Archive für August 2009

Perry Rhodan Wandschmuck


pr_bronzeteller01.jpgDieser aus Kupfer oder einer Kupferlegierung bestehende Wandschmuck ist mit dem typischen Perry-Rhodan-Kopf verziert. Die leicht gewölbte Schale hat einen Durchmesser von 23,5 cm und lässt sich an der Wand anbringen. Sicherlich kein „offizielles“ Produkt zur Perry-Rhodan-Serie aber dennoch eine schöne Arbeit. Wenn ich mich recht entsinne, dann habe ich das Teil beim Weltcon 1999 in Mainz erstanden. Leider erinnere ich mich nicht mehr daran, von wem ich die Schale gekauft habe. Sicherlich eine Fan-Arbeit, vielleicht haben Mitglieder eines PR-Fan-Clubs den Teller in kleiner Serie erstellen lassen?

 

Meine Ansichten zu PR 2506


Mondra, die in einen Hinterhalt geraten und gefangen genommen wurde, gelingt, wenn auch verletzt, die Flucht. Rhodan und Tolot geraten zwischenzeitlich mit dem Marktleiter Ulocco Lo’tus, einem Troyken, aneinander. Es wird eine Art Waffenstillstand vereinbart. Rhodan möchte Mondra Diamond zurück und lässt den Troyken in dem Glauben, dass dieser an der Technik des Polyporthofes partizipieren könnte. Die Troyken, Rhodan und Tolot folgen gemeinsam der Spur Mondras, geleitet von Ramoz. Die Gefährtin Rhodans ist mittlerweile tief in das innere des Hofes vorgedrungen. Sie bekommt mit dem Controller Zugang zur Steuereinheit PERISTERAs. Mit deren Hilfe lässt sie die MIKRU-JON in den Hof einschleusen.

Bei der Zusammenkunft von Rhodans Gruppe mit Mondra unternimmt Ulocco Lo’tus einen letzten Versuch, die Fremden zu überrumpeln. Dank Tolot bleibt der Anschlag ohne Auswirkungen. Mit den Controllern hat Rhodan nunmehr beschränkten Zugriff auf das Polyport-Netz. Eine direkte Rückkehr in die Milchstraße ist jedoch nicht möglich. Rhodan beschließt eine wenig frequentierte Station namens OROLOGION in der benachbarten Galaxis Diktyon anzusteuern. Für den Transfer wird die MIKRU-JON genommen, die sich für die Reise in 3 Teile zerlegt. Vor der Abreise warnt Rhodan Ulocco Lo’tus nochmals eindringlich vor der Frequenz-Monarchie. Wie es scheint, bleiben die Warnungen ungehört.

 

 

Michael Marcus Thurner setzt in Heft 2506 die Geschehnisse auf dem Polyport-Markt fort. Standen im 1. Teil des Doppelbandes überwiegend Beschreibungen des bizarren Handelsplatzes im Vordergrund, sind es im Teil 2 die Handlungen der Akteure und der Titel des Romans „Solo für Mondra Diamond“ ist ausnahmsweise mal zu Recht so gewählt worden. Die Flucht aus dem Gefängnis und Mondras Erlebnisse nehmen einen Großteil der Handlung ein. Zu Beginn erfahren wir zudem, wie Mondra überhaupt in Gefangenschaft geriet. Dazwischen streut der Autor die Erlebnisse von Rhodan und Tolot aus der Perspektive des Haluters ein und verwendet dabei die Ich-Form. Eine schöne Idee, die hoffentlich in weiteren Romanen ihre Fortsetzung findet. Zum Ende hin wird es etwas hektisch. Der Zugriff auf die Systeme des Polyport-Hofs und die Abreise nach Diktyon sind für meinen Geschmack etwas zu glatt über die Bühne gegangen.

Auch für den zweiten Teil des Doppelbandes wäre ein gut bis sehr gut von meiner Warte aus drin gewesen. Leider setzt der Autor, wie zuvor in 2505 auch, zum Teil auf tumbe Gewaltdarstellung. Die Autoren scheinen es momentan auszureizen, wie viel tumbe Gewalt der gesunde Leserverstand verträgt. Es ist unverständlich, dass diese billige Effekthascherei angesichts des derzeit entwickelten und absehbaren Plots von den Autoren eingesetzt wird. Noch einmal sei gesagt, dass ich grundsätzlich nichts gegen Gewalt in Perry Rhodan habe. Warum nicht? Es gibt immer tumbe Idioten, die nur die Gewalt als Möglichkeit kennen sich zu wehren oder über andere Macht auszuüben. Ich kritisiere hier aber die Zurschaustellung der Gewalt.

