern und die Materieprojektoren können alle benötigten Materialien erschaffen.
Von John Marshall kommt die Information, dass der Polyport-Hof NEO-OLYMP von ES besonders gesichert wurde, so dass weder die Frequenz-Monarchie, noch VATROX-VAMU oder die Jaranoc darauf Zugriff haben. Tolot gibt bekannt, dass die in NEO-OLYMP gefundene Psi-Materie den Mutanten für die Bildung eines Parablocks zur Verfügung gestellt wird. Es wird auch überlegt, die Howanetze zur Verstärkung der Mutanten zu nutzen. Allerdings hat auch VATROX-VAMU die Netze entdeckt und will sich für die bevorstehende Auseinandersetzung stärken, bzw. die verlorenen Kräfte nach der Auseinandersetzung mit VATROX-DAAG wiedergewinnen, wie Tolot vermutet.
Während auf Talanis die Schulung der Mutanten läuft, kehrt Tolot mit Iltu, Betty Toufry und Ribald Corello in die Stardust-Nadel zurück, um von seinem Vasallen Kardo Tarba mehr Informationen zu erhalten. Der Jaranoc war in der Zwischenzeit nicht untätig. Er hat sich in den Kontrollraum der Felsnadel zurückgezogen und Informationen über die Immateriellen Städte gesammelt. Amethyst-Stadt war seit dem Start des Hyperdim-Perforators verschwunden. Der Jaranoc hat unter den 4 verbliebenen Städten jeweils eine gewaltige Maschinen-Halle entdeckt, die in ihren Ausmaßen von 8000 Meter Durchmesser, 50 Meter Höhe und mit 8350 Maschinenblöcken exakt der Halle in der Stardust-Nadel entsprachen. Auch an der Stelle, wo Amethyst-Stadt sich befand, existiert eine solche Halle. Tarba zeigt dem Haluter, dass es zudem 2 weitere Hallen ohne Stadt gibt. Da jeder Halle eine entsprechende Farbzuordnung zugrunde liegt, werden die bislang unbekannten Städte als Ultramarin-Stadt und Rubin-Stadt bezeichnet. Es gibt also insgesamt 7 Immaterielle Städte. An den Koordinaten von Rubin-Stadt, entdeckt Tarba im innern eines Gebirges, des Otamaro, eine weitere kegelförmige Halle mit einem Grunddurchmesser von 8000 Meter bei 1500 Meter Höhe. Darin schwebt die Projektion der Stardust-Galaxis. Toufry bezeichnet die Entdeckung als Singenden Berg mit Observatorium. Tolot ist mit den Entdeckungen seines Vasallen so zufrieden, dass dieser es wagt einen Wunsch zu äußern. Er will aus der Felsnadel ins Freie entlassen werden, um sich dem Einfluss VATROX-VAMUs auszusetzen. Er will damit in Erfahrung bringen, ob das Geistwesen gewillt ist, ihn aus seinen Diensten zu entlassen. Nach einigen Tagen des Abwartens stimmt Tolot zu. Unter der Kontrolle von 3 Mutanten wird Tarba dem Einfluss des Geistwesens ausgesetzt.
Unterdessen steht der Siganese Vorremar Corma nach wie vor unter der Kontrolle von VATROX-VAMU. Diese Kontrolle ist mal stärker und mal schwächer, zudem partizipiert der Siganese am Denken und Handeln des Geistwesens. Dadurch bekommt er mit, dass VATROX-VAMU den Polyport-Hof NEO-OLYMP inspiziert, aber durch die Signatur einer Superintelligenz abgeschreckt wird. Das Geistwesen wendet sich den Nebeldomen zu. Aber auch hier versagen seine Kräfte. VATROX-VAMU rätselt, wie sich die Nebeldome seinem Einfluss entziehen. Es wird deutlich, dass VATROX-VAMU eine starke geistige Wesenheit darstellt aber keine Superintelligenz. VATROX-VAMU lässt die Schiffe der Jaranoc über den 4 Nebeldomen Position beziehen. Über Aveda wird zudem der Hyperdim-Perforator in Stellung gebracht. Aber auch mit kombiniertem Beschuss bei gleichzeitigem Einsatz des Hyperdim-Perforators gelingt es VATROX-VAMU nicht die Nebeldome zu knacken. Als letzten Versuch versucht das Geistwesen Vorremar Corma über den Nebeldom nach Talanis zu schicken. Immer wieder lässt das Geistwesen den Siganesen auf seinem Trageroboter gegen den Nebel anrennen. Vergebens. Auch hier entstehen Rückkopplungen und Corma nimmt am Wissen des Geistwesens teil. Als VATROX-VAMU, VATROX-DAAG und VATROX-CUUR ein weiteres Geistwesen schufen, richtete sich dieses Kind gegen seine Schöpfer und verhinderte die Entstehung einer negativen SI. Das Kind konnte VATROX-VAMU übernehmen und wurde selbst zu VATROX-VAMU. Nach langer Zeit traf VATROX-VAMU wieder auf die anderen Triumvir. Diese hatte ein gewaltiges Kraftzentrum geschaffen. Um zu verhindern, dass diese Kräfte eingesetzt werden, handelte VATROX-VAMU. Eine Sicherheitssperre wurde aktiv und schleuderte das Geistwesen in die Mächtigkeitsballung einer SI, die positive und negative Elemente in sich vereinigte. Das Kraftzentrum hingegen blieb verschwunden. VATROX-VAMU bekam von der SI mit der Doppelnatur einen Hinweis auf die Fernen Stätten. Corma wird indirekt Zeuge, wie der Jaranoc Kardo Tarba tatsächlich von VATROX-VAMU freigegeben wird.
