Archive für Dezember 2009

Ansichten zu PR 2521


Handlung:

Die MIKRU-JON erreicht den 80 LJ vom Stardust-System entfernt gelegenen Polyport-Hof KREUZRAD, der in einem 3-Planeten-System den inneren Gasriesen umkreist. Der Hof wird von Stuart Lexa so getauft, da an dem eigentlich zylindrischen Polyport-Hof 4 Speichen und ein Außenring angeflanscht wurden. Während die Besatzung der MIKRU-JON die Lage noch sondiert, werden Explosionen in einer der Speichen beobachtet. Dabei werden einige Mitglieder der offensichtlich um die Station kämpfenden Parteien ins All geschleudert. Die MIKRU-JON schleust die Überlebenden ein. Es handelt sich um Darturka und eine andere unbekannte Spezies in einer Vollkörperrüstung. Aus dem Ortungsschatten der Sonne nähern sich unbekannte Schiffe, die aus mehreren aneinander gereihten Kugelzellen bestehen, die von seitlichen Flanschen in Plattenform eingefasst werden. Es kommt zum Kontakt. Die Aliens behaupten einem Suchkommando anzugehören, dass seit langer Zeit erfolglos auf der Suche nach seinen Ahnen sei und sie scheinen die Terraner zu kennen. Unterstützung bei Ihrer Suche erhielten sie von einem „Wesen, das mehr ist als ihr und wir“ und das Ihnen die Erlaubnis gab, bei der Suche die Polyport-Höfe zu nutzen. Damit das Polyport-Netz in die richtigen Hände gerät, wurde das Suchkommando von seinem unbekannten Partner verpflichtet, die Terraner zu unterstützen. Ein Bote übergab Informationen und sorgte für den Transport der Schiffe nach Far Away. Die Aliens besetzten KREUZRAD, wurden dann allerdings von den Truppen der Frequenz-Monarchie attackiert.

Um den Nachschub der Frequenz-Monarchie zu unterbinden will Rhodan den Hof mit seinem Controller sperren. Während die neuen Verbündeten ein Ablenkungsmanöver starten, in dessen Verlauf der kommandierende Frequenzfolger getötet wird, gelingt es Rhodan in einer Kommandoaktion die Transferkamine zu sperren. Bei dieser Aktion rettet er einen der Aliens das Leben und erkennt dabei, dass es sich um einen Elfahder handelt. Mit diesem Volk ist Perry Rhodan vor 1000 Jahren in der MB von ESTARTU zusammengetroffen.

Da zwischenzeitlich die Flotte der Stardust-Union eingetroffen ist, will Rhodan zurück nach Aveda fliegen. Das Flaggschiff der Elfahder wird die MIKRO-JON begleiten. Noch vor dem Abflug erhält Rhodan die Botschaft, dass das Konzept Ras Tschubai/Fellmer Lloyd erwacht ist und ihn sprechen möchte. ES sei in großer Gefahr.

 

Rezension:

Michael Marcus Thurners 3. Roman zum Stardust-Zyklus hat erneut einen Polyport-Hof zum Schauplatz. Die Geschehnisse werden größtenteils aus der Perspektive Stuart Lexas geschildert. Dabei konzentriert sich der Autor in diesem Part seines Romans insbesondere auf die Beobachtung und Analyse der Person und der Handlungen Rhodans durch Lexa. Im zweiten Part versucht der Autor unterdessen einen Spannungsbogen aufzubauen. Dieser zweite Part lebt von der Beantwortung der Frage, wer den nun die geheimnisvollen Wesen sind, die nach Far Away kamen, auf der Suche nach Ihren Ahnen, um die Terraner zu unterstützen und um den Polyport-Hof zu besetzen.

Wie auch in seinem Roman 2506 verwendet Thurner die Ich-Form in seiner Erzählung. War es zuvor Icho Tolot, ist es diesmal Stuart Lexa, an dessen Gedanken uns der Autor teilhaben lässt. Diese Form der Erzählung sagt mir sehr zu, bietet sie doch die Möglichkeit tiefergehende Überlegungen eines Charakters zu schildern. Die Person Rhodan wird aus der Sicht Lexas anfänglich durchaus zwiespältig beschrieben. Stuart Lexa unterstellt Rhodan einen autoritären Stil und eine gewisse unbewusste Überheblichkeit. Diese Beobachtungen des Protagonisten Lexa haben mir eigentlich ganz gut gefallen. Leider ist der Autor für meinen Geschmack nicht konsequent genug mit diesen Eindrücken Lexas umgegangen. Entweder kann er nicht oder will er nicht zu sehr am Image der Ikone Perry Rhodan kratzen, obwohl die subjektive Sicht von Lexa hier eigentlich alle Entwicklungen zugelassen hätte. Letztlich waren die Schlussfolgerungen, die der Autor seinen Protagonisten Lexa aus der Beobachtung Rhodans ziehen lässt, etwas zu brav ausgefallen.