Dabei zeigt der Autor ansatzweise ein Repertoire wie es auch anders geht, eine spannende Story zu schreiben und Interesse beim Leser zu wecken. Zumindest lässt Thurner diese Methoden in seinem Roman teilweise anklingen. Damit meine ich beispielsweise die eher gewiefte Taktik mit der Perry Rhodan vorgeht und ein zumindest zeitweise „überlegter“ Einsatz der verschiedenen Charaktere mit ihren jeweiligen Fertigkeiten und Verwendungen. Leider schafft es der Autor nicht die anfangs stimmige Atmosphäre des Polyport-Marktes in den 2. Teil seines Romans mitzunehmen. Für den Spannungsaufbau fehlt es schlussendlich an einer packenden Inszenierung. Der Plot gibt eigentlich alles her. Drei interessante Charaktere werden an einen unbekannten Ort mit unbekannten Völkern verschlagen, müssen eine ihnen unbekannte Technologie in den Griff bekommen und haben zudem einen Feind im Nacken. Dazu ein tierischer Begleiter und ein seltsames Schiff.

Statt mit diesen Elementen einen Spannungsbogen aufzubauen, lässt der Autor seine Akteure, explizit Mondra Diamond, geradezu stümperhaft agieren und verlustiert sich in Baller- und Gewaltorgien. Und wieder richte ich den Blick nach vorne und hoffe auf Besserung!

Perry Rhodan Büste(n)


Von 1967 bis 1969 hat Fredy Martin Schulz seinen Perry Rhodan Service betrieben. Möglicherweise zu Werbezwecken ist bei ihm auch die u.a. Perry-Rhodan-Büste entstanden. Die Büste ist ca. 21 cm hoch, 12 cm breit und wiegt ca. 1,2 kg. Am Sockel trägt sie den bekannten Perry-Rhodan-Schriftzug. Besonders hübsch finde ich sie nicht, deshalb frage ich lieber erst gar nicht, wer hier „Modell“ gestanden hat. Der bronze/kupferfarbene Ton rührt nicht etwa vom Material her, sondern ist ein Anstrich. Aus welchem Material die Büste ist, kann ich nicht feststellen. Wie viele dieser Büsten im Umlauf sind, kann ich ebenso wenig sagen. Es gibt wohl auch andere Bemalungen (siehe Bild 4).

Lt. Eintrag in der Perrypedia konnte man die Büste als Preis in einem Story-Wettbewerb im Jahr 1968 gewinnen. Zudem sei eine unbekannte Anzahl an Abgüssen möglicherweise in den Umlauf gekommen. Kein „echter“ Merchandising-Artikel also, aber zumindest eine Erwähnung wert.

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Eine andere Büste Perry Rhodans kann hingegen als authentischer Merchandising-Artikel bezeichnet werden. Seit 2004 kann bei Stardust Miniatures eine Perry-Rhodan-Büste erworben werden. Die Figur ist aus ColdCast-Porcelain einzeln von Hand gegossen und mit einer silbergrauen Patina überzogen. An die Büste muss lediglich nach dem Erwerb noch die Antenne befestigt werden. An der Unterseite befindet sich zum Schutz ein blauer Filz. Die Büste ist ca. 20 cm hoch, an der Basis 15 cm breit und wiegt ca. 1,3 kg. Lt. Eintrag auf der Homepage werden die ersten 25 Exemplare vom Künstler Klaus Meyer signiert. Das gezeigte Modell trägt die Nummer 17, des auf 1000 Exemplare limitierten Artikels.  Zu erwähnen ist noch, dass beim Garching-Con 2005 ein Exemplar (Nr. 50 von 1000) mit goldenen Überzug versteigert wurde.Eine schöne Arbeit und auch ohne den Schriftzug ist die Büste sofort als Perry Rhodan zu erkennen. Lediglich die einem Kugelraumer nachempfundene Basis ist m.E. zu groß geraden. Dadurch wirkt der Kopf etwas mickrig.