Mit einer Silberkugel fliegen Tolot, Tarba und einige andere nach Katarakt und erkunden den Singenden Berg mit dem Observatorium. Über eine mentale Stimme bekommen sie bei der Erkundung der Projektion der Stardust-Galaxis den Hinweis auf deren richtigen Namen, Anthuresta. Außerdem werden ihnen die Positionen von mindestens 12 Handelssternen angezeigt, darunter 2, in deren Nähe sich die Hibernationswelten 7 und 8 der FM befinden. Auch die Standorte von Polyport-Höfen und Distribut-Depots werden übermittelt. Mit diesem Wissen kehren sie nach Aveda zurück wo endlich der lange vorbereitete Schlag gegen VATROX-VAMU beginnt. Mit Hilfe der Psi-Materie und den ES-Mutanten gelingt es, VATROX-VAMU nach Art eines telepsimatischen Angriffs von Ribald Corello, dem Koordinator des Parablocks, aus den Stardust-System zu schleudern und auch alle Schiffe der Jaranoc. Es gibt nur einen Toten, Vorremar Corma. Als die ES-Mutanten im Palast der Vier Himmel verschwinden, öffnet sich der fünfte Himmel, das Tor nach Terra und alle bekommen die Vision eines bedrohlichen Feuerauges, das alles verschlang …
Rezension:
Der zweite Teil von Arndt Ellmers Roman konnte mir nur streckenweise gefallen. Mit dieser Art von Romanen habe ich einfach meine Schwierigkeiten. Auf der einen Seite viel Informationen und einige Überraschungen, auf der anderen Seite eine schwache Umsetzung. Es mag Fans geben, die sich darüber freuen, dass frühere Seriencharaktere in dieser Erzählung auftauchen. Im SF-Bereich stehen da schließlich mannigfaltige Möglichkeiten zur Verfügung. Und auch ich mag es eigentlich, wenn bekannte Charaktere aus früheren Episoden eingebaut werden. Die Betonung liegt dabei auf Charaktere. Damit dieses Stilmittel funktioniert, reicht es einfach nicht, irgendwelche „Namen“ in den Roman einzustreuen. Bei dieser Art von Geschichten sind einige Dinge zu beachten, damit sie funktionieren. Die Protagonisten, die man „reaktiviert“ müssen natürlich eine besondere Bedeutung in der Vergangenheit gehabt haben. Es macht keinen Sinn Hinz und Kunz aus der Versenkung zu holen, wenn sich eh keiner an die Beiden erinnert. Es müssen Persönlichkeiten sein, von denen uns zumindest einige Charakterzüge noch in Erinnerung sein müssen. Es spielt keine Rolle ob dies positive oder negative Verhaltensweisen sind, wichtig ist nur, sie verfügen über solche Eigenschaften. Die so aus der Versenkung geholten Personen müssen für die aktuelle Handlung von entscheidender Bedeutung sein und aktiv am Geschehen teilnehmen. Wenn Sie keine Bedeutung haben oder eh nicht „mitspielen“, braucht es sie ja nicht. Und hier hapert es in der Erzählung von Arndt Ellmer. Er bringt so viele Personen der Vergangenheit ins Spiel, auch völlig unbedeutende, das von manchem wirklich nur der Name in einer Liste erwähnt wird. Und die wenigen, die vom Autor etwas herausgestellt werden, bleiben ebenfalls gesichtslos.
