Archive für März 2010

Ansichten zu PR 2534


Handlung:

Rhodan ist von seiner Geistreise in seinen schwer verletzten Körper zurückgekehrt, der in einem Versteck von den Schattenmaahks medizinisch versorgt wird. Als die Fundamentalisten das Versteck angreifen, lässt Mondra alle Anwesenden durch das Konzept Tschubai/Lloyd an Bord der MIKRU-JON bringen. Während Rhodan in einem Überlebenstank medizinisch versorgt wird, rettet das Konzept weitere Schattenmaahks und bringt sie an Bord. Bevor sich Mondra mit Pral, dem Grek 1 der Schattenmaahks unterhalten kann, wird ein Transferkamin DARASTOs aktiv. Ein Halbspur-Changeur erscheint auf einem Transportschlitten. Mondra will den Halbspur-Changeur nicht in die Hände der Maahks fallen lassen und lässt den Besucher durch das Konzept an Bord der MIKRU-JON holen. Der Halbspur-Changeur stellt sich als Akika Urismaki vor. Er ist der letzte seines Volkes. Die anderen sind in eine andere Existenzebene, die Aphanur-Halbwelt geflohen. Akika Urismaki gibt Mondra einige Informationen über das Wirken der Halbspur-Changeure in Andromeda der letzten 55.000 Jahre. Mondra bringt Urismaki zu Rhodan, dem es langsam besser geht und der immer mehr von seiner Umwelt wahrnimmt. Mondra zeigt dem Halbspur-Changeur Bilder des Controllers, den Perry auf Wanderer erhalten hat. Akika Urismaki erkennt sofort, dass es sich um einen Controller der Klasse B handelt. Geeignet um Polyport-Höfe zu versetzen und Zugriff auf elementare Funktionen der Höfe zu nehmen und möglicherweise sogar eingeschränkten Zugriff auf Handelssterne zu erlangen. Mondra hat zwischenzeitlich einen Waffenstillstand mit dem Grek 1 der Fundamentalisten ausgehandelt, der bis zum Eintreffen eines Abgesandten der Dezentralen Überwachungsinstanz anhalten soll. Urismaki hat mit dem B-Controller inzwischen Zugriff auf die Sicherheitsprotokolle DARASTOs genommen, was von Mondra zu einer Demonstration gegenüber den Fundamentalisten genutzt wird. Außerdem hat der Halbspur-Changeur einen verborgenen Raum im Polyport-Hof entdeckt. Während Mondra, Urismaki und das Konzept den Raum untersuchen aber keinen Zutritt erlangen, trifft sich Rhodan mit dem unterdessen eingetroffenen Gesandten der Dezentralen Überwachungsinstanz. Er handelt mit dem Gesandten einen Pakt aus. Man wird gemeinsam mit den Galaktikern gegen die Frequenz-Monarchie vorgehen. Für 2 Jahre werden die Angriffe auf die Schattenmaahks ausgesetzt und Rhodan wird dafür sorgen, dass die Schattenmaahks anschließend Andromeda verlassen. Er bekommt zudem eines der Geräte, die von den Fundamentalisten zum Abfangen der ÜBSEF-Konstante der Schattenmaahks entwickelt wurde. Rhodan will das Gerät im Kampf gegen die Frequenz-Monarchie einsetzen. Die Fundamentalisten verlassen DARASTO. Urismaki entdeckt ein weiteres Distribut-Depot in Andromeda, dem jedoch 6 Höfe fehlen. Mit den Hinweisen, die Rhodan in der Halle der tausend Aufgaben erhalten hat, versucht er diese Informationen zu verknüpfen. Sechs Punkte in der Kartusche, sechs fehlende Polyport-Höfe, sechs Hibernationswelten der Frequenz-Monarchie. Während MIKRU-JON versucht Koordinaten der Hibernationswelten zu errechnen, sucht Rhodan den verborgenen Raum auf. Dieser öffnet sich vor ihm und der Controller der Klasse B entwickelt ein Eigenleben …

 

Rezension:

Sehr schöner Cliffhanger und sehr viele Informationen, die in diesem Roman enthalten sind und von Christian Montillon geschickt verknüpft werden. Nachdem der Autor in seiner Agentengeschichte in Heft 2528 einige Male strauchelte, lief es in „Der Gesandte der Maahks“ deutlich besser. Überraschenderweise spielt der Gesandte der Maahks zwar eine wichtige Rolle, die eigentliche Überraschung stellt jedoch das Auftauchen des Halbspur-Changeurs dar. Mit einem solchen Besucher hatte ich nicht gerechnet. Zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Christian Montillon führt den letzten Vertreter seines Volkes in überzeugender Weise ins Geschehen ein. Auch die Perspektive, die der Autor beim Heilungsprozess Rhodans einnahm war sehr überzeugend. Was jedoch besonders positiv auffiel, war die Schilderung der Lebensgefährtin von Perry Rhodan. Mondra Diamond wurde seit langer Zeit mal wieder in plausiblen und nachvollziehbaren Aktionen geschildert. Das hat mir besonders gut gefallen. Fast schien es mir, dass der Autor die Darstellung dieser Figur aus anderen, früheren Heften dieses Zyklus korrigieren wollte. Nicht umsonst gibt es eine Stelle im Heft, in der Montillon seinen Protagonisten Rhodan sich Gedanken über seine Gefährtin machen lässt. Rhodan erkennt durchaus die unterschiedlichen Ergebnisse, die Mondras Aktionen in der Vergangenheit erzielt hatten. Montillon rückt die Leistung Mondras im aktuellen Heft endlich auf ein Niveau, dass zu dieser Person passt. Rhodan kann Mondra endlich „vertrauen“. Ich hoffe, dass wird von den anderen Autoren auch so fortgesetzt. Die eher dümmlich an der Seite Rhodans agierende Zirkusartistin sollte damit der Vergangenheit angehören.