Aufgefallen ist mir noch, dass der Autor für die Hauptakteurin seines letzten Romans, Mondra Diamond, diesmal keine Verwendung hatte. Eine kluge Entscheidung! ;-)

 

Ansichten zu PR 2520


Handlung:

Nachdem die MIKRU-JON das Stardust-System erreicht hat, trifft Timber F. Whistler mit Perry Rhodan zusammen und erste Informationen werden ausgetauscht. Perry Rhodan blockiert mit seinem Controller die Transferkamine NEO-OLYMPs, um ein Vordringen der Frequenz-Monarchie zu verhindern.

Währenddessen machen Stardust-Wissenschaftler - die so genannten „Grenzgänger des Schleiers“ - erste astronomische Beobachtungen nach dem Auflösen des Sextadims-Schleiers. Der Sternhaufen Far Away liegt am Rande einer Ringgalaxie. Die Wissenschaftler machen aber auch eine beunruhigende Beobachtung. Fremde Raumschiffe sind dabei die letzten Reste der Barriere mit Waffengewalt zu durchdringen und die Grenzgängerstation Sionis anzufliegen. Die insgesamt 10 Schiffe, in der Bauart der Schlachtlichter der Frequenz-Monarchie, greifen den Beobachtungsposten an. Darturka dringen in die Station ein, töten die Wissenschaftler und nehmen Zugriff auf die Daten der Positroniken.

Auch auf Katarakt erscheinen über Amethyst-Stadt erneut fremde wespenartige Raumschiffe und eine Armee fremder Wesen, offensichtlich keine Darturka, verlässt die Stadt und greift die Anhänger der „Bewegung der Propheten“ und die mittlerweile eingetroffenen Sicherheitskräfte der Stardust-Union an. Erste Beobachtungen lassen darauf schließen, dass die Fremden mit ihren Schiffen versuchen in Richtung des Polyport-Hofes vorzustoßen. Parallel zu diesen Vorgängen haben Prospektoren auf dem Planetoiden P-17… ca. 55 LJ vom Stardust-System entfernt ebenfalls Raumschiffe in der Bauart der Schlachtlichter entdeckt. Auch hier werden die Prospektoren angegriffen. Einige können entkommen und melden Ihre Beobachtung ins Stardust-System.

Perry Rhodan hat sich mittlerweile zu Ras Tschubai bringen lassen, bekommt allerdings keine Informationen, da der alte Freund zu geschwächt ist. In der Halle der tausend Aufgaben werden beim Eintreffen Rhodans weitere Kartuschen aktiv. Außerdem scheinen die Käfigtransmitter vollständig aktiviert worden zu sein. Auf dem Flug zur Administration wird der Controller Rhodans aktiv. Er übermittelt die Koordinaten eines weiteren Polyport-Hofes in Far Away. Eine Flotte wird zur Aufklärung des Polyport-Hofes entsandt. Mit der MIKRU-JON folgt Perry Rhodan der Flotte. Tolot bleibt auf Aveda zurück. Dafür sind Legrange und Lexa an Bord gekommen.

 

 

Rezension:

Während die vergangenen Romane in der Milchstraßenebene und in Andromeda relativ handlungsarm in Bezug auf die vordergründigen Themen dieses Zyklus waren, brennt Hubert Haensel in der Stardustebene erneut ein Feuerwerk ab. Das war schon beinahe zu viel des Guten. Dennoch, bzw. weil die letzten Romane eben eher schwach waren, hat mir die Erzählung Hubert Haensels viel Spaß gemacht. Die Erzählung setzt nahtlos die Ereignisse aus Heft 2511 fort und ist zudem vom gleichen Autor geschrieben, man muss sich also nicht erst auf einen anderen Schreibstil einstellen. Wie ich schon zu Heft 2511 schrieb, trifft Hubert Haensel ziemlich gut meinen Geschmack nach Adventure.

Die Storyline die von den Autoren verfolgt wird, ist mir nach wie vor unklar. Zum Zyklusbeginn greift die Frequenz-Monarchie nach dem Polyport-Hof im Sol-System und nach einer weiteren Station des Polyport-Netzes in der Milchstraße. Gerade mal 20 Hefte später scheint sich diese Geschichte im Stardust-System und im näheren Umfeld zu wiederholen. Ich hoffe sehr, dass die Geschichte in der Stardustebene einen anderen Verlauf nimmt und dass die Autoren zur Problemlösung Frequenz-Monarchie mal zu anderen als nur zu militärischen Mitteln greifen. Die militärische Aufrüstung der Stardust-Union suggeriert allerdings etwas anderes.