Nur vordergründig scheinen die früheren Seriencharaktere etwas zur Handlung beitragen zu können. Tatsächlich sind es nur wenige Aktionen, die hier geschildert werden und sie entfalten keine Nachhaltigkeit.
Als besonders problematisch betrachte ich persönlich den Rückgriff auf die „Serientoten“. Die Beliebigkeit, mit der mittlerweile die „verstorbenen“ Akteure der Vergangenheit in die aktuelle Handlung eingebaut werden, ist mir sehr suspekt. Völlig wahllos werden die „Toten“ aus der Versenkung geholt. Die Autoren, allen voran der Expokrat Uwe Anton schaffen damit eine Beliebigkeit im Geschehen, die beispiellos in der Perry-Rhodan-Serie ist. Per Dekret wurde wahrscheinlich auf der letzten Autorenkonferenz beschlossen, dass alle jemals in der Serie verstorbenen Seriencharaktere in ES aufgegangen sind und bei passender Gelegenheit hervorgezaubert werden können.
Die Erzählung weist zudem die typischen Fehler auf, ohne die ich mir einen Roman von Arndt Ellmer schon gar nicht mehr vorstellen kann, siehe z.B. die Beschreibung der Funktion von Prallfeldprojektoren. Und auch bei anderen technischen Beschreibungen gerät der SF-Autor arg ins Schwimmen. Unbefriedigend sind auch die Beschreibungen der Mutanten. Aus Kitai Ishibashi wird ein Telepath gemacht. Früher war der mal Suggestor. Oder John Marshall, der selbst Telepath ist und die Untersuchung eines Menschen auf einen posthynotischen Befehl durch Son Okura veranlasst, der jedoch Frequenzseher ist, während einige Seiten später es dann richtigerweise Telepathen sind, die den Jaranoc auf einen posthynotischen Befehl scannen. So beliebig wie die Mutanten auftauchen, so beliebig und billig werden sie auch beschrieben. Die von ES „entlassenen“ Mutanten bleiben gesichtslos. Ihr „Einsatz“ beschränkt sich weitestgehend darauf, in einigen Szenen beim Namen genannt zu werden. Das hätte man sich sparen können oder anders ausgedrückt, diese Figuren haben es einfach nicht verdient von Arndt Ellmer derart verwurschtelt zu werden.
Es wäre besser gewesen, auf diese Figuren gänzlich zu verzichten und in der Handlung alleine auf die Stardust-Mutanten zu setzen, die vor einigen Wochen von den anderen Autoren in die Handlung eingeführt wurden. Diese Charaktere hätte man weiter entwickeln können.
Fazit: Viele interessante Informationen. Die Handlung war an sich auch interessant, leidet aber unter handwerklichen Fehlern.
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12.9.2010 von Uwe Bätz.
Das Raunen des Vamu - Handlung:
Die Stardust-Menschheit steht unter der Kontrolle von VATROX-VAMU. Auch Icho Tolot kann sich kaum gegen die Beeinflussung des Geistwesens wehren. Während die Menschen unter der Beeinflussung wie Marionetten agieren, besitzen die Jaranoc ihre volle geistige und körperliche Beweglichkeit. Tolot beschließt nach Aveda zu fliehen, um dort in der Stardust-Nadel nach einer Möglichkeit zu suchen, gegen das Geistwesen vorzugehen. Er nimmt Eritrea Kush mit und befiehlt seinem Vasallen Cardo Turba, ihn zu begleiten.
Auf Aveda unterdessen kann sich auch Administrator Timber F. Whistler in die Felsnadel begeben. Innerhalb der Felsnadel scheint der Druck durch VATROX-VAMU nachzulassen. Alle Versuche Whistlers, die Administration, das Flottenkommando oder CREST zu erreichen, scheitern. In der Halle der tausend Aufgaben entdeckt Whistler, das die Kartusche, die die Felsnadel selbst zeigt, plötzlich in einem intensiven Blau leuchtet. Er berührt diese Kartusche und das Leuchten verschwindet. Er sucht die Käfigtransmitter in der oberen Etage auf. Dort angekommen, treffen genau zu diesem Zeitpunkt Tolot, Kush und Turba ein. Wie es sich herausstellt, wurde um die Felsnadel ein Schleierschirm gelegt. Die Macht VATROX-VAMUS wirkt dort nicht. Auf dem Weg nach unten zurück in die Halle der tausend Aufgaben entdecken die 4 so unterschiedlichen Wesen, dass in den bisher leeren Etagen der Felsnadel ganze Gerätschaften, Maschinen und Aggregate aus dem Nichts aufgetaucht sind. In der Halle bemerken die vier eine weitere Kartusche, die einen Leuchtturm nicht unähnlich ist. Dies scheint der Kontrollraum noch über den Transmitterräumen zu sein. Dort angekommen, meldet sich die Kontrollinstanz der Stardust-Nadel bei ihnen und stellt sich als JOKER vor. Sie identifiziert Tolot als Aktivatorträger und Weisungsbefugten. Auch Whistler wird als weisungsberechtigt anerkannt.