 

Alice im Wunderland - 3D


Wenn Tim Burton mit seinem Lieblingsschauspieler Johnny Depp einen Film macht, lockt es mich ins Kino. Gestern Abend habe ich mir also die mittlerweile 7. Zusammenarbeit der Beiden angesehen. Die Vorlage enthält bereits aberwitzige Figuren und phantastische Szenerien. So betrachtet hätte man meinen können, dass die Geschichte schon verrückt genug sei und es einen Tim Burton nicht bedarf. Weit gefehlt. Burton gibt dem Geschehen eine weitere Dimension und damit meine ich nicht die 3D-Effekte. Die kann man getrost ausblenden. Burtons Film hat zwar den 3D-Hype mitgemacht, er hätte das aber gar nicht gebraucht. Zumal mit Avatar die Messlatte sehr hoch aufgehängt wurde und der nachträglich in 3D aufgemotzte Burton-Film in dieser Hinsicht nicht mithalten kann.

Nein, mit einer weiteren Dimension meine ich, dass Burton dieser Geschichte seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückt und jeder Figur und jeder Kulisse eine weitere skurrile, aberwitzige, düstere, tragische aber auch romantische Note gibt. Das einzige, was ich bei diesem Film bedauerte ist, dass ich die Geschichte bereits kannte. Sie konnte mich daher nicht überraschen. Umso mehr konnte ich mich auf das großartige Spiel der Schauspieler konzentrieren und in die Kulissen eintauchen. Der Film wimmelt nur so von Details, ist äußerst kurzweilig und machte riesigen Spaß.

 

Ansichten zu PR 2533


Handlung:

Rhodan ist durch die Explosion schwer verletzt worden. Während sein Körper von Schattenmaahks medizinisch versorgt wird, nimmt ihn Grek 1 mit in die metarealen Regionen der Schattenmaahks. Grek 1 ist jener Maahk, den Rhodan im Polyport-Hof OROLOGION kennen lernte. Grek 1 zeigt ihm, dass die Geistermaahks in dieser Region Kontakt zu den Vamu’s der Vatrox haben, die auf von der Frequenz-Monarchie künstlich angelegten Bahnen, die sich zum Teil des psionischen Netzes bedienen, zurück zu den Hibernationswelten reisen können. Grek 1 zeigt ihm aber auch eine Waffe der Fundamentalisten. Das Krathvira ist eine Art Seelengrab für die Geister der Schattenmaahks. Die Fundamentalisten treiben die Schattenmaahks in die Enge, so dass diesen als letzte Fluchtmöglichkeit nur die Trennung des Bewusstseins vom Körper bleibt. Das Krathvira fängt das Bewusstsein ein und der Schattenköper stirbt ab, da er ohne Bewusstsein nicht weiterleben kann. In einen toten Körper kann der Geist nicht zurückkehren. Er bleibt für immer im Krathvira gefangen. Rhodan drängt Grek 1 dazu ihn wieder zurück in seinen Körper zu bringen. Er will die Schattenmaahks von der realen Welt aus unterstützen.

Beim Übergang in die spirituelle Welt ist Rhodans Geist jedoch gespalten worden. Um in seinen Körper zurückkehren zu können, muss er sich mit seinem negativen IMAGO wieder vereinen. Das gelingt schließlich und Rhodans Geist beseelt seinen Körper.

 

 

Rezension:

Rhodan:2=? oder Geist sucht Körper sind meine ersten Gedanken nach der Lektüre des Romans gewesen. Natürlich geht es in Wim Vandemaans Roman „Reise in die Niemandswelt“ nicht ganz so trivial zu, wie in den erwähnten, namentlich abgewandelten Enterprise-Episoden. Auf der anderen Seite liefert Wim Vandemaans kleiner Ausflug in die Metaphysik keine endgültigen Antworten. Gott sei Dank ;-)

Aber der Reihe nach. Rhodan ist also gar nicht tot, zumindest nicht auf Seite 59. Vorher nimmt uns der Autor ein bisschen mit in die Welt der Toten. Es bleibt jedoch bei einigen vagen Andeutungen, etwa wenn der Schattenmaahk Rhodan eine Anleitung verspricht, um mit den Toten zu sprechen. Letztlich kehrt der Autor aber auf eine reale, ähem fiktionale Ebene zurück und liefert Erklärungen außerhalb metaphysischer Theorien.