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Fast 10 Jahre früher, im Jahr 1995, ist der Illustrator Swen Papenbrock auf die Idee gekommen, eine Büste von Gucky herzustellen und nach der Genehmigung von VPM auch zu vertreiben. Die Auflage soll 333 Exemplare betragen. Nachzulesen im Perry Rhodan Report 263 im Heft 1804. Der Gucky kommt in sechs Teilen in einer schmucklosen Pappschachtel daher. Ein Teil entfällt dabei auf den berühmten Nagezahn, der mit Klebestreifen an der Bauanleitung heftet (siehe Bild).

Dem Bausatz liegt zudem ein Infozettel bei, dass entgegen der Ankündigung in PR 1804 die Produktion der Gucky-Büste nunmehr in Gießkeramik statt in Resin erfolgt. Die Resin-Bausätze bestanden noch aus 4 Teilen. Ab ca. Nr. 20 erfolgte der Umstieg auf Gießkeramik mit dann 6 Teilen. Zusammengesetzt ist die Büste ca. 12 cm hoch, 8,5 cm breit und wiegt ca. 300 Gramm. In der Bauanleitung macht Swen Papenbrock übrigens auch Farbvorschläge für die Bemalung mit REVELL-Farben. Irgendwann werde ich mich wohl mal an die Arbeit machen müssen …

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Fast alles über Perry Rhodan


ist der Titel des neuen Buches von Eckhard Schwettmann, erschienen bei humboldt, ISBN 978-3-86910-161-3. Das broschierte Buch liegt im Format 14,5 cm x 21,5 cm vor, hat 264 Seiten und lt. Werbetext ca. 200 meist farbige Abbildungen.

Als Buch für Fans wird uns das Werk auf dem vorderen Umschlag angepriesen, nun ich bin Fan, also habe ich zugegriffen und mit 14,90 EUR Verkaufspreis ist das Buch auch erschwinglich. Der Rückseite lässt sich entnehmen, dass das Buch pünktlich zum 2500sten Roman und zum 50. Geburtstag herausgegeben wurde. Das mit dem 2500sten Roman stimmt, zum 50. Geburtstag ist es noch ein Stück hin. Im Jahr 2011 feiert die Serie Perry Rhodan ihren 50. Geburtstag.

Der Autor des Buches, Eckhard Schwettmann, ist früher als Marketingleiter bei VPM für Perry Rhodan zuständig gewesen und war später Verlagsleiter der Perry-Rhodan-Serie. Von ihm stammt auch der 2006 erschienene Wälzer AllMächtiger, in dem er sich ebenfalls mit der Faszination Perry Rhodan auseinandersetzt.

„Fast alles über Perry Rhodan“ kommt im frischen Layout daher, verzichtet allerdings nicht auf die klassischen Perry-Rhodan-Farben blau und rot, sowohl was den Umschlag als auch die Innengestaltung betrifft. Der typische Perry-Rhodan-Kopf auf dem Umschlag darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Der ist, anders als auf Seite 4 vermerkt, nicht von Renato Casaro, sondern stammt noch von Johnny Bruck.

 

Das Buch ist übersichtlich in 5 Kapitel plus Anhang gegliedert. Kapitel 1 leitet mit dem Hype der 60er Jahre um Raumfahrt und Mondlandung und einigen populär-wissenschaftlichen Hintergrundinformationen in die Ära Perry Rhodan ein. Nach einigen Zahlenspielereien und dem Versuch auf knapp 5 Seiten einen Handlungsüberblick zu 2500 Romanen zu geben, widmet sich Schwettmann den Machern der Serie. Es gibt Kurzvorstellungen der Redaktionsmitarbeiter und der Autoren. Gefallen hat mir hier, dass Schwettmann auch auf ambitionierte Fan-Projekte verweist, wo man sich weitere Informationen holen kann. Als Beispiel sei die Biographie zu K.H. Scheer erwähnt, die vom Terranischen Club Eden (TCE) herausgegeben wird. Neuere Autoren, z.B. Christian Montillon und Wim Vandemaan werden per Interview vorgestellt. Auch das hat mir gut gefallen. Nur an der Schreibweise von Christian Montillons Namen muss Eckhard Schwettmann noch ein wenig üben (Seite 67 Bildunterschrift). Weniger gefallen hat mir an diesem Kapitel die teils schlechte Recherche. Fans von Perry Rhodan sind nicht selten auch an Astronomie und Raumfahrt der realen Welt interessiert. Das der geplante europäische Raumgleiter nach Sänger benannt wird (siehe Seite 10) ist nun wirklich eine olle Kamelle und seit ca. 15 Jahren kein Thema mehr, denn dieses Projekt wurde aufgegeben! Schmunzeln konnte ich noch über die Zellaktivatoren an Crest und Thora (Seite 23) und über die Lemurer in Andromeda (ebenfalls Seite 23). Auch die Vorstellung der ehemaligen Autorin Marianne Sydow liest sich seltsam. Auf Seite 51 erfahren wir, dass die Autorin zusammen mit ihrem Mann die gemeinsame riesige Sammlung katalogisiert. Dazu muss ich leider anmerken, dass Heinz-Jürgen Ehrig bereits 2003 verstorben ist! Der Gastautor Gisbert Haefs (PR 2289) findet keine Erwähnung in Schwettmanns Buch. Im AllMächtiger! wird Haefs hingegen noch erwähnt.