Unterdessen steht der Siganese Vorremar Corma vollständig unter der Kontrolle von VATROX-VAMU. Das Geistwesen sammelt nur jede erdenkliche Informationen aus den Köpfen der Menschen. So bekommt das Geistwesen auch Hinweise auf die Stardust-Nadel. Der Versuch, mit Hilfe des Hyperdim-Perforators den Schleierschirm zu durchbrechen scheitert allerdings. Dieser Schirm ist nur von innen zu durchdringen, wie schon beim Stardust-System selbst gezeigt worden ist. Corma versucht über einen der Käfig-Transmitter in die Felsnadel einzudringen aber Tolot hat als erste Anweisung an JOKER alle Transmitter des Käfig-Systems blockieren lassen. Zudem werden über JOKER die Zugänge über die Nebeldome nach Talanis kontrolliert. Tolot ordnet an, dass nur Fahrzeuge in denen sich keine Jaranoc an Bord befinden, passieren dürfen.
Whistler, Tolot und Kush untersuchen nun die Räumlichkeiten der Felsnadel. Alleine in der bislang tiefsten Etage finden sie eine Halle von 8 km Durchmesser vor, in der 50% der Fläche von 8350 Maschinen-Quadern bedeckt sind. In der Mitte der Halle entdecken sie 8 Silber-Kugeln. Diese Raumschiffe stehen nach Auskunft von JOKER den Menschen zur Verfügung. Whistler und Kush absolvieren ein Training mit den Silber-Kugeln. Anschließend machen sie Ausflüge durch das Stardust-System. Die Silber-Kugeln lassen sich wie SVE-Raumer mindestens bis zum Durchmesser von 500 m variabel gestalten. Kush sammelt die Raumlande-Brigade auf Katarakt ein und bringt sie in die Stardust-Nadel. Von Whistler wird ein Behälter mit Psi-Materie geborgen. Die Trafitron-Antriebe und die Tarnfähigkeit der Kugeln lassen es zu, dass die Silberkugeln so viele Menschen wie möglich in die Stardust-Nadel bringen ohne dass die Jaranoc diese Vorgänge erkennen oder gar aufhalten können.
Auf Talanis formiert sich unterdessen ein anderer Widerstand. Die Mutanten, unter ihnen auch Huslik Valting, Shanda Sarmotte und Rence Ebion kommen zusammen und bilden einen Geistesblock, einen Bewusstseinspool, aus dem heraus sie schließlich VATROX-VAMU, bzw. dessen Statthalter Corma angreifen. Doch die erste Attacke scheitert und VATROX-VAMU kann mit einem Gegenschlag den Bewusstseinspool aufbrechen. Hunderte Mutanten liegen reglos am Boden, als eine Silberkugel mit Icho Tolot erscheint. Die Medo-Roboter kümmern sich um die Menschen. Plötzlich tauchen aus dem Nebel seltsame Gestalten auf. Ein Humanoid, in einem Trageroboter, ein Zentaur, ein Mann mit einer tonnenförmigen Brust, an der Seite eines fetten kahlköpfigen Mannes, ein Urmensch mit einer Keule und dazwischen bewegten sich kleine possierliche Pelzwesen …
Rezension:
Dem Roman fehlt aus bisher unerfindlichen Gründen das letzte Kapitel. Ich liefere es hier nach:
Nachdem die geretteten Menschen ihre Unterkunft in der Felsnadel bezogen hatten, suchten Whistler und Tolot erneut die Halle der tausend Aufgaben auf. Sofort beim Betreten der Halle fielen Whistler zwei neue blau leuchtende Kartuschen auf, die eng beieinander lagen. Die angezeigten Symbole sagten ihm nicht viel. Fragend blickte er den Haluter an. Tolot grollte: „Nur zu Administrator“. Whistler drückte die erste Kartusche. Zuerst geschah nichts. Dann wurde die Kartusche dunkel und die Symbole verschwanden. Gleichzeitig kam ein Funkruf aus dem Kontrollraum der Felsnadel. Alle Menschen im Stardust-System seien plötzlich wieder sie selbst, der geistige Einfluss von VATROX-VAMU verschwunden. Alle Jaranoc im Stardust-System waren tot. VATROX-VAMU vernichtet. Nun war es an Icho Tolot, die zweite Kartusche zu betätigen. Wie schon zuvor, wurde auch diese Kartusche dunkel und die Symbole verschwanden. Eine Reaktion aus dem Kontrollraum gab es diesmal nicht aber Whistler war auch ohne diese Reaktion davon überzeugt, dass sie soeben das Geistwesen VATROX-DAAG vernichtet hatten. Das war das Ende der Frequenzmonarchie …