Wim Vandemaans Romane machen mir allein schon des Schreibstils wegen viel Spaß. Wieder einmal lässt der Autor eine bizarre Welt entstehen. Wim’s Faible für ungewöhnliche Lokalitäten und absonderliche Wesen wird auch in diesem Roman mal wieder deutlich. Allerdings sollte der Autor es nicht auf die Spitze treiben. Das Wohlfühlverkaufs-Wirtshaus und das Habitat des Chlorgasatmers und die beiden Charaktere, auf die Mondra darin trifft, sind zwar schön schräg, das Verhalten dieser beiden Charaktere passt aber nicht mehr zu den Ereignissen, die auf dem Polyport-Hof ablaufen. Da findet nämlich eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Maahks statt und die anderen Fremdwesen sind zwischen die Fronten geraten. Vor diesem Hintergrund ist nicht für jede spleenige Idee Platz, sonst wird die Situation konterkariert. Möglicherweise hat es der Autor aber einfach nur darauf angelegt, möglichst viele absurde Situationen zu schildern?

Fazit: Herrlich schräger Roman!

Perry 138 - Brennpunkt Terra!


Titelstory - Brennpunkt Terra!:

Was sofort an der Story auffällt ist der Look der Bilder. Eine Mischung aus 50er-Jahre mit ein paar Technikelementen. Ein SF-Comic ist das nicht gerade. Aber vielleicht ist in der Zukunft gerade Retro-Design wieder In. Die Sprechblasen, bzw. die Texte sind gewöhnungsbedürftig, da die Schrift entgegen der Leserichtung nach links kippt. Nach dem Konsum der ersten paar Sprechblasen wird mir einiges klar. So wie die Figuren extrem überzeichnet sind, bekannte Real-Personen und Comic-Figuren persifliert werden, sind auch die Bilder und Inhalte dieser Geschichte eher als Karikaturen denn als ernsthafte Bildergeschichte zu bezeichnen. Da habe ich wohl andere Vorstellungen gehabt. Also noch mal von vorne, Karikaturenbrille auf und los geht’s. Ich komme ein paar Seiten weiter, blättere über einen Typen, der wie Alfred E. Neumann aussieht hinweg und einen anderen, der mich an Frank Walter S. erinnert. Aber auch mit Karikaturenbrille macht das Comic nur leidlich Spaß. Ich kann einfach den Stil nicht erkennen. Die Texte sind weder lustig, noch traurig, weder ironisch, noch sarkastisch. Sie sind einfach flach. Es sind Blödeleien. Beispiel gefällig? „Überbrückung überbrückt! Wir orten wieder!“ - „Au weia, sind das viele Schiffe“ - „Terrania, wir haben ein Problem!“

Das war leider so gar nicht mein Geschmack.

 

Trauben der Wut:

Eine Story mit Ribald Corello. Stil und Texte treffen schon eher meinen Geschmack. Wobei die Darstellungen und Texte größtenteils von wirklich ätzendem Spott sind. Aus der Romanserie ist bekannt, dass Corello seine Mutter Gevoreny in einem gläsernen Sarg in seinem Schrein mit sich führte. Im Comic fliegt Corello mit einem Eiförmigen Gefährt durch die Gegend. An langen Tentakeln schleppt er dabei, wie weiland Django, den Sarg seiner Mutter mit sich. Etwaige Parallelen zu Django erkennt man auch in den Bildern. Die Illustration kommt im Western-Style daher. Folgerichtig kommt es im Saloon zum Showdown.

 

Dachbodenfund:

Die Story könnte der Twilight-Zone entstammen. Aufbau und Ablauf entsprechen jedenfalls dem Muster dieser Fernseh-Serie. Parallelen zur Roman-Serie Perry Rhodan sind, wie bei allen anderen Geschichten auch, kaum noch zu erkennen. Nett gemacht, aber der Bezug zu Ernst Ellert ist an den Haaren herbeigezogen. Da ging es wohl darum, den auf Seite 1 verkündeten Slogan „frei nach Motiven der Perry-Rhodan-Serie“ umzusetzen und dem „Kind“ einen bekannten Namen zu geben.

 

Narben:

Wer schon immer wissen wollte, wie Perry Rhodan zu seiner Narbe auf dem rechten Nasenflügel gekommen ist, die sich bei Erregung weiß verfärbt, darf sich diese Story von Marc A. Herren nicht entgehen lassen. Hat mir gefallen. Auch die Zeichnungen passten zur Story.

 

Gucky - Der Arbeitssklave:

Fortsetzung im dritten Teil. Habe ich nur überflogen. Die Illustrationen sind ohne jeden Zweifel von einem Gucky-Hasser gezeichnet worden. Wer der alten Weltraumratte keine Sympathien entgegenbringt, wird mit diesem Comic bestens bedient.