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13.11.2009 von Uwe Bätz.
Handlung:
Die JULES VERNE fliegt den Planeten Multika im gleichnamigen Doppelsternsystem an. Das System bildet einen Sonnentransmitter. Auf dem dritten Planeten Multika vermutet Atlan die Justierungsstation. Dort befand sich zu Zeiten des Andromeda-Feldzuges eine Anlage der Tefroder mit Multiduplikatoren, die von der Besatzung der CREST III seinerzeit zerstört wurden.
Beim Anflug entdecken die Orter der VERNE ein Energiefeld, das über die Anlage gelegt wurde. Einige Hundertschaften an Raumsoldaten und Kampfrobotern werden zusammen mit Spezialisten der ATLANTIS auf dem Planeten abgesetzt, um die Anlagen auf die Justierungsstation hin zu durchsuchen.
Zur gleichen Zeit hält sich der Vatrox Ruitort mit seinem Schlachtlicht auf Multika auf. Seine Wissenschaftler vom Volk der Okrivar haben einige noch funktionsfähige Multiduplikatoren entdeckt und in Betrieb genommen. Von einem zuvor gefangen genommenen Tefroder erstellen sie Kopien. Ebenso erstellen sie Kopien von parabegabten Wesen aus dem Volk der Tlunx, die ebenfalls in die Gefangenschaft der Frequenz-Monarchie gerieten. Die Okrivar verlieren jedoch die Kontrolle über die Multiduplikatoren. Diese stellen in rascher Folge immer neue Kopien des Tefroders her. Die Kopien überrennen die Darturka der Frequenz-Monarchie und bemächtigen sich 10 alter Raumschiffe, mit denen sie vom Planeten fliehen. Da die Kopien jedoch genetische Defekte aufweisen und die Schiffe nicht steuern können, werden die Raumschiffe durch Selbstzerstörungsmechanismen gesprengt.
Das Einsatzkommando der JULES VERNE ist mittlerweile in die Anlagen Multikas eingedrungen und hat die Justierungsstation für den Sonnentransmitter entdeckt. Überdies gerät man in die Kämpfe zwischen Darturkas und Duplos. Die Duplos zerstören bei den Kämpfen auch die Multiduplikatoren. Da die von den Multiduplikatoren erzeugten Kopien Fehler aufweisen, sterben die Duplos nach und nach. Dem Vatrox Ruitort gelingt die Flucht von Multika.
Den Wissenschaftlern der ATLANTIS gelingt es nach einigen Tagen mühseliger Arbeit, den Sonnentransmitter in Betrieb zu nehmen. Ziel der JULES VERNE ist das Holoin-Sonnenfünfeck.
Rezension:
Arndt Ellmer hat in seinem Roman eine Nebenhandlung eingebaut. Der Leiter der Landetruppen ist der Nachfahre eines Besatzungsmitglieds der CREST III, das auf Multika vor 2600 Jahren ums Leben kam. Diese kleine Anekdote ist leider das einzige Überzeugende an „Die Prototyp-Armee“. Nebenbei bemerkt hätte man auch den Titel „Die Duplo-Armee“ wählen können. Um was es in der Handlung ging, war von Beginn an zu offensichtlich. Dieser kleinen Irreführung durch den Titel hätte es nicht bedürft.
Größtes Manko an der Erzählung ist die Haare raufende Unlogik, mit der die Protagonisten zu Werke gingen. Vergegenwärtigen wir uns mit welchem Auftrag Atlan mit der JULES VERNE nach Andromeda geflogen ist. Man will Informationen über die Frequenz-Monarchie erhalten und man will ggf. die Truppen des Feindes „vor Ort“ binden. Dazu soll eine Flotte des Galaktikums nach Andromeda nachgeführt werden. Damit dies gelingt, soll die JULES VERNE im Geheimen operieren. So weit so gut.
Auf dem Planeten Multika erfahren nun die Galaktiker, dass sich zur gleichen Zeit ein Schiff des Feindes und ein Vatrox dort aufhalten. Nun sollte man meinen, dass Atlan alles daran setzt, entweder des Vatrox habhaft zu werden oder wenn dies nicht gelingt zumindest das Schlachtlicht an der Flucht zu hindern, soll heißen, das Schiff zu vernichten.