Es gab eine Zeit, ich gebe es gerne zu, da habe ich solche Romane herbeigesehnt. Das muss jetzt wohl 35 Jahre oder länger her sein. Wann immer ein übermächtiger Gegner die Menschheit bedrohte, war es ärgerlich zu beobachten, mit welchen (primitiven) Mitteln sich die Menschen verteidigten. Wie toll wäre es, so malte ich mir das damals aus, doch einfach übermächtige Waffen und andere Gegenmittel quasi aus dem Nichts zu erschaffen und dem Feind mal so gehörig den Marsch zu blasen.
Und nun das! Da liefert der von mir in letzter Zeit so oft gescholtene Autor Arndt Ellmer genauso einen Roman. Nur leider 35 Jahre zu spät! Mittlerweile schätze ich nämlich andere Problemlösungen, vor allem solche, die realistischer sind. Da ich aber die Zeit nicht um 35 Jahre zurückdrehen kann, freue ich mich für allen jugendlichen Leser, die an dieser Story ihre Freude haben.
Der Roman selbst ist in 2 Hälften aufgeteilt. In der ersten Hälfte sind die Akteure nur Beobachter des Geschehens. Es gibt kaum Handlung. Die Handlungsträger wechseln zwar mehrmals den Ort des Geschehens aber sie agieren nicht, sie sind Zuschauer. Im Grunde genommen dienen die Protagonisten dem Autor nur dazu, die Situation im Stardust-System zu beschreiben. Die Ortswechsel „unterbricht“ der Autor mit eingestreuten Informationen aus früheren Romanen. Da die letzten Romane zum Stardust-System doch recht lange zurücklagen, habe ich ausnahmsweise die anfänglichen Wiederholungen toleriert. Der Roman liefert ansonsten auch sehr viele Informationen zur aktuellen Lage und zu den Rätseln der Vergangenheit. Diese Hinweise sind dabei nicht in einer bestimmten Story verwoben sondern werden lose aneinandergereiht geliefert. Absolutes Paradebeispiel stellen dabei für mich die Heftseiten 28-30 dar. Hier werden ein paar dieser Informationen gestreut. Der Autor lässt Corma nach einen Zugang zur verschwundenen Felsnadel suchen. Wie beiläufig wird die Beschreibung von menschlichen Silhouetten geschildert, die auftauchen und verschwinden. Direkt danach überrascht uns der Autor mit einer beinahe „normalen“ Unterhaltung zwischen dem Siganesen und dem mächtigen VATROX-VAMU, gefolgt von ein paar Informationen über die ominösen Nebelkuppeln, gefolgt von einem Historienabriss der Jaranoc-Geschichte, gefolgt von ein paar Infos über die Ziele des Geistwesens in Bezug auf die Frequenz-Monarchie. Wie gesagt, einfach alles lose aneinandergereiht.
Die Schwächen der Storyline manifestieren sich im Namen der Kontrollinstanz der Felsnadel. Sie wird vom Autor/Exposé mit JOKER tituliert. Deutlicher kann man nicht zum Ausdruck bringen, dass von den Akteuren nichts zu erwarten ist. Sie sind auf Hilfe angewiesen. Die Hilfe kommt in Form eines Jokers! Nebenbei bemerkt, war mir nicht ganz klar, warum die Schriftzeichen der Instrumente der Kontrollinstanz in der Sprache der Sieben Mächtigen gehalten waren? Zumal dieser Hinweis nicht auf die Audio-Verständigung gemacht wurde.