 

Kapitel 2 widmet sich dem Thema „Perry Rhodan hören“. Hörspiele, beginnend mit den Veröffentlichungen bei EUROPA in den frühen 70er Jahren, über die MC-Reihe in den 80er Jahren, den Gucky-Hörspielen in den 90ern, bis hin zu den Vertonungen des Sternenozeans-Zyklus der Jetztzeit, werden hier vorgestellt. Nicht zu vergessen die Hörbücher der „Silber-Edition“ und die aktuellen Lesungen seit Band 2400. Auch die unterschiedlichen Musik-Publikationen zu und um Perry Rhodan werden hier vorgestellt. Ein gelungener Überblick, wie ich finde.

 

Nach dem Hören folgt das Sehen. Kapitel 3 lässt die Illustratoren, die Risszeichner und die Comic-Zeichner zu Wort kommen. Und auch auf die diversen Film-Projekte geht der Autor ein. Ebenso wie im Kapitel 1 kommen diverse Macher per Interview zu Wort. Schön, dass auch hier auf Fan-Publikationen eingegangen wird. Hans-Joachim Thunack findet hier ebenso Erwähnung, wie die Modelle und Animationen von Raimund Peter, von dem wir zudem in einem Interview Näheres zu seiner Arbeit erfahren.

 

Im Kapitel 4 „Perry Rhodan erforschen“ geht es um die Sekundärliteratur zur Serie, wozu dieses Buch dann ja selbst auch zu zählen ist. Gerade mal 10 Seiten verwendet Schwettmann für dieses Thema und davon geht das Meiste zu Lasten allgemeiner SF. Der Bezug zu Rhodan wird dabei nur mühsam hergestellt. Der Auseinandersetzung mit der Literatur Perry Rhodan durch die Sekundärliteratur sind dann eigentlich nur 3 kurze Absätze gewidmet.

 

Im letzten Kapitel schließlich wird der wichtigste Personenkreis angesprochen. In „Perry Rhodan lieben“ werden die Fans der Serie hervorgehoben. Sammler, Autogrammjäger, Fanclubs und Stammtische werden vorgestellt.

Komplettiert wird das Werk durch den Anhang, in dem sich ein Lexikon der wichtigsten Begriffe aus dem Perryversum findet, einem ewigen Perry Rhodan Kalender und einer Liste der Heftromane 1 bis 2500.

 

Fazit:

Insgesamt ein schönes Buch, wenngleich einige Fehler enthalten sind. Wer Perry Rhodan erst ein paar Jahre liest und langsam beginnt auch mal hinter die Kulissen zu blicken, kann viel Wissenswertes aus diesem Buch erfahren. Für Fans, die sich schon länger mit PR auseinandersetzen, bietet das Buch nicht gerade viel Neues. Bleibt noch die Frage zu beantworten, welchen Stellenwert dieses Buch zur 1. Schwettmann-Publikation AllMächtiger einnimmt. Das neue Buch selbst gibt die Antwort. Darin wird AllMächtiger als „Standardwerk“ bezeichnet. Wer den Wälzer schon besitzt, kann m.E. auf „Fast alles über Perry Rhodan“ getrost verzichten.