Weit gefehlt. Während Atlan seiner neuen Passion, nämlich Sonnentransmitter aktivieren nachgeht, haben die Raumlandesoldaten und Kampfroboter während der Schlacht nichts dringenderes zu tun, als die toten Darturka und Duplos an die Oberfläche zu schaffen, um sie dort zu bestatten. Wohlgemerkt, während die Kämpfe voll im Gange sind und ein Schlachtlicht der Frequenz-Monarchie auf dem Planeten weilt! An dieser Stelle des Romans angelangt, habe ich mich vor Lachen erstmal in die Ecke geschmissen. Anschließend kämpfte ich mich weiter durch die zähe und voller Widersprüche steckenden Handlung. Geradezu absurd ist auch die Schilderung des Gegners geraten. Vergegenwärtigen wir uns auch hier die Informationen und Schilderungen, die uns von den Vatrox und den Darturka bisher bekannt sind. Die Vatrox wurden bislang als Wesen geschildert, die absolut von sich selbst, der Monarchie, deren Anführer, ihrer Aufgabe und ihrer Technik überzeugt sind. Und was tut dieser so von sich überzeugte Vatrox Ruitort? Er flieht, während seine schwer bewaffneten Darturka von den Tefrodern mit bloßen Händen getötet werden!
Diese ungereimten Schilderungen werden auch nicht dadurch begreifbarer wenn der Autor zwischendurch die Informationen streut, dass nur ein kleines Kontingent an Darturka auf dem Planeten im Einsatz ist oder dass es irgendwelche Begebenheiten gibt, nach der die Darturka nur eingeschränkt einsatzfähig sind. Alles wirkt sehr gekünstelt. Die Motivation der handelnden Personen und Gruppen hat sich mir zu keiner Zeit erschlossen. Eine Ausnahme bildet der schon erwähnte Chef der Landungstruppen. Alle andere Gruppierungen agierten eher lustlos als planvoll in diesem Planetenabenteuer. Störend wirkte auch das allzu häufig verwendete photographische Gedächtnis des Arkonidenhäuptlings. Zumal hier nicht alleine Erinnerungen an die Oberfläche gespült wurden, die im Kontext zur aktuellen Handlung standen. Auch sonstige Rückgriffe des Autors in die Vergangenheit dienten nicht dem Verständnis der Handlung sondern eher dazu die Handlung zu strecken.
Nächste Woche schickt Vielschreiber Montillon die Haluter in den Einsatz. Nach zwei eher schwachen Romanen vom ihm hoffe ich auf ein spannendes Abenteuer.
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7.11.2009 von Uwe Bätz.
Handlung:
Die NAUTILUS I fliegt die Heimat der Charandiden, den Planeten Thirdal an. Kurz vor dem Ziel trifft man auf ein Raumschiff der Gaids. Die NAUTILUS weicht diesem aus, in der Hoffnung nicht entdeckt worden zu sein. Ein Einsatzkommando wird mit einem Shift auf dem Planeten abgesetzt. Es besteht aus der Chonossonerin Francinn Teseus-Chan, einer Biologin, mit einer Schwäche für Zahlenmystik, dem Kamashiten Perme Umbrar und Gucky, der den Expeditionsleiter mimt. Sie sollen Kontakt zu den Charandiden – den Sternenhorchern – aufnehmen, um Informationen zur Situation in Andromeda zu erhalten. Einer der Charandiden hat mittlerweile mit seinen psionischen Fühlern eine Entdeckung gemacht. Ein dunkles Feuer, ein Ort der Verlockung, das es unbedingt zu erreichen gilt.
Unterdessen hat das zuvor geortete Schiff der Gaids ebenfalls Kurs auf Thirdal genommen. Die NAUTILUS wird von Ihnen aufgefordert, das System zu verlassen, da man in ein Sperrgebiet eingedrungen sei. Die Versuche der NAUTILUS mit den Gaids eine Einigung zu erzielen scheitern. Bei dem folgendem Scharmützel wird das Schiff der Gaids so schwer beschädigt, dass es auf Thirdal notlanden muss.