Auch die Halle der tausend Aufgaben wird von Arndt Ellmer kräftig entmystifiziert. Konnte man bislang zumindest hoffen, dass mal jemand eine Kartusche enträtselt und basierend auf dieser Entdeckung ein Abenteuer folgt, so lässt sich nach den Schilderungen von Arndt Ellmer leider etwas anderes vermuten. Die Kartuschen werden als interaktive Systeme beschrieben, die auf äußere Einflüsse reagieren. Wie bei einem Spielzeug für Kinder leuchten die betroffenen Symbole auf und müssen nur noch gedrückt werden. Das ist ja mächtig spannend, wenn das so weiter geht!
Die zweite Romanhälfte bringt dann die im ersten Teil vermisste Handlung. Nachdem die Schulung in der Bedienung der Silberkugeln abgeschlossen ist, bringen Kush und Whistler die wichtigsten Persönlichkeiten der Stardust-Menschheit in die Felsnadel während sich auf Talanis der Widerstand der Mutanten formiert. Das alles geht ziemlich schnell. Vielleicht sind es gerade diese Tempo-Unterschiede zwischen den Romanen, die mich verwirren. Da werden vor 15 Wochen langsam über mehrere Romane hinweg einige Mutanten eingeführt, deren Fähigkeiten nur im Ansatz geschildert werden und es wird darauf verzichtet, diesen Fähigkeiten klare Namen zuzuweisen. Shanda, z.B. wird als Mutantin geschildert, die an den Emotionen anderer Personen teilhaben kann. Bei Arndt Ellmers Roman wird sie plötzlich Telepathin. Alle anderen Menschen auf Talanis werden in die Kategorien Telekinet, Teleporter, Zünder etc. eingeteilt. Basta! Das ging ja plötzlich schnell. Und zum Ende hin tauchen auch noch die Mitglieder des alten Mutantenkorps auf. Wenn Arndt dieses Tempo beibehält, dann ist nächste Woche Zyklus-Ende.
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5.9.2010 von Uwe Bätz.
Splitter des Bösen - Handlung:
Eine Zeitlang sieht es so aus, als ob die Immaterielle Stadt weiterreisen würde. Die Gebäude flackern und scheinen sich aufzulösen. Dann jedoch beruhigt sich die Stadt wieder und Korte Hanner teilt Alaska Saedelaere mit, dass die Stadt doch nicht aufbrechen werde. Die Proto-Enthonin, die Alaska kurz zuvor in einer der Straßen entdeckt hatte, verschwindet so geheimnisvoll, wie sie aufgetaucht ist. Der Jaranoc hatte beim Anblick der Enthonin ihr die Schuld am Einzug des Bösen in Connajent gegeben. Connajent, die Prachtvolle, so wird die Stadt von Ihren Bewohnern genannt. Der Jaranoc behauptet auch, die Frau im Museum der Stadt gesehen zu haben. Obwohl Alaska ein ungutes Gefühl hat, was seinen Begleiter angeht, bittet er den Jaranoc ihn zum Museum zu führen. Aus Bulls Bericht erinnert er sich, dass diesem in Perlweiß-Stadt Prymtuor vom Museum aus der Zutritt zur Zeitzentrale der Stadt gelungen ist. Saedelaere hofft, dass es in Ultramarin-Stadt auch eine Zeitzentrale gibt. Das Museum kann nur aus dem unzerstörten Teil von Connajent aus betreten werden. Die Beiden brechen dorthin auf.
Nach einigen Kämpfen erreichen sie eine Demarkationslinie. Ein ca. 100 m breiter Streifen absoluter Zerstörung trennt die verfallenen Bezirke der Stadt vom intakten Teil. Die Bewohner des intakten Teils Connajents verfügen über Strahlenwaffen und haben sich damit bisher effektiv verteidigen können. Saedelaere will den Streifen alleine überwinden, da der Jaranoc keinen Schutz gegen Strahlenwaffen besitzt. Sein Cappinfragment reagiert jedoch auf einen unbekannten Einfluss, so dass Alaska die Orientierung verliert. Korte Hanner kann dem Maskenträger helfen und sie erreichen die unzerstörte Zone. Dort bemerkt Alaska, dass die Stadt offensichtlich nicht nur in verfallen und intakt zu unterscheiden ist, sondern auch in aggressiv und nicht aggressiv. Saedelaere nimmt Kontakt zu einem der Bewohner des intakten Teils auf. Es ist ein alter Felide namens Ino Thalwaaruu. Thalwaaruu glaubt Alaska dessen friedfertige Absichten, macht jedoch den Jaranoc für den Untergang der Stadt verantwortlich. Die Jaranoc seien mit dem Bösen in die Stadt gekommen. Im intakten Teil präsentiert sich Connajent wie Perlweiß-Stadt aus Bulls Bericht. Die Bewohner vergnügen sich in Parks und genießen die Annehmlichkeiten, die Connajent, die Prachtvolle zur Verfügung stellt.