Ansichten zu Heft 2505


Die MIKRU-JON erreicht den Polyport-Hof PERISTERA. Schon aus der Distanz lässt sich erkennen, dass der Hof zweckentfremdet wurde. Dutzende verschiedener Völker der Kleingalaxis Kyon Megas nutzen die Station zum Warenhandel und als Vergnügungszentrum. Keines der Fremdvölker und auch keiner der Verantwortlichen des Handelsplatzes scheint die wahre Bedeutung PERISTERAs zu kennen. Die MIKRU-JON landet schließlich im Zentrum der ehemaligen Transferkamine. Die Versuche Rhodans mit einem der Controller eine Reaktion des Polyport-Hofs zu erhalten, scheitern allerdings. Während Rhodan und Tolot diese Versuche fortsetzen erkundet Mondra Diamond alleine den Polyport-Markt. Dabei ergreift sie Partei für einige Händler aus dem Volk der Wagokos. Diese werden von einigen Söldnern bedroht, die von Mondra in die Flucht geschlagen werden können. Von Mondras Kampfkünsten beeindruckt, bitten die Wagokos sie daraufhin um Beistand gegen korrupte Wachtruppen der Station, an die sie regelmäßig einen Teil ihrer Handelswaren „abgeben“ müssen.

Mittlerweile ist auch das Oberhaupt der Station auf die MIKRU-JON und ihre Besatzung aufmerksam geworden. Er will das Schiff und seine Besatzung in die Hände bekommen. In Ihrer Rolle als Beschützerin der Wagokos gerät Mondra schließlich in einen Hinterhalt und wird in das innere der Station verschleppt. Rhodan und Tolot begeben sich nun ebenfalls auf die Station, um die Gefährtin zu suchen.

 

Michael Marcus Thurners Roman ist der 1. Teil eines Doppelbandes. Der Autor hat diesen erweiterten „Spielraum“ genutzt und mit dem Polyport-Markt einen unterhaltsamen und mannigfaltigen Schauplatz eingeführt. Zur Schilderung der diversen Fremdwesen hat der Autor zwar ein ums andere Mal die terranische Tierwelt zum Vergleich herangezogen - diesmal mussten Wildschweine und Waschbären herhalten - daneben gab es aber auch zahlreiche andere, geradezu skurrile Beschreibungen von Aliens und Robotern. Zu erwähnen ist hier beispielsweise der Lotse „Dreiacht-Kamm“ der der MIKRU-JON einen Landeplatz zuweist. Das Wesen besitzt einen quaderförmigen Körper, auf dessen öliger Oberfläche zahlreiche Sehorgane schwimmen. Diese „Augenfälligkeit“ wird von Thurner zu einem sehr humorigen Dialog dieses Wesens mit Rhodan umgesetzt, als es darum geht, den Lotsen für einen guten Landeplatz zu bestechen. An anderer Stelle beschreibt der Autor einen Roboter, der Angst davor hat, dass ihm sein Arbeitsplatz von „minderwertigen biologischen Substitutionsgeschöpfen“ weggenommen wird. Diese Darstellungen haben Spaß gemacht und die „Atmosphäre“ dieses exotischen Schauplatzes kam gut rüber.

Der Roman hätte bis hierhin von mir ein gut bis sehr gut bekommen, hätte da nicht …, wäre da nicht … musste da nicht noch das „Keine-Spannung-ohne-Bedrohung-Element“ vom Autor eingebaut werden. Da Tolot zu klug und Rhodan zu bedächtig ist, fiel der Part „wie schaffe ich mir Feinde“ der Zirkusartistin Mondra Diamond zu. Und die tat dann auch wirklich alles, um sich Feinde zu schaffen und die bösen Aliens auf sich und Andere aufmerksam zu machen. Dazu kam dann noch der seit Band 2500 fest vorgegebene „Akt der dumpfen Gewaltdarstellung“. Einzig Leo Lukas hat in 2504 auf dieses Element verzichtet, wofür ihm Dank gebührt. Letztlich habe ich die Lektüre mit einem zwiespältigen Eindruck beendet. Wie Gesagt, auf der einen Seite präsentiert der Autor eine wunderschöne Kulisse mit kuriosen, teils grotesken Beschreibungen und auf der anderen Seite steht ein geradezu dümmliches Agieren einer Hauptperson der Serie. Mal sehen, was der 2. Teil des Doppelbandes bringt. Der trägt den Titel „Solo für Mondra Diamond“, oh weh!