Gucky teleportiert zum Ort der Notlandung und entführt den Kommandanten, um ihn zu verhören. Er erfährt allerdings nichts. Die Gaids sind unwissend und befolgen nur Befehle. Um Kontakt zu den Charandiden herzustellen nimmt der Kamashite einen Extrakt der Drogenpflanze Third zu sich. Dabei gerät er in die Gefahr nicht mehr aus dem mentalen Netz der Charandiden entlassen zu werden.
Auch Gucky nimmt die Droge ein. Es gelingt ihm in Kontakt zu den Charandiden zu kommen. Mit der Unterstützung durch die mentalen Fähigkeiten des Ilts entdecken sie in Andromeda ein Netzwerk unbekannter Art, das dem Netzwerk aus Third-Pflanzen ähnelt. Einer der Knoten dieses Netzwerks übt eine starke Anziehungskraft aus. Diesen Ort wollen die Charandiden unbedingt erreichen. Mit Guckys Psi-Kräften gelingt Ihnen der Sprung zu dem unbekannten Ziel. Der Kamashite und Gucky können das mentale Netz verlassen. Die NAUTILUS verlässt Thirdal und steuert das 115.000 Lichtjahre entfernte Chemtenz-System an.
Rezension:
Mit „Die Tauben von Thirdal“ steuert Leo Lukas seinen 2. Roman zum Stardust-Zyklus bei. Der Schreibstil des Autors ist in diesem Roman - anders als sonst - eher konservativ ausgefallen. An die mit Leichtigkeit und Humor dargebotene Nr. 2504 kommt er nicht heran. Im Vergleich zu Rainer Castors Machwerk der Vorwoche hingegen schwingt sich der Roman von Leo Lukas in ungeahnte literarische Höhen auf. Die Zahl der Charaktere ist begrenzt und zudem kommen echte lebende, denkende, fühlende und handelnde Personen zum Einsatz, von denen man mehr erfährt als nur einen Auszug aus der Personalakte über Alter, Gewicht und Herkunft.
Nein im Ernst: Der Roman erklimmt natürlich keine literarische Höhen - dafür bleibt die Erzählung einfach zu konventionell - es fehlen schlicht die Spannungselemente und die Abfolge der Ereignisse ist einfach zu brav geraten. Die Akteure geraden zu keiner Zeit unter Druck. Allerdings gelingt es dem Autor Figuren zu erschaffen, die dem Leser nicht völlig egal sind.
In Erinnerung bleibt mir eine Aussage zum Wesen Guckys. Leo Lukas schreibt „… die übrigen Sozialkontakte des Mausbibers erschöpften sich meist in oberflächlichem Geblödel.“ Zugegeben, ich habe diese Darstellung etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Nichtsdestotrotz trifft genau dieser Halbsatz auch meine Eindrücke zur Figur des Ilts.
Spekulation:
Das Andromeda umspannende Netz mit ca. 20 Knotenpunkten, zwischen denen es Bewegungen gibt erinnert an das Polyportnetz. In Andromeda soll es ja 22 Höfe geben (Info aus Heft 2501).
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1.11.2009 von Uwe Bätz.