Von den nach Glückseligkeit strebenden Bewohnern in Ruhe gelassen erreichen Alaska und Korte das Museum, dessen hinterer Teil auf der Demarkationslinie liegt. Im vorderen Teil sind die Ausstellungsstücke alle zerstört worden. Alaska entdeckt jedoch eine Holo-Botschaft Samburi Yuras. Unter anderen ist darin zu hören, dass die Schwarzen Gesänge das Ziel seien und die Zeitzentrale nur derjenige betritt, der sie erreichen kann.
Alaska und Korte betreten durch einen Durchgang einen weiteren Teil des Museums, der in absoluter Dunkelheit liegt und in dem ein unbekannter Einfluss starken psychischen Druck auf Saedelaere ausübt. Alaska erkennt nach einiger Zeit eine Art psionisches Labyrinth, durch das man zur Zeitzentrale gelangen kann. Aus dem psychischen Druck manifestieren sich nach einiger Zeit Gedanken im Kopf des Maskenträgers. Alaska erfährt die Begriffe Vatrox und Vamu und erfährt, woher das Böse seinen Ursprung hat. In einer mentalen Botschaft wird Alaska die Projektion eines fremden Planeten gezeigt, auf dem Ultramarin-Stadt Station machte. Das Geistwesen VATROX-VAMU unterwarf den Planeten und drang mit seinen Jaranoc-Truppen in die Immaterielle Stadt ein. Doch Connajent gelang die Flucht. Leider nahm sie einen Teil des Geistwesens mit, einen Splitter des Bösen. Die Bewohner der Stadt konnten alle Jaranoc töten, bis auf Korte. Die Aggressionsstrahlung des Splitters führt jedoch dazu, dass die Stadt langsam aber sicher dem Untergang geweiht ist. Auch Korte Hanner erkennt in der mentalen Präsenz seinen Herrn VATROX-VAMU, obwohl der Splitter nicht zu ihm spricht, ist er seinem ehemaligen Herrn gegenüber jedoch loyal.
Schließlich erreichen Alaska und Korte die Zeitzentrale. Sie erweist sich als Ebenbild von Prymtuors Zeitzentrale aus Bulls Aufzeichnungen. Sie finden 2 Proto-Enthoninnen vor, die unter dem Einfluss des Splitters des Bösen stehen. Alaska entdeckt auch einen im Boden eingelassenen Sternsaphir Samburi Yuras. Als er das Sternjuwel aus dem Boden herausbricht, versuchen die beiden Proto-Enthoninnen ihn daran zu hindern. Doch Alaska nimmt das Sternjuwel an sich. Eine der beiden Enthoninnen kann sich vorrübergehend dem Einfluss des Bösen entziehen und teilt Saedelaere mit, dass er einen schweren Fehler begangen habe. Der Sternjuwel verhinderte das Weiterreisen der Stadt und damit die Ausbreitung des Bösen. Von der Proto-Enthonin erfährt Alaska auch deren Geschichte. Die beiden haben Samburi Yura begleitet. In der Immateriellen Stadt wollten sie nach einem der Konstrukteure des BOTNETZES suchen. Seine Auftraggeber hatten dem Konstrukteur namens Sholoubwa ein besonderes Geschenk gemacht. Sie verschafften ihm Zutritt nach Connajent, da man dort kaum älter wird. Doch der Konstrukteur war trotz seines sehr langen Lebens bereits verstorben, als die Enthoninnen eintrafen. Ihm zu Ehren haben die Bewohner seine Besitztümer in das Museum gebracht. Samburi Yura vermutete in den Hinterlassenschaften des Konstrukteurs einen Hinweis für ihren Auftrag. Während Yura vermutlich zur Welt der Lokopter weiterreiste, sollten die beiden Proto-Enthoninnen weiter nach Hinweisen suchen. Sie sollten später abgeholt werden. Doch die beiden Enthoninnen gerieten in die Gewalt des Splitters. Bevor die Enthonin das Bewusstsein verliert, erzählt sie Alaska von einem Schwarzen Loch, das singt.
Alaska will unbedingt die Weiterreise Connajents verhindern. Notfalls will er die Steuerautomatik der Stadt zerstören. Mittlerweile haben die unter dem Einfluss des Splitters VATROX-VAMUS stehenden Bewohner der Stadt die Linien der Verteidiger durchbrochen und dringen zur Zeitzentrale vor. Alaska schafft es schließlich mithilfe des Anzugs der Vernichtung den Reisemechanismus zu zerstören, unterstützt von Korte Hanner, der seinen Loyalitätskonflikt besiegt und die Angreifer aufhält. Mit den beiden Proto-Enthoninnen und dem Jaranoc flieht Alaska aus der Zeitzentrale. Die Bewohner der Stadt werden früher oder später alle unter dem Einfluss des Splitters stehen. Auf dem Weg zur Schattenschleuse übergibt eine der Proto-Enthoninnen Alaska einen Projektor mit Sternpositionen des Schwarzen Lochs. Die andere Proto-Enthonin, in die das Böse zurückgekehrt ist, verletzt Alaska bei einem Angriff, wird aber von Korte getötet. Der Anzug der Vernichtung hatte die Enthonin wohl nicht als Feind eingestuft. Der verletzte Alaska macht dem Jaranoc schwere Vorwürfe und greift ihn sogar an. Der Jaranoc flieht. In dem entstehenden Chaos bringt der verletzte Alaska die zweite Enthonin schließlich an Bord der LEUCHTKRAFT. Sie liegt im Sterben. Durch seine Verletzung ist es Alaska entgangen, dass er den Projektor zurückgelassen hat. Er kehrt noch einmal in die Stadt zurück. Dort trifft er wieder auf Korte, der ihm die tote Enthonin und den Projektor übergibt. Anschließend stellt sich der Jaranoc den Bewohner der Stadt in den Weg, während Alaska zur LEUCHTKRAFT zurückkehrt. Auch die zweite Enthonin stirbt. Das Bordgehirn DAN und die Besatzung der LEUCHTKRAFT sehen keine Möglichkeit, dem Splitter VATROX-VAMUS Einhalt zu gebieten. DAN wertet die Gefahr als sehr hoch ein und schlägt die Vernichtung der Stadt mit ihren Einwohnern vor. Alaska willigt schließlich ein. Connajent wird zerstört. Alaska bringt die beiden Leichname der Enthoninnen in das Dorf am Fluss. Dort werden sie in einer Zeremonie auf einem Floß den Fluss übergeben. Alaska zieht den Anzug der Vernichtung aus und hängt ihn wieder an den Baum. In einen der Handschuhe deponiert er das Sternjuwel.
Rezension:
Marc A. Herren setzt die Geschichte der Vorwoche konsequent und ohne Schnörkel fort. Als großes Ziel steht natürlich seit längerem fest, dass Alaska Saedelaere Samburi Yura finden will. Bezogen auf dem Roman verfolgt der Handlungsträger ab den ersten Heftseiten das Ziel, die Steuerzentrale der Stadt zu erreichen und letztlich wieder an Bord der LEUCHTKRAFT zu gelangen. Herren gliedert den Roman gradlinig in 4 Abschnitte. Durchqueren der verfallenen Zone mit der Aggressionsstrahlung. Überwinden der Demarkationslinie und Erreichen der nicht zerstörten Zone. Eindringen in Museum und der Zeitzentrale. Rückkehr zum Schiff. Unterwegs galt es die eine oder andere Schwierigkeit zu überwinden und die eine oder andere Entdeckung zu machen. Im Vergleich zu der anderen Handlungsebene ab 2550 ist das endlich mal ein durchgehend schlüssiges Vorgehen eines Handlungsträgers. Bravo!
Als sehr angenehm empfinde ich im Übrigen auch, dass der Protagonist allein unterwegs ist. Es gibt die eine oder andere Sequenz, in der Alaska Überlegungen anstellt, wie wohl Rhodan oder Tekener an seiner Stelle entschieden hätten. Es tut gut, dass dem Maskenträger kein anderer Unsterblicher an die Seite gestellt wurde und er seine Entscheidungen allein treffen muss. Die anderen Handlungsebenen des Zyklus sind eh durch zu viele Haupt- und Nebenpersonen verwässert.
Geschrieben in Perry Rhodan | Keine Kommentare »