Handlung:
Atlan ist als Beauftragter des Galaktikums für Sonnentransmitter dabei, das Vengil-Trio in Betrieb zu nehmen. Für diese Aufgabe steht ihm der Solonium-Hypertakt-Kreuzer ATLANTIS zur Verfügung. Nach erfolgreichem Verlauf dieser Mission wird Atlan bei der Rückkehr zur Kharag-Stahlwelt von der JULES VERNE erwartet, die ihn nach Aurora bringt. Von Bostich und Bull wird er über die Bedrohung durch die Frequenz-Monarchie informiert. Im Auftrag des Galaktikums soll er nach Andromeda fliegen und Daten zur Frequenz-Monarchie, ihre Welten und Truppen sammeln. Zur Unterstützung der JULES VERNE soll eine Flotte des Galaktikums folgen. Zum schnellstmöglichen Transfer nach Andromeda soll Atlan dazu einen Sonnentransmitter in Andromeda aktivieren. Gucky begleitet Atlan. Auch die ATLANTIS wird als Beiboot von der JULES VERNE aufgenommen. In Andromeda angekommen wird der Versuch unternommen das Holoin-Sonnenfünfeck anzufliegen. Der Versuch misslingt, da offenbar immer noch Schutzmaßnahmen der MDI wirksam sind. Nach diesem Geschehen werden drei Pläne verfolgt. Die Charandiden vom Planeten Thirdal sollen besucht werden, ebenso die in Andromeda lebenden Haluter auf dem Planeten Halpat. Für diese Expeditionen gehen die NAUTILUS I und II in den Einsatz. Die JULES VERNE fliegt zum Chemtenz-System, um die Ankunft der Galaktikumsflotte vorzubereiten. Auf dem Flug dorthin wird die JULES VERNE in ein Gefecht zwischen Tefrodern und Gaids verwickelt. Da es keinen Kontakt zu den Konfliktparteien gibt, bleibt das Geschehen unklar.
Rezension:
Das lebende Zentralarchiv der Perry-Rhodan-Serie Rainer Castor hat mal wieder einen Roman geschrieben. Genauer gesagt, hat er ein Heft zur Perry-Rhodan-Serie beigesteuert. Denn ein Roman setzt eine fiktionale Erzählung mit handelnden Personen voraus. Von Beidem ist in diesem Werk aber kaum etwas zu lesen. Wir erfahren, dass Atlan mit der JULES VERNE nach Andromeda reist. Punkt. Und es gibt andere Personen, die mit ihm reisen. Punkt. Emotionale Bindungen zu den Personen, die da an Bord der Raumschiffe unterwegs sind, kann man als Leser kaum eingehen, da sie ja nicht in Aktionen geschildert werden sondern in reiner Aufzählungsform die Datenbank des Autors verlassen haben. In Rainer Castors Roman mangelt es also nicht an Personen, im Gegenteil. Der Autor führt mal eben in die komplette Besatzung der ATLANTIS ein und als wäre das nicht genug wird uns auch noch die Crew der JULES VERNE vorgestellt. Gut, das die galaktische Flotte Andromeda noch nicht erreicht hat, sonst hätte der Autor uns noch mit weiteren Vorstellungsorgien langweilen können. Leider hat der Autor es versäumt seinen Protagonisten Leben einzuhauchen. Da die von Rainer Castor vorgestellten Besatzungsmitglieder aber nahezu allesamt keinen Handlungspart abbekamen, war die Vorstellung unnütz. Besser wäre es gewesen, die reichlich vorhandenen Nebencharaktere in Ihrer Einführung auf mehrere Hefte zu verteilen und sie eben dann zu benennen, wenn sie auch eine gewisse Bedeutung erlangen.
Es tut mir leid, dem Stil von Rainer Castor kann ich überhaupt nichts abgewinnen. Seine Schilderungen versprühen den gleichen Charme, wie es der Schulaufsatz eines Drittklässlers tut. Atlan führt also eine Fernexpedition nach Andromeda. Das Ganze liest sich wie die Beschreibung eines Berufstätigen, der jeden Morgen sein Haus verlässt, in den Wagen steigt, die Reihenhaussiedlung verlässt, über den Westring fährt, die dritte Abfahrt nimmt und bei der 3. Ampel links abbiegen muss, wo er dann auch Andromeda, äh, seinen Arbeitsplatz erreicht. Tristes pur.
Für uns Sammler ist zumindest eine Frage beantwortet worden. Lange Zeit war es unklar ob es mal wieder ein Perry-Rhodan-Lexikon geben würde. Die Antwort liegt mit Heft 2515 vor. Lediglich die Periodizität der Erscheinungsweise ist noch unklar. Persönlich würde ich mir wünschen, dass der Versuch, ein Lexikon in Heftform herauszubringen, nach dieser Ausgabe nicht fortgesetzt wird